🌿 Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration von Gasproben durch dynamische Olfaktometrie mit einem Prüferkollektiv (die Probe wird mit Neutralgas bis zur Geruchsschwelle verdünnt; 1 ouE/m3 an der Schwelle, Bereich meist 10^1–10^7 ouE/m3) sowie der Geruchsstoffemissionsrate aus Punktquellen und aktiven Flächenquellen (z. B. Biofiltern) — Einheit bezogen auf n-Butanol: 1 EROM = 123 µg; Probenahme auch bei Feuchte und Temperaturen bis 200 °C; ohne Geruchsstoffemissionsrate aus Volumenquellen und passiven Flächenquellen, PN-EN 13725

Umwelt PN-EN 13725

Kurz gefasst

Die Geruchsstoffkonzentration eines Abgases, der Luft aus einem Biofilter oder einer anderen gasförmigen Probe wird in einem dynamischen Olfaktometer gemessen: Die Probe wird in bekannten Verhältnissen mit Neutralgas gemischt und einem Kollektiv ausgewählter Prüfer dargeboten, und die Konzentration wird als der Verdünnungsfaktor angegeben, der zum Erreichen der Geruchsschwelle nötig ist — definitionsgemäß 1 europäische Geruchseinheit je Kubikmeter (ouE/m3), meist im Bereich von 10^1 bis 10^7 ouE/m3. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 13725:2022-07; Bereich (1) — typischer Wert, keine Grenze: meist von 10^1 bis 10^7 ouE/m3, mit Vorverdünnung. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Geruchsgase, Gemische von Geruchsstoffen bekannter und unbekannter Zusammensetzung in Luft oder Stickstoff — Geruchsstoffkonzentration, meist 10^1–10^7 ouE/m3 (1), Geruchsstoffemissionsrate aus Punktquellen und aktiven Flächenquellen (z. B. Biofiltern); Probenahme bis 200 °C und bei hoher Feuchte; Wirksamkeit von Techniken zur Geruchsminderung (1), Außerhalb des Anwendungsbereichs: Geruchsstoffemissionsrate aus Volumenquellen und passiven Flächenquellen, Feld- und statische Olfaktometrie, Intensität, hedonische Wirkung, Belästigung (1).

Auf einen Blick

  • Norm: PN-EN 13725:2022-07
  • Kategorie: Umwelt
  • Verfahrensschritte: 5
  • STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026): PN-EN 13725:2022-07 (englische Fassung) gültig; ersetzte PN-EN 13725:2007 (zurückgezogen 20-07-2022)
  • Einheit (1, 3.1.12): ouE/m3; an der Geruchsschwelle definitionsgemäß 1 ouE/m3
  • Bezug (3.1.13): n-Butanol (CAS 71-36-3); 1 EROM = 123 µg, in 1 m3 Neutralgas 0,040 µmol/mol

Übersicht

WAS DIE NORM BESCHREIBT. Der Anwendungsbereich auf der PKN-Katalogkarte der PN-EN 13725:2022-07 (englische Fassung) beginnt so (unsere Übersetzung): „Dieses Dokument legt ein objektives Verfahren zur Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration einer gasförmigen Probe mittels dynamischer Olfaktometrie mit menschlichen Prüfern fest. Dieses Dokument legt außerdem ein Verfahren zur Bestimmung der Emissionsrate von Gerüchen aus stationären Quellen fest, insbesondere: a) aus Punktquellen…“; danach gibt die Karte Abschnitt 1 der Norm wieder (Beschreibung unten). Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN 13725:2022 (Text der EN 13725:2022, englisch): vom Titelblatt über Inhaltsverzeichnis, Europäisches Vorwort und die Abschnitte 1–2 bis zu den Begriffen in 3.1 und 3.2 (bis einschließlich 3.2.5). Außerhalb der Leseprobe bleiben die weiteren Begriffe (ab 3.2.6, 3.3), die Abschnitte 4 (Symbole), 5 (Prinzip — Gasprobenahme und Bestimmung der Konzentration), 6 (Geräte, Neutralgas, Olfaktometer, Raum, Prüferkollektiv), 7 (Qualitätsanforderungen — Genauigkeitsmodell, sensorische Anforderungen, Anforderungen an das Verdünnungsgerät), 8 (Messziel und Messplan), 9 (Probenahme aus Punkt- und Flächenquellen, olfaktometrische Analyse, Sicherheit, Berechnungen), 10 (Feldblindwert, Unsicherheit, Nachweis- und Bestimmungsgrenze), 11 (Prüfbericht) und die informativen Anhänge A–N (u. a. physiologische Grundlagen, Rechenbeispiele, Auswahl der Prüfer, Verdünnung bei der Probenahme, passive Flächenquellen, technische Änderungen gegenüber der Ausgabe 2003).

NACH DEM TEXT DER EN 13725:2022 (Vorwort, Abschnitte 1–2, 3.1–3.2.5). Die Norm wurde von CEN/TC 264 „Luftbeschaffenheit“ (Sekretariat DIN) erarbeitet; CEN hat sie am 12. Dezember 2021 angenommen, eine berichtigte Fassung erschien am 6. April 2022; sie ersetzt EN 13725:2003 — die Verfahren der ersten Ausgabe und ihre Qualitätskriterien wurden in zahlreichen Eignungsprüfungen validiert; die wesentlichen Änderungen nennt Anhang N; alle Anhänge A–N sind informativ. Anwendungsbereich (1): ein objektives Verfahren zur Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration einer gasförmigen Probe durch dynamische Olfaktometrie mit Prüfern und ein Verfahren zur Bestimmung der Geruchsstoffemissionsrate aus stationären Quellen: a) Punktquellen (gefasste Emissionen), b) aktive Flächenquellen (z. B. Biofilter); für Emissionen aus stationären Quellen gelten auch andere Europäische Normen, insbesondere EN 15259 und EN ISO 16911-1, vor allem wenn die Messungen den Richtlinien über Industrieemissionen dienen; der Analyseschritt allein (Geruchsstoffkonzentration einer Probe unabhängig von ihrer Herkunft) kann auch außerhalb von Industrieemissionen angewendet werden (z. B. Massenkonzentration von Geruchsstoffen an der Geruchsschwelle, Wirksamkeit der Desodorierung von Innenraumluft) — die Anforderungen an Planung und Probenahme können dann entfallen oder angepasst werden. Gegenstand: Geruchsgase, Gemische von Geruchsstoffen bekannter und unbekannter Zusammensetzung in Luft oder Stickstoff; der Sensor ist das Prüferkollektiv; Einheit — europäische Geruchseinheit je Kubikmeter (ouE/m3); die Konzentration wird aus dem Verdünnungsfaktor bestimmt, der zum Erreichen der Geruchsschwelle nötig ist, an der sie definitionsgemäß 1 ouE/m3 beträgt; Bereich meist von 10^1 bis 10^7 ouE/m3 (mit Vorverdünnung). Anwendungen: Massenkonzentration von Geruchsstoffen an der Schwelle (g/m3), SROM-Wert eines sekundären Bezugsgases (mol), Konzentration von Gemischen (ouE/m3), Geruchsstoffemissionsrate aus Punktquellen und aktiven Flächenquellen mit Vorverdünnung bei der Probenahme, Probenahme von Gasen mit hoher Feuchte und Temperatur (bis 200 °C), Wirksamkeit von Techniken zur Geruchsminderung; die Geruchsstoffemissionsrate erfordert eine Messung der Gasgeschwindigkeit für den Volumenstrom. Außerhalb des Anwendungsbereichs: Gerüche aus in der Emission schwebenden festen Partikeln oder Tröpfchen; die Strategie bei schwankender Emission; subjektive Verfahren zur wahrgenommenen Intensität oberhalb der Schwelle, zur hedonischen Wirkung (Angenehmheit) und zur Belästigung; die direkte Messung der Exposition in der Außenluft (Feldverfahren nach EN 16841-1); direkte Olfaktometrie einschließlich Feldolfaktometrie; statische Olfaktometrie; die Erkennungsschwelle (Identifizierung) eines Geruchs; die Geruchsstoffemissionsrate aus Volumenquellen (z. B. diffuse Emissionen aus Gebäuden) und aus passiven Flächenquellen; der Zusammenhang zwischen Emission, Ausbreitung, Exposition und Belästigung — sehr komplex, abhängig von der Atmosphäre, der hedonischen Wirkung und den Merkmalen der Betroffenen, veränderlich zwischen Menschen und über die Zeit. Normative Verweisungen (2): EN 15259:2007, EN ISO 16911-1, EN ISO 20988:2007 (Ermittlung der Unsicherheit). Begriffe (3.1, 3.2): u. a. Geruchsschwelle einer Probe — der Verdünnungsfaktor, bei dem der Geruch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 wahrgenommen wird; dynamische Verdünnung — Mischen zweier bekannter Gasströme; europäische Geruchseinheit — die Menge an Geruchsstoffen, die, in 1 m3 Neutralgas unter Normbedingungen verdampft, beim Prüferkollektiv eine Schwellenreaktion hervorruft, die 1 EROM entspricht; EROM — ein vereinbarter Wert: primärer Geruchsstoff n-Butanol (CAS 71-36-3), 1 EROM = 123 µg n-Butanol, in 1 m3 Neutralgas eine Konzentration von 0,040 µmol/mol; SROM — die Masse eines anderen Geruchsstoffs mit einem dem EROM gleichwertigen Reiz; Neutralgas — möglichst geruchlose Luft oder Stickstoff, die das Prüferkollektiv nicht stört; verzögerte Olfaktometrie (mit Lagerung der Probe) und direkte Olfaktometrie (ohne Verzögerung); Messbereich des Olfaktometers — vom kleinsten Verdünnungsfaktor multipliziert mit dem Stufenfaktor hoch 1,5 bis zum größten geteilt durch den Stufenfaktor hoch 1,5; Wirksamkeit der Geruchsminderung — Verringerung der Geruchsstoffemissionsrate (mit dem Hinweis, dass eine Abnahme der Konzentration keine proportionale Abnahme der wahrgenommenen Intensität bedeutet); Ja/Nein-Methode; aktive Flächenquelle — mit festgelegten Abmessungen und festgelegtem Volumenstrom; Feldblindwert — Kontrolle, dass auf keiner Stufe (Vorbereitung, Transport, Installation, Analyse) eine wesentliche Verunreinigung eingetreten ist.

STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026). Die PKN-Karte der PN-EN 13725:2022-07 (englische Fassung, Veröffentlichung 20-07-2022, 126 Seiten, Preisgruppe XB) hat keinen Vermerk „Zurückgezogen“: Sektor Gesundheit, Umwelt und Medizin, KT 280 Luftbeschaffenheit, ICS 13.040.99, „Führt ein: EN 13725:2022 [IDT]“, „Ersetzt: PN-EN 13725:2007 — polnische Fassung“. Die Karte der PN-EN 13725:2007 (polnische Fassung, „Luftbeschaffenheit — Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration mit dynamischer Olfaktometrie“, Veröffentlichung 02-07-2007, 73 Seiten) hat den Vermerk „Zurückgezogen“: Datum der Zurückziehung 20-07-2022, „Ersetzt durch: PN-EN 13725:2022-07 — englische Fassung“; sie führte EN 13725:2003 und die Berichtigung AC:2006 ein. Die Ausgabe 2022 gibt es im PKN-Katalog nur in englischer Fassung (Suche, Begriff „PN-EN 13725“, 03.10.2026). Im iTeh-Katalog (abgerufen am 03.10.2026) hat EN 13725:2022 den Status „Published“, CEN/TC 264/WG 2 „Gerüche“. Was sich für das Ergebnis zwischen den Ausgaben 2003 und 2022 geändert hat, nennt Anhang N, den wir nicht gelesen haben; der Vergleich von Titeln und Anwendungsbereichen zeigt, dass die Ausgabe 2022 ausdrücklich die Geruchsstoffemissionsrate aus stationären Quellen umfasst („und Geruchsstoffemissionsrate“), während die alte dies nicht im Titel hatte. Die Messung von Geschwindigkeit und Volumenstrom, auf der die Geruchsstoffemissionsrate beruht, beschreibt ein eigener Eintrag „Geschwindigkeit und Volumenstrom von Gasen in Kanälen — Staurohr (manuelles Referenzverfahren)“ (PN-EN ISO 16911-1).

WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Einspielung bis 17.09.2026, abgerufen am 03.10.2026). Die Nummer 13725 steht in 12 Datensätzen bei 4 Laboratorien: AB 116, AB 833, AB 1426, AB 1824. In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen am 03.10.2026, Ausgaben vom 21.03.2025 bis 30.07.2026) steht die Nummer in 11 Zeilen derselben 4 Laboratorien (AB 1824 — 5, AB 833 — 3, AB 1426 — 2, AB 116 — 1; bei AB 833 teilen sich zwei Probenahmepositionen eine Zelle mit der Norm). Schreibweise „PN-EN 13725:2022-07“ bei drei Laboratorien, bei der Probenahme bei AB 833 und AB 1824 „unter Ausschluss von Abschnitt 9.1.4.3“; AB 116 verweist auf die zurückgezogene PN-EN 13725:2007 — in einem am 12.03.2026 ausgestellten PCA-Dokument, fast vier Jahre nach der Zurückziehung dieser Ausgabe. AB 833 und AB 1426 verweisen zusätzlich auf die Richtlinie VDI 3880:2011, AB 1824 bei der Probenahme aus Räumen auf die eigene Anweisung IR-01-03. Der Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 13725“) zeigt dieselben 4 Laboratorien — geprüft mit der Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.

WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen in PCA). Die Geruchsstoffkonzentration selbst durch dynamische Olfaktometrie haben nur zwei Laboratorien im Umfang: AB 1426 — (12–13 000 000) ouE/m3, mit berechneter Geruchsstoffemissionsrate und Desodorierungswirkung, und AB 116 — „Geruchsstoffkonzentration“ am Arbeitsplatz und in der allgemeinen Umwelt, (15–46000) OUE/m3, nach der Ausgabe 2007. AB 833 und AB 1824 haben die Probenahme nach der „Lungenmethode“ aus Punktquellen und aktiven Flächenquellen sowie Geruchsstoffemissionsrate und Desodorierungswirkung aus Berechnung — ohne Position für die Bestimmung der Geruchsstoffkonzentration selbst im Umfang. Abschnitt 1 der Norm (Punkte ix und x) schließt die Bestimmung der Geruchsstoffemissionsrate aus Volumenquellen und passiven Flächenquellen aus — nicht die Probenahme selbst, der bei passiven Quellen ein informativer Anhang gewidmet ist (außerhalb der Leseprobe). Probenahme aus Volumenquellen haben AB 1426 (mit PN-EN 13725 und VDI 3880) und AB 1824 (aus Räumen, mit PN-EN 13725 und Anweisung IR-01-03), aus passiven Flächenquellen AB 1426 und AB 1824, die hier nur noch auf VDI 3880 verweisen. Die Obergrenze von 13 000 000 ouE/m3 bei AB 1426 überschreitet den typischen Bereich aus Abschnitt 1 (bis 10^7 ouE/m3), den die Norm als „meist“ und nicht als Grenze angibt.

WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Bei der Einheit: 1 ouE/m3 ist definitionsgemäß die Geruchsschwelle des Prüferkollektivs, bezogen auf n-Butanol (1 EROM = 123 µg) — eine „Geruchseinheit“ ohne Bezug auf den EROM (Begriff 3.1.33) ist nicht dieselbe Größe, sodass Ergebnisse von Laboratorien mit anderem Bezug nicht vergleichbar sind. Bei der Ausgabe: Ergebnisse nach PN-EN 13725:2007 und nach der Ausgabe 2022 stammen aus verschiedenen Fassungen der Anforderungen (Änderungen — Anhang N) — im Bericht ist die Ausgabe anzugeben. Bei der Wirksamkeit: Eine Abnahme der Geruchsstoffkonzentration nach einer Reinigungsanlage bedeutet keine proportionale Abnahme der wahrgenommenen Intensität (3.1.29, Anmerkung). Bei der Emissionsrate: Die Geruchsstoffemissionsrate erfordert den Volumenstrom des Gases aus einer Geschwindigkeitsmessung (1) — ein Fehler der Geschwindigkeit geht direkt in die Geruchsstoffemissionsrate ein. Bei den Quellen: Eine Geruchsstoffemissionsrate aus einer Volumenquelle oder einer passiven Flächenquelle hat in dieser Norm keine Grundlage (1, ix–x) — die Geruchsstoffkonzentration einer dort entnommenen Probe misst die Norm, die Umrechnung in eine Emissionsrate beschreibt sie nicht. Bei der Auslegung: Geruchsstoffkonzentration und Geruchsstoffemissionsrate sagen nichts über die Belästigung aus — deren Zusammenhang mit der Emission schließt die Norm ausdrücklich aus (1).

WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die Abschnitte 4–11 und die Anhänge haben wir nicht gelesen, daher geben wir weder die Zahl der Prüfer und die Kriterien ihrer Auswahl noch die Qualitätskriterien (Genauigkeit, Wiederholbarkeit), die Anforderungen an Olfaktometer und Raum, die Lagerzeit der Proben, die Beutelmaterialien, das Berechnungsverfahren, die Unsicherheit oder den Inhalt des von zwei Laboratorien ausgeschlossenen Abschnitts 9.1.4.3 an. Ebenso wenig geben wir den Inhalt der Richtlinie VDI 3880 oder Anforderungen von Vorschriften über Gerüche an.

Prinzip der Methode

Die entnommene Gasprobe (bei Bedarf mit Vorverdünnung bei der Probenahme) wird im dynamischen Olfaktometer in bekannten Verhältnissen mit Neutralgas gemischt und den Prüfern in Verdünnungsreihen dargeboten; jeder beurteilt, ob er einen Geruch wahrnimmt. Aus den Antworten des Kollektivs wird der Verdünnungsfaktor bestimmt, bei dem der Geruch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 wahrgenommen wird — das ist die Geruchsstoffkonzentration in ouE/m3, über die Kalibrierung des Kollektivs auf n-Butanol bezogen (1 EROM = 123 µg). Die Geruchsstoffemissionsrate aus einer Punktquelle oder aktiven Flächenquelle ist das Produkt aus Geruchsstoffkonzentration und Volumenstrom des Gases.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026)PN-EN 13725:2022-07 (englische Fassung) gültig; ersetzte PN-EN 13725:2007 (zurückgezogen 20-07-2022)
Einheit (1, 3.1.12)ouE/m3; an der Geruchsschwelle definitionsgemäß 1 ouE/m3
Bezug (3.1.13)n-Butanol (CAS 71-36-3); 1 EROM = 123 µg, in 1 m3 Neutralgas 0,040 µmol/mol
Bereich (1) — typischer Wert, keine Grenzemeist von 10^1 bis 10^7 ouE/m3, mit Vorverdünnung
Geruchsschwelle (3.1.5)Verdünnungsfaktor, bei dem der Geruch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 wahrgenommen wird
Erfasste Quellen (1)Punktquellen (gefasst) und aktive Flächenquellen (z. B. Biofilter); Probenahme bis 200 °C
Geruchsstoffemissionsrate — ausgeschlossene Quellen (1, ix–x)Volumenquellen (z. B. diffuse Emissionen aus Gebäuden) und passive Flächenquellen
Normative Verweisungen (2)EN 15259:2007, EN ISO 16911-1, EN ISO 20988:2007
Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen am 03.10.2026)4 Laboratorien, 12 Datensätze in der Datenbankkopie, 11 Zeilen in PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 13725“) — dieselben 4 auf dem Produktionsserver

Norm

Normnummer
PN-EN 13725:2022-07
Titel (PL)
Emisja ze źródeł stacjonarnych — Oznaczanie stężenia odorów za pomocą olfaktometrii dynamicznej i szybkości emisji odorów
Title (EN)
Stationary source emissions — Determination of odour concentration by dynamic olfactometry and odour emission rate

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Messziel und Messplan

    Nach EN 15259; für die Geruchsstoffemissionsrate — Messung von Geschwindigkeit und Volumenstrom nach EN ISO 16911-1. PN-EN 13725:2022-07 gültig (PKN-Karte, Stand 03.10.2026).

  2. Probenahme

    Aus einer Punktquelle oder aktiven Flächenquelle, bei Bedarf mit Vorverdünnung; Einzelheiten (Abschnitt 9) geben wir nicht an.

  3. Olfaktometrische Analyse

    Reihen dynamischer Verdünnungen werden dem Prüferkollektiv dargeboten; das Kollektiv wird gegen n-Butanol ausgewählt und überprüft — die Kriterien (Abschnitte 6–7) geben wir nicht an.

  4. Ergebnis

    Geruchsstoffkonzentration in ouE/m3 als Verdünnungsfaktor an der Geruchsschwelle des Kollektivs; Geruchsstoffemissionsrate — Konzentration mal Volumenstrom.

  5. Bericht

    Mit Ausgabe der Norm und etwaigen Ausschlüssen; ohne Schlussfolgerungen zur Belästigung, die die Norm nicht umfasst.

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Dynamisches OlfaktometerBietet Gemische aus Geruchsgas und Neutralgas mit bekannten Verdünnungsfaktoren dar; Bereich abhängig vom kleinsten und größten Faktor und vom Stufenfaktor (3.1.10, 3.1.21); Anforderungen — 6.5 und 7.4 außerhalb der Leseprobe—
Probenahmeset nach der „Lungenmethode“ mit ProbenbeutelnIn den Akkreditierungsumfängen; Materialien und Lagerzeit — 6.2, 6.3 außerhalb der Leseprobe—
NeutralgasMöglichst geruchlose Luft oder Stickstoff (3.1.23)—
n-Butanol als BezugsgeruchsstoffKalibrierung des Prüferkollektivs gegen den EROM (3.1.13)—
Messgeräte für Gasgeschwindigkeit und VolumenstromNach EN ISO 16911-1 — für die Geruchsstoffemissionsrate (1, 2)—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
n-Butanol (Butan-1-ol)71-36-3Primärer Bezugsgeruchsstoff; 1 EROM = 123 µg, in 1 m3 Neutralgas verdampft ergibt 0,040 µmol/mol (3.1.13)
Neutralgas — Luft oder Stickstoff—So gereinigt, dass es möglichst geruchlos ist und die Prüfer nicht stört (3.1.23)

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 13725:2022-07 — „Stationary source emissions — Determination of odour concentration by dynamic olfactometry and odour emission rate“.

Wie funktioniert diese Methode?

Die entnommene Gasprobe (bei Bedarf mit Vorverdünnung bei der Probenahme) wird im dynamischen Olfaktometer in bekannten Verhältnissen mit Neutralgas gemischt und den Prüfern in Verdünnungsreihen dargeboten; jeder beurteilt, ob er einen Geruch wahrnimmt. Aus den Antworten des Kollektivs wird der Verdünnungsfaktor bestimmt, bei dem der Geruch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 wahrgenommen wird — das ist die Geruchsstoffkonzentration in ouE/m3, über die Kalibrierung des Kollektivs auf n-Butanol bezogen (1 EROM = 123 µg).

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026): PN-EN 13725:2022-07 (englische Fassung) gültig; ersetzte PN-EN 13725:2007 (zurückgezogen 20-07-2022); Einheit (1, 3.1.12): ouE/m3; an der Geruchsschwelle definitionsgemäß 1 ouE/m3; Bezug (3.1.13): n-Butanol (CAS 71-36-3); 1 EROM = 123 µg, in 1 m3 Neutralgas 0,040 µmol/mol; Bereich (1) — typischer Wert, keine Grenze: meist von 10^1 bis 10^7 ouE/m3, mit Vorverdünnung.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Dynamisches Olfaktometer, Probenahmeset nach der „Lungenmethode“ mit Probenbeuteln, Neutralgas, n-Butanol als Bezugsgeruchsstoff, Messgeräte für Gasgeschwindigkeit und Volumenstrom.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Geruchsgase, Gemische von Geruchsstoffen bekannter und unbekannter Zusammensetzung in Luft oder Stickstoff — Geruchsstoffkonzentration, meist 10^1–10^7 ouE/m3 (1); Geruchsstoffemissionsrate aus Punktquellen und aktiven Flächenquellen (z. B. Biofiltern); Probenahme bis 200 °C und bei hoher Feuchte; Wirksamkeit von Techniken zur Geruchsminderung (1); Außerhalb des Anwendungsbereichs: Geruchsstoffemissionsrate aus Volumenquellen und passiven Flächenquellen, Feld- und statische Olfaktometrie, Intensität, hedonische Wirkung, Belästigung (1); Allgemeine Umwelt, in die Luft emittierte Gase, Räume, Arbeitsplatz — Probenahme, Konzentration, Geruchsstoffemissionsrate und Desodorierungswirkung in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien in PCA.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Probenahme an Schornsteinen und Biofiltern — Arbeit in der Höhe, heiße und feuchte Gase (bis 200 °C); die Sicherheit von Probenehmern, Prüfern und Bedienpersonal beschreibt 9.5 außerhalb der Leseprobe; Prüfer riechen an verdünnten Emissionsproben — die Anforderungen von 9.5 an ihren Schutz (außerhalb der Leseprobe) geben wir nicht an; n-Butanol — entzündbar, reizend.

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 13725.

🔍 Labor finden, das diese Prüfung durchführt