RED: EN 302 065-4-1 V2.2.1 (UWB-Geräte zur Analyse von Baustoffen, 30 MHz–10,6 GHz) und fünf weitere ETSI-Normen im Verzeichnis; EN 301 489-28 V2.1.1 (EMV drahtloser digitaler Videoverbindungen) mit Einschränkungen — keine Aussendungen unter 9 kHz und keine Klausel 6
Der Durchführungsbeschluss (EU) 2025/1741 der Kommission, veröffentlicht am 14. August 2025, nimmt in das Verzeichnis harmonisierter Normen zur Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU (Durchführungsbeschluss (EU) 2022/2191) vier überarbeitete ETSI-Normen, zwei spezifischere UWB-Normen anstelle der allgemeinen Teile 3 und 4 der EN 302 065 sowie — mit zwei Einschränkungen — die neue EMV-Norm EN 301 489-28 V2.1.1 auf. Die Streichung von sechs alten Zeilen gilt ab 14. Februar 2027.
- Neue und überarbeitete Normen: EN 300 487 V2.2.1 (mobile Erdfunkstellen nur für Empfang ROMES, 1,5 GHz), EN 301 908-14 V17.1.1 (E-UTRA-Basisstationen, Release 17), EN 301 908-18 V17.1.1 (Multistandard-Basisstationen MSR, Release 17), EN 303 978 V2.2.1 (Erdfunkstellen auf beweglichen Plattformen ESOMP, 27,5–30,0 GHz und 17,3–20,2 GHz) sowie anstelle allgemeiner Teile: EN 302 065-3-1 V3.2.1 (UWB für Fahrzeugzugangssysteme, 3,8–4,2 GHz oder 6–8,5 GHz; statt EN 302 065-3 V2.1.1) und EN 302 065-4-1 V2.2.1 (Materialsensoren — Baustoffanalyse, 30 MHz–10,6 GHz; statt EN 302 065-4 V1.1.1).
- Einschränkungen zu EN 301 489-28 V2.1.1 (Zeile 181): Die Norm deckt keine Aussendungsanforderungen unter 9 kHz ab und begründet daher in diesem Band keine Konformitätsvermutung (Hinweis 1); ebenso keine Vermutung der Konformität mit Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie (elektromagnetische Verträglichkeit), „wenn ihre Klausel 6 angewandt wird“ (Hinweis 2). Erwägungsgrund 7 begründet dies damit, dass Klausel 6 leistungsbezogene Kriterien subjektiv festlegt, ohne objektiv überprüfbare Kriterien und Grenzwerte, und beschränkt den Ausschluss auf die Anwendung der Klausel 6 „mit solchen leistungsbezogenen Kriterien“ — Hinweis 2 im Anhang enthält diesen Zusatz nicht.
- EN 302 065-4-1 V2.2.1 laut ETSI-Text (angenommen am 18. Februar 2025, dow 30. November 2026): technische Merkmale, Grenzwerte und Messverfahren für Geräte zur Baustoffanalyse (BMA) unter 10,6 GHz in fünf Kategorien — BMA1 schmalbandig nach SRD-Regelungen (2400–2483,5 MHz und 5725–5875 MHz) sowie BMA2–BMA5 in UWB-Technik, unterschieden nach Modulation (TX1: FHSS, sequenzielles Springen/Stufen oder FMCW; TX2: übrige) und nach Einsatz der Störminderungstechnik LBT.
- Übergang: Die Streichung der Zeilen 25, 71, 73, 87, 88 und 159 wurde aufgeschoben, damit die Hersteller ihre Geräte anpassen können — Nummer 1 des Anhangs gilt ab 14. Februar 2027. In der polnischen Fassung ändert der Anhang „załącznik I do rozporządzenia wykonawczego (UE) 2022/2191“ (Durchführungsverordnung), in der englischen den „Implementing Decision“; Artikel 1 spricht in beiden Fassungen vom Durchführungsbeschluss. Für EMV-Labore, die Videoverbindungen prüfen, heißt das: Ergebnisse nach EN 301 489-28 V2.1.1 begründen keine Konformitätsvermutung im Band unter 9 kHz und — bei Anwendung der Klausel 6 — keine mit Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b.