Alpha-Galactosidase mit Xylanase (Capsozyme SB Plus) für abgesetzte Ferkel — 20 GALU und 25 AXC je kg Futter, Enzymaktivitäten kolorimetrisch bestimmt
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/2079 der Kommission vom 17. September 2026, veröffentlicht am 18. September, lässt bis 8. Oktober 2036 eine Enzymzubereitung aus Aspergillus tubingensis ATCC SD 6740 und Trichoderma orientale CBS 139997 (Industrial Técnica Pecuaria) als Verdaulichkeitsförderer für abgesetzte Ferkel zu. Für Geflügel war der Zusatzstoff bereits zugelassen; die Zubereitung hat mindestens 50 AXC und 40 GALU je Gramm.
- Einheiten: 1 AXC setzt pro Minute 0,058 Mikromol reduzierende Zucker (als Xylose) aus Weizenarabinoxylan bei pH 4,7 und 30 °C frei; 1 GALU spaltet pro Minute ein Mikromol para-Nitrophenyl-alpha-D-galactopyranosid bei pH 5,5 und 37 °C.
- Methoden: Xylanase wird kolorimetrisch auf einem Substrat aus Weizenarabinoxylan (Zusatzstoff und Vormischungen) oder Azoxylan (Mischfuttermittel) bestimmt, Alpha-Galactosidase kolorimetrisch auf para-Nitrophenyl-alpha-D-galactopyranosid. Das Referenzlabor hielt die Bewertung der Methoden aus einem früheren Antrag, von der EFSA am 19. März 2020 geprüft, für weiterhin gültig.
- Die Wirksamkeit wurde in drei 42-tägigen Studien (192, 112 und 504 Ferkel) bewertet; eine vierte blieb unberücksichtigt, weil das Futter antibiotische Leistungsförderer enthielt, was nicht der EU-Praxis entspricht. Die analysierten Aktivitäten im Futter lagen bei 19–25 GALU und 24–31 AXC je kg bei Sollwerten von 20 und 25.
- Die EFSA stufte den Zusatzstoff als Atemwegssensibilisator ein; ob er Haut oder Augen reizt oder die Haut sensibilisiert, blieb offen. Die Verordnung legt einen Mindestgehalt von 25 AXC und 20 GALU je kg Alleinfuttermittel fest, ohne Höchstgehalt.