Interban — Narasin mit Diclazuril in einem Kokzidiostatikum für Hühner: 50 + 1 mg/kg Futter, Bestimmung per HPLC mit Nachsäulenderivatisierung oder LC-MS/MS (EN 17299), MRL für Narasin 50 µg/kg
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/2061 der Kommission vom 17. September 2026, veröffentlicht am 18. September, lässt bis 8. Oktober 2036 die Zubereitung Interban (Elanco GmbH) für Masthühner und Junghennen zu: 50 mg Narasin und 1 mg Diclazuril je kg Alleinfuttermittel. Narasin stammt vom Streptomyces-Stamm NRRL B-67771; die EFSA hielt die geltenden Rückstandshöchstmengen beider Stoffe bei null Tagen Wartezeit für verbraucherschützend.
- Methoden: Narasin im Zusatzstoff – HPLC mit Nachsäulenderivatisierung und photometrischer Detektion (HPLC-PCD-UV–Vis), in Vormischungen – dasselbe nach EN ISO 14183, in Futtermitteln – EN ISO 14183 oder LC-MS/MS nach EN 17299, in Geweben – LC-MS/MS nach AOAC 2011.24. Diclazuril im Zusatzstoff – HPLC-UV, in Vormischungen – HPLC-UV nach Verordnung (EG) Nr. 152/2009, in Futtermitteln – HPLC-UV nach 152/2009 oder LC-MS/MS nach EN 17299.
- Die Zubereitung enthält 90,0–110,0 g/kg Narasin und 1,8–2,2 g/kg Diclazuril; in fünf Chargen 99,4 g/kg (98,6–100,3) und 2,0 g/kg (2,0–2,1). Granuliertes Narasin enthielt 141 mg/g (Spezifikation ≥ 100), davon 99 % Narasin A (≥ 85 %); in drei Chargen der Zubereitung lagen Blei bei 4,3–4,6 mg/kg und Arsen bei 1,9–2,0 mg/kg.
- Rückstände: Zielgewebe für Narasin ist die Leber, für die Kontrolle wurde jedoch Haut/Fett mit Narasin als Markerrückstand festgelegt; Diclazuril macht 70–90 % der Gesamtrückstände in allen untersuchten Geweben aus. Die MRL für Narasin beträgt 50 µg/kg in allen Feuchtgeweben, für Diclazuril gelten die Höchstmengen der Verordnung (EU) Nr. 37/2010.
- Laut EFSA reizt die Zubereitung die Haut nicht, ist aber als haut- und atemwegssensibilisierend einzustufen; zur Augenreizung konnte die EFSA mangels Daten keine Schlussfolgerung ziehen. Das Etikett warnt: gefährlich für Equiden, Puten und Kaninchen, Ionophor, kontraindiziert mit bestimmten Arzneimitteln wie Tiamulin; der Inhaber überwacht die Resistenz von Eimeria spp. gegen beide Stoffe.