Abschluss des Programms EMPIR: 240 Forschungsprojekte in der Metrologie, 4.000 Beiträge zur Normung — französische Laboratorien in 114 Projekten; weiter geht es mit der Europäischen Partnerschaft für Metrologie
Das französische Laboratoire national de métrologie et d’essais (LNE) berichtete am 2. Juni 2026 über den offiziellen Abschluss des europäischen Metrologie-Forschungsprogramms EMPIR am 7. Mai 2026 in Brüssel. Das Programm startete 2014 unter Horizont 2020 mit einem Budget von 600 Mio. Euro.
- Laut LNE hatte EMPIR ein Gesamtbudget von 600 Mio. Euro in sieben jährlichen Ausschreibungen, davon 300 Mio. Euro von der Europäischen Kommission, der Rest kofinanziert von den Mitgliedstaaten. Bis zum Programmende wurden 240 Forschungsprojekte mit 1.500 Unternehmen sowie 450 Hochschulen und Forschungseinrichtungen abgeschlossen.
- Ergebnis sind laut LNE 2.000 begutachtete Veröffentlichungen und 4.000 Beiträge zu Normungsgremien — eine bewusste Verbindung von Grundlagenforschung und Normen, mit denen Laboratorien arbeiten. Französische Laboratorien des nationalen Metrologienetzes (RNMF), koordiniert vom LNE, waren an 114 der 240 Projekte beteiligt.
- Nachfolger von EMPIR unter Horizont Europa ist die Europäische Partnerschaft für Metrologie (EPM); die Durchführungsvereinbarung unterzeichnete für die französische Metrologie die für wissenschaftliche und technologische Forschung zuständige Leitung des LNE, die auch den Lenkungsausschuss leitet. Das LNE nennt ein EPM-Budget von 740 Mio. Euro, davon 58 Mio. Euro französischer Beitrag; Schwerpunkte sind Klima- und Digitalwende sowie öffentliche Gesundheit.
- Die Zahlen der zweiten Quelle weichen von denen des LNE ab: Die europäische Metrologieorganisation EURAMET spricht von 243 gemeinsamen EMPIR-Forschungsprojekten und einem Partnerschaftsbudget von „rund 690 Millionen Euro“ für 2021–2027; der Vorläufer beider Programme, EMRP, förderte 119 Projekte. Insgesamt haben die seit 2007 laufenden EURAMET-Programme 1,738 Mrd. Euro an Förderung bereitgestellt.