L-Threonin aus Escherichia coli CCTCC M 2024477: IEC-VIS/FLD nach EN ISO 17180, Endotoxine in den Chargen 30 000–300 000 IU/g, Anwenderexposition bis 1 600 IU/m³
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1017 der Kommission, veröffentlicht am 8. Mai 2026, lässt bis zum 28. Mai 2036 L-Threonin (mindestens 98 % TM) aus genetisch verändertem E. coli CCTCC M 2024477 für alle Tierarten in Futter und Tränkwasser zu. In der polnischen Fassung von Erwägungsgrund 4 betreffen die Bedenken der EFSA zur Verwendung im Tränkwasser „L-Threoninsulfat“, in der englischen Fassung L-Threonin.
- Methoden: Identifizierung nach der Monografie des Food Chemicals Codex; Bestimmung im Zusatzstoff — Ionenaustauschchromatografie mit Nachsäulenderivatisierung und optischer Detektion (IEC-VIS/FLD) nach EN ISO 17180; in Vormischungen IEC-VIS/FLD (EN ISO 17180) oder IEC-VIS nach Verordnung (EG) Nr. 152/2009; in Mischfuttermitteln IEC-VIS (152/2009); im Tränkwasser IEC-VIS oder IEC-VIS/FLD. Endotoxine — Ph. Eur. 2.6.14.
- EFSA-Daten (5 Chargen): Threonin 99,9–100 % TM, Trocknungsverlust 0,05–0,07 % (Wasserspezifikation ≤ 0,2 %), spezifische Drehung −28,2 bis −28,6° (Ph. Eur. −27,6 bis −29,0°). In 3 Chargen Blei 0,012–0,022 mg/kg, Antischaummittel < 10 mg/kg, Mykotoxine unter den Nachweisgrenzen. DNA des Stammes wurde nicht nachgewiesen (Nachweisgrenze 0,1 ng/g).
- Endotoxine in 3 Chargen 30 000–300 000 IU/g, Staubungspotenzial 1 215,5–1 365,5 mg/m³ (Stauber-Heubach). Wiederfindung: in einer Vitamin-Mineral-Vormischung 79–96 % nach 6 Monaten, im Ferkelfutter 92–99 % nach 2 Monaten, im Wasser 100 % nach 48 h; Variationskoeffizient von Threonin im pelletierten Futter 4,4 %.
- Die EFSA hielt das Einatmen für wahrscheinlich und riet, die Endotoxinexposition zu minimieren; zu Haut- und Augenreizung sowie Hautsensibilisierung zog sie keine Schlussfolgerungen. Rechtsakt: für Wiederkäuer nur pansengeschütztes Threonin, Etikettenhinweis zur Zufuhr essenzieller Aminosäuren bei Gabe im Wasser, Endotoxinexposition ≤ 1 600 IU/m³, Haut-, Augen- und Atemschutz.