🌿 Bestimmung der Partikelgrößenverteilung in mineralischem Bodenmaterial durch Siebung und Sedimentation — Partikel, die auf dem 2-mm-Sieb verbleiben, werden durch Trockensiebung bestimmt (Probenmasse abhängig von den größten Körnern, Siebe gegen Referenzsiebe geprüft), Partikel von 2–0,063 mm durch Nass- und Trockensiebung und Partikel unter 0,063 mm durch Sedimentation mit dem Pipettverfahren (bevorzugt) oder dem Aräometerverfahren nach Anhang B, nach Entfernung organischer Substanz und Salze und unter Zusatz eines Dispergiermittels; Entnahmezeiten nach dem Stokesschen Gesetz bei einer Partikeldichte von 2,65 Mg/m³; Fraktionsanteile ausschließlich durch Wägung bestimmt und als Summenkurve dargestellt, PN-ISO 11277
Kurz gefasst
Die Anteile mineralischer Partikel verschiedener Größe bestimmen zum Teil das physikalische und chemische Verhalten des Bodens. Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 11277:2005; STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 11277:2005 — im PKN am 28.11.2022 ZURÜCKGEZOGEN, ohne angegebene Nachfolgerin; ISO 11277:1998 — „Withdrawn“, 95.99, überarbeitet durch ISO 11277:2009; ISO 11277:2020 — „Published“, 90.92 (iTeh). Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Partikelgrößenverteilung mineralischer Bodenmaterialien, auch der mineralischen Fraktion organischer Böden, hauptsächlich in den Umweltwissenschaften (1), Untypische Böden — Verfahren für ungetrocknetes Material (Anhang A) und Aräometerverfahren (Anhang B) (4), Boden und Baugrund — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA (Sieb-, Aräometer- und Pipettverfahren).
Auf einen Blick
- Norm: PN-ISO 11277:2005
- Kategorie: Umwelt
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 11277:2005 — im PKN am 28.11.2022 ZURÜCKGEZOGEN, ohne angegebene Nachfolgerin; ISO 11277:1998 — „Withdrawn“, 95.99, überarbeitet durch ISO 11277:2009; ISO 11277:2020 — „Published“, 90.92 (iTeh)
- Aufteilung der Verfahren (4): > 2 mm — Trockensiebung; 2–0,063 mm — Nass- und Trockensiebung; < 0,063 mm — Sedimentation (Pipette, Aräometer in Anhang B)
- Konformitätsbedingung (4, 8.1): Anteile nur aus Wägung; Entfernung organischer Substanz und Salze sowie Dispergiermittel vorgeschrieben
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST ISO 11277:2006, d. h. ISO 11277:1998 (englischer Text, erste Ausgabe vom 15.05.1998): Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–7 und Abschnitt 8 bis 8.2.1 (Entnahmepipette) — die Leseprobe endet auf Seite 6. Den Rest von Abschnitt 8 (Geräte und Ablauf der Nasssiebung und Sedimentation, Entfernung organischer Substanz, Salze, Eisenoxide und Carbonate, Berechnung), die Präzision (9), den Prüfbericht (10) und die Anhänge A (nicht getrocknetes Material), B (Aräometerverfahren nach Entfernung organischer Substanz) und C (Literatur) lesen wir nicht; die Titel kennen wir aus dem Inhaltsverzeichnis.
NACH DEM TEXT DER ISO 11277:1998. Die Norm erarbeitete ISO/TC 190 „Bodenbeschaffenheit“, Unterkomitee SC 5 „Physikalische Verfahren“; die Anhänge A und B sind normativ, C informativ. Einleitung: das Ergebnis wird beeinflusst durch organische Substanz, lösliche Salze, verkittende Stoffe (besonders Eisenverbindungen), Carbonate und Sulfate; manche Böden ändern beim Trocknen ihr Verhalten so stark, dass die Partikelgrößenverteilung des getrockneten Materials wenig mit der des ungetrockneten gemein hat (Böden mit viel organischer Substanz, aus jungen vulkanischen Ablagerungen, manche tropische Böden, bindige Böden), andere dispergieren trotz hohen Tongehalts schlecht; über die Wahl des Verfahrens entscheiden Angaben aus dem Gelände, die das Laboratorium erhalten muss; vor Arbeitsbeginn ist die gesamte Norm zu lesen. Anwendungsbereich (1): Grundverfahren für ein breites Spektrum mineralischer Bodenmaterialien, auch der mineralischen Fraktion organischer Böden, mit Verfahren für untypische Böden; hauptsächlich für die Umweltwissenschaften entwickelt — bei geotechnischen Untersuchungen kann fachlicher Rat nötig sein; Ziel ist die Bestimmung so vieler Fraktionen, dass eine verlässliche Verteilungskurve entsteht; gilt nicht für organische Bodenbestandteile; chemische und mechanische Behandlung kann schwach verkittete Partikel zerstören — ist das unerwünscht, sollte die Norm nicht angewendet werden. Verweisungen (2): ISO 565:1990 (Sieböffnungen), ISO 3310-1 und -2:1990 (Analysensiebe), ISO 3696:1987 (Wasser), ISO 11464:1994 (Probenvorbehandlung). Terminologie (3.1): umgangssprachliche Fraktionsnamen (Kies, Grobsand, Schluff usw.) dürfen bei der Beschreibung der Ergebnisse nicht verwendet werden — stattdessen „durch das 20-mm-Sieb gehend“, „unter 0,063 mm Äquivalentdurchmesser“; die einzige allgemein anerkannte Grenze ist Ton — unter 0,002 mm Äquivalentdurchmesser; sind Namen nötig, müssen sie definiert werden; im Bericht dürfen weder das Wort „Textur“ noch Mesh-Nummern verwendet werden. Prinzip (4): die Verteilung wird durch Kombination von Siebung und Sedimentation bestimmt, ausgehend von luftgetrocknetem Boden (Verfahren für ungetrockneten Boden — Anhang A); auf dem 2-mm-Sieb verbleibende Partikel — Trockensiebung; durch 2 mm gehende, auf 0,063 mm verbleibende — Nass- und Trockensiebung; durch 0,063 mm gehende — Sedimentation; bevorzugt wird das Pipettverfahren, das Aräometerverfahren steht in Anhang B; Fraktionsanteile ausschließlich aus durch Wägung erhaltenen Massen — jede andere Art (z. B. Wechselwirkung mit elektromagnetischer Strahlung oder einem elektrischen Feld) schließt die Berufung auf Normkonformität aus; beide Sedimentationsverfahren setzen das Stokessche Gesetz und seine Grenzen voraus (starre glatte Kugeln, laminare Strömung — Reynoldszahl unter etwa 0,2, daraus eine Obergrenze knapp über 0,06 mm, verdünnte Suspension, keine Wechselwirkungen, Endgeschwindigkeit, einheitliche Dichte); t = 18ηh/[(ρs − ρw)g dp²], mit ρs = 2,65 Mg/m³ (Quarz), ρw = 1,00 Mg/m³ (Wasser mit wenig Dispergiermittel im zulässigen Temperaturbereich), g = 981 cm/s²; empfohlen wird die Umrechnung der Entnahmezeiten in Minuten und Stunden (Tabelle 3). Probenahme im Gelände (5): Probenmasse repräsentativ für die Verteilung, Mindestmassen in Tabelle 1. Vorbehandlung (6): nach ISO 11464; betrifft das Ergebnis nur die Fraktion < 2 mm, kann die Probe aus dem durch das 2-mm-Sieb gehenden Material entnommen werden. Trockensiebung (7): größte Masse auf einem Sieb in Tabelle 2 (z. B. 20-mm-Sieb mit 450 mm Durchmesser — 4 kg; 2 mm mit 200 mm Durchmesser — 0,2 kg; 0,063 mm — 0,025 kg), Überschuss wird geteilt und erneut gesiebt; die Mindestprobenmasse aus Tabelle 1 hängt von den größten Körnern ab, die mehr als 10 % des Bodens ausmachen (z. B. 63 mm — 50 kg, 20 mm — 2 kg, 2 mm oder weniger — 0,1 kg); Siebe nach ISO 565, monatlich gegen einen Satz Referenzsiebe geprüft (Referenzmaterialien, Mikroskopie), Toleranzen nach ISO 3310-1 und -2, nicht konforme Siebe werden verworfen und protokolliert; wöchentliche Sichtprüfung bei regelmäßiger Nutzung; Siebe mit Rundlochung werden nicht verwendet; Waage ± 0,5 g; mechanische Siebmaschine (meist mindestens 10 min); die trockene Probe (m1) wird auf dem 20-mm-Sieb mit Abbürsten gesiebt, grobe Fraktionen auf einem Siebsatz, Material < 20 mm (m2 oder ein Teil m3) auf einem Satz bis 2 mm, bis nichts mehr durchgeht; Summe der Fraktionen innerhalb 1 % von m2 bzw. m3, sonst Prüfung der Siebe auf Schäden; Leistungsfähigkeit der Ausrüstung monatlich mit Referenzmaterial (z. B. Glaskugeln) geprüft; Ergebnis — Tabelle der Massenanteile mit zwei signifikanten Stellen und Summenkurve. Nasssiebung und Sedimentation (8.1): für Material < 2 mm bis < 0,002 mm; Entfernung organischer Substanz und Salze (besonders schwer löslicher wie Gips) und Zusatz eines Dispergiermittels sind vorgeschrieben — ihr Weglassen macht die Anwendung der Norm ungültig; die Entfernung von Eisenoxiden und Carbonaten wird manchmal angewendet und muss im Bericht vermerkt werden; die Schwerkraftsedimentation liefert die Gesamtmenge < 0,002 mm, erlaubt aber keine verlässliche Unterteilung, weil Partikel unter etwa 0,001 mm durch Brownsche Bewegung in Schwebe bleiben. Geräte (8.2): ein Bearbeiter kann bis zu 36 Proben je Serie bearbeiten; Pipette von mindestens 10 ml in einem Stativ, das sie auf eine feste Tiefe absenkt (in der Praxis reichen 50 ml, routinemäßig 25 ml; eine kleinere genügt bei etwa 10 % Fraktion < 0,063 mm, darunter ist eine größere genauer).
STATUS (Stand 03.10.2026). In der PKN-Suche (Suchbegriff „11277“, 03.10.2026) ist das einzige Ergebnis PN-ISO 11277:2005 (polnische Fassung, „Führt ein: ISO 11277:1998 [IDT], ISO 11277:1998/Cor 1:2002 [IDT]“) mit dem Vermerk „Zurückgezogen“. Karte: Veröffentlichung 05.05.2005, Rückzug 28.11.2022, 45 Seiten, KT 192 Allgemeines und Bodenphysik, ICS 13.080.20; die Karte nennt keine ersetzende Norm, und die Suche liefert keine Norm, die eine neuere ISO-Ausgabe einführt. Im iTeh-Katalog (gelesen 03.10.2026) hat ISO 11277:1998 den Status „Withdrawn“, Stufe 95.99, mit dem Vermerk „Revised: ISO 11277:2009“; ISO 11277:2020 — Status „Published“, Stufe 90.92 (internationale Norm zur Überarbeitung), mit dem Entwurf ISO/FDIS 11277. Die Ausgaben 2009 und 2020 haben wir nicht gelesen.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 11277 steht in 5 Datensätzen bei 3 Laboratorien: AB 005 (2), AB 418 (2), AB 740. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 005 Ausgabe Nr. 29 vom 18.12.2025, AB 418 Ausgabe Nr. 37 vom 26.01.2026, AB 740 Ausgabe Nr. 19 vom 02.06.2026) steht die Nummer in 4 Zeilen bei denselben 3 Laboratorien (die beiden Datensätze von AB 418 — Sieb- und Aräometerverfahren — teilen im Dokument eine Zeile mit der Verweisung); in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Die Form ist stets „PN-ISO 11277:2005“ — alle drei Laboratorien verweisen auf die im PKN zurückgezogene Ausgabe. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-ISO 11277“) zeigt alle 3 Laboratorien — geprüft mit einer Reiterabfrage auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). Gegenstand: Böden und Boden (AB 005, zwei Zeilen), Boden, Böden (AB 418), Boden (AB 740). Merkmal und Bereich: Partikelgrößenverteilung für Partikel von (2,0–8,0) mm, Bereich (1–90) %, Sieb-Wäge-Verfahren (AB 005); Verteilung im Bereich (0,063–20) mm, (10–100) %, Siebverfahren, sowie (0,002–2,0) mm, (0,5–10) %, Aräometerverfahren (AB 418); Partikelgrößenverteilung, (0,01–100) %, Sedimentationsverfahren (Pipette) (AB 740).
NEBEN DIESER NORM (Datenbankkopie, Datensätze mit „gleb“ im Gegenstand und „granulometr“ oder „uziarnien“ in der Prüfbeschreibung — 32 Datensätze bei 20 Laboratorien, gelesen 03.10.2026). Neben PN-ISO 11277 verweisen je 3 Laboratorien auf ISO 13320 (Laserbeugung; AB 005, AB 300, AB 550 — bei PCA „ISO 13320:2020“), PN-R-04032 (AB 213, AB 313, AB 945 — „PN-R-04032:1998“) und PN-EN ISO 17892-4 (AB 106, AB 213, AB 313 — „PN-EN ISO 17892-4:2017-01“), alle in den aktuellen PCA-Dokumenten vorhanden; 14 Laboratorien haben für dieses Merkmal eigene Verfahren (PB).
WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Beim Status: alle drei Laboratorien verweisen auf PN-ISO 11277:2005, im PKN am 28.11.2022 ohne angegebene Nachfolgerin zurückgezogen, und ISO 11277:1998 wurde 2009 überarbeitet. Beim Messprinzip: Fraktionsanteile nur aus Wägung — ein Ergebnis aus Laserbeugung oder einem anderen Verfahren ist nicht normkonform (4), und ISO 13320 steht daneben als eigenes Dokument. Bei der Vorbehandlung: das Weglassen der Entfernung organischer Substanz und Salze oder des Dispergiermittels macht die Anwendung der Norm ungültig (8.1); die Entfernung von Eisenoxiden und Carbonaten ist im Bericht zu vermerken; Trocknen verändert die Verteilung bei manchen Böden — für sie gilt Anhang A (Einleitung, 4). Bei der Tonfraktion: Sedimentation unterteilt die Fraktion < 0,002 mm nicht verlässlich (8.1). Bei der Siebung: die Mindestprobenmasse wächst mit der Korngröße (Tabelle 1), und Überladen der Siebe führt zu einem zu niedrigen Ergebnis (Tabelle 2); die Summe der Fraktionen muss innerhalb 1 % stimmen (7.3). Bei der Beschreibung des Ergebnisses: keine umgangssprachlichen Fraktionsnamen, kein Wort „Textur“, keine Mesh-Nummern (3.1). Bei der Anwendung: die Norm ist umweltwissenschaftlich ausgerichtet; AB 005 und AB 418 wenden sie auch auf Baugrund („grunty“) an, und bei geotechnischen Untersuchungen empfiehlt die Norm fachlichen Rat (1).
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Den Ablauf der Nasssiebung und Sedimentation, die Entfernung organischer Substanz und Salze, Berechnungen, Präzisionsdaten, den Prüfbericht und die Anhänge A–C zitieren wir nicht — sie liegen außerhalb der Leseprobe. ISO 11277:2009 und ISO 11277:2020 haben wir nicht gelesen.
Prinzip der Methode
Auf dem 2-mm-Sieb verbleibende Partikel werden durch Trockensiebung bestimmt, die Fraktion 2–0,063 mm durch Nass- und Trockensiebung und Partikel unter 0,063 mm durch Sedimentation (bevorzugt Pipettverfahren, alternativ Aräometerverfahren) nach Entfernung organischer Substanz und Salze und unter Zusatz eines Dispergiermittels. Die Entnahmezeiten ergeben sich aus dem Stokesschen Gesetz bei einer Partikeldichte von 2,65 Mg/m³; Fraktionsanteile werden ausschließlich durch Wägung bestimmt und als stetige Summenkurve dargestellt.
Anwendungen
- Partikelgrößenverteilung mineralischer Bodenmaterialien, auch der mineralischen Fraktion organischer Böden, hauptsächlich in den Umweltwissenschaften (1)
- Untypische Böden — Verfahren für ungetrocknetes Material (Anhang A) und Aräometerverfahren (Anhang B) (4)
- Boden und Baugrund — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA (Sieb-, Aräometer- und Pipettverfahren)
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | PN-ISO 11277:2005 — im PKN am 28.11.2022 ZURÜCKGEZOGEN, ohne angegebene Nachfolgerin; ISO 11277:1998 — „Withdrawn“, 95.99, überarbeitet durch ISO 11277:2009; ISO 11277:2020 — „Published“, 90.92 (iTeh) |
| Aufteilung der Verfahren (4) | > 2 mm — Trockensiebung; 2–0,063 mm — Nass- und Trockensiebung; < 0,063 mm — Sedimentation (Pipette, Aräometer in Anhang B) |
| Konformitätsbedingung (4, 8.1) | Anteile nur aus Wägung; Entfernung organischer Substanz und Salze sowie Dispergiermittel vorgeschrieben |
| Stokessches Gesetz (4) | t = 18ηh/[(ρs − ρw)g dp²]; ρs = 2,65 Mg/m³, ρw = 1,00 Mg/m³, g = 981 cm/s² |
| Trockensiebung (7.3) | Waage ± 0,5 g; Summe der Fraktionen innerhalb 1 %; Sieben meist ≥ 10 min; Siebe monatlich geprüft |
| Ton (3.1, 8.1) | < 0,002 mm Äquivalentdurchmesser; Sedimentation unterteilt diese Fraktion nicht weiter |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026) | 3 Laboratorien, 5 Datensätze in der Datenbankkopie und 4 Zeilen bei PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-ISO 11277“) — alle 3 auf dem Produktivserver |
Norm
- Normnummer
- PN-ISO 11277:2005
- Titel (PL)
- Jakość gleby — Oznaczanie składu granulometrycznego w mineralnym materiale glebowym — Metoda sitowa i sedymentacyjna
- Title (EN)
- Soil quality — Determination of particle size distribution in mineral soil material — Method by sieving and sedimentation
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probe
Masse aus Tabelle 1, Vorbehandlung nach ISO 11464; Geländeangaben zur Bodenart (5, 6). PN-ISO 11277:2005 im PKN am 28.11.2022 zurückgezogen (03.10.2026).
-
Trockensiebung
20-mm-Sieb und Siebsatz bis 2 mm, ohne Überladung (Tabelle 2), Summe innerhalb 1 % (7).
-
Behandlung der Fraktion < 2 mm
Entfernung organischer Substanz und Salze, Dispergiermittel; gegebenenfalls Entfernung von Eisenoxiden und Carbonaten — mit Vermerk (8.1).
-
Nasssiebung und Sedimentation
2–0,063 mm auf Sieben; < 0,063 mm mit dem Pipettverfahren zu Zeiten nach dem Stokesschen Gesetz (4, 8; weitere Einzelheiten außerhalb der Leseprobe).
-
Ergebnis
Massenanteile der Fraktionen aus Wägung, zwei signifikante Stellen, Summenkurve; ohne umgangssprachliche Namen und „Textur“ (3.1, 7.4).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Analysensiebe | Öffnungen nach ISO 565, Toleranzen ISO 3310-1 und -2, monatlich gegen Referenzsiebe geprüft; keine Siebe mit Rundlochung (7.2.1) | — |
| Siebmaschine | Mechanisch, meist mindestens 10 min (7.2.3) | — |
| Waage | Genauigkeit ± 0,5 g bei der Trockensiebung (7.2.2) | — |
| Entnahmepipette im Stativ | Mindestens 10 ml, routinemäßig 25 ml, in fester Tiefe im Sedimentationszylinder (8.2.1) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Wasser für Analysen | — | Nach ISO 3696 (2) |
| Dispergiermittel | — | Bei der Sedimentation vorgeschrieben (8.1, 8.8 — Einzelheiten außerhalb der Leseprobe) |
| Reagenzien zur Entfernung organischer Substanz und Salze | — | Vorgeschriebene Vorbehandlung der Fraktion < 2 mm (8.1; Ablauf in 8.6, außerhalb der Leseprobe) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Die Norm weist auf bekannte Gefährdungen hin — Arbeit nur durch geschulte Personen unter Aufsicht (Einleitung)
- Reagenzien zur Entfernung organischer Substanz und Salze — nach den Sicherheitsanforderungen des jeweiligen Stoffes
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 11277:2005 — „Soil quality — Determination of particle size distribution in mineral soil material — Method by sieving and sedimentation“.
Wie funktioniert diese Methode?
Auf dem 2-mm-Sieb verbleibende Partikel werden durch Trockensiebung bestimmt, die Fraktion 2–0,063 mm durch Nass- und Trockensiebung und Partikel unter 0,063 mm durch Sedimentation (bevorzugt Pipettverfahren, alternativ Aräometerverfahren) nach Entfernung organischer Substanz und Salze und unter Zusatz eines Dispergiermittels. Die Entnahmezeiten ergeben sich aus dem Stokesschen Gesetz bei einer Partikeldichte von 2,65 Mg/m³; Fraktionsanteile werden ausschließlich durch Wägung bestimmt und als stetige Summenkurve dargestellt.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 11277:2005 — im PKN am 28.11.2022 ZURÜCKGEZOGEN, ohne angegebene Nachfolgerin; ISO 11277:1998 — „Withdrawn“, 95.99, überarbeitet durch ISO 11277:2009; ISO 11277:2020 — „Published“, 90.92 (iTeh); Aufteilung der Verfahren (4): > 2 mm — Trockensiebung; 2–0,063 mm — Nass- und Trockensiebung; < 0,063 mm — Sedimentation (Pipette, Aräometer in Anhang B); Konformitätsbedingung (4, 8.1): Anteile nur aus Wägung; Entfernung organischer Substanz und Salze sowie Dispergiermittel vorgeschrieben; Stokessches Gesetz (4): t = 18ηh/[(ρs − ρw)g dp²]; ρs = 2,65 Mg/m³, ρw = 1,00 Mg/m³, g = 981 cm/s².
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Analysensiebe, Siebmaschine, Waage, Entnahmepipette im Stativ.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Partikelgrößenverteilung mineralischer Bodenmaterialien, auch der mineralischen Fraktion organischer Böden, hauptsächlich in den Umweltwissenschaften (1); Untypische Böden — Verfahren für ungetrocknetes Material (Anhang A) und Aräometerverfahren (Anhang B) (4); Boden und Baugrund — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA (Sieb-, Aräometer- und Pipettverfahren).
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Die Norm weist auf bekannte Gefährdungen hin — Arbeit nur durch geschulte Personen unter Aufsicht (Einleitung); Reagenzien zur Entfernung organischer Substanz und Salze — nach den Sicherheitsanforderungen des jeweiligen Stoffes.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-ISO 11277.