Saccharomyces cerevisiae CBS 493.94 (Yea-Sacc®, 4a1704) für Milch- und Mastwiederkäuer bis 16. Februar 2036 verlängert: Gussplatten auf CGYE-Agar nach EN 15789, PCR-Identifizierung nach CEN/TS 15790; Augenschutz nur für die Prill-Form
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/168 der Kommission, veröffentlicht am 27. Januar 2026, verlängert bis zum 16. Februar 2036 die Zulassung einer Zubereitung der Hefe Saccharomyces cerevisiae CBS 493.94 (Zulassungsinhaber: All-Technology (Ireland) Limited, 2014 Alltech France) als Darmflorastabilisator für Wiederkäuer zur Milcherzeugung oder Fortpflanzung sowie Mastwiederkäuer (außer Mastlämmern und Mastschafen) und hebt die Verordnung (EU) Nr. 1109/2014 auf. Die EFSA hielt den Zusatzstoff in ihrem Gutachten vom 19. März 2025 weiterhin für sicher; die Form mit größeren Prills (Yea-Sacc® TS) reizt weder Haut noch Augen, die Prill-Form (Yea-Sacc® C) reizt die Augen, beide sind haut- und atemwegssensibilisierend.
- Methoden im Anhang: Zählung — Gussplattenverfahren auf Chloramphenicol-Glucose-Hefeextrakt-Agar (CGYE) nach EN 15789; Identifizierung — PCR nach CEN/TS 15790. Das Referenzlabor hielt seine früheren Schlussfolgerungen für weiterhin gültig. Zusatzstoff: mindestens 1 × 10⁹ KbE/g; Mindestdosen — 1 × 10⁷ KbE/kg Alleinfuttermittel für Wiederkäuer zur Milcherzeugung oder Fortpflanzung und 1 × 10⁸ KbE/kg für junge Mastwiederkäuer und Mastwiederkäuer. Atem- und Hautschutz, Augenschutz nur bei der Prill-Form.
- Chargen (EFSA, je fünf pro Form): im Mittel 8,9 × 10⁹ KbE/g (7,0–12 × 10⁹), neunmal über dem Minimum. Blei 0,009–0,020, Cadmium 0,011–0,018, Arsen 0,126–0,322 mg/kg, Quecksilber < 0,0017 mg/kg; Ochratoxin A < 0,0005–0,0021 mg/kg, übrige Mykotoxine unter der LOD. Salmonella und Listeria monocytogenes in 25 g nicht nachgewiesen; E. coli, Coliforme, sulfitreduzierende Anaerobier und Schimmelpilze < 10 KbE/g, koagulasepositive Staphylokokken < 100 KbE/g.
- Die Formen unterscheiden sich nur in der Körnung: mittlere Partikelgröße 620 µm (C) und 1562 µm (TS), keine Partikel unter 100 µm, Staubentwicklungspotenzial nach Stauber-Heubach 5–10 mg/m³. Homogenität im Milchkuhfutter — VK 2,2 % (C) und 14,8 % (TS), im Mastrinderfutter 2,67 % (TS). Schüttdichte 766–818 kg/m³.
- Der Stamm wurde in einer britischen Brauerei isoliert; er ist auch als NCYC 1026 hinterlegt. Genomsequenz: ANI 99,4 % zum Referenzgenom S. cerevisiae S288C und über 98 % zu anderen Stämmen der Art, phylogenomische Analyse des Kerngenoms (82,2 % der Gensequenzen) — damit wurde die Anwendbarkeit des QPS-Ansatzes bestätigt. Der Zusatzstoff besteht nur aus der Hefe; seit der Zulassung wurden keine Vorfälle gemeldet. Die Wirksamkeit wurde nicht bewertet.