Die Sekunde wird neu definiert — optische Uhren auf dem Weg zu 2030
Optische Uhren sind bereits rund hundertmal genauer als die Caesium-Fontänen, auf denen die heutige Definition der Sekunde beruht. Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht soll einen Fahrplan zur Neudefinition mit dem Ziel 2030 bestätigen.
- Die Sekunde ist heute über einen Übergang im Caesiumatom definiert — so festgeschrieben im Jahr 1967.
- Optische Uhren, die auf Übergängen mit weit höherer Frequenz beruhen, sind bereits etwa hundertmal genauer als die besten Caesiumfontänen.
- Genauigkeit ist das eine, Übereinstimmung das andere: Verschiedene optische Uhren in verschiedenen Ländern müssen dasselbe Ergebnis liefern und vergleichbar sein.
- Deshalb wurde ein Fahrplan zur Änderung beschlossen und nicht die Änderung selbst: wiederholbare internationale Vergleiche, durchgehender Uhrenbetrieb und nachgewiesene Unsicherheit — eine Neudefinition 2026 wäre verfrüht, Ziel ist 2030.
- Die Sekunde verläuft deswegen nicht anders — es ändert sich die Spitze der Rückführungskette und mit ihr der Wortlaut der Zeit- und Frequenzzertifikate.
- Die Mitteilungen des nationalen Metrologieinstituts lohnen sich, denn ein Umbau an der Spitze erreicht mit der Zeit die gewöhnlichen Kalibrierungen.
Quelle: BIPM