NIST-Quantensensoren messen Röntgenstrahlung von Uran, Neptunium und Plutonium — genauere Bewertung von Kernmaterial
NIST berichtete am 10. September 2026, dass ein Team unter seiner Beteiligung die Röntgenemissionen von Plutonium, Uran und Neptunium mit bisher unerreichter Genauigkeit gemessen hat — in dem Energiebereich, in dem sie sich mit der Gammastrahlung dieser Elemente überlagern. So lässt sich der Röntgenuntergrund bei der Bewertung von Kernmaterial anhand von Gammaspektren herausfiltern.
- Gemessen wurde mit einer Anordnung von rund 250 bei NIST entwickelten Übergangskantensensoren (TES) — supraleitenden Schichten, die einen Bruchteil eines Grades über dem absoluten Nullpunkt gehalten werden und deren Widerstand proportional zur Energie eines absorbierten Photons steigt.
- Laut NIST unterstützen die Ergebnisse die internationale Kernmaterialüberwachung durch eine genauere Bilanzierung des Materials in kerntechnischen Anlagen, etwa bei der Messung von Isotopenverhältnissen; die Sensoren könnten zudem helfen, die Effizienz von Kernkraftwerken zu steigern und Kosten zu senken.
- Der Artikel „Measured and Theoretical Kα X-Ray Emission Linewidths of U, Np, and Pu“ erschien am 10. September 2026 in Physical Review Letters; Mitautoren stammen von NIST, der University of Colorado Boulder, dem Los Alamos National Laboratory, der Houghton University und dem Laboratoire Kastler Brossel (Sorbonne).
Quelle: NIST — NIST-Developed Quantum Sensors Improve Nuclear Monitoring (10.09.2026)