PFAS in Lebensmitteln tierischen Ursprungs in Venetien: 680 von 703 Proben innerhalb der Grenzwerte, 8 von 156 Betrieben über dem Höchstgehalt für PFOA oder PFOS — Methoden 2- bis 10-mal empfindlicher als 2016–2017
Die Region Venetien und das italienische Istituto Superiore di Sanità (ISS) stellten am 21. Juli 2026 einen Bericht zur Überwachung von 14 PFAS in Lebensmitteln tierischen Ursprungs aus belasteten Gebieten der Provinzen Vicenza, Verona und Padua vor. Gegenüber dem Plan von 2016–2017 sind die Gehalte insgesamt gesunken.
- Den Plan entwarf das ISS im Auftrag der Region, in Zusammenarbeit mit dem Istituto Zooprofilattico delle Venezie, der Umweltagentur ARPA Veneto und den örtlichen Gesundheitsbehörden. Untersucht wurden 14 PFAS: 12 Verbindungen aus der vorherigen Studie (darunter PFOA und PFOS) sowie GenX und cC6O4, in acht Matrices — Muskel und Leber von Rind, Schwein und Geflügel, Eier und Kuhmilch — sowie im Tränkwasser jedes Betriebs.
- Erfasst wurden 156 Betriebe in Zonen hoher, mittlerer und niedriger Belastung; 703 Einzelproben wurden entnommen und zu 347 Analysenproben vereinigt. Die Analysenmethoden waren 2- bis 10-mal empfindlicher als im Plan von 2016–2017, sodass deutlich mehr Ergebnisse über den Nachweisgrenzen lagen — beim Vergleich beider Pläne ist das zu berücksichtigen.
- Von den 703 Einzelproben lagen 680 (97 %) innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte, soweit es solche gibt, 18 (3 %) überschritten Höchstgehalte; in 5 Proben aus 3 Betrieben lagen PFOS und PFOA über den Richtwerten, ab denen die Ursache der Kontamination zu ermitteln ist. 148 Betriebe lagen unter den Grenzwerten, 8 überschritten sie bei PFOA oder PFOS in Rindermuskel, Rinderleber oder Schweineleber. Keine Eierprobe überschritt die Höchstgehalte.
- Bestätigt wurde der Zusammenhang zwischen der Belastung der Lebensmittel und des Tränkwassers, insbesondere bei PFOS und ungefiltertem Brunnenwasser: Erzeugnisse aus Betrieben mit Überschreitungen wurden gesperrt, die Betriebe u. a. zum Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung verpflichtet. Die Analysen pflanzlicher Erzeugnisse laufen; als nächsten Schritt erstellt das ISS Expositionsszenarien für Verbraucher im Vergleich zur Hintergrundexposition der Bevölkerung Nordostitaliens.