PFAS in Feuerwehrschutzkleidung nach Abrieb, Hitze und Bewitterung: in Handschuhen stieg der Median der Summe von 180 auf 1330 µg/kg
NIST veröffentlichte am 13. Mai 2026 seinen vierten Bericht zu PFAS in Feuerwehrschutzkleidung (NIST Technical Note 2375). Gemessen wurden 56 PFAS in 22 Textilien aus Handschuhen und Flammschutzhauben für die Brandbekämpfung in Gebäuden sowie aus Kleidung für Vegetationsbrände – nach Abrieb, Hitze oder Bewitterung mit UV-Strahlung bei erhöhter Luftfeuchte.
- Die Proben wurden mit einem Wollpad bei genormter Geschwindigkeit und genormtem Druck 20 000-mal oder bis zur Zerstörung gerieben (Handschuhe nicht), Handschuhe und Hauben 5 Minuten im Umluftofen bei etwa 260 °C erhitzt und die Kleidung für Vegetationsbrände mit UV-Licht und Feuchte bewittert; PFAS wurden mittels Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie bestimmt.
- Der Median der PFAS-Summe in den Handschuhlagen stieg nach dem Erhitzen von 180 ± 17 auf 1330 ± 270 µg/kg, in den Hauben von 1,07 ± 0,14 auf 4,00 ± 0,79 µg/kg nach Abrieb und auf 86 ± 15 µg/kg nach Erhitzen.
- In der Kleidung für Vegetationsbrände sank der Median von 5520 ± 930 auf 942 ± 125 µg/kg nach Abrieb und auf 1450 ± 90 µg/kg nach Bewitterung. Die Änderungen betrafen vor allem die in neuen Textilien dominierenden Verbindungen: MeFBSE, 6:2-FTOH und 6:2-FTS in Handschuhen, PFBA und 6:2-FTS in Hauben sowie 6:2-FTOH und 6:2-FTMAC in der Vegetationsbrand-Kleidung.
- Die Autoren betonen, dass zielgerichtete Methoden nicht klären, ob die Änderungen auf chemische Umwandlung nicht erfasster PFAS oder auf leichtere Extraktion nach Abbau von Textil und Fluorpolymeren zurückgehen. Die Berichte bewerten keine Gesundheitsrisiken; künftig will NIST u. a. Fluor und Brom bestimmen.