Hefe Saccharomyces cerevisiae MUCL 39885 (Biosprint®, 4b1710) für Mastrinder bis 10. März 2035 verlängert: ≥ 1 × 10⁹ KBE/g, 4 × 10⁹ KBE/kg Futter, EN 15789 und PCR; EFSA: 54 Chargen im Mittel 1,74–1,75 × 10¹⁰ KBE/g, Quecksilber 27,1 mg/kg in einer Charge
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/314 der Kommission, veröffentlicht am 18. Februar 2025, verlängert die Zulassung der Zubereitung aus Saccharomyces cerevisiae MUCL 39885 (Inhaber Prosol SPA) als zootechnischer Zusatzstoff — Darmflorastabilisator — für Mastrinder und hebt die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1059/2013 auf. Grundlage ist das EFSA-Gutachten vom 13. März 2024 (e8720).
- Spezifikation und Methoden (Anhang): Zubereitung in fester Form mit mindestens 1 × 10⁹ KBE/g lebensfähiger Zellen; Mindestgehalt 4 × 10⁹ KBE/kg Alleinfuttermittel mit 12 % Feuchtigkeit; Zählung im Zusatzstoff, in Vormischungen und Futtermitteln — Gussplattenverfahren (EN 15789); Identifizierung — PCR (CEN/TS 15790). In der Gebrauchsanweisung sind Lagerbedingungen und Stabilität bei Wärmebehandlung anzugeben; persönliche Schutzausrüstung für Atemwege und Haut. Gültig bis 10. März 2035; Zusatzstoff und Vormischungen mit Etikettierung vor dem 10. September 2025 sowie Futtermittel vor dem 10. März 2026 dürfen bis zur Erschöpfung der Bestände verwendet werden.
- Geänderte Bedingungen laut EFSA: Die bisherige Zulassung empfahl eine Mindestdosis von 3,6 × 10¹⁰ KBE je Tier und Tag sowie Brille und Handschuhe bei der Handhabung. Der neue Anhang enthält keine Dosis je Tier, die Schutzmaßnahmen betreffen Atemwege und Haut. Die EFSA bewertete den Zusatzstoff als nicht reizend für die Haut (In-vitro-Studie nach OECD TG 439) und die Augen (in vitro an rekonstruiertem Hornhautepithel), aber als potenziell haut- und atemwegssensibilisierend.
- Daten aus dem EFSA-Gutachten (e8720): Der Zusatzstoff wird in zwei Formen hergestellt, die sich in der Trocknung unterscheiden — kugelförmig (Biosprint® S) und granuliert (Biosprint® G); in 54 Chargen (33 G, 21 S) im Mittel 1,75 × 10¹⁰ KBE/g (1,6–1,98 × 10¹⁰) für G und 1,74 × 10¹⁰ KBE/g (1,61–1,88 × 10¹⁰) für S. In drei G-Chargen: in zweien lagen Arsen, Cadmium und Blei unter den Nachweisgrenzen; in einer wurden Quecksilber 27,1 mg/kg und Kupfer 3,5 mg/kg bestimmt; in einer in einem anderen Labor untersuchten Charge lag Quecksilber unter der BG von 0,01 mg/kg, Arsen 0,05, Cadmium 0,014, Blei 0,013, Kupfer 6,75 mg/kg; Eisen 3,6–43 mg/kg. Das Gremium sah in den Verunreinigungen keinen Anlass zur Besorgnis.
- Weitere Daten (e8720): Dioxine und dl-PCB zusammen (Obergrenze) 0,119–0,182 ng WHO-TEQ/kg; Mykotoxine unter der BG; in der Pestizid-Multimethode — Difenoconazol 0,015–0,016 mg/kg und Epoxiconazol 0,05–0,073 mg/kg; Salmonellen und Listerien in 25 g nicht nachgewiesen; Gesamtkeimzahl im Mittel 570 KBE/g (G) und 18 330 KBE/g (S). Stabilität in der Vormischung (20 Chargen, 3,5 × 10¹⁰ KBE/kg, Raumtemperatur): keine Verluste bis Monat 9, Verluste bis 3 log nach 18 Monaten. Identität durch WGS bestätigt (OrthoANI 99,36 % gegenüber S288C); der Stamm ist empfindlich gegenüber Amphotericin B und Itraconazol.