Chromchelat von DL-Methionin für Salmoniden: Gesamtchrom per ICP-MS, Methionin per IEC-VIS, Chelatstruktur per Infrarot — zugesetztes Chrom im Futter über Mikrotracer-Partikel gezählt; laut EFSA macht der Zusatz ≤ 10 % des Hintergrundchroms aus
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/1782 der Kommission, veröffentlicht am 10. September 2025, lässt bis zum 30. September 2035 eine Zubereitung aus Chrom(III)-Chelat von DL-Methionin von Zinpro als zootechnischen Zusatzstoff zur Verbesserung der Leistung von Salmoniden zu: 200–600 mg Zusatzstoff/kg Alleinfuttermittel, also 0,2–0,6 mg Cr/kg. Die Zubereitung enthält ≥ 1 000 mg Cr(III)/kg, Nickel ≤ 1,33 mg/kg und einen Mikrotracer — 270 Partikel gefärbtes, mit Tartrazin und Schellack überzogenes Eisen je Gramm.
- Methoden im Anhang: Gesamtchrom im Zusatzstoff — ICP-MS; Methionin im Zusatzstoff — IEC-VIS (Ionenaustauschchromatographie mit Nachsäulenderivatisierung); Bestätigung der Chelatstruktur — Spektrometrie im mittleren Infrarot zusammen mit Chrom- und Methioninbestimmung; Mikrotracer in der Zubereitung — Zählung gefärbter Partikel; Gesamtchrom in Vormischungen — ICP-AES; zugesetztes Chrom (Chelat) in Vormischungen und Mischfuttermitteln — Zählung der Mikrotracer-Partikel bei festem Massenverhältnis in der Zubereitung.
- Laut EFSA konnte das EU-Referenzlabor bei der früheren Bewertung keine Methode zur Bestimmung des zugesetzten Chroms in Futtermitteln empfehlen — der Mikrotracer (Zinpro F-Yellow #5 Lake) ist die Antwort darauf. Die EFSA merkt an, dass die vorgeschlagene Chromzulage ≤ 10 % des Chroms in den Versuchsfuttern ausmacht — Kontrollfutter enthielten analytisch 1,98–3,12 mg Cr/kg. Fünf Chargen des Zusatzstoffs: 1052–1146 mg Cr/kg, Methionin 1,35–1,48 %.
- Verunreinigungen in drei Chargen: Nickel 1,25–1,33 mg/kg, Arsen 1,14–1,29, Blei 0,51–0,55, Fluorid 4,1–12,03 mg/kg; Wasserlöslichkeit 183 g/l (OECD TG 105). Wegen des Nickels (Richtlinie 2022/431: Arbeitsplatzgrenzwert 0,01 und 0,05 mg/m³ für alveolengängige und einatembare Fraktion) ist der Zusatzstoff haut- und atemwegssensibilisierend; höchstes Staubungspotenzial 5,57 g/m³.
- Forellen vertrugen 4000 mg Zusatzstoff/kg (6,7 × Höchstwert); bei 6000 mg/kg lag das Endgewicht bei 209,9 g gegenüber 221,3 g in der Kontrolle. Beim Lachs war bei 600 mg/kg die Futterverwertung schlechter als in der Kontrolle (0,95 gegenüber 0,90) — der Rechtsakt vermerkt dies. Im Muskel von Forellen mit 0,8 mg Cr/kg fanden sich 70–80 µg Cr/kg, in der Kontrolle 72–73 µg/kg; die EFSA wies darauf hin, dass das Hintergrundchrom im Kontrollfutter fünfmal so hoch war wie die vorgesehene Zulage.