🦠 Probenahme von Wasser für mikrobiologische Untersuchungen — Flaschen, Inaktivierung des Desinfektionsmittels, Transport (PN-EN ISO 19458)
Kurz gefasst
Norm für den gesamten Weg einer mikrobiologischen Probe: Planung des Probenahmeprogramms, Wahl der Stelle, sterile Behälter, Inaktivierung des Desinfektionsmittels mit Thiosulfat, Transport und Lagerung bis zum Beginn der Untersuchung. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 19458:2007 (wersja polska; wprowadza EN ISO 19458:2006 [IDT] i ISO 19458:2006 [IDT]); Anwendungsbereich: Planung von Probenahmeprogrammen, Verfahren der Probenahme für mikrobiologische Analysen, Transport, Handhabung und Lagerung bis zum Beginn der Untersuchung. Das Verfahren umfasst 7 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Probenahme von Wasser für den menschlichen Gebrauch für mikrobiologische Untersuchungen — aus Hähnen bei Abnehmern und an Netzpunkten, Bade- und Schwimmbeckenwasser, einschließlich Probenahme durch Eintauchen, Prüfung der Wirksamkeit der Desinfektion — mit einer so gewählten Probenahmestelle, dass die Reaktion abgeschlossen ist.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN ISO 19458:2007 (wersja polska; wprowadza EN ISO 19458:2006 [IDT] i ISO 19458:2006 [IDT])
- Kategorie: Mikrobiologie
- Verfahrensschritte: 7
- Anwendungsbereich: Planung von Probenahmeprogrammen, Verfahren der Probenahme für mikrobiologische Analysen, Transport, Handhabung und Lagerung bis zum Beginn der Untersuchung
- Typisches Volumen: 500 ml genügen, wenn weniger als fünf Kategorien von Mikroorganismen bestimmt werden (jede bis 100 ml Beimpfung)
- Besondere Volumina: Abgefüllte Wässer 250 ml je Parameter; Legionella oder Salmonella bis 1 l; Viren, Giardia, Cryptosporidium, Amöben — von 10 bis mehreren hundert Litern mit Anreicherung vor Ort
Übersicht
ANWENDUNGSBEREICH, AUS DEM NORMTEXT ÜBERSETZT: Die Norm gibt eine Anleitung zur Planung von Programmen zur Wasserprobenahme, zu Verfahren der Probenahme für mikrobiologische Analysen sowie zum Transport, zur Handhabung und zur Lagerung der Proben bis zum Beginn der Untersuchung. Sie konzentriert sich auf die Probenahme für mikrobiologische Untersuchungen. Allgemeine Informationen zur Probenahme aus den einzelnen Wasserarten stehen in den entsprechenden Teilen der Reihe ISO 5667 — daher werden diese Norm und PN-ISO 5667-5 oder PN-EN ISO 5667-6 zusammen gelesen, nicht wechselweise.
DIE PROBENAHMESTELLE — UND DREI BEISPIELE, DIE ERKLÄREN, WARUM. Die Probenahmestelle muss eine repräsentative Charakterisierung liefern und die vertikale, horizontale und zeitliche Variabilität berücksichtigen; sie wird nach den allgemeinen Empfehlungen von ISO 5667-1 und ISO 5667-2 festgelegt, mit zusätzlichen, für die Mikrobiologie spezifischen Gesichtspunkten. Stellen mit instabilen Bedingungen sind zu meiden, und die Inhomogenität des hydraulischen Systems ist zu berücksichtigen. Die Norm nennt drei Beispiele für diese Inhomogenität: Eine Probe unter der Oberfläche, eine Oberflächenprobe und eine beim Herausziehen durch den Oberflächenfilm „verunreinigte“ Probe unter der Oberfläche sind nicht dasselbe — in Seen und Schwimmbecken kann die Konzentration im Oberflächenfilm TAUSENDMAL höher sein als unmittelbar unter der Oberfläche; nicht alle Punkte eines Netzes sind gleichwertig, weil es darin Endstränge und Abschnitte mit verringertem Durchfluss gibt, besonders wenn das Netz aus zwei Quellen gespeist wird; die Qualität am Auslauf eines gut durchmischten Behälters entspricht in der Regel der im Wasserkörper, kann sich aber erheblich von der Qualität am Zulauf unterscheiden. Bei der Prüfung der Wirksamkeit der Desinfektion muss die Stelle so gewählt werden, dass die Reaktion bereits abgeschlossen ist.
PERSONAL. Die Norm fordert, dass für alle Probenehmer die formale Schulung, die Schulungsnachweise und die Art der Feststellung der Kompetenz beschrieben werden — und dass diese Informationen ordnungsgemäß dokumentiert sind. Das ist eine Systemanforderung, keine technische, und sie wird in Verfahren bisweilen übergangen.
BEHÄLTER. Für Routineproben (Wasserhähne, Badegewässer, Schwimmbeckenwasser) werden saubere, sterile Flaschen mit einem für alle angeforderten Parameter ausreichenden Volumen verwendet. Für die Probenahme durch Eintauchen müssen die Flaschen innen und außen steril und geschützt sein, zum Beispiel mit Kraftpapier (damit sie nach dem Autoklavieren trocken bleiben), Aluminiumfolie oder einem Kunststoffbeutel — der Beutel wird unmittelbar vor der Probenahme geöffnet und kann als Handschuh dienen, der die Flasche hält. Können Flaschen nicht autoklaviert werden, ist eine Sterilisation mit Gammastrahlung oder Ethylenoxid zulässig. Die Außenfläche der Flasche kann auch unmittelbar vor dem Eintauchen mit einem geeigneten Mittel, zum Beispiel Isopropanol, desinfiziert und trocknen gelassen werden — das ist jedoch NICHT für die Untersuchung sporenbildender Bakterien geeignet.
VOLUMINA — ZAHLEN AUS DER NORM. In den meisten Fällen genügt eine 500-ml-Flasche, weil weniger als fünf Kategorien von Mikroorganismen bestimmt werden und jede eine Beimpfung von höchstens 100 ml erfordert. Größere Volumina sind erforderlich für abgefüllte Wässer (250 ml je Parameter), für Legionella spp. oder Salmonella spp. (bis 1 l) sowie für Viren, Giardia-Zysten, Cryptosporidium-Oozysten und Amöben in sauberen Wässern — dort werden 10 bis mehrere hundert Liter oder mehr untersucht, und meist wird vor Ort eine Anreicherung auf einer Filterkartusche durchgeführt, die ins Laboratorium transportiert wird. Die Flaschen können aus Glas oder aus Kunststoff (Polypropylen, Polystyrol, Polyethylen, Polycarbonat) bestehen; Glas in der Regel mehrfach verwendbar, Polyethylen als Einwegflasche.
INAKTIVIERUNG DES DESINFEKTIONSMITTELS — DER KERN DIESER NORM FÜR DIE WASSERVERSORGUNG. Bei der Beurteilung der mikrobiologischen Qualität von mit einem Oxidationsmittel (Chlor, Chloramin, Brom, Ozon) desinfiziertem Wasser muss die Wirkung des Oxidationsmittels unmittelbar nach der Probenahme durch Zugabe eines Reduktionsmittels — Natriumthiosulfat — in die Flasche unterbrochen werden. Die Norm gibt eine Berechnung an: Die theoretische Masse Natriumthiosulfat (Pentahydrat), die zur Neutralisation von 1 mg Chlor erforderlich ist, beträgt 7,1 mg, daher werden 0,1 ml Thiosulfatlösung (18 mg/ml) je 100 ml Flascheninhalt zugegeben. Dies neutralisiert mindestens 2 mg/l und je nach Kinetik sogar bis zu 5 mg/l freies Restchlor — was für die meisten Proben ausreicht. Bei höheren Chlorkonzentrationen (Planschbecken in Schwimmbädern, Maßnahmen zur Legionellenbeseitigung in Wasserversorgungsnetzen) muss die Dosis proportional erhöht werden. Thiosulfat wird im Autoklaven und durch trockene Hitze nicht zerstört, und der pH-Wert seiner Lösung soll nahezu neutral sein, weil ein niedriger pH-Wert die Zersetzung verursacht. Thiosulfat beeinflusst die Probe nicht und kann auch für nicht gechlorte Wässer verwendet werden. Ist die Inaktivierung nicht möglich oder nicht durchführbar, muss dies im Bericht vermerkt werden.
PRAXIS EINES POLNISCHEN WASSERVERSORGERS. Die Anweisung eines Wasserversorgungsunternehmens, die diese Norm zitiert, nennt die Reihenfolge der Tätigkeiten am Wasserhahn: Sieb abnehmen, Wasser mindestens 3 Minuten im freien Strahl ablaufen lassen, Ventil schließen, Hahn mit Bürste und Reinigungsmittel reinigen, abspülen und schließen, Metallhahn mit der Flamme eines Brenners oder mit einem in Spiritus getränkten Wattetupfer sterilisieren, Kunststoffhahn — in ein Desinfektionsmittel tauchen und NICHT abflammen, bei der Probenahme aus einem Kunststoffschlauch das Ende um 5–8 cm abschneiden und in Desinfektionsflüssigkeit tauchen, Ventil so öffnen, dass das Wasser nicht spritzt, die sterile Flasche aus der Folie nehmen, den Verschluss öffnen und ihn vor Verunreinigung schützen und — ohne den Hahn zu berühren — die Flasche bis zur Verengung im Hals füllen, sofort verschließen, kennzeichnen und verpacken.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Wir haben eine Vorschau des Normtextes, die den Anwendungsbereich, die Probenahmestelle, das Personal, die Behälter, die Inaktivierung von Desinfektionsmitteln sowie die Liste der Reagenzien und Geräte umfasst; Abschnitt 5 über Transport und Lagerung liegt im nicht zugänglichen Teil. Wir GEBEN daher NICHT AN: die nach dieser Norm zulässigen Transportzeiten und Lagertemperaturen sowie die Fristen für den Beginn der Untersuchung für einzelne Gruppen von Mikroorganismen.
Prinzip der Methode
Eine mikrobiologische Probe muss das Laboratorium in dem Zustand erreichen, in dem sie die Probenahmestelle verlassen hat. Daraus ergeben sich drei Maßnahmen der Norm: Sterilität des Probenwegs (sterile Behälter, sterilisierter Hahn, Arbeiten ohne Berühren der mit dem Wasser in Kontakt stehenden Flächen), Unterbrechung der Wirkung des Desinfektionsmittels unmittelbar nach der Probenahme (Reduktionsmittel in der Flasche) und Hemmung von Veränderungen der Keimzahl im Laufe der Zeit (Kühlung und rascher Beginn der Untersuchung). Die Probenahmestelle wird so gewählt, dass sie die Inhomogenität des Systems berücksichtigt — Oberflächenfilm, Endstränge des Netzes, Unterschied zwischen Zulauf und Auslauf eines Behälters.
Anwendungen
- Probenahme von Wasser für den menschlichen Gebrauch für mikrobiologische Untersuchungen — aus Hähnen bei Abnehmern und an Netzpunkten
- Bade- und Schwimmbeckenwasser, einschließlich Probenahme durch Eintauchen
- Prüfung der Wirksamkeit der Desinfektion — mit einer so gewählten Probenahmestelle, dass die Reaktion abgeschlossen ist
- Probenahme auf Legionella spp. und Salmonella spp. (bis 1 l) sowie abgefüllte Wässer (250 ml je Parameter)
- Probenahme auf Viren, Giardia, Cryptosporidium und Amöben — mit Anreicherung vor Ort auf einer Filterkartusche
- Dokumentation der Kompetenz der Probenehmer
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Anwendungsbereich | Planung von Probenahmeprogrammen, Verfahren der Probenahme für mikrobiologische Analysen, Transport, Handhabung und Lagerung bis zum Beginn der Untersuchung |
| Typisches Volumen | 500 ml genügen, wenn weniger als fünf Kategorien von Mikroorganismen bestimmt werden (jede bis 100 ml Beimpfung) |
| Besondere Volumina | Abgefüllte Wässer 250 ml je Parameter; Legionella oder Salmonella bis 1 l; Viren, Giardia, Cryptosporidium, Amöben — von 10 bis mehreren hundert Litern mit Anreicherung vor Ort |
| INAKTIVIERUNG VON CHLOR — Zahlen aus der Norm | 7,1 mg Natriumthiosulfat-Pentahydrat je 1 mg Chlor; 0,1 ml Lösung 18 mg/ml je 100 ml Flascheninhalt; neutralisiert mindestens 2 mg/l, bis 5 mg/l freies Chlor |
| Thiosulfat — Eigenschaften | Wird im Autoklaven und durch trockene Hitze nicht zerstört; pH der Lösung nahezu neutral (niedriger pH verursacht Zersetzung); beeinflusst die Probe nicht, auch für nicht gechlorte Wässer verwendbar |
| Oberflächenfilm | In Seen und Schwimmbecken kann die Konzentration im Oberflächenfilm 1000-mal höher sein als unmittelbar unter der Oberfläche — Oberflächenprobe und Probe unter der Oberfläche sind nicht dasselbe |
| Desinfektion der Flasche mit Isopropanol | Für die Außenfläche vor dem Eintauchen zulässig, aber NICHT für die Untersuchung sporenbildender Bakterien |
| Personal | Formale Schulung, Schulungsnachweise und Feststellung der Kompetenz — für alle Probenehmer beschrieben und dokumentiert |
| Transport- und Lagerzeiten | GEBEN WIR NICHT AN — Abschnitt 5 der Norm liegt außerhalb der verfügbaren Vorschau |
Norm
- Normnummer
- PN-EN ISO 19458:2007 (wersja polska; wprowadza EN ISO 19458:2006 [IDT] i ISO 19458:2006 [IDT])
- Titel (PL)
- Jakość wody -- Pobieranie próbek do analiz mikrobiologicznych
- Title (EN)
- Water quality — Sampling for microbiological analysis
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Wahl der Probenahmestelle
Repräsentativ, unter Berücksichtigung der vertikalen, horizontalen und zeitlichen Variabilität sowie der Inhomogenität des hydraulischen Systems. Bei der Beurteilung der Desinfektion — eine Stelle, an der die Reaktion bereits abgeschlossen ist.
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Vorbereitung der Flasche
Steril, mit einem für alle Parameter ausreichenden Volumen. Für die Probenahme durch Eintauchen innen und außen steril, geschützt mit Kraftpapier, Folie oder Beutel.
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Zugabe des Reduktionsmittels
Für mit einem Oxidationsmittel desinfiziertes Wasser: 0,1 ml Natriumthiosulfatlösung (18 mg/ml) je 100 ml Flascheninhalt. Bei höheren Chlorkonzentrationen die Dosis proportional erhöhen. Wenn die Inaktivierung unmöglich ist — im Bericht vermerken.
-
Vorbereitung des Hahns
Sieb abnehmen, Wasser mindestens 3 Minuten ablaufen lassen, schließen, Hahn mit Bürste und Reinigungsmittel reinigen, abspülen. Metallhahn mit der Flamme oder einem Tupfer mit Spiritus sterilisieren; Kunststoffhahn in ein Desinfektionsmittel tauchen und NICHT abflammen.
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Füllen
Ventil so öffnen, dass das Wasser nicht spritzt. Flasche öffnen, den Verschluss vor Verunreinigung schützen und — ohne den Hahn zu berühren — bis zur Verengung im Hals füllen. Sofort verschließen.
-
Kennzeichnung und Verpackung
Dauerhaft kennzeichnen: Stelle, Datum, Uhrzeit, Art des Wassers. In einen Schutzbeutel verpacken.
-
Transport
Unter Kühlbedingungen, ohne Erschütterungen und Lichteinwirkung, am Tag der Probenahme ins Laboratorium. KONKRETE ZEITEN UND TEMPERATUREN, DIE DIE NORM FORDERT, GEBEN WIR NICHT AN — Abschnitt 5 liegt außerhalb der verfügbaren Vorschau.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Sterile Flaschen | Glas (mehrfach verwendbar) oder Kunststoffe: Polypropylen, Polystyrol, Polyethylen, Polycarbonat (Polyethylen meist als Einwegflasche) | — |
| Schutz der Flaschen für die Probenahme durch Eintauchen | Kraftpapier, Aluminiumfolie oder Kunststoffbeutel — der Beutel kann als Handschuh dienen, der die Flasche hält | — |
| Brenner oder Wattetupfer mit Spiritus | Sterilisation von Metallhähnen; Kunststoffhähne werden NICHT abgeflammt | — |
| Tragbare Kühlbox mit Kühlakkus | Transport unter Kühlbedingungen; Thermometer oder Temperaturschreiber | — |
| Senkgewicht mit Seil oder Kette | Für die Probenahme aus der Tiefe; empfohlen ist Edelstahl zumindest im unteren Teil | — |
| Stange, lange Zange oder Probenehmer für verschiedene Tiefen | Probenahme durch Eintauchen ohne Kontakt mit dem Oberflächenfilm | — |
| Geräte für Messungen vor Ort | pH, Chlor, gelöster Sauerstoff, Leitfähigkeit | — |
| Sterile Handschuhe | Arbeiten ohne Verunreinigung von Behälter und Verschluss | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Natriumthiosulfat-Pentahydrat — Lösung 18 mg/ml | — | Inaktivierung des oxidierenden Desinfektionsmittels: 0,1 ml je 100 ml Flascheninhalt |
| Natriumsulfid — Lösung 0,1 mg/ml | — | 1 ml je 1 l Probe (Anwendung in der Norm gesondert beschrieben) |
| Iod — Lösung 0,05 mol/l | — | Prüfung auf Vorhandensein von Thiosulfat in der Flasche nach dem iodometrischen Verfahren, mit Stärke oder Thiophen als Indikator |
| Ethanol 70 % (Volumenanteil) oder Isopropanol | — | Flächendesinfektion; mit Isopropanol kann die Außenfläche der Flasche vor dem Eintauchen desinfiziert werden — nicht bei der Untersuchung sporenbildender Bakterien |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Probenahme aus Seen, Schwimmbecken und Behältern durch Eintauchen — Gefahr des Sturzes ins Wasser; Senkgewicht mit Seil und Sicherung
- Sterilisation des Hahns mit der Flamme — offenes Feuer in einem Schacht oder Technikraum; nicht in der Nähe entzündbarer Materialien und Dämpfe anwenden
- Proben auf Legionellen werden in Warmwasserinstallationen entnommen — Gefahr von Verbrühungen und Aerosolexposition
- FACHLICHER HINWEIS: Die Desinfektion der Außenfläche der Flasche mit Isopropanol ist NICHT für die Untersuchung sporenbildender Bakterien geeignet
- FACHLICHER HINWEIS: Metallverschlüsse, besonders aus Aluminium, können nach dem Autoklavieren Toxizität aufweisen — eine hitzebeständige, dichte Einlage verhindert dies
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 19458:2007 (wersja polska; wprowadza EN ISO 19458:2006 [IDT] i ISO 19458:2006 [IDT]) — „Water quality — Sampling for microbiological analysis“.
Wie funktioniert diese Methode?
Eine mikrobiologische Probe muss das Laboratorium in dem Zustand erreichen, in dem sie die Probenahmestelle verlassen hat. Daraus ergeben sich drei Maßnahmen der Norm: Sterilität des Probenwegs (sterile Behälter, sterilisierter Hahn, Arbeiten ohne Berühren der mit dem Wasser in Kontakt stehenden Flächen), Unterbrechung der Wirkung des Desinfektionsmittels unmittelbar nach der Probenahme (Reduktionsmittel in der Flasche) und Hemmung von Veränderungen der Keimzahl im Laufe der Zeit (Kühlung und rascher Beginn der Untersuchung).
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
Anwendungsbereich: Planung von Probenahmeprogrammen, Verfahren der Probenahme für mikrobiologische Analysen, Transport, Handhabung und Lagerung bis zum Beginn der Untersuchung; Typisches Volumen: 500 ml genügen, wenn weniger als fünf Kategorien von Mikroorganismen bestimmt werden (jede bis 100 ml Beimpfung); Besondere Volumina: Abgefüllte Wässer 250 ml je Parameter; Legionella oder Salmonella bis 1 l; Viren, Giardia, Cryptosporidium, Amöben — von 10 bis mehreren hundert Litern mit Anreicherung vor Ort; INAKTIVIERUNG VON CHLOR — Zahlen aus der Norm: 7,1 mg Natriumthiosulfat-Pentahydrat je 1 mg Chlor; 0,1 ml Lösung 18 mg/ml je 100 ml Flascheninhalt; neutralisiert mindestens 2 mg/l, bis 5 mg/l freies Chlor.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 7 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Sterile Flaschen, Schutz der Flaschen für die Probenahme durch Eintauchen, Brenner oder Wattetupfer mit Spiritus, Tragbare Kühlbox mit Kühlakkus, Senkgewicht mit Seil oder Kette, Stange, lange Zange oder Probenehmer für verschiedene Tiefen, Geräte für Messungen vor Ort, Sterile Handschuhe.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Probenahme von Wasser für den menschlichen Gebrauch für mikrobiologische Untersuchungen — aus Hähnen bei Abnehmern und an Netzpunkten; Bade- und Schwimmbeckenwasser, einschließlich Probenahme durch Eintauchen; Prüfung der Wirksamkeit der Desinfektion — mit einer so gewählten Probenahmestelle, dass die Reaktion abgeschlossen ist; Probenahme auf Legionella spp. und Salmonella spp. (bis 1 l) sowie abgefüllte Wässer (250 ml je Parameter); Probenahme auf Viren, Giardia, Cryptosporidium und Amöben — mit Anreicherung vor Ort auf einer Filterkartusche; Dokumentation der Kompetenz der Probenehmer.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Probenahme aus Seen, Schwimmbecken und Behältern durch Eintauchen — Gefahr des Sturzes ins Wasser; Senkgewicht mit Seil und Sicherung; Sterilisation des Hahns mit der Flamme — offenes Feuer in einem Schacht oder Technikraum; nicht in der Nähe entzündbarer Materialien und Dämpfe anwenden; Proben auf Legionellen werden in Warmwasserinstallationen entnommen — Gefahr von Verbrühungen und Aerosolexposition; FACHLICHER HINWEIS: Die Desinfektion der Außenfläche der Flasche mit Isopropanol ist NICHT für die Untersuchung sporenbildender Bakterien geeignet; FACHLICHER HINWEIS: Metallverschlüsse, besonders aus Aluminium, können nach dem Autoklavieren Toxizität aufweisen — eine hitzebeständige, dichte Einlage verhindert dies.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 19458.