EU-Badegewässer in der Saison 2025: 85 % ausgezeichnet, in Polen unter 70 %
Die Europäische Umweltagentur und die Europäische Kommission veröffentlichten am 16. Juni 2026 die Bewertung der Badegewässer für die Saison 2025. Von den 22 010 Badegewässern der EU hatten 85 % ausgezeichnete Qualität, 96 % erfüllten mindestens die Mindestanforderungen und 1,5 % (324) wurden als mangelhaft eingestuft; Polen gehört zu den Ländern, in denen weniger als 70 % der Badegewässer ausgezeichnet waren.
- Die Bewertung stützt sich ausschließlich auf zwei Indikatoren für fäkale Verunreinigung — Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Je Badegewässer werden pro Saison mindestens vier Proben genommen: eine vor der Saison und mindestens drei während der Saison im Abstand von höchstens einem Monat; die Einstufung beruht auf den Ergebnissen von vier Saisons (2022–2025).
- Küstengewässer schneiden besser ab als Binnengewässer: in der gesamten Auswertung (EU, Albanien und Schweiz) waren 87,4 % der 14 861 Küstenbadestellen und 78,3 % der 7 428 Badestellen an Flüssen und Seen ausgezeichnet, von rund 1 200 Flussbadestellen dagegen nur 47 %.
- Polen gehört zu den Ländern, in denen weniger als 70 % der Küsten- und weniger als 60 % der Binnenbadegewässer ausgezeichnet waren. In drei EU-Ländern waren 3 % oder mehr der Badegewässer mangelhaft: in Estland (4,6 %), den Niederlanden (4,1 %) und Frankreich (3,3 %).
- Die Qualität von 611 EU-Badegewässern ließ sich nicht bewerten: 351 waren neu oder kürzlich verändert, 173 unzugänglich, bei 87 ist der Grund für fehlende Daten unbekannt. Die Badegewässerrichtlinie erfasst weder chemische Schadstoffe wie Nährstoffe, Arzneimittel und Pestizide — diese werden nach der Wasserrahmenrichtlinie bewertet — noch antimikrobielle Resistenzen.
Quelle: European Environment Agency — Europe’s bathing waters remain safe to swim (16.06.2026)