🌿 Anleitung zu Verfahren der Entnahme und Aufbewahrung von Bodenproben für physikalische, chemische, biologische und radiologische Untersuchungen (landwirtschaftliche Zwecke und Kontaminationsuntersuchungen, ohne geotechnische Untersuchungen und Festgestein) — Wahl von Gerät und Verfahren auf Grundlage von Vorinformationen über das Gelände, gestörte Proben (die meisten Prüfungen) und ungestörte Proben (z. B. Mikrobiologie, flüchtige Verbindungen — Kubiena-Kasten, Stechzylinder), Einzel-, Schlitz-, Schicht-, Cluster- und Flächenproben (Mischproben), Zugang zum Entnahmepunkt und Probenahme als zwei Schritte, Vermeidung von Verschleppung (Reinigung der Geräte zwischen den Punkten, Verrohrung, Werkzeuge kontrollierter Zusammensetzung), Sicherheit und Umweltschutz; PN-ISO 10381-2:2007 (zurückgezogen am 12.03.2025, ohne angegebene Nachfolgenorm)

Umwelt PN-ISO 10381-2

Kurz gefasst

Das Ergebnis einer Bodenuntersuchung hängt davon ab, wie die Probe entnommen wurde: ob das Gefüge erhalten blieb, ob Teilproben von vielen Punkten vereinigt wurden, ob das Gerät Kontamination aus dem vorherigen Loch verschleppt hat. Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 10381-2:2007; STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 10381-2:2007 — zurückgezogen am 12.03.2025, PKN-Datensatz nennt keinen Nachfolger; übernimmt ISO 10381-2:2002 [IDT]. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Untersuchungen der Bodenbeschaffenheit für landwirtschaftliche Zwecke — u. a. Flächenproben eines Feldes (1, 5.3), Untersuchungen der Bodenkontamination — Einzel-, Schlitz- oder Clusterproben; ungestörte Proben bei flüchtigen Verbindungen (1, 5.2, 5.3), Elemente der Grundwasser- und Bodengasprobenahme innerhalb eines Bodenuntersuchungsprogramms (1, 4.2, 4.3).

Auf einen Blick

  • Norm: PN-ISO 10381-2:2007
  • Kategorie: Umwelt
  • Verfahrensschritte: 5
  • STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 10381-2:2007 — zurückgezogen am 12.03.2025, PKN-Datensatz nennt keinen Nachfolger; übernimmt ISO 10381-2:2002 [IDT]
  • Probenarten (3, 5.2): Einzel-, Schlitz-, Schicht-, Cluster-, Flächenprobe; gestört oder ungestört
  • Ungestörte Proben (5.2): z. B. Kubiena-Kasten, Kernbohrer, Zylinder — mikrobiologische und physikalische Prüfungen, flüchtige Verbindungen

Übersicht

WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe von ISO 10381-2:2002 (erste Ausgabe vom 01.11.2002, englischer Text) — PN-ISO 10381-2:2007 übernimmt ISO 10381-2:2002 als identisch (PKN-Datensatz): Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–5 und Beginn von Abschnitt 6 (Sicherheit und Umweltschutz) — die Leseprobe endet auf Seite 6. Schutz von Personen, Gebäuden und Umwelt (6.1–6.3), Verfüllung (6.4), die einzelnen Verfahren (7), Aufbewahrung der Proben, Behälter und Kennzeichnung (8), Probenahmebericht (9) und Anhang A (manuelle und maschinelle Probenahmegeräte) lesen wir nicht; ihre Titel kennen wir aus dem Inhaltsverzeichnis.

NACH DEM TEXT VON ISO 10381-2:2002. Die Norm wurde von ISO/TC 190 „Bodenbeschaffenheit“, Unterkomitee SC 2 „Probenahme“, erarbeitet. Reihe ISO 10381: Teil 1 — Planung von Probenahmeprogrammen, Teil 2 — Verfahren, Teil 3 — Sicherheit, Teil 4 — natürliche, naturnahe und landwirtschaftlich genutzte Standorte, Teil 5 — Bodenkontamination städtischer und industrieller Standorte, Teil 6 — Proben zur Beurteilung aerober mikrobieller Prozesse; Teile 7 (Bodengas) und 8 (Haufwerke) in Vorbereitung. Einleitung: Teil 2 wird zusammen mit den anderen Teilen angewendet; er betrifft Bodenuntersuchungen einschließlich landwirtschaftlicher und Kontaminationsuntersuchungen, nicht geotechnische; Gerät, Orte, Prüfungen, Probenart, Tiefe, Bodenart und Repräsentativität richten sich nach den Teilen 1, 4 und 5. Anwendungsbereich (1): Anleitung zu Verfahren der Entnahme und Aufbewahrung von Bodenproben zur Untersuchung der Bodenbeschaffenheit; typische Geräte für bestimmte Situationen, Wahl von Gerät und Verfahren für gestörte und ungestörte Proben aus verschiedenen Tiefen; für landwirtschaftliche Zwecke und Kontaminationsuntersuchungen, die andere Verfahren und Fertigkeiten erfordern; Hinweise auf die Entnahme von Grundwasser und Bodengas innerhalb eines Bodenprobenahmeprogramms; nicht anwendbar auf geotechnische Untersuchungen (die bei einer Umnutzung des Geländes kombiniert werden können), Festgestein oder Verfahren ohne Probenahme, z. B. geophysikalische. Verweisungen (2): ISO 11074-1, -2, -4 (Begriffe). Begriffe (3): Einzelprobe — von einem Punkt, gestört oder ungestört; Schlitzprobe — senkrechter Schlitz aus einer als homogen angenommenen Schicht (gestört); Schichtprobe — Kombination von Einzelproben aus Schichten (gestört); Clusterprobe — Mischung kleiner, nahe beieinander entnommener Teilproben (gestört); Flächenprobe — Mischung kleiner, über eine Fläche (z. B. ein Feld) entnommener Teilproben (gestört). Prinzip (4.1): Proben werden vor allem zur Bestimmung physikalischer, chemischer, biologischer und radiologischer Kenngrößen untersucht; sie sollen möglichst repräsentativ sein und sich zwischen Entnahme und Analyse nicht verändern; üblich sind gestörte Proben, ungestörte — z. B. für mikrobiologische oder geotechnische Zwecke — werden so entnommen, dass Teilchen und Poren unverändert bleiben; Mehrphasensysteme (z. B. Abfälle) können besonders schwierig sein; die Verfahrenswahl hängt auch von der geforderten Präzision ab; Geräte werden nach Material und Analysen ausgewählt; Verschleppung, Verluste flüchtiger Verbindungen und Veränderungen durch Luftkontakt sind zu vermeiden; jedes Verfahren besteht aus zwei voneinander abhängigen Schritten — Zugang zum Entnahmepunkt (Abdeckung entfernen, Schurf oder Bohrung) und Entnahme der Probe. Wasser und Bodengas (4.2, 4.3): Wasser wird nach Normen für Grund- oder Oberflächenwasser entnommen; Bodengas — typische Deponiegasbestandteile (Methan, Kohlendioxid), auf kontaminierten Standorten auch Lösemittel oder Kraftstoffe. Wahl des Verfahrens (5.1): abhängig von Ziel, Schichten, Art möglicher Kontamination und Prüfungen; benötigt werden u. a. Angaben zu Größe und Topografie der Fläche, Untergrund, Variabilität, Geologie, Tiefe und Fließrichtung des Grundwassers, Entnahmetiefen (unter Berücksichtigung künftiger Nutzung), früherer Nutzung, Gebäuden, Fundamenten, Tanks und Leitungen, befestigten Flächen, Sicherheit des Personals und Umweltschutz, Wurzeln, stehendem Wasser, Zäunen, Aufschüttungen und Abbruchmaterial, gefährdeten Gewässern; extreme Bedingungen (Permafrost, Laterisierung, Calcrete) erfordern besondere Verfahren und müssen vor der Planung bekannt sein; eine Vorerkundung (Aktenstudium oder Begehung) wird dringend empfohlen — bei Kontaminationsverdacht ist sie für Wirtschaftlichkeit sowie Sicherheit von Personal und Umwelt unerlässlich. Probenart (5.2): gestörte Proben (ohne Erhalt des Gefüges) eignen sich für die meisten Zwecke außer manchen physikalischen Messungen, Profilen und mikrobiologischen Untersuchungen; ungestörte Proben werden u. a. bei flüchtigen organischen Verbindungen entnommen, da Störung zu deren Verlust führt — z. B. mit Kubiena-Kasten, Kernbohrer oder in den Boden gedrücktem Zylinder; außer einer kleinen Schlitzprobe liefern andere Verfahren Mischproben (Durchschnitts-, Sammelproben) — ungeeignet für Merkmale, die sich beim Mischen ändern (z. B. flüchtige Verbindungen), Spitzenkonzentrationen oder Variabilität; Einzelproben lassen sich leicht mit dem Handbohrer entnehmen; Clusterproben — beim Einsatz von Baggern aus Portionen verschiedener Stellen der Schaufel (z. B. Neunpunktprobe); Flächenproben — mit Hand- oder Motorbohrern, jeweils gleiche Menge. Wahl des Verfahrens (5.3): an Bodenhorizonte gebundene Merkmale erfordern horizontbezogene (Schicht-)Probenahme; räumliche Variabilität — Einzelproben; Verteilung und Konzentration von Elementen oder Verbindungen — meist Einzelproben (ggf. Schlitz- oder Clusterproben); Gesamtqualität einer Fläche (z. B. landwirtschaftlich) — Flächenproben; Probengröße ausreichend für alle Prüfungen und zur Repräsentation der Merkmale, aber nicht so groß, dass Variabilität verdeckt wird; Entnahme, Transport und Lagerung dürfen die Merkmale nicht verändern; Teilproben unterschiedlicher Eigenschaften werden nach ihrem Volumenanteil zur Mischprobe vereinigt. Verschleppung (5.4): Übertragung von Stoffen aus Geräten oder Behältern, Nachfall aus höheren Bohrlochbereichen beim Bohren oder Ziehen, Freisetzung von Stoffen aus Probenehmer oder Behälter, Verlust flüchtiger Verbindungen, Auslaufen, mechanische Entmischung, Kontamination durch Hilfsstoffe (Kraftstoffe, Abgase, Fette, Öle, Kleber), Flugstaub, verschüttete Flüssigkeiten oder Niederschlag; Geräte werden zwischen den Punkten gereinigt — auch bei landwirtschaftlichen Mischproben über ein Feld; ein Bohrhilfsmittel (z. B. Wasser) darf die Analysen nicht stören; Werkzeuge kontrollierter Zusammensetzung — z. B. Kelle aus nichtrostendem Stahl bei organischen Verbindungen, Kunststoffe stören Schwermetallbestimmungen in der Regel nicht; Geräte mit Probenkontakt dürfen nie lackiert, gefettet oder chemisch behandelt sein; eine Verrohrung schützt vor Nachfall von oben. Sicherheit und Umwelt (6): auf stark kontaminierten Standorten werden Sondierungen und Bohrungen statt Schürfen erwogen, um Exposition und Verbreitung zu verringern; bei offensichtlich kontaminierter Oberfläche und möglicher Staubverwehung oder Gewässerverunreinigung werden Eigentümer und örtliche Behörden informiert und nationale Vorschriften befolgt; siehe ISO 10381-3.

STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche (Suchbegriff „PN-ISO 10381-2“, 03.10.2026) liefert ein Ergebnis: PN-ISO 10381-2:2007 — polnische Fassung, „Zurückgezogen“, „Übernimmt: ISO 10381-2:2002 [IDT]“. Datensatz der Norm (gelesen 03.10.2026): Veröffentlichung 15-02-2007, Zurückziehung 12-03-2025, 30 Seiten, KT 192 „Allgemeines und Bodenphysik“; der Datensatz nennt keine ersetzende Norm. Den Status von ISO 10381-2:2002 im iTeh-Katalog haben wir nicht gelesen (die Katalogseiten erfordern seit 03.10.2026 einen Browser mit Skripten). Was die Zurückziehung für das Ergebnis ändert: Der Datensatz nennt keinen Nachfolger, daher gibt es keinen neueren PN-Text zum Vergleich der Regeln — beide Laboratorien verweisen weiterhin auf die zurückgezogene Ausgabe.

WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 10381-2 steht in 2 Datensätzen bei 2 Laboratorien: AB 835 und AB 1186. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 1186 Ausgabe Nr. 18 vom 29.01.2026, AB 835 Ausgabe Nr. 24 vom 18.08.2026) steht die Nummer bei denselben 2 Laboratorien; in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Duplikate; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP geladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Schreibweise bei beiden: „PN-ISO 10381-2:2007“ — bei AB 1186 zusammen mit PN-ISO 10381-4:2007 und PN-R-04031:1997, bei AB 835 zusammen mit PN-ISO 10381-5:2009. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-ISO 10381-2“) zeigt beide Laboratorien — geprüft per Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.

WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (PCA-Positionen). AB 1186: Böden — Probenahme für chemische Prüfungen und physikalische Eigenschaften. AB 835: Boden — Probenahme für physikalische und chemische Prüfungen. PN-ISO 10381-4, PN-ISO 10381-5 und PN-R-04031 haben eigene Einträge in der Wissensdatenbank.

WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Probenart: Mischproben eignen sich nicht für flüchtige Verbindungen, Spitzenkonzentrationen oder Variabilität (5.2); flüchtige Verbindungen erfordern ungestörte Proben (5.2). Gerät: ein ungenügend gereinigter Bohrer verschleppt Material vom vorherigen Punkt — auch bei landwirtschaftlichen Feldproben (5.4). Bohrloch: Nachfall aus höheren Bereichen gelangt in die Probe der tieferen Schicht — Verrohrung hilft (5.4). Werkstoffe: lackierte, gefettete oder beschichtete Werkzeuge sind ausgeschlossen; nichtrostender Stahl bei organischen Verbindungen, Kunststoff bei Schwermetallen (5.4). Vereinigung von Teilproben: nach Volumenanteil in der beprobten Grundgesamtheit (5.3). Probengröße: ausreichend für alle Prüfungen, aber nicht so groß, dass Variabilität verdeckt wird (5.3). Erkundung: ohne Vorerkundung werden leicht Leitungen, Aufschüttungen oder gefährdete Gewässer übersehen (5.1). Anwendungsbereich: keine geotechnischen Untersuchungen und kein Festgestein (1). Status: beide Laboratorien verweisen auf eine am 12.03.2025 zurückgezogene Norm.

WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die einzelnen Verfahren (7), Anforderungen an Behälter, Kennzeichnung und Aufbewahrung (8), den Inhalt des Berichts (9) und die Gerätebeschreibung in Anhang A geben wir nicht wieder — sie liegen außerhalb der Leseprobe. ISO 10381-1, -3, -4 und -5 fassen wir in diesem Eintrag nicht zusammen.

Prinzip der Methode

Die Entnahme einer Bodenprobe besteht aus zwei voneinander abhängigen Schritten: Zugang zum Punkt (Abdeckung entfernen, Schurf oder Bohrung bis zur geforderten Tiefe) und Entnahme der Probe. Verfahren und Gerät werden nach Ziel, Schichten, möglicher Kontamination und geplanten Analysen gewählt: gestörte Proben (lose Teilchen) genügen für die meisten Bestimmungen, ungestörte Proben mit erhaltenem Gefüge und Poren werden u. a. für mikrobiologische Untersuchungen und flüchtige Verbindungen entnommen. Teilproben werden nur dann zur Mischprobe vereinigt, wenn das Ziel es zulässt, und die Geräte werden zwischen den Punkten gereinigt, um keine Kontamination zu verschleppen.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
STATUS (Stand 03.10.2026)PN-ISO 10381-2:2007 — zurückgezogen am 12.03.2025, PKN-Datensatz nennt keinen Nachfolger; übernimmt ISO 10381-2:2002 [IDT]
Probenarten (3, 5.2)Einzel-, Schlitz-, Schicht-, Cluster-, Flächenprobe; gestört oder ungestört
Ungestörte Proben (5.2)z. B. Kubiena-Kasten, Kernbohrer, Zylinder — mikrobiologische und physikalische Prüfungen, flüchtige Verbindungen
Verschleppung (5.4)Reinigung der Geräte zwischen den Punkten; Verrohrung; Werkzeuge ohne Lack, Fett oder Beschichtung
Vorerkundung (5.1)dringend empfohlen; bei Kontaminationsverdacht unerlässlich
Ausschlüsse (1)geotechnische Untersuchungen, Festgestein, Verfahren ohne Probenahme
Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026)2 Laboratorien, 2 Datensätze in der Datenbankkopie, dieselben 2 in PCA (zurückgezogene Ausgabe); Reiter „Laboratorien“ („PN-ISO 10381-2“) — beide auf dem Produktionsserver

Norm

Normnummer
PN-ISO 10381-2:2007
Titel (PL)
Jakość gleby — Pobieranie próbek — Część 2: Zasady dotyczące technik pobierania
Title (EN)
Soil quality — Sampling — Part 2: Guidance on sampling techniques

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Vorerkundung

    Angaben zu Gelände, Untergrund, Wasser, Leitungen und früherer Nutzung (5.1). PN-ISO 10381-2:2007 — zurückgezogen am 12.03.2025, kein Nachfolger angegeben (PKN-Datensatz).

  2. Wahl von Probenart und Verfahren

    Gestört oder ungestört; Einzel-, Schicht-, Flächenprobe usw. je nach Ziel (5.2, 5.3).

  3. Zugang zum Punkt und Entnahme

    Schurf oder Bohrung, ggf. mit Verrohrung; Entnahme der Probe (4.1, 5.4).

  4. Vermeidung von Kontamination

    Reinigung der Geräte zwischen den Punkten, Werkzeuge kontrollierter Zusammensetzung, Schutz vor Staub und Niederschlag (5.4).

  5. Sicherheit und Umwelt

    Auf kontaminierten Standorten Sondierungen statt Schürfen; Information von Eigentümer und Behörden (6).

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Hand- und MotorbohrerEinzel- und Flächenproben; jeweils gleiche Menge (5.2)—
Kubiena-Kasten, Kernbohrer, ZylinderUngestörte Proben (5.2)—
BaggerClusterproben von mehreren Stellen der Schaufel, z. B. Neunpunktprobe (5.2)—
Werkzeuge kontrollierter ZusammensetzungKelle aus nichtrostendem Stahl (organische Verbindungen), Kunststoff (Schwermetalle) (5.4)—
BohrlochverrohrungSchutz vor Nachfall von oben (5.4)—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Bohrhilfsmittel (z. B. Wasser)—Nur ein solches, das die Analysen nicht stört und keine Kontamination einträgt (5.4)

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-ISO 10381-2:2007 — „Soil quality — Sampling — Part 2: Guidance on sampling techniques“.

Wie funktioniert diese Methode?

Die Entnahme einer Bodenprobe besteht aus zwei voneinander abhängigen Schritten: Zugang zum Punkt (Abdeckung entfernen, Schurf oder Bohrung bis zur geforderten Tiefe) und Entnahme der Probe. Verfahren und Gerät werden nach Ziel, Schichten, möglicher Kontamination und geplanten Analysen gewählt: gestörte Proben (lose Teilchen) genügen für die meisten Bestimmungen, ungestörte Proben mit erhaltenem Gefüge und Poren werden u.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

STATUS (Stand 03.10.2026): PN-ISO 10381-2:2007 — zurückgezogen am 12.03.2025, PKN-Datensatz nennt keinen Nachfolger; übernimmt ISO 10381-2:2002 [IDT]; Probenarten (3, 5.2): Einzel-, Schlitz-, Schicht-, Cluster-, Flächenprobe; gestört oder ungestört; Ungestörte Proben (5.2): z. B. Kubiena-Kasten, Kernbohrer, Zylinder — mikrobiologische und physikalische Prüfungen, flüchtige Verbindungen; Verschleppung (5.4): Reinigung der Geräte zwischen den Punkten; Verrohrung; Werkzeuge ohne Lack, Fett oder Beschichtung.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Hand- und Motorbohrer, Kubiena-Kasten, Kernbohrer, Zylinder, Bagger, Werkzeuge kontrollierter Zusammensetzung, Bohrlochverrohrung.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Untersuchungen der Bodenbeschaffenheit für landwirtschaftliche Zwecke — u. a. Flächenproben eines Feldes (1, 5.3); Untersuchungen der Bodenkontamination — Einzel-, Schlitz- oder Clusterproben; ungestörte Proben bei flüchtigen Verbindungen (1, 5.2, 5.3); Elemente der Grundwasser- und Bodengasprobenahme innerhalb eines Bodenuntersuchungsprogramms (1, 4.2, 4.3); Böden — Probenahme für chemische und physikalische Prüfungen — 2 Datensätze von Akkreditierungsumfängen von 2 Laboratorien in PCA.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Auf stark kontaminierten Standorten werden Sondierungen und Bohrungen statt Schürfen erwogen, um Exposition und Verbreitung der Kontamination zu verringern (6); Die Vorerkundung dient auch der Sicherheit des Personals und dem Umweltschutz; siehe ISO 10381-3 (5.1, 6).

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-ISO 10381-2.

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