4-Hydroxy-2,5-dimethylfuran-3(2H)-on (Furaneol) in Futtermitteln für alle Arten außer Katzen und Hunden: empfohlen 10 mg/kg, Bestimmung mittels GC-MS mit Retentionszeitfixierung, niedrigste sichere Konzentration 22 mg/kg bei Masthühnern
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/2498 der Kommission, veröffentlicht am 12. Dezember 2025, lässt bis zum 1. Januar 2036 4-Hydroxy-2,5-dimethylfuran-3(2H)-on (FLAVIS 13.010, CAS 3658-77-3, chemische Synthese, Reinheit 98 %) als Aromastoff für alle Tierarten außer Katzen und Hunden zu — ohne Höchstgehalt, mit einem empfohlenen Höchstgehalt von 10 mg/kg auf dem Etikett. Für Katzen und Hunde ist der Stoff bereits zugelassen; die EFSA nennt die Synonyme „Furaneol“ und „Erdbeerfuranon“.
- Methode im Anhang: Der Zusatzstoff in Aromastoffgemischen wird mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie mit Retentionszeitfixierung (GC-MS-RTL) bestimmt. Das Referenzlabor hielt die Methodenbewertung aus einem früheren Antrag, die die EFSA in ihrem Gutachten vom 23. Juli 2012 überprüft hatte, für gültig, daher war kein neuer Bericht erforderlich.
- EFSA-Daten (Gutachten e9538): 15 Chargen enthielten 99,1–99,9 % des Stoffes bei einer Spezifikation von 98 %; Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen in 3 Chargen unter den Grenzen; Löslichkeit 176 g/l bei 20 °C und 315 g/l bei 25 °C; Staubentwicklung nach Stauber-Heubach 8–24 mg/m³; nach 24 Monaten bei 22 °C betrug die Wiederfindung 99,8 % (1 Charge).
- Sicherheit: Bezugspunkt ist ein NOAEL von 200 mg/kg KG je Tag aus einer zweijährigen Kanzerogenitätsstudie an Ratten (bei 400 mg/kg KG nahmen männliche Tiere weniger zu und überlebten kürzer); mit einem Unsicherheitsfaktor von 100 errechnete die EFSA sichere Höchstkonzentrationen: Masthühner 22, Puten 30, Legehennen 33, Kaninchen 35, Ferkel 40, Mastschweine 48, Milchkühe 57, säugende Sauen 58, Mastrinder, Schafe, Ziegen und Pferde 88, Mastkälber 100, Lachse 101, Zierfische 391 mg/kg. Die empfohlenen 10 mg/kg liegen unter jedem dieser Werte.
- Für Katzen und Hunde beträgt der empfohlene Höchstgehalt bisher 18 und 25 mg/kg; in ihrem Gutachten von 2012 hielt die EFSA 5 mg/kg für alle Arten für sicher. Der Stoff reizt Haut, Augen und Atemwege und sensibilisiert Haut und Atemwege — jede Exposition der Anwender gilt als Risiko. Der Zusatzstoff nur über eine Vormischung; würde die Dosis aus einer Vormischung 10 mg/kg überschreiten, nennt das Etikett der Vormischung Funktionsgruppe, Kennnummer, Bezeichnung und Menge des Stoffes.