Bacillus subtilis DSM 33862 mit Lentilactobacillus buchneri als Säureregulator für feuchte pflanzliche Futtermittel — Zählung auf TSA (EN 15784) und MRS-Agar (EN 15787), Identifizierung per Sequenzierung oder PFGE (CEN/TS 17697)
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/2074 der Kommission vom 17. September 2026, veröffentlicht am 18. September, lässt bis 8. Oktober 2036 eine Zubereitung aus zwei Stämmen für alle Tierarten zu — nur in zerkleinerten pflanzlichen Futtermittel-Ausgangserzeugnissen mit 64–87 % Feuchte, Mindestgehalt 1 × 10⁸ KbE/kg. Die Zubereitung enthält mindestens 3,6 × 10¹¹ KbE/g im Verhältnis 1:4.
- Methoden: Identifizierung beider Stämme – DNA-Sequenzierung oder Pulsfeld-Gelelektrophorese PFGE (CEN/TS 17697); Zählung von B. subtilis – Spatelverfahren auf Trypton-Soja-Agar (EN 15784), Zählung von L. buchneri – Spatel- oder Gussplattenverfahren auf MRS-Agar (EN 15787).
- Fünf Chargen: B. subtilis 7,98 × 10¹⁰ KbE/g (Spezifikation ≥ 7,2 × 10¹⁰), L. buchneri 3,69 × 10¹¹ KbE/g (≥ 2,88 × 10¹¹), insgesamt 4,49 × 10¹¹ KbE/g. Bacillus cereus < 100 KbE/g, Salmonella in 25 g nicht nachweisbar, Staubungspotenzial 5–15 mg/m³.
- Die Wirksamkeit belegten drei In-vitro-Studien: gequetschter Hafer (36,3 % TM), Karotten (13,1 %) und Zuckerrüben (18,4 %), 24 h bei 25 °C in Vakuumbeuteln inkubiert, je drei Wiederholungen. Mit der Zubereitung sank der pH auf 4,83, 4,06 und 5,02 gegenüber 5,95, 6,02 und 6,18 in den Kontrollen.
- Der B.-subtilis-Stamm wurde per digitaler DNA-DNA-Hybridisierung auf Basis der Gesamtgenomsequenz identifiziert; er trägt keine erworbenen Resistenzgene (ResFinder, AMRFinderPlus), ein Vero-Zelltest schloss Toxinbildung aus. Nach Ansicht der EFSA ist die Zubereitung als haut- und atemwegssensibilisierend einzustufen.