Futtermittel: 6-Phytase aus Komagataella phaffii CGMCC 7.370 (4a64) für Schweine, Geflügel und Ziervögel zugelassen — 1000 U/kg für Legegeflügel, 500 U/kg für wachsendes Geflügel, Sauen und Eber, 750 U/kg für Mastschweine; Aktivität nach EN ISO 30024 bestimmt
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/404 der Kommission, veröffentlicht am 25. Februar 2026, lässt bis 17. März 2036 eine Zubereitung von 6-Phytase (EC 3.1.3.26), hergestellt mit Komagataella phaffii CGMCC 7.370 (Zulassungsinhaber: Victory Enzymes GmbH), als zootechnischen Zusatzstoff der Funktionsgruppe Verdaulichkeitsförderer zu. Grundlage sind zwei EFSA-Gutachten: vom 23. November 2022 (Sicherheit und Wirksamkeit bei Legehennen) und vom 26. Juni 2025 (Wirksamkeit bei wachsendem Geflügel und Schweinen, anhand neuer Versuche bewertet).
- Spezifikation: feste Form mindestens 50 000 U/g Zusatzstoff, flüssige 5 000 U/g; eine Einheit U ist die Enzymmenge, die pro Minute 1 μmol anorganisches Phosphat aus Natriumphytat bei 37 °C und pH 5,5 freisetzt. Mindestgehalte im Alleinfuttermittel mit 12 % Feuchte: Lege- oder Zuchtgeflügel 1 000 U/kg; Mastgeflügel sowie zur Eiablage oder Zucht aufgezogenes Geflügel, Ziervögel, Sauen und Eber 500 U/kg; Mastschweine und zur Zucht aufgezogene Schweine 750 U/kg (die Zeile der Ferkel steht in der Tabelle des Rechtsakts ohne eigenen Wert; die EFSA nannte für abgesetzte Ferkel 750 U/kg). Der Zusatzstoff wirkt haut- und atemwegssensibilisierend.
- Amtliche Methode: Der Rechtsakt nennt eine Methode für Zusatzstoff, Vormischungen und Mischfuttermittel — kolorimetrische Bestimmung der Phytaseaktivität über die Reaktion mit Phytat nach EN ISO 30024. Das EU-Referenzlabor hatte in seinem Bericht zum Gutachten von 2022 für die amtliche Kontrolle zusätzlich VDLUFA 27.1.4 (Produkt) und VDLUFA 27.1.3 (Vormischungen) empfohlen, neben EN ISO 30024 für Futtermittel. In der Gebrauchsanweisung sind Lagerbedingungen und Stabilität bei Wärmebehandlung anzugeben.
- Charakterisierung laut EFSA (2022): Fünf Chargen der flüssigen Form lagen im Mittel bei 5 696 U/g (5 030–6 720 U/g), die feste Form bei 51 140 U/g (39 800–59 000 U/g) — zwei der fünf Pulverchargen erreichten das Minimum nicht. In den Chargen wurden weder lebensfähige Zellen noch rekombinante DNA des Produktionsstamms gefunden (der Satz des Gutachtens zur DNA nennt „VTR-xylanase“ — so im Original). Pelletieren bei 60 °C verursachte je nach Futter 3 bis 55 % Aktivitätsverlust, auf Pellets gesprühte Flüssigphytase verlor in 3 Monaten bei 25 °C 48–72 %; der Variationskoeffizient der Verteilung im Futter betrug 4–6 %.
- Wirksamkeit laut EFSA (2025): In zwei 28-tägigen Versuchen mit Ross-308-Hühnern stieg die Phosphorretention ab 500 U/kg (z. B. 44,1 → 51,0 %); in einem 42-tägigen Versuch mit 128 Ferkeln verbesserten sich ab 250 U/kg Zunahmen, Phosphorverdaulichkeit (36,6 → 45,9–50,4 %) und Knochenasche; in vier Versuchen mit tragenden und säugenden Sauen erhöhten 500 U/kg die scheinbare Phosphorverdaulichkeit (z. B. 29,9 → 45,4 %). Das Gremium verband diese Ergebnisse mit früheren und legte für Ferkel 750 U/kg fest.