Selbstfahrende Labore sammeln zehnmal mehr Daten
Ein neues Verfahren zur Versuchsführung liefert automatisierten Werkstofflaboren in derselben Zeit mindestens zehnmal mehr Daten, bei geringerem Reagenzienverbrauch. Die nächsten Versuche plant weiterhin ein Mensch.
- Heute arbeitet ein Roboter wie ein Mensch: Probe vorbereiten, messen, Ergebnis erfassen, nächste nehmen — eine Probe, ein Messpunkt.
- Das neue Verfahren bricht mit diesem Schema: Das untersuchte System verändert sich während der Messung kontinuierlich, und das Gerät zeichnet einen durchgehenden Verlauf auf.
- Aus einem Versuch entsteht damit eine ganze Kurve statt eines einzelnen Punktes.
- Bei gleicher Arbeitszeit werden mindestens zehnmal mehr Daten gewonnen, mit weniger Reagenzien und weniger Abfall.
- Die Grenze wird offen benannt: Die meisten der eingesetzten Systeme brauchen weiterhin einen Menschen, der die nächsten Versuche plant.
- Für Labore bedeutet das mehr Ergebnisse aus derselben Materialmenge und einen kürzeren Weg zur Antwort bei der Entwicklung neuer Zusammensetzungen.
Quelle: ScienceDaily