„Pustułka“-System in Kielce: Ein Netz akustischer Sensoren soll den Stadtlärm laufend messen und Drohnen, Straßenrennen und Schüsse erkennen — GUM koordiniert und verantwortet die Qualität der Messdaten
Am 29. Juni 2026 wurde im Świętokrzyski-Laborcampus des polnischen Zentralamts für Maße (GUM) in Kielce das Projekt „System Pustułka“ vorgestellt und eine Absichtserklärung zu seiner Umsetzung unterzeichnet. Das Konsortium bilden GUM, die Woiwodschaftspolizei Kielce, die Stadt Kielce, die Hauptinspektion für Umweltschutz und das Rechenzentrum ACK Cyfronet AGH; die Investition beläuft sich auf knapp 10 Mio. Złoty.
- Das System beruht auf einem Netz akustischer Sensoren entlang der Hauptstraßen von Kielce und auf Gebäudedächern, auch auf Objekten der kritischen Infrastruktur, verbunden über Glasfaser, Funk oder Mobilfunk. Dasselbe Netz soll den Stadtlärm laufend überwachen und zugleich nach Signalen horchen, die für Gefahren typisch sind: Drohnenflüge, Autorennen oder Schüsse.
- Erkannte Ereignisse gehen an ein zentrales Datenanalysesystem bei ACK Cyfronet AGH, das der Polizei Meldungen mit ungefährem Ort übermittelt — an den diensthabenden Beamten und per App an Streifen. Die Umweltinspektion GIOŚ erhält eine ständige Informationsquelle über das akustische Klima der Stadt, die Stadt Werkzeuge zur Datenvisualisierung. Das GUM als nationale Metrologieinstitution koordiniert die Arbeiten und verantwortet Messstandards und Datenqualität.
- Laut GUM soll das System eine Infrastruktur zur dauerhaften Lärmüberwachung „nach den höchsten geltenden Standards“ sein; ein Datenaustausch mit anderen öffentlichen Stellen soll möglich sein, etwa mit dem System PANSA Drone Tower über angemeldete Drohnenflüge. Das Projekt wurde vom Marschallamt gebilligt und vom Verteidigungsministerium positiv bewertet.
- Die Partner arbeiten seit September 2025 zusammen. Im Herbst 2026 will das Konsortium Fördermittel für das Pilotprojekt aus dem Programm „Fundusze dla Świętokrzyskiego“ beantragen; die vollständige Umsetzung in der Woiwodschaft ist für Herbst 2028 geplant, nach dem Pilotprojekt wird ein landesweites System erwogen.