🌿 TPH im Boden (C10–C40)

Umwelt PN-EN ISO 16703

Bestimmung der gesamten Mineralölkohlenwasserstoffe (TPH) im Bereich C10–C40 im Boden mittels Gaschromatographie mit FID-Detektion. Grundlegende Untersuchung für Kraftstoff- und Ölkontamination.

Übersicht

Gesamte Mineralölkohlenwasserstoffe (TPH) im Bereich C10–C40 umfassen Erdölfraktionen von Naphtha bis zu schweren Ölen und Schmiermitteln. Es ist ein wichtiger Indikator für Bodenkontamination mit Erdölsubstanzen, die aus Kraftstofftanklecks, Rohrleitungsausfällen, Tankstellenbetrieb und petrochemischen Anlagenaktivitäten resultieren.

ISO 16703 definiert das Verfahren für Lösungsmittelextraktion (Aceton/Hexan), Florisil-Reinigung (Entfernung polarer Verbindungen) und GC-FID-Analyse. Das Ergebnis umfasst die Summe der C10–C40-Kohlenwasserstoffe mit optionaler Aufteilung in Fraktionen (C10–C12, C12–C16, C16–C21, C21–C35, C35–C40). Zulässige TPH-Konzentration im Boden: 50 mg/kg (Gruppe I) bis 3000 mg/kg (Gruppe IV) nach polnischer Verordnung.

Prinzip der Methode

Die Bodenprobe wird mit Aceton und Hexan extrahiert. Der Extrakt wird an einer Florisil-Säule gereinigt, um polare Verbindungen (natürliche Fette, Huminstoffe) zu entfernen, und mittels Gaschromatograph mit FID-Detektor analysiert. Die Summe der Peakflächen zwischen den Retentionszeiten von n-Decan (C10) und n-Tetracontan (C40) wird mittels Kalibrierkurve, die aus einer Mischung von Mineralöl und Motoröl hergestellt wurde, in TPH-Konzentration umgerechnet.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
AnalytbereichKohlenwasserstoffe C10–C40
Nachweisgrenze10 mg/kg TM
Messbereich10–50.000 mg/kg
Grenzwert (Gruppe I)50 mg/kg TM
Präzision (CV)10–25%

Norm

Normnummer
PN-EN ISO 16703:2011
Titel (PL)
Jakość gleby — Oznaczanie zawartości węglowodorów w zakresie od C10 do C40 metodą chromatografii gazowej
Title (EN)
Soil quality — Determination of content of hydrocarbon in the range C10 to C40 by gas chromatography

Schritt-für-Schritt-Verfahren

1. Probenvorbereitung

Bodenprobe homogenisieren. 10 g in Erlenmeyerkolben einwiegen. 10 mL Aceton und 20 mL Hexan zugeben.

⏱ Zeit: 10 min

2. Extraktion

Auf Orbitalschüttler bei 200 rpm 2 h schütteln oder 6 h im Soxhlet extrahieren.

⏱ Zeit: 2–6 h

3. Phasentrennung

Wasserfreies Na₂SO₄ (5 g) zur Wasserentfernung zugeben. Hexanphase in Messkolben überführen.

⏱ Zeit: 15 min

4. Florisil-Reinigung

Extrakt durch Säule mit 2 g Florisil leiten. Mit 15 mL Hexan eluieren. Eluat sammeln.

⏱ Zeit: 20 min

5. Konzentration

Unter Stickstoffstrom auf 1 mL eindampfen.

⏱ Zeit: 15 min

6. GC-FID-Analyse

Programm: 40°C (2 min) → 10°C/min → 350°C (10 min). Injektion 1 µL splitlos.

⏱ Zeit: 35 min

7. Berechnungen

Peakflächen im C10–C40-Fenster summieren. Blank abziehen. Auf mg/kg Trockenmasse umrechnen.

⏱ Zeit: 10 min

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Gaschromatograph GC-FIDAgilent 8890, Shimadzu GC-2030, Thermo TRACE 1310150.000–300.000 PLN
KapillarsäuleDB-1 oder HP-1, 15 m × 0,25 mm × 0,1 µm1.500–3.000 PLN
Extraktionssystem (Schüttler/Soxhlet)IKA KS 4000i control, BÜCHI E-81610.000–50.000 PLN
SPE-Florisil-SäulenSupelco LC-Florisil 1 g/6 mL15–30 PLN/Stk.
RotationsverdampferBüchi R-30015.000–35.000 PLN

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
n-Hexan für Pestizidanalyse110-54-3Extraktions- und Elutionslösungsmittel
Aceton für Pestizidanalyse67-64-1Extraktionslösungsmittel
Aktiviertes Florisil1343-88-0Für Extraktreinigung, 60–100 mesh
TPH-Standard (Mineralöl)Mischung aus Mineralöl und Motoröl, zertifiziertes CRM
n-Decan (C10) und n-Tetracontan (C40)Standards zur Bestimmung des Retentionsfensters

Arbeitsschutz und Sicherheit

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