Lanthancarbonat-Octahydrat (4d23) für erwachsene Hunde bis 10. März 2035 zugelassen: 1500–7500 mg/kg Futter zur Verringerung der Phosphorausscheidung über den Harn; Lanthan mittels ICP-AES, Carbonat nach der EU-Methode der Verordnung (EG) Nr. 152/2009
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/313 der Kommission, veröffentlicht am 18. Februar 2025, lässt Lanthancarbonat-Octahydrat (Zulassungsinhaber: Porus GmbH) als zootechnischen Zusatzstoff der Gruppe „sonstige zootechnische Zusatzstoffe“ — Verringerung der Phosphorausscheidung über den Harn — für Hunde zu, nur für erwachsene. Derselbe Zusatzstoff war bereits für Katzen zugelassen. Die EFSA hielt ihn in ihrem Gutachten vom 13. März 2024 für erwachsene Hunde bis 7500 mg/kg für sicher und ab 1500 mg/kg für wirksam bei der Verringerung der Phosphorbioverfügbarkeit; das Referenzlabor hielt die frühere Methodenbewertung für Katzen weiterhin für gültig.
- Anhang: der Zusatzstoff 4d23 enthält mindestens 85 % Lanthancarbonat-Octahydrat La₂(CO₃)₃·8H₂O, CAS 6487-39-4, fest. Methoden: Carbonatgehalt im Zusatzstoff — EU-Methode der Verordnung (EG) Nr. 152/2009; Lanthan im Zusatzstoff und in Mischfuttermitteln — Atomemissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES). Hunde: mindestens 1500, höchstens 7500 mg Zusatzstoff/kg Alleinfuttermittel mit 12 % Feuchtigkeit.
- Bedingungen (Anhang): in der Gebrauchsanweisung Lagerbedingungen und Stabilität bei Hitzebehandlung sowie der Hinweis „Für erwachsene Hunde. Gleichzeitige Verwendung von Futtermitteln mit hohem Phosphorgehalt vermeiden.“; reichen Verfahren nicht aus, Atemschutz — obwohl die EFSA eine Exposition durch Einatmen für unwahrscheinlich und den Zusatzstoff für nicht haut- und augenreizend und nicht sensibilisierend hielt.
- EFSA-Gutachten: der Rest des Zusatzstoffs ist freies Wasser; Daten zu kleinen Partikeln und Nanopartikeln wurden nicht vorgelegt, die EFSA hielt eine weitere Charakterisierung aber für unnötig, da sich Lanthancarbonat im sauren Magensaft löst. Der Antragsteller empfahl in Feuchtfutter (20–25 % Trockenmasse) 340–2100 mg/kg. In der Verträglichkeitsstudie vertrugen Hunde das Zehnfache der Höchstdosis (75 000 mg/kg) ohne Nebenwirkungen; der Zusatzstoff ist nicht genotoxisch.
- Literaturrecherche 2011–2023 (PubMed, SEARCH, Google Scholar): 40 Artikel, 7 vom Antragsteller ausgewählt, einer relevant (Damment 2011) — bei Hunden keine Wirkungen auf Herz-Kreislauf- und Atemsystem nach einer einmaligen intraduodenalen Dosis bis 2000 mg/kg KG und auf das Verhalten nach 52 Wochen oraler Gabe bis 2000 mg/kg KG. Die Wirksamkeit stützte sich auf 2012 von der EFSA bewertete Studien: bei Katzen belegt und in einer Hundestudie mit verringerter Phosphorausscheidung über den Harn. Keine Anforderungen an die Überwachung nach dem Inverkehrbringen.