PFAS: fünf Empfehlungen nach der BfR-Konferenz — darunter empfindlichere Analysemethoden und Nutzung von Non-Target-Daten
Das BfR hat am 25. September 2026 mitgeteilt, dass die Ergebnisse seiner internationalen PFAS-Konferenz (Berlin, Oktober 2025) in „Archives of Toxicology“ erschienen sind. Die rund 200 Fachleute aus 18 Ländern formulierten fünf Empfehlungen für die gesundheitliche Risikobewertung dieser Gruppe von mehr als 21 000 Stoffen.
- Die fünf Empfehlungen: Priorisierung von Stoffen nach objektiven Kriterien (z. B. Produktionsvolumen und menschliche Exposition), Verbesserung analytischer Methoden, Schließen von Datenlücken, Förderung offener Wissenschaft mit gemeinsamer Dateninfrastruktur sowie klare und konsistente Risikokommunikation.
- Zur Analytik schreiben die Autoren, dass eine belastbare Expositionsabschätzung empfindlichere Verfahren und neue Vorhersagewerkzeuge erfordert, um PFAS zu quantifizieren, zu identifizieren und Non-Target-Daten besser zu nutzen.
- Die Konferenz behandelte Analysemethoden, Exposition des Menschen, Toxikokinetik und Toxizität; als Bezugspunkt diente die EFSA-Stellungnahme von 2020, nach der die PFAS-Forschung weltweit intensiviert wurde.
- Der Artikel „PFAS: challenges and scientific perspectives in human health risk assessment“ erschien online am 25. August 2026; in der EU werden weitreichende Beschränkungen für PFAS erwogen.