6-Phytase aus Aspergillus oryzae DSM 33737 auf Legegeflügel, Ferkel und Mastschweine ausgeweitet: Aktivität kolorimetrisch nach EN ISO 30024 bestimmt, mindestens 200 FYT/kg, die Wirksamkeitsversuche liefen mit 187,5 FYT/kg
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1013 der Kommission, veröffentlicht am 8. Mai 2026, lässt bis zum 28. Mai 2036 eine Zubereitung aus 6-Phytase (EC 3.1.3.26), hergestellt mit Aspergillus oryzae DSM 33737 (Inhaber Novozymes A/S), als Verdaulichkeitsförderer für Lege- oder Zuchtgeflügel, Ferkel sowie Mastschweine und zur Zucht aufgezogene Schweine zu. Für Mast- und Aufzuchtgeflügel, Sauen und Fische war dieselbe Zubereitung bereits 2024 zugelassen; nun hielt die EFSA sie auf Grundlage neuer Versuche bei allen Geflügel- und Schweinearten für potenziell wirksam.
- Methode und Spezifikation: Die Phytaseaktivität in Zusatzstoff, Vormischungen und Mischfuttermitteln wird mit einer kolorimetrischen Methode auf Basis der enzymatischen Reaktion der Phytase mit Phytat bestimmt — EN ISO 30024. Eine FYT ist die Enzymmenge, die bei 37 °C und pH 5,5 pro Minute 1 µmol anorganisches Phosphat aus Natriumphytat freisetzt. Mindestaktivität der Zubereitung: feste Form 10 000 FYT/g, flüssige Form 20 000 FYT/g; laut EFSA gibt es zwei feste und zwei flüssige Formulierungen mit 10 000–50 000 FYT/g.
- Der Mindestgehalt für alle neuen Kategorien beträgt 200 FYT/kg Alleinfuttermittel, ohne Höchstgehalt. Der Antragsteller schlug ein Minimum von 187,5 FYT/kg vor und führte die Versuche mit dieser Dosis durch; die EFSA formulierte ihre Wirksamkeitsschlussfolgerung für die empfohlene Mindestmenge von 200 FYT/kg.
- Versuche im EFSA-Gutachten von 2025: 768 Legehennen Novogen Brown über 113 Tage — bei 187,5 FYT/kg höhere Legeleistung (93,6 gegenüber 92,1 %) und Endkörpermasse, etwas geringeres Eigewicht bei unveränderter täglicher Eimasse; bei 20 abgesetzten Ferkeln in Stoffwechselkäfigen Phosphorretention 43,0 % gegenüber 31,8 % in der Kontrollgruppe. Ein Langzeitversuch mit Ferkeln wurde verworfen, weil die Kontrollferkel unter 300 g/Tag zunahmen und 25 % der Tiere entfernt wurden; ein früherer, weil Kupfer im Futter die EU-Grenzwerte überschritt.
- Anwendersicherheit laut Rechtsakt und Gutachten von 2024: keine Formulierung reizt die Haut, die zwei flüssigen reizen die Augen nicht, die zwei festen reizen die Augen, zur Hautsensibilisierung war keine Schlussfolgerung möglich, und als Protein ist das Enzym atemwegssensibilisierend, wobei eine Exposition durch Einatmen unwahrscheinlich ist; Augenschutz ist nur bei festen Formen erforderlich. Die Zusammenfassung des Gutachtens von 2025 gibt diese Schlussfolgerungen anders wieder (nicht haut- und augenreizend, haut- und atemwegssensibilisierend).