Propionsäure, Natriumpropionat und Ammoniumpropionat als Silierzusatzstoffe bis 2035 verlängert: IC-CD nach EN 17294, Natrium mit AAS oder ICP-AES, Ammonium nach ISO 5664 — ohne Wassertiere
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/2186 der Kommission, veröffentlicht am 30. Oktober 2025, verlängert bis zum 19. November 2035 die Zulassungen von Propionsäure (1k280), Natriumpropionat (1k281) und Ammoniumpropionat (1k284) als Silierzusatzstoffe für alle Landtierarten und hebt die Verordnungen (EU) Nr. 1222/2013 und 305/2014 auf. Den Antrag für Wassertiere zog der Antragsteller am 11. September 2024 zurück.
- Methoden: Propionsäure (in den Salzen als Gesamtpropionsäure) — Ionenchromatographie mit Leitfähigkeitsdetektion (IC-CD) nach EN 17294; Natrium — AAS nach EN ISO 6869 oder ICP-AES nach EN 15510; Ammonium — Destillation und Titration nach ISO 5664. Spezifikationen: Säure ≥ 99,5 %, nichtflüchtiger Rückstand ≤ 0,01 % (Trocknung bei 140 °C), Aldehyde ≤ 0,1 % als Formaldehyd; Natriumpropionat ≥ 98,5 %, Trocknungsverlust ≤ 4 % (2 h, 105 °C); Ammoniumpropionat — Zubereitung mit ≥ 19,0 % Ammoniumpropionat, ≤ 80,0 % Propionsäure und ≤ 30 % Wasser.
- Höchstgehalte: 30 000 mg/kg Alleinfuttermittel für Schweine, 10 000 mg/kg für Geflügel (bei den Salzen — als Propionsäure); die Zusatzstoffe nur in leicht silierbarem frischem Pflanzenmaterial (> 3 % lösliche Kohlenhydrate in der Frischmasse, z. B. Ganzpflanzenmais, Weidelgras, Trespe, Zuckerrübenschnitzel). Etikett: die gleichzeitige Verwendung verschiedener organischer Säuren oder ihrer Salze ist kontraindiziert, wenn eine davon in Höhe oder nahe des Höchstgehalts eingesetzt wird.
- EFSA-Daten: Propionsäure (Gutachten vom 17. September 2024) von vier Herstellern, je mindestens fünf Chargen — im Mittel 99,8 % (99,7–99,9 %), Aldehyde < 0,01–0,05 % als Propionaldehyd ausgedrückt (die Spezifikation nennt Formaldehyd). Natriumpropionat (3. Juli 2024) — fünf Chargen mit 100,1–100,2 %, Staubentwicklungspotenzial 580–1845 mg/m³, Dioxine unter der LOQ. Ammoniumpropionat (3. Juli 2024) — Zusammensetzung bei zwei Firmen unterschiedlich: bei einer 25,1 % Wasser, 54,1 % Gesamtpropionsäure und 11,4 % 1,2-Propandiol (berechnetes Ammoniumpropionat 49,9–51,5 %), bei der anderen 72,5 % Ammoniumpropionat, 5,0 % freie Säure und 22 % Wasser.
- Laut EFSA wirkt Propionsäure ätzend auf die Haut, Natriumpropionat auf Haut, Augen und Atemwege (kein Hautsensibilisator), Ammoniumpropionat auf Haut und Augen; jede Exposition der Anwender gilt als Risiko. Eine Wirksamkeitsbewertung war für die Verlängerung nicht nötig. In den Fußnoten 4 und 5 der polnischen Fassung sind die DOI-Adressen der Gutachten mit Komma geschrieben (z. B. j.efsa.2024,8938), in der englischen Fassung mit Punkt.