Hefe Saccharomyces cerevisiae DSM 34246 (Canobios-BL, 4b1873) als Darmflorastabilisator für Hunde und Katzen — mindestens 5 × 10⁹ KBE/kg Futter, bis 19. Februar 2035; Keimzählung nach EN 15789, Identifizierung per PCR (CEN/TS 15790); EFSA — bei Hunden Kot-Trockenmasse 44–46 % statt 32–35 %, Nickel im Zusatzstoff bis 0,83 mg/kg
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/154 der Kommission, veröffentlicht am 30. Januar 2025, lässt die Zubereitung aus Saccharomyces cerevisiae DSM 34246 (Zulassungsinhaber: ACEL pharma S.r.l.) als zootechnischen Zusatzstoff der Funktionsgruppe Darmflorastabilisatoren für Hunde und Katzen zu. In ihrem Gutachten vom 17. April 2024 hielt die EFSA die Zubereitung für Hunde und Katzen für sicher; eine Bewertung für Verbraucher und Umwelt war nicht nötig, da der Zusatzstoff nur für Heimtierfutter bestimmt ist. Die Zubereitung reizt Haut und Augen nicht, wirkt aber haut- und atemwegssensibilisierend.
- Bedingungen: feste Form mit mindestens 2 × 10¹⁰ KBE/g; Mindestgehalt 5 × 10⁹ KBE/kg Alleinfuttermittel (12 % Feuchte), kein Höchstgehalt. Methoden (EU-Referenzlabor): Keimzählung in Zusatzstoff und Futter im Guss- oder Spatelplattenverfahren nach EN 15789, Identifizierung per PCR nach CEN/TS 15790. In der Gebrauchsanweisung sind Lagerbedingungen und Stabilität bei Wärmebehandlung anzugeben; Anwender — risikomindernde Verfahren und, wo nicht möglich, Atem- und Hautschutz.
- Zusammensetzung und Qualität (EFSA): trockenes Pulver aus 99,5 % Zellen von S. cerevisiae DSM 34246 und 0,5 % Lecithin als Emulgator; fünf Chargen im Mittel 2,18 × 10¹⁰ KBE/g (2,1–2,3 × 10¹⁰). Mikrobiologische Spezifikationen: Gesamtkeimzahl ≤ 10⁶ KBE/g, Enterobacteriaceae ≤ 100 KBE/g, Salmonella in 25 g nicht nachweisbar, E. coli in 1 g nicht nachweisbar. Verunreinigungen: Arsen 0,021–0,023, Cadmium 0,020–0,021, Blei 0,010–0,150, Nickel 0,030–0,830 mg/kg, Quecksilber unter der Nachweisgrenze; Aflatoxine B1, B2, G1, G2, Deoxynivalenol, T-2- und HT-2-Toxin sowie Pestizide unter der Nachweisgrenze. Die EFSA sieht keine Bedenken außer bei Nickel.
- Staubungsneigung nach Stauber-Heubach 1–3 mg/m³, alle Partikel über 250 µm (Laserbeugung); bei 0,83 mg Ni/kg läge Nickel im Staub bei bis zu 0,0025 µg/m³, unter dem Übergangsgrenzwert von 0,1 mg Ni/m³ für die einatembare Fraktion (8 h). Stabilität: keine Verluste (< 0,5 log) nach 24 Monaten bei 25 °C und 3 Monaten bei 40 °C in PE-Al-PE-Mehrschichtbeuteln; in Mehlfutter für Hunde und Katzen und pelletiertem Hundefutter (1 × 10¹⁰ KBE/kg) — keine Verluste nach 24 Monaten bei 25 °C.
- Wirksamkeit (EFSA): drei Langzeitstudien an Hunden kleiner, mittlerer und großer Rassen (1–8 Jahre) und eine an 14 Kartäuserkatzen; nach 35 Tagen lag die Kot-Trockenmasse supplementierter Hunde bei 44,0–45,6 % gegenüber 32,3–34,6 % in der Kontrolle, der Kot-Score bei 3,1–3,4 gegenüber 4,0–4,3 (signifikante Unterschiede; Optimum der Skala = 2). Körpergewicht, Futteraufnahme und Körperkondition änderten sich nicht. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass der Zusatzstoff bei Hunden und Katzen mit 5 × 10⁹ KBE/kg wirksam sein kann; eine Überwachung nach dem Inverkehrbringen ist nicht erforderlich.