Pestizidrückstände in Lebensmitteln in der EU 2024: über 125.000 Proben, 98,8 % konform im koordinierten Programm — EFSA weist verstärkte Einfuhrkontrollen erstmals gesondert aus
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte am 5. Mai 2026 den EU-Bericht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln für 2024, gestützt auf Ergebnisse von über 125.000 Proben. Das Risiko für die Gesundheit der Verbraucher bewertet die EFSA wie in den Vorjahren als gering.
- Der Bericht umfasst drei Programme. Im EU-koordinierten Programm wurden 9.842 Proben von Auberginen, Bananen, Brokkoli, Kulturpilzen, Grapefruits, Melonen, Gemüsepaprika, Tafeltrauben, nativem Olivenöl, Weizenkörnern, Rinderfett und Hühnereiern genommen; 98,8 % waren konform (2021, als derselbe Warenkorb untersucht wurde, 98,7 %).
- In diesem Programm enthielten 43,1 % der Proben keine messbaren Rückstände, 54,5 % Rückstände innerhalb der Rückstandshöchstgehalte (RHG); überschritten wurden die RHG bei 2,4 %, als nicht konform unter Berücksichtigung der Messunsicherheit bestätigt wurden 1,2 %.
- Die mehrjährigen nationalen Kontrollprogramme (MANCP) umfassten 86.449 Proben: 98,2 % konform, 58,4 % ohne messbare Rückstände, RHG-Überschreitungen bei 3,3 %, davon 1,8 % nicht konform. Nationale Programme berücksichtigen u. a. frühere Beanstandungen, Anwendungsmuster von Pestiziden und die Kapazitäten der nationalen Labore.
- Erstmals werden verstärkte Einfuhrkontrollen an den EU-Grenzen gesondert ausgewiesen, bei denen die Sendung auf das Laborergebnis wartet: Von 39.433 Proben hatten 38,3 % keine bestimmbaren Rückstände, 56,2 % lagen innerhalb der Grenzwerte, rund 5,5 % überschritten sie, 3,6 % waren nicht konform und kamen nicht auf den EU-Markt. Die Daten stehen im Visualisierungstool der EFSA bereit.
Quelle: EFSA — Pesticide residues in food: latest data released (5.05.2026)