Bacillus subtilis DSM 32324 und DSM 32325 sowie B. amyloliquefaciens DSM 25840 (4b1894) auch für Lege- und Zuchtgeflügel bis 8. Januar 2036 und in 10-fach konzentrierter Form (3,2 × 10¹⁰ KbE/g): EN 15784, 1,6 × 10⁹ KbE/kg Futter oder 5,4 × 10⁸ KbE/l Wasser; bei Legehennen Wirkung in 2 von 4 Versuchen
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/2576 der Kommission, veröffentlicht am 19. Dezember 2025, lässt bis zum 8. Januar 2036 eine Zubereitung aus Sporen dreier Bacillus-Stämme (Zulassungsinhaber: Chr. Hansen A/S, GalliPro® Fit) als Darmflorastabilisator für alle Arten von Lege- oder Zuchtgeflügel zu, im Futter und im Tränkwasser, und ändert die Verordnung (EU) 2020/1762 für Mast- und Aufzuchtgeflügel, indem sie eine Form mit zehnfach höherer Konzentration (GalliPro® Fit 10) zulässt. Die EFSA hielt beide Formen in ihrem Gutachten vom 20. März 2025 für sicher und nicht augenreizend, aber haut- und atemwegssensibilisierend.
- Methoden im Anhang: Identifizierung — DNA-Sequenzierung oder PFGE (CEN/TS 17697); Zählung im Zusatzstoff, in Vormischungen, Mischfuttermitteln und Tränkwasser — Spatelverfahren auf Trypton-Soja-Agar (EN 15784). Zusammensetzung im Anhang: mindestens 3,2 × 10⁹ KbE/g (1,6 : 1,0 : 0,6 × 10⁹ für DSM 32324, DSM 32325 und DSM 25840); Dosis 1,6 × 10⁹ KbE/kg Alleinfuttermittel oder 5,4 × 10⁸ KbE/l Wasser. Kombination erlaubt mit Diclazuril, Decoquinat, Halofuginon, Monensin, Salinomycin, Narasin, Nicarbazin mit Narasin und Lasalocid.
- GalliPro® Fit 10 (20 % Wirkstoffe, 80 % Kalkstein): fünf Chargen 5,8–6,2 × 10¹⁰ KbE/g bei eingehaltenem Stammverhältnis; Cadmium 0,083–0,114, Blei 0,517–0,868, Quecksilber 0,0039–0,0065, Arsen 0,323–0,505 mg/kg, Aflatoxin B1 < LOQ; Coliforme < 17 KbE/g, B. cereus < 10 KbE/g. Schüttdichte 1329 kg/m³, Staubentwicklungspotenzial nach Stauber-Heubach im Mittel 1700 mg/m³ (600–2400), Partikel < 10 µm bis 13 %; keine Verluste nach 24 Monaten bei 30 und 37 °C; VK in der Vormischung 13 %. Test am isolierten Hühnerauge (OECD TG 438) — nicht augenreizend.
- Versuche an Legehennen (vier, 21–25 Wochen): in Versuch 1 Legerate 95,2 gegenüber 94,0 % bei 1,6 × 10⁹ KbE/kg (geprüft wurden auch 3,2 × 10⁸–6,4 × 10⁹), in Versuch 3 besseres Verhältnis Futter zu Eimasse (2,13 gegenüber 2,16), in Versuch 2 nur schwerere Eier (58,2 gegenüber 57,6 g — laut EFSA nicht ausreichend), in Versuch 4 keine Wirkung. Im Kontrollfutter ergab die Analyse 5,6 × 10⁶–3,5 × 10⁷ KbE/kg. Die Wasserdosis leitete die EFSA aus der Futterdosis ab.
- Resistenzgene: mehrere Treffer über den EFSA-Schwellen, nach Analyse keine erworbenen Gene — die Stämme erfüllen weiterhin die qualifizierte Sicherheitsannahme (QPS). Übergangsfristen für die bisherige Form bei Mast- und Aufzuchtgeflügel: Zusatzstoff und Vormischungen mit Kennzeichnung vor dem 8. Juli 2026, Mischfuttermittel und Futtermittel-Ausgangserzeugnisse vor dem 8. Januar 2027. Atem- und Hautschutz.