CEN und CENELEC gründen den Workshop Battery2Life: zwei CWAs zu interoperablen Batteriemanagementsystemen (BMS) für Second-Life-Batterien aus Elektrofahrzeugen
CEN-CENELEC kündigte am 30. September 2026 den CEN/CLC-Workshop „Battery2Life — Interoperable BMS principles“ an, der Leitlinien für interoperable Batteriemanagementsysteme in Second-Life-Anwendungen erarbeiten soll. Die Auftaktsitzung ist online für den 4. November 2026 geplant, Kommentare zum Projektplanentwurf werden bis 30. Oktober angenommen.
- Laut Mitteilung verlieren Batterien von Elektrofahrzeugen im Mittel etwa 2,3 % Kapazität pro Jahr; nach rund 10 Jahren oder 160.000 km liegt die Nennkapazität bei 70–80 % — die sogenannte First-Life-End-Of-Life-Schwelle. Eine solche Batterie erfüllt die Anforderungen im Fahrzeug nicht mehr, kann aber anders genutzt werden.
- Entstehen sollen zwei CWAs: Teil 1 zu Grundsätzen eines interoperablen BMS mit hybrider Cloud-/Edge-Architektur und Zustandsdiagrammen der BMS-Prozesse, Teil 2 mit zwei Anwendungsfällen — industrieller Lastausgleich und Heimspeicher. Laut Plan behandeln die CWAs keine Sicherheitsanforderungen an das BMS, obwohl es ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist.
- Der Workshop soll die Arbeit von CLC/TC 21X „Akkumulatoren“, CEN/TC 301 „Straßenfahrzeuge“ und CLC/SR 120 „Systeme zur Speicherung elektrischer Energie“ ergänzen; der Planentwurf verweist auf die Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Als gewünschte Teilnehmer nennt der Plan Batteriehersteller, Forschungsinstitute und Prüfinstitute für Batterien.
- Antragsteller ist das griechische Institut ICCS im Namen des Projekts Battery2Life aus Horizont Europa (Finanzhilfevereinbarung Nr. 101137615, Ende 31. Dezember 2026); das Sekretariat führt die spanische Normungsorganisation UNE. Geplant sind drei Workshop-Sitzungen, die Dokumente werden auf Englisch verfasst.