Mikroplastik im Wasser hat endlich eine eigene Norm
Mikroplastik im Trinkwasser hat endlich eine einheitliche Norm: Partikel von 1 µm bis 5 mm werden mittels Infrarot- und Raman-Mikroskopie gezählt und klassiert. Das Ergebnis ist eine Partikelzahl in Größenklassen, kein einzelner Massewert.
- Bisher prüfte jedes Labor Mikroplastik auf eigene Weise — anderes Sieb, anderer Größenbereich, anderes Kriterium dafür, wann ein Partikel als Kunststoff gilt.
- Die Norm umfasst Trinkwasser und Wässer mit geringem Schwebstoffgehalt und zählt Partikel von einem Mikrometer bis fünf Millimetern.
- Die Polymerart wird spektroskopisch bestimmt: mittels Infrarot- und Raman-Mikroskopie.
- Beschrieben ist der gesamte Weg der Probe — Entnahme, Filtration, Entfernung organischer Substanz, Überführung auf den Messfilter und die Art der Zählung.
- Die Hintergrundkontamination wird gesondert behandelt, denn die größte Fehlerquelle ist oft das Labor selbst: Kleidung, Luft, Geräte aus Kunststoff.
- Das Ergebnis wird als Partikelzahl in Größenklassen, nach Polymeren aufgeschlüsselt, angegeben — Prüfberichte müssen daran angepasst werden.
- In Vorbereitung ist ein Teil auf Basis der Chromatographie nach Pyrolyse — er liefert die Kunststoffmasse statt der Partikelzahl.
Quelle: ISO