Lab-News
Neue Vorschriften, Normen, Methoden und Forschungsergebnisse, die die Laborarbeit verändern.
- Neue Warenliste in den Vorschriften über entwaldungsfreie Produkte —
Die Delegierte Verordnung (EU) 2026/2102 ändert die Liste der relevanten Rohstoffe und Erzeugnisse. Löslicher Kaffee und bestimmte Palmöl-Derivate kommen hinzu, Rinderhäute und runderneuerte Reifen fallen heraus. - Pellets, Briketts und Stroh unter Qualitätskontrolle — Prüfzeugnis wird Pflicht —
Der polnische Ministerrat hat am 15. September 2026 einen Entwurf angenommen, der das System der Kraftstoffqualitätsüberwachung auf feste Biobrennstoffe ausweitet. Wer sie in Verkehr bringt, muss den Brennstoff prüfen lassen und ein Qualitätszeugnis ausstellen. - EPA untersucht Trinkwasser auf mehr als tausend Stoffe gleichzeitig —
Im September 2026 kündigte die EPA eine Trinkwasserstudie mit nichtzielgerichteter Analyse (NTA) an, die Stoffe findet, ohne vorher festzulegen, wonach gesucht wird. - Pyraclostrobin und Phosphin bleiben zugelassen — Genehmigungen erneuert —
Die Kommission hat die Genehmigung zweier Wirkstoffe erneuert: Phosphin mit der Verordnung 2026/1968 und Pyraclostrobin mit der Verordnung 2026/1976. - Leitfaden für Emissionsprüfer im CO2-Grenzausgleichssystem —
Die Europäische Kommission hat einen Leitfaden zu Prüfung und Akkreditierung im CBAM veröffentlicht, gerichtet an Prüfstellen und nationale Akkreditierungsstellen. - Weniger Straßen mit Umweltentscheidung, dafür werden Abschnitte summiert —
Die polnische Verordnung des Ministerrats vom 2. September 2026 nimmt den Ausbau befestigter Straßen bis 2 km und den Umbau bis 4 km außerhalb von Schutzgebieten von der Umweltentscheidung aus. - Herstellerabgabe für die vierte Reinigungsstufe auf dem Prüfstand —
Die Generalanwältin am Gerichtshof hat vorgeschlagen, die Vorschriften für nichtig zu erklären, nach denen Arzneimittel- und Kosmetikhersteller mindestens 80 Prozent der Kosten für die Entfernung von Mikroverunreinigungen tragen sollen. - Polnische Akkreditierungsstelle öffnet Brandklassifizierung und EXAP-Berichte —
Ein Labor für Brandverhalten und Feuerwiderstand kann Klassifizierung und erweiterte Anwendung der Ergebnisse in den Akkreditierungsumfang aufnehmen. Voraussetzung: eine eigene akkreditierte Brandprüfung an diesem Produkt. - Lebensmittelverpackungen ohne PFAS: drei Grenzwerte, die jemand messen muss —
Seit dem 12. August 2026 darf Lebensmittelkontaktverpackung die PFAS-Grenzwerte nicht überschreiten. Eine Prüfnorm dafür gibt es nicht — die Kommission verweist auf einen zweistufigen Weg. - Erste verbindliche MOAH-Höchstgehalte in Lebensmitteln — ein Jahr Zeit für die Methode —
Am 13. Mai 2026 haben die Mitgliedstaaten den Entwurf für Höchstgehalte an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen gebilligt. Veröffentlichung Ende des Jahres, Anwendung ab 2027. - Zweidimensionale Massenspektrometrie kommt von den Großzentren auf die normale Laborbank —
Ein Team der University of Warwick und von Verdel Instruments hat 2DMS auf einem handelsüblichen Q-TOF gezeigt. Bislang war dafür ein Millionengerät nötig — nun genügt ein Nachrüstsatz. - Pestizide direkt am Fluss gemessen: SERS im mikrofluidischen Kanal —
Das Konsortium STARDUST, an dem das Institut für Physikalische Chemie der Polnischen Akademie der Wissenschaften beteiligt ist, baut einen tragbaren optischen Sensor, der mehrere Pestizide gleichzeitig in Oberflächen- und Grundwasser erfasst. - Großbritannien beginnt den Übergang auf ISO/IEC 17020:2026 —
Ab dem 1. September 2026 begutachtet die britische Akkreditierungsstelle Inspektionsstellen nach der neuen Ausgabe. Verpflichtend wird sie am 1. Januar 2028. - Ganzgenomsequenzierung bei lebensmittelbedingten Ausbrüchen verpflichtend —
Ab dem 23. August 2026 müssen die EU-Staaten die Genome von Isolaten fünf lebensmittelbedingter Erreger sequenzieren. Für die Mikrobiologie wird die Sequenzierung zur Standardmethode, nicht mehr die Serotypisierung. - Trinkwasseruntersuchungen nur mit Akkreditierung und Registereintrag —
Die Novelle des polnischen Wassergesetzes ersetzt die Zulassung durch die Sanitärinspektion durch eine verpflichtende PCA-Akkreditierung und den Eintrag in ein Register des Obersten Sanitätsinspektors. Am 21. August lief die Meldefrist für bereits akkreditierte Labore ab. - Alle Verpackungen in der EU müssen recyclingfähig sein —
Ab dem 12. August 2026 müssen auf den EU-Markt gebrachte Verpackungen recyclingfähig sein, und der Hersteller muss das nachweisen. Für Werkstofflabore ist das ein neuer, stetiger Auftragsstrom. - DAkkS ordnet flexible Geltungsbereiche neu: Kategorien A, B und C —
Ein einheitliches System für alle Akkreditierungsnormen ersetzt die bisherigen Einstufungen I, II und III. Das Labor nimmt technische Änderungen im Rahmen seiner Kategorie eigenverantwortlich vor. - Slowakei: neue Methodik zur Beschreibung von Bereich und Umfang der Akkreditierung —
Seit dem 1. August 2026 gilt eine aktualisierte methodische Leitlinie dafür, wie Bereich und Umfang der Akkreditierung von Produktzertifizierungsstellen zu formulieren sind. - EFSA senkt den sicheren Wert für TFA um das Dreieinhalbfache —
Die duldbare tägliche Aufnahme von Trifluoressigsäure sinkt von 0,05 auf 0,014 mg je Kilogramm Körpergewicht, die akute Referenzdosis beträgt 0,07 mg/kg. - Änderung der Norm zum Nachweis von Listeria monocytogenes —
ISO 11290-1:2017/Amd 1:2026 regelt die Lagerung der Proben vor der Analyse und ändert den Kontrollstamm zur Prüfung von Nährmedien und Reagenzien. - USA: eine ICP-MS-Methode statt einzelner Metallbestimmungen —
Ab dem 20. Juli 2026 prüft die US-Inspektionsbehörde verzehrfertige Erzeugnisse auf achtzehn Metalle und nutzt dafür Proben aus dem bestehenden Allergen-Verifizierungsprogramm. - Ökodesign geht in die Umsetzung: erste Produktgruppen und der digitale Produktpass —
Der Arbeitsplan 2025–2030 nennt die ersten vom Ökodesign erfassten Produktgruppen: Textilien, Möbel, Reifen, Matratzen, Stahl und Aluminium. Jedes dieser Produkte erhält einen digitalen Pass mit Daten, die zuvor gemessen werden müssen. - pH von Meerwasser mit Farbstoff statt Elektrode gemessen — neue Ausgabe der Norm —
ISO 18191:2026 ersetzt die Ausgabe von 2015. Das spektrophotometrische Verfahren mit m-Kresolpurpur erfasst den pH auf der Skala der Gesamtwasserstoffionenkonzentration von 7,4 bis 8,2 bei praktischer Salinität von 20 bis 40. - Umwelt-DNA aus Wasser erhält eine eigene Probenahmenorm —
ISO 17805:2026 legt ein einheitliches Vorgehen für Probenahme, Anreicherung und Konservierung von Umwelt-DNA (eDNA) aus Wasser sowie die Qualitätssicherung dieser Stufe fest. - Regenwürmer als Indikator der Bodenqualität — neue Ausgabe der Probenahmenorm —
EN ISO 23611-1:2026 modernisiert Handauslese und Extraktion von Regenwürmern — das Verfahren zur Beurteilung der Bodenqualität anhand der dort lebenden Organismen. - Eine Norm für die Planung des Probenahmeprogramms, nicht für die Prüfung selbst —
EN ISO 23611-6:2026 ergänzt die organismenspezifischen Verfahren der Reihe um Regeln für die Planung des gesamten Probenahmeprogramms. - XRF-Screening in der Elektronik erfasst nun neun Elemente und Stoffe —
EN IEC 62321-3-1:2026 beschreibt das Screening auf Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom, Brom, Phosphor, Chlor, Zinn und Antimon in Elektrotechnikprodukten mittels Röntgenfluoreszenz. - Großbritannien aktualisiert das Verzeichnis amtlicher Lebens- und Futtermittellabore —
Die jüngste Änderung vom 30. Juni 2026 strich eines der Labore für Trichinen-Untersuchungen. Die Listung ist Voraussetzung für Arbeiten für die Kontrollbehörden. - Trinkwasser in Polen: fünf neue Parameter in der Verordnung des Gesundheitsministers —
Die Verordnung vom 22. Mai 2026 gilt seit dem 24. Juni und ergänzt die Wasseruntersuchung um die PFAS-Summe, Bisphenol A, Uran sowie — bedingt — Halogenessigsäuren und Microcystin-LR. - EA-MLA-Zeichen in allen Mitgliedsländern der Vereinbarung eingetragen —
Seit dem 19. Juni 2026 ist das Zeichen der EA-Multilateralen Vereinbarung in allen Mitgliedsländern eingetragen; zudem wurde Supplement 3 zu EA-3/01 für die Schweiz veröffentlicht. - Legionellen in zwei statt zehn Tagen — und was der Vergleich mit dem Referenzverfahren zeigt —
Das MICA-Verfahren markiert die bakterielle Zellwand und zählt Mikrokolonien automatisch. Die Übereinstimmung mit der Kultur nach ISO 11731:2017 lag bei 82,4 %, die Empfindlichkeit bei 67,4 % — schneller, aber noch nicht gleichwertig. - Vier Bedingungen für die Trinkwasseruntersuchung in Polen —
Die Konformitätsüberwachung darf nur ein Labor durchführen, das akkreditiert ist, akkreditierte Probenehmer stellt, Teil- und Gesamtberichte erstellt und im Register des Obersten Sanitätsinspektors eingetragen ist. - Mikroplastik in REACH: Ausnahme für Forschung, strengere Bedingung für feste Matrix —
Die Verordnung (EU) 2026/1168 ändert Eintrag 78 des Anhangs XVII der REACH-Verordnung, also die Beschränkung für synthetische Polymermikropartikel. - PCR-Verfahren zum Nachweis von gentechnisch verändertem Lachs in Lebensmitteln —
CEN ISO/TS 21569-10:2026 beschreibt Real-time-PCR-Protokolle zum Nachweis von gentechnisch verändertem Atlantischem Lachs samt Daten aus Ringversuchen. - Feuchtkleber und Gluten-Index — neue Ausgabe des mechanischen Verfahrens —
EN ISO 21415-2:2026 beschreibt die mechanische Bestimmung von Feuchtkleber und Gluten-Index in Weizen und Weizenmehl. - Vollkorn erhält eine einheitliche Definition und technische Kriterien —
ISO 20810:2026 legt eine weltweite Vollkorndefinition sowie Anforderungen an Verpackung, Kennzeichnung und Angaben für Vollkornprodukte fest. - Neue Ausgabe der Norm, auf der die Präzision aller Kraftstoffprüfungen beruht —
ISO 4259-1:2026 legt fest, wie Präzisionsdaten — Wiederhol- und Vergleichpräzision — für Prüfverfahren an Mineralölerzeugnissen ermittelt werden. - Wie Präzisionsdaten bei Streit über ein Kraftstoffergebnis anzuwenden sind —
ISO 4259-2:2026 behandelt Auslegung und Anwendung von Präzisionsdaten: Ergebnisvergleich, Konformitätsbewertung und Beilegung von Abweichungen. - Einheitliche Referenzbedingungen für die Prüfung von Messumformern —
IEC 62828-1:2026 legt einheitliche Referenzbedingungen und Prüfverfahren für industrielle und Prozessmessumformer fest — unabhängig von der Messgröße. - Eigenes Prüfverfahren für Druckmessumformer —
IEC 62828-2:2026 ergänzt den allgemeinen Teil um Verfahren speziell für Druckmessumformer — die am häufigsten kalibrierte Gruppe von Prozessgeräten. - Glatte Grenzlehren für Längenmaße neu geregelt —
EN ISO 1938-1:2026 bringt die Anforderungen an glatte Grenzlehren mit dem geltenden System der GPS-Normen in Einklang. - Strömungswiderstand schallabsorbierender Materialien — statisches Verfahren —
EN ISO 9053-1:2026 beschreibt das statische Verfahren zur Bestimmung des Strömungswiderstands — jener Größe, von der die Wirksamkeit schallabsorbierender Materialien abhängt. - Polnische Akkreditierungsstelle ordnet die Akkreditierung für Trink- und Badegewässeruntersuchungen —
Die Mitteilung Nr. 475 vom 1. Juni 2026 beschreibt die Akkreditierungsregeln für Labore, die Wasser für den menschlichen Gebrauch und Badegewässer beproben und untersuchen. - Italien: strengerer PFAS-Grenzwert im Wasser auf Juni 2026 verschoben —
Die Summe der regulierten PFAS sinkt von 0,50 auf 0,10 µg/l. Das Haushaltsgesetz verschob den Termin vom 12. Januar 2026 auf Juni; die Akkreditierungspflicht der Labore bleibt. - Triple-Quadrupol-ICP-MS mit Doppelzellensystem —
Auf der ASMS 2026 stellte Agilent das 9500 ICP-MS mit Doppelzellensystem vor, das den Wechsel vom Einfach- zum Triple-Quadrupol erleichtert. - Gaschromatographen mit integrierter Diagnose und geführter Fehlersuche —
Die neuen GC-Systeme 8890B und 8860B verbinden Hardware mit Zustandsüberwachung und geführter Fehlersuche, um ungeplante Ausfälle zu verringern. - Slowakei unterzeichnet bei der neuen globalen Akkreditierungsorganisation —
Am 18. Mai 2026 wurde die slowakische Akkreditierungsstelle Unterzeichnerin der Vereinbarung der Global Accreditation Cooperation — der Organisation aus der Fusion der bisherigen weltweiten Strukturen. - Aschebestimmung in Kunststoffen neu geregelt — sechste Ausgabe der Grundnorm —
ISO 3451-1:2026 ersetzt die Ausgabe von 2019 und gibt allgemeine Verfahren samt Prüfbedingungen für eine Reihe von Kunststoffen an. Die europäische Fassung EN ISO 3451-1:2026 übernimmt den Text unverändert. - Faserbeton direkt gezogen, ohne Biegung — die erste Norm dieser Art —
ISO 13180-1:2026 gibt ein direktes Zugprüfverfahren für faserverstärkte zementgebundene Verbundwerkstoffe mit verfestigendem Verhalten an. Der Probekörper wird einachsig belastet, ohne parasitäres Biegemoment. - Ende der Übergangsfrist für Anbieter von Eignungsprüfungen —
Die dreijährige Übergangsfrist auf ISO/IEC 17043:2023 endete im Mai 2026. Eine Akkreditierung nach der Ausgabe von 2010 wird im weltweiten Abkommen über gegenseitige Anerkennung nicht mehr anerkannt. - Eine Norm für die Prüfung von sechs Chemikalien zur Trinkwasseraufbereitung —
EN 12485:2026 fasst die Prüfverfahren für Calciumcarbonat, Weißkalk, halbgebrannten Dolomit, Magnesiumoxid, Calcium-Magnesium-Carbonat und Dolomitkalk zusammen. - Entwurf der Trinkwasserverordnung: PFAS, Bisphenol A und niedrigere Metallgrenzwerte —
Ein Verordnungsentwurf des polnischen Gesundheitsministeriums setzt die EU-Trinkwasserrichtlinie um. Summe PFAS, Bisphenol A, Microcystin-LR und halogenessigsäuren kommen neu hinzu, die Grenzwerte für Blei und Chrom werden halbiert. - Italien ändert die Regeln für die Beschreibung des Akkreditierungsumfangs —
Eine neue Ausgabe des Dokuments RT-23 legt fest, wie ein Prüflabor sein Akkreditierungsfeld zu definieren hat. Sie gilt ab dem 1. November 2026. - Probenahme und Messunsicherheit bei Pestizidrückständen in einer Verordnung —
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/765 hat die Richtlinie 2002/63/EG ersetzt. Die voreingestellte erweiterte Unsicherheit bei der Durchsetzung von Rückstandshöchstgehalten beträgt 50 %, für Kupfer 20 %. - Die Störaussendungsprüfung im Wohnbereich erfasst jetzt Magnetfeld und kabelloses Laden —
Die vierte Ausgabe der IEC 61000-6-3 ersetzt die von 2020. Hinzu kommen Anforderungen an die Magnetfeld-Störaussendung einschließlich der Messung der kabellosen Energieübertragung sowie der Bereich 9–150 kHz im Versorgungsnetz. - Slowakei: Prüfergebnisse bleiben international anerkannt —
Die Arbeitsgruppe für gute Laborpraxis bei der OECD billigte im April 2026 den Bericht des nationalen Überwachungsprogramms. - Summe von fünfundzwanzig PFAS als Qualitätsnorm für Oberflächengewässer —
Die Richtlinie (EU) 2026/805 ändert drei Wasserrichtlinien. Sie führt eine Norm für die Summe von 25 PFAS in Oberflächengewässern und die Summe von 20 PFAS im Grundwasser ein und stuft Bisphenol A als prioritären gefährlichen Stoff ein. - Neue Ausgabe der Norm für Inspektionsstellen —
Am 27. März 2026 erschien die dritte Ausgabe der Norm ISO/IEC 17020 — die größte Änderung seit 2012. Risikobasiertes Denken umfasst nun auch die operativen Prozesse und die Validität der Ergebnisse. - Universelle PFAS-Beschränkung: Konsultation bis 25. Mai —
Am 2. März 2026 befürwortete der Ausschuss für Risikobeurteilung ein universelles PFAS-Verbot; am 26. März begann eine sechzigtägige Konsultation. Der Umfang der PFAS-Analytik in Erzeugnissen, Wasser und Abwasser wird deutlich wachsen. - Fertige Legionellen-Nährböden statt Eigenherstellung —
Eine Reihe fertig gegossener Platten für Nachweis und Zählung von Legionellen in Wasser, abgestimmt auf den Arbeitsablauf nach ISO 11731, ist auf dem Markt. Damit entfällt der variabelste Schritt der Prüfung — die Eigenherstellung des Selektivnährbodens. - Tschechien: flexibler Akkreditierungsumfang in vier Freiheitsgraden —
Ein Labor darf Verfahren im Rahmen des gewährten Freiheitsgrades ändern, solange das Messprinzip erhalten bleibt. Die Liste dieser Tätigkeiten wurde am 13. März 2026 aktualisiert. - Italien: Analysen der amtlichen Lebensmittelkontrolle ohne Mehrwertsteuer —
Am 9. März 2026 bestätigte die Finanzverwaltung, dass Entgelte für Analysen amtlicher Labore im Rahmen der Lebens- und Futtermittelkontrolle nicht der Mehrwertsteuer unterliegen. - Betonnorm EN 206 in zwei Teile geteilt — neue Ausgabe ersetzt EN 206:2013+A2:2021 —
CEN hat am 19. Januar 2026 die EN 206-1:2026 angenommen, Ausgabe März 2026. Teil 1 behandelt Eigenschaften, Anforderungen, werkseigene Produktionskontrolle und Bewertungskriterien für Einzelwerte. - Konformitätsbewertung und Zertifizierung von Beton in eigener Norm EN 206-2:2026 —
Der zweite Teil der geteilten Betonnorm, von CEN am 19. Januar 2026 angenommen und im März 2026 herausgegeben, behandelt ausschließlich Konformitätsbewertung und Zertifizierung. - Frankreich verschärft die Anforderungen an Asbestlabore —
Revision 15 des Referenzdokuments für Asbestlabore gilt ab dem 1. März 2026 und betrifft Prüfung, Kalibrierung und Probenahme. - China: neue Normen zur Qualitätslenkung in der Lebensmittelprüfung —
Seit dem 1. März 2026 gelten neue Ausgaben der Normen zur Qualitätslenkung im Labor — getrennt für physikalisch-chemische und für mikrobiologische Lebensmittelprüfungen. - China: 370 neue Pestizidrückstandshöchstwerte und 14 neue Methoden —
Die neue Ausgabe der nationalen Lebensmittelsicherheitsnorm zu Pestizidhöchstgehalten gilt ab dem 1. März 2026 und ersetzt die Ausgaben von 2021 und 2022. - Der CO2-Fußabdruck von Industriebatterien muss deklariert werden —
Ab dem 18. Februar 2026 benötigen Industriebatterien über 2 kWh eine verifizierte Erklärung zum CO2-Fußabdruck. Sie muss auf berechneten Lebenszyklusdaten beruhen. - Cybersicherheitsprüfungen von Funkanlagen gehen auf den Cyber Resilience Act über —
Die Kommission hat am 16. Februar 2026 eine Verordnung angenommen, die den delegierten Rechtsakt 2022/30 mit Wirkung zum 11. Dezember 2027 aufhebt. Bis dahin gelten die Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie, ab dem Folgetag der Cyber Resilience Act. - Ein halb so hoher Ionenchromatograf, der die Probe selbst verdünnt —
Ein neuer Ionenchromatograf für die Wasseranalytik bleibt unter fünfzig Zentimeter Höhe und verdünnt Proben außerhalb des Kalibrierbereichs selbsttätig. Eine optionale Doppelinjektion erlaubt die Bestimmung von Anionen und Kationen in einem Lauf. - China: Akkreditierungsleitfaden für Labore zur Prüfung von Laserbearbeitungsanlagen —
Am 4. Februar 2026 gab das nationale Akkreditierungskomitee einen technischen Leitfaden für Labore zur Prüfung von Laserbearbeitungsanlagen heraus. - Technische Sauberkeit: die dritte Ausgabe der Richtlinie geht in die Elektronik —
Die dritte Ausgabe von VDA 19.1 ersetzt die von 2015. Neben mechanischen Schadensmechanismen kommen Kurzschluss, Luft- und Kriechstrecken, Übergangswiderstände und optische Verdeckung hinzu. - Der britische PFAS-Plan: gesetzliche Überprüfung der Trinkwasservorschriften angekündigt —
Im Februar 2026 veröffentlichte die Regierung einen nationalen PFAS-Plan und kündigte eine Überprüfung der Trinkwasservorschriften mit Blick auf verbindliche Grenzwerte an. - Britische Trinkwasseraufsicht: 48 PFAS-Verbindungen und drei Reaktionsstufen —
Wasserversorger überwachen die Summe von 48 benannten PFAS; ein Wert ab 0,1 µg/l gilt als meldepflichtiges Qualitätsereignis mit Handlungsbedarf. - Slowakei: PFAS-Untersuchung im Trinkwasser ab 13. Januar 2026 —
Die neuen Kenngrößen für PFAS gesamt und die PFAS-Summe werden dort untersucht, wo das Risikomanagement des Einzugsgebiets ihr Vorkommen nahelegt. - Deutschland: PFAS-Grenzwert im Trinkwasser gilt, rund 50 Labore sind akkreditiert —
Seit dem 12. Januar 2026 darf die Summe von zwanzig PFAS im Trinkwasser 0,1 µg/l nicht überschreiten. Ein zweiter, strengerer Wert — 0,02 µg/l für vier Verbindungen — folgt 2028. - Tschechien: neue Trinkwasserwerte — PFAS, Bisphenol A und Halogenessigsäuren —
Seit dem 12. Januar 2026 gelten in der tschechischen Trinkwasserverordnung Grenzwerte für neue Kenngrößen. Für PFAS sind es 100 Nanogramm pro Liter. - Tschechien baut ein staatliches Referenzlabor für PFAS auf —
Das staatliche Gesundheitsinstitut richtet ein Labor ein, das strittige Bestimmungen von Ewigkeitschemikalien im Trinkwasser klären soll. - PFAS im Trinkwasser EU-weit unter Pflichtkontrolle —
Seit dem 12. Januar 2026 ist die Untersuchung von Trinkwasser auf PFAS EU-weit Pflicht. Für viele Wasserlabore bedeutet das eine Erweiterung des Akkreditierungsbereichs. - Neue Regeln für Bauprodukte —
Seit dem 8. Januar 2026 unterliegen die meisten Bauprodukte einer neuen Verordnung. Den Produkttyp bestätigt eine Stelle, gestützt auf die Ergebnisse zu allen wesentlichen Merkmalen. - Die Niederlande streichen den CSB aus der Abwasserabgabe und führen organischen Kohlenstoff ein —
Seit dem 1. Januar 2026 wird die Abwasserabgabe auf Basis des gesamten organischen Kohlenstoffs nach NEN-EN-ISO 20236:2024 berechnet, nicht mehr über den chemischen Sauerstoffbedarf. Grund sind Kaliumdichromat, Quecksilber und sechswertiges Chrom im bisherigen Verfahren. - Litauen führt Akkreditierung und Normung in einer Agentur zusammen —
Seit Januar 2026 arbeiten das nationale Akkreditierungsbüro und die Normungsabteilung als eine Einrichtung — die litauische Agentur für Akkreditierung und Normung. - Frankreich: Anforderungen an Labore für Bauprodukte —
Ein eigenes Referenzdokument regelt die Akkreditierungsbedingungen für Labore, die im System zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit von Bauprodukten prüfen. - USA: Methode für vierzig PFAS in fünf Probenarten in Vorbereitung —
Die Umweltbehörde entwickelt eine Methode für vierzig PFAS-Verbindungen in Wasser, Boden, Sediment, Deponiesickerwasser und Fischgewebe. - Polen verteilt die Laboruntersuchungen der Sanitätsstationen neu —
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neues Verzeichnis der Sanitätsstationen mit Laboruntersuchungen — aufgeteilt in sieben Bereiche, darunter Wasser, Lebensmittel und Chemikalien. - Frankreich nimmt PFAS in die routinemäßige Trinkwasserüberwachung auf —
Seit dem 1. Januar 2026 gehören die zwanzig häufigsten PFAS zur routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung, mit einem Grenzwert von 0,10 µg/l für die Summe. - Frankreich führt einen Bestätigungsbesuch in der Akkreditierungsaufsicht ein —
Ab dem 1. Januar 2026 kann die Akkreditierungsstelle eine zusätzliche Begutachtung durchführen, wenn Zweifel bestehen, ob ein Audit einer akkreditierten Stelle der Wirklichkeit entspricht. - Litauen: Emissionsmessungen und Bodenprüfungen nur mit Akkreditierung —
Labore, die aus Quellen in die Umwelt emittierte Schadstoffe messen und mechanische Bodeneigenschaften prüfen, müssen akkreditiert sein. - Litauen: das erste akkreditierte Umweltlabor im Westen des Landes —
Das Universitätslabor in Klaipėda erhielt die Akkreditierung für Probenahme sowie physikalisch-chemische Untersuchungen von Wasser, Abwasser, Schlamm und Boden. - Litauen: Wasseruntersuchung nach der Hygienenorm HN 24 —
Die Sicherheits- und Qualitätsanforderungen an Trinkwasser regelt die nationale Hygienenorm HN 24:2023; danach führen die Wasserwerke ihre laufende Überwachung durch. - USA: eine PFAS-Methode für Abwasser, Boden, Schlamm und Gewebe —
Die Umweltbehörde verfügt über die validierte Methode 1633A für PFAS in wässrigen Proben, Feststoffen, Klärschlamm und Gewebe — mittels Flüssigchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie. - USA: zwei neue PFAS-Methoden für Trinkwasser in Vorbereitung —
Die Behörde kündigt Methode 534 — Direktinjektion für neun Verbindungen — und Methode 563 für ultrakurzkettige PFAS an, deren Fertigstellung für 2026 erwartet wird. - USA: Änderung der Eignungsprüfungsfelder für Umweltlabore —
Ab dem 1. Januar 2026 ersetzen die Eignungsprüfungstabellen für Nicht-Trinkwasser Gamma-Chlordan durch Trans-Chlordan. - China: neue Akkreditierungskriterien für Inspektionsstellen —
Das nationale Akkreditierungskomitee gab eine neue Fassung der Kompetenzkriterien für Inspektionsstellen heraus — ein mit 2026 gekennzeichnetes Dokument. - China: neue Liste der Akkreditierungsdokumente für 2026 —
Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine aktualisierte Liste der normativen Dokumente des Laborakkreditierungssystems — die Liste, nach der ein Labor begutachtet wird. - Zwei weltweite Akkreditierungsorganisationen sind fusioniert —
Seit dem 1. Januar 2026 trägt eine Organisation statt zweier die weltweite Akkreditierungszusammenarbeit. Bestehende Akkreditierungen und Zertifikate bleiben gültig. - Vorschriften für entwaldungsfreie Produkte um ein Jahr verschoben —
Große und mittlere Unternehmen wenden die Vorschriften für entwaldungsfreie Produkte ab dem 30. Dezember 2026 an, kleinere Firmen ab dem 30. Juni 2027. Die Verordnung nennt ausdrücklich Isotopen- und Genanalysen als Weg, die Herkunft des Rohstoffs zu prüfen. - Das erste EU-Bodengesetz stellt Anforderungen an Laboratorien —
Die Richtlinie zur Bodenüberwachung trat am 16. Dezember 2025 in Kraft, die Staaten haben drei Jahre zur Umsetzung. Erstmals gelten Mindestqualitätsanforderungen für Laboratorien, die Boden untersuchen. - Großbritannien: neue Ausgabe der Anforderungen an Lebens- und Futtermittelkontrolllabore —
Das Dokument LAB 33 in zweiter Ausgabe vom Dezember 2025 beschreibt, wie die britische Akkreditierungsstelle amtliche Labore und nationale Referenzlabore begutachtet. - Die Sekunde wird neu definiert — optische Uhren auf dem Weg zu 2030 —
Optische Uhren sind bereits rund hundertmal genauer als die Caesium-Fontänen, auf denen die heutige Definition der Sekunde beruht. Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht soll einen Fahrplan zur Neudefinition mit dem Ziel 2030 bestätigen. - Technische Sauberkeit: die Prüfung wird zur laufenden Prozessüberwachung —
Die dritte Ausgabe der Richtlinie VDA 19.1 erschien im Oktober 2025. Die Sauberkeitskontrolle ist keine Endprüfung mehr, sondern eine laufende Prozessüberwachung. - Mikroplastik im Wasser hat endlich eine eigene Norm —
Mikroplastik im Trinkwasser hat endlich eine einheitliche Norm: Partikel von 1 µm bis 5 mm werden mittels Infrarot- und Raman-Mikroskopie gezählt und klassiert. Das Ergebnis ist eine Partikelzahl in Größenklassen, kein einzelner Massewert. - Funkgeräte kommen ohne Cybersicherheitsprüfung nicht auf den Markt —
Seit dem 1. August 2025 muss jedes in der EU verkaufte Funkgerät Cybersicherheitsprüfungen bestehen. Es geht um den Schutz des Netzes, personenbezogener Daten und des Geldes der Nutzer. - Selbstfahrende Labore sammeln zehnmal mehr Daten —
Ein neues Verfahren zur Versuchsführung liefert automatisierten Werkstofflaboren in derselben Zeit mindestens zehnmal mehr Daten, bei geringerem Reagenzienverbrauch. Die nächsten Versuche plant weiterhin ein Mensch. - Die neue Spezifikation für Wasserstoffqualität erfasst Verbrennungsmotoren —
Die Norm zur Wasserstoffqualität liegt in zweiter Ausgabe vor, mit Güteklassen für Verbrennungsmotoren — für Fahrzeuge und stationäre Anlagen — neben den Anforderungen für Brennstoffzellen. In einem Ringversuch hielten nur drei von dreizehn Laboratorien die zulässigen Abweichungen ein. - Kommunales Abwasser unter Mikroschadstoff-Überwachung —
Die neue Abwasserrichtlinie fügt eine vierte Reinigungsstufe für Arzneimittel- und Kosmetikrückstände sowie eine Pflicht zur Überwachung von PFAS und Mikroplastik hinzu. Einheitliche Messmethoden sollen 2027 vorliegen. - Luft: Zählung ultrafeiner Partikel kommt hinzu —
Ab dem 12. Dezember 2026 ist die Luft nicht nur auf die Staubmasse, sondern auch auf Partikelanzahl und Größenverteilung zu untersuchen. In Gebieten mit hohen Konzentrationen entstehen Messstationen für ultrafeine Partikel — mindestens eine je fünf Millionen Einwohner. - Niedrigere Mykotoxin-Grenzwerte und geforderte Bestimmungsgrenze —
Die Grenzwerte für Deoxynivalenol wurden gesenkt, und die Toxine T-2 und HT-2 in Getreide haben eigene Werte erhalten. Die Methode muss mindestens doppelt so niedrig nachweisen wie der Grenzwert selbst.