BfR schließt standardisiertes Prüfverfahren für Jagdbüchsengeschosse ab — weniger Metallfragmente im Wildbret, Verfahren im Ringversuch erprobt
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilte am 2. Februar 2026 mit, dass das seit 2019 laufende Projekt zur Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens für Jagdbüchsengeschosse abgeschlossen ist. Das Verfahren wurde in einem Ringversuch auf Praxistauglichkeit getestet; die Ergebnisse sollten auf dem Symposium „Wild – erforscht!“ am 4. und 5. Februar vorgestellt werden.
- Das Verfahren soll vergleichbar und reproduzierbar prüfen lassen, wie sich Geschosse — bleihaltige und bleifreie — im Gewebe verhalten: mit ausreichender Energie für ein tierschutzgerechtes Erlegen und zugleich möglichst wenigen Metallfragmenten im Fleisch. Es entstand mit einem internationalen wissenschaftlichen Expertengremium.
- In Beschussversuchen wurde u. a. geprüft, wie sich Seife und Gelatine als ballistische Prüfsimulanzien eignen. Bereits 2024 beschrieb das BfR, dass es auf solche Blöcke schießt, um die Wirkung verschiedener Geschosse zu testen und festzustellen, ob und in welchem Ausmaß Fragmente im Fleisch zurückbleiben.
- Am Ringversuch beteiligt waren u. a. die Deutsche Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) und die Universität der Bundeswehr; als Vortragende des Symposiums wurden fünf externe Teilnehmer des Ringversuchs angekündigt, die Ergebnisse und ihre Erfahrungen vorstellen sollten.
- Laut BfR gehören Jägerinnen und Jäger traditionell zu den Vielverzehrenden von Wildfleisch und stehen daher bei möglichen Gesundheitsrisiken besonders im Fokus — 2024 nannte das BfR den Schutz von Vielverzehrern wie Jägern und ihren Familien als Ziel. Jäger sind zugleich Lebensmittelhersteller und für die Sicherheit des Wildbrets mitverantwortlich.