Zweidimensionale Massenspektrometrie kommt von den Großzentren auf die normale Laborbank
Ein Team der University of Warwick und von Verdel Instruments hat 2DMS auf einem handelsüblichen Q-TOF gezeigt. Bislang war dafür ein Millionengerät nötig — nun genügt ein Nachrüstsatz.
- Bei 2DMS erhält jedes Ion eine eigene Frequenzmarkierung, die in seinen Fragmenten erhalten bleibt. Das Fragmentspektrum lässt sich so ohne chromatographische Trennung dem Mutterion zuordnen.
- Für Gemische mit ähnlichen Masse-zu-Ladung-Verhältnissen berichten die Autoren von bis zu zehnmal mehr nutzbarer spektraler Information als beim klassischen Vorgehen.
- Bisher lief das Verfahren auf Ionenzyklotronresonanz-Geräten; nun genügt ein Quadrupol-Flugzeitanalysator mit Nachrüstsatz — die Autoren nennen es Q-2DMS.
- Praktisches Feld ist die Identifizierung von Unbekannten: Metaboliten, Umweltkontaminanten einschließlich PFAS, Untersuchung kontrollierter Substanzen.
- Eine kürzere chromatographische Trennung verkürzt die Zeit je Probe — im Routinelabor zählt das oft mehr als die Empfindlichkeit selbst.
- Die Arbeit erschien im Juli 2026 in Analytical Chemistry. Sie ist ein Machbarkeitsnachweis, keine genormte Methode — bis zum Akkreditierungsumfang ist es noch weit.
Quelle: Phys.org