Britische Warnung vor Babyschlafsäcken ohne Armöffnungen oder mit Kapuze: fast 50 Rückrufe und Meldungen seit 2023, Empfehlung für Produkte nach EN 16781
Das britische Office for Product Safety and Standards (OPSS) gab am 1. Oktober 2026 die Produktsicherheitswarnung PSA9 zu Babyschlafsäcken ohne Armöffnungen oder mit Kapuze heraus, die für den unbeaufsichtigten Schlaf im Kinderbett gedacht sind. Die Warnung gilt nicht für Schlafsäcke, die die freiwillige Norm BS EN 16781:2018 erfüllen.
- Laut OPSS kann ein Baby ohne Armöffnungen in den Schlafsack hineinrutschen und der Stoff Nase und Mund bedecken; auch eine Kapuze kann das Gesicht verdecken. Die Hauptgefahren sind Ersticken und Überhitzung; Pucksäcke und Kinderwagenprodukte sind von der Warnung ausgenommen.
- Die Warnung folgt auf fast 50 Rückrufe oder Produktsicherheitsberichte zu gefährlichen Babyschlafsäcken, die OPSS seit 2023 veröffentlicht hat. Schlafsäcke für den unbeaufsichtigten Schlaf müssen Armöffnungen haben und dürfen keine Kapuze haben; Unternehmen müssen Produkte, die das nicht erfüllen, aus dem Verkauf nehmen; OPSS empfiehlt Händlern und Importeuren, in Betracht zu ziehen, nur Schlafsäcke nach BS EN 16781:2018 zu liefern.
- Am selben Tag warnte die britische Werbeaufsicht ASA vor Online-Werbung für Babyprodukte, die Hilfe bei Koliken, Reflux oder beim Einschlafen versprechen, nachdem sie bei einer Überwachungsaktion Werbung für potenziell gefährliche Produkte und Praktiken festgestellt hatte.
- Laut Katalog des estnischen Normungsinstituts EVS ist EN 16781:2018 seit 16. September 2026 zurückgezogen und durch EN 16781:2026 ersetzt. Die neue Ausgabe gilt für Kinderbett-Schlafsäcke für Kinder bis 24 Monate und schließt u. a. Produkte für Frühgeborene und Babys unter 2,5 kg Geburtsgewicht, für medizinische Einrichtungen, für Kinderwagen und für Kinderrückhaltesysteme aus.
Quelle: OPSS — Product Safety Alert: Baby Sleeping Bags (PSA9), 1.10.2026