Euro NCAP: Heckunterfahrschutz von Anhängern versagt im Crashtest
Euro NCAP hat am 14. September 2026 Lkw- und Anhängerhersteller aufgefordert, den Heckunterfahrschutz freiwillig zu verbessern, statt auf neue Vorschriften zu warten. Grundlage sind Tests, in denen Schutzeinrichtungen nach UN-ECE-Regelung Nr. 58.03 ein Auto bei 56 km/h nicht aufhielten.
- Bei Anprallversuchen mit 56 km/h gegen Anhänger nach Regelung Nr. 58.03 (seit 2022 verbindlich) knickten die Schutzeinrichtungen ein, und ein Auto mit fünf Euro-NCAP-Sternen rutschte darunter; ein Unterfahrschutz nach dem freiwilligen US-Maßstab IIHS TOUGHGUARD hielt demselben Aufprall stand.
- Fahrerassistenzsysteme erkannten das Standard-Laborziel (Global Vehicle Target) jedes Mal, bei echten Anhängern — Planen- und Containerchassis-Aufliegern sowie Sicherungsfahrzeugen an Baustellen — sank die Erkennungsrate jedoch in mehreren Fällen.
- Nach Schätzung von Euro NCAP können Heckunterfahrunfälle mit Lkw und Anhängern jährlich rund 400 Todesopfer in der EU und im Vereinigten Königreich fordern; geprüft wurde in Laboren im Vereinigten Königreich, in Deutschland und den USA unter Beteiligung von ADAC, Trafikverket und IIHS.
- Euro NCAP kündigte an, die Ergebnisse auf der 132. Sitzung der UNECE-Arbeitsgruppe für allgemeine Sicherheitsvorschriften (GRSG) vorzustellen, die am 28. September 2026 in Genf beginnt.