NIST26: Massenspektrenbibliothek wächst auf 382 180 Verbindungen im EI-Teil und 68 635 im Tandem-Teil
NIST kündigte am 9. Juni 2026 eine neue Ausgabe seiner Massenspektrenbibliothek (Standard Reference Database 1A) an, die seit 1988 zur Identifizierung unbekannter Stoffe in Lebensmitteln, Arzneimitteln, Kosmetika, der Umwelt und forensischen Spuren genutzt wird. Dem Teil mit Elektronenstoßionisation wurden rund 35 000 Verbindungen hinzugefügt, dem Tandem-Teil 17 000.
- Die EI-Bibliothek (NIST/EPA/NIH, Ausgabe 2026) umfasst 382 180 Verbindungen, 431 000 Elektronenstoßspektren und 527 000 Retentionsindexwerte; 216 000 Verbindungen haben sowohl ein EI-Spektrum als auch einen Retentionsindex, und für alle Verbindungen sind KI-gestützte Retentionsindex-Schätzungen angegeben.
- Die Tandem-Bibliothek (MS/MS) enthält 68 635 Verbindungen – 33 % mehr als die Ausgabe 2023 – mit 567 000 Vorläuferionen und 3,2 Mio. Spektren; für 66 782 Verbindungen liegen hochaufgelöste Spektren mit exakter Masse (HRAM) vor.
- Zu den neuen Verbindungen gehören seltenere Cannabinoide, Nitazene (starke Opioide), Thiophene, alkylierte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und ein erweiterter PFAS-Satz – aus der PFAS-Liste der US-Umweltbehörde EPA kamen 275 Verbindungen in den EI-Teil (insgesamt 961) und 116 in den Tandem-Teil (insgesamt 296).
- Die Bibliothek ist auf vielen kommerziellen Massenspektrometern vorinstalliert; das Update wird beim Gerätehersteller oder einem unabhängigen Händler erworben. Vor der Freigabe bewertet NIST die Spektren in einem softwaregestützten Prüfprozess.