Tierarzneimittelrückstände in der EU 2024: 493.664 Proben, 0,13 % nicht konform — EFSA-Bericht über nationale Kontrollpläne
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte am 10. Februar 2026 ihren Jahresbericht über Rückstände von Tierarzneimitteln in lebenden Tieren und tierischen Erzeugnissen für 2024. Der Anteil nicht konformer Proben lag bei 0,13 % (629 von 493.664) gegenüber 0,11 % im Vorjahr.
- Die Daten stammen aus den EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen und umfassen Fleisch (aus Haltung und Wild), Milcherzeugnisse, Eier und Honig. Untersucht wurden zugelassene und verbotene Stoffe: Hormone (einschließlich Steroide), Beta-Agonisten, antibakterielle und antiparasitäre Mittel sowie Repellentien.
- Laut Bericht wurden im nationalen risikobasierten Kontrollplan für die Erzeugung 266.477 Proben gemeldet (0,16 % nicht konform), im nationalen randomisierten Überwachungsplan 10.165 (0,22 %) und im Plan für Einfuhren aus Drittländern 6.061 (0,2 %). Hinzu kamen 9.013 Verdachtsproben nach nicht konformen Befunden und 201.948 Proben aus anderen nationalen Programmen.
- Der Bericht prüft auch, ob die Staaten die Anforderungen an die Probenahmehäufigkeit der Durchführungsverordnung (EU) 2022/1646 erfüllt haben — laut Zusammenfassung erfüllte sie die Mehrheit. Die Ergebnisse stehen im interaktiven Dashboard der EFSA; der vollständige Datensatz soll im Repositorium EFSA Knowledge Junction erscheinen.
- Die EFSA erinnert daran, dass laut Eurobarometer 2025 Rückstände von Antibiotika, Steroiden oder Hormonen in Fleisch für mehr als ein Drittel (36 %) der EU-Bürger zu den größten Sorgen bei der Lebensmittelsicherheit gehören — 3 Prozentpunkte weniger als in der Umfrage von 2022.
Quelle: EFSA — Veterinary drug residues in food: what’s the latest in the EU? (10.02.2026)