🍎 Bestimmung von Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen in Lebensmitteln mittels AAS nach Mikrowellenaufschluss — Einwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse, meist 5 ml Salpetersäure (mindestens 65 %) und 2 ml Wasserstoffperoxid 30 % im geschlossenen Gefäß (etwa 100 ml, mindestens 1,4 MPa), Leistungsprogramm nach Angaben des Ofenherstellers, Lösung auf mindestens 25 ml aufgefüllt; Pb und Cd im Graphitrohrofen mit Plattform (283,3 nm und 228,8 nm), Zn, Cu und Fe in der Luft-Acetylen-Flamme (213,9 nm, 324,7 nm, 248,3 nm), mit Untergrundkorrektur und meist Standardadditionsverfahren; nicht für Öle, Fette und sehr fetthaltige Erzeugnisse, PN-EN 14084
Kurz gefasst
Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen in Lebensmitteln werden nach Aufschluss in geschlossenen Gefäßen im Mikrowellenofen bestimmt: Eine Einwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse wird mit meist 5 ml Salpetersäure und 2 ml Wasserstoffperoxid versetzt, die Lösung nach dem Abkühlen mit Wasser auf mindestens 25 ml aufgefüllt und mittels Atomabsorptionsspektrometrie gemessen — Blei und Cadmium meist im Graphitrohrofen, Zink, Kupfer und Eisen in der Flamme. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 14084:2004; STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026): PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung) gültig, ersetzte PN-EN 14084:2003 (englische Fassung); EN 14084:2003 — Stufe 90.93 „Decision to confirm“ (iTeh, 03.10.2026). Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Lebensmittel verschiedener Art — Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen; Validierung an Mischkost, Getreide, Fisch, Rindfleisch, Milch und Pilzen (1), Außerhalb des Anwendungsbereichs: Öle, Fette, sehr fetthaltige Erzeugnisse und Lebensmittel, für die spezifische Normen bestehen (1), Obst, Gemüse, Getränke, Getreide, Kräuter, Tee, Kaffee, Fleisch, Milch, Fisch, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel — ETAAS (Pb, Cd) und FAAS (Zn, Cu, Fe) in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien in PCA.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 14084:2004
- Kategorie: Lebensmittelchemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026): PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung) gültig, ersetzte PN-EN 14084:2003 (englische Fassung); EN 14084:2003 — Stufe 90.93 „Decision to confirm“ (iTeh, 03.10.2026)
- Einwaage (6.2): entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse (bei 50 % Wasser höchstens 1 g, bei 95 % — 2 g) oder nach Ofenhersteller
- Aufschlussgemisch (4.2, 4.3, 6.2): meist 5 ml HNO3 (mindestens 65 %) und 2 ml H2O2 30 %
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Der Anwendungsbereich auf der PKN-Katalogkarte der PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung) (unsere Übersetzung): „Es wird ein Verfahren zur Bestimmung des Gehalts an Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen in Lebensmitteln mittels Atomabsorptionsspektrometrie nach Mikrowellenaufschluss festgelegt, das nicht auf Öle, Fette und andere Erzeugnisse mit sehr hohem Fettgehalt angewendet werden kann“. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN 14084:2003 (Text der EN 14084:2003, englisch): vom Titelblatt über Inhaltsverzeichnis, Vorwort und die Abschnitte 1–5 bis einschließlich des gesamten Abschnitts 6 (Aufschluss, Verdünnung, Messung in Flamme und Graphitrohrofen). Außerhalb der Leseprobe bleiben die Abschnitte 7–9 (Berechnung, Präzision, Prüfbericht) und Anhang A (Ergebnisse des Ringversuchs).
NACH DEM TEXT DER EN 14084:2003 (Abschnitte 1–6). Die Norm wurde von CEN/TC 275 „Lebensmittelanalytik — Horizontale Verfahren“ (Sekretariat DIN) erarbeitet; CEN hat sie am 18.12.2002 angenommen. Anwendungsbereich (1): Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen in Lebensmitteln mittels AAS nach Mikrowellenaufschluss; das Verfahren gilt für verschiedene Arten von Lebensmitteln, aber nicht für Öle, Fette und andere sehr fetthaltige Erzeugnisse; der Ringversuch mit 16 teilnehmenden Laboratorien umfasste Mischkost, Getreide, Fisch, Rindfleisch, Milch und Pilze; Lebensmittel, für die spezifische (vertikale) Normen bestehen, sind ausgeschlossen — dies zu prüfen ist Aufgabe des Analytikers. Normative Verweisung (2): EN 13804 (Leistungskriterien, allgemeine Gesichtspunkte und Probenvorbereitung). Prinzip (3): Aufschluss in geschlossenen Gefäßen im Mikrowellenofen mit einem Gemisch aus Salpetersäure und Wasserstoffperoxid, Verdünnung mit Wasser, Messung mit Flammen- oder Graphitrohrtechnik. Reagenzien (4): Gehalt an Spurenelementen in Reagenzien und Wasser so gering, dass er das Ergebnis nicht beeinflusst; Salpetersäure mindestens 65 % (ρ ≈ 1,4 g/ml), verdünnt etwa 0,1 mol/l (7 ml auf 1000 ml) und etwa 3 mol/l (200 ml auf 1000 ml); Wasserstoffperoxid 30 %; Stammlösungen 1000 mg/l aus Metallen (Beispiele der Herstellung, zertifizierte empfohlen); Kalibrierlösungen in 0,1 mol/l Säure im linearen Bereich. Geräte (5): Glas- und Kunststoffgeräte nach EN 13804 gereinigt; AAS-Spektrometer mit Untergrundkorrektur, Graphitrohrofen mit Probengeber, Brennern und Gasversorgung; Lampen (z. B. Hohlkathodenlampen) für jedes Element; pyrolytisch beschichtete Graphitrohre mit Plattform für Pb und Cd; Labormikrowellenofen (Leistungsprüfung nach EN 13804) und Gefäße von typisch 100 ml, die mindestens 1,4 MPa standhalten; Kunststoffflaschen 100 ml. Aufschluss (6.2): Einwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse oder nach Empfehlung des Ofenherstellers (bei 50 % Wasser höchstens 1 g, bei 95 % Wasser 2 g); in jeder Serie ein Reagenzienblindwert; typisch 5 ml Salpetersäure und 2 ml Wasserstoffperoxid oder nach Empfehlung des Herstellers; Leistungs-Zeit-Programm nach Hersteller — meist zunächst einige Minuten niedrige Leistung, dann eine oder mehrere Stufen höherer Leistung, mit allmählichem Übergang, um plötzliche Druckspitzen zu vermeiden; Tabelle 1 gibt ein Beispiel für ein Ofenmodell (250 W 3 min, 630 W 5 min, 500 W 22 min, 0 W 15 min); das Programm soll bei voller Gefäßzahl gelten — fehlende können als Blindwerte behandelt werden; bei Druckkontrolle nur in einem Gefäß wird das mit dem höchsten erwarteten Druck überwacht, meist das mit der größten Trockenmasse-Einwaage; eine zu große Einwaage einer unbekannten Probe kann die Sicherheitsmembran zerreißen — besonders bei kohlenstoffreichen Proben (Zucker, Fett, Ethanol). Verdünnung (6.3): Gefäße vor dem Öffnen vollständig abkühlen lassen, Deckel und Wände mit Wasser abspülen, in einer Kunststoffflasche auf ein bestimmtes Volumen von mindestens 25 ml auffüllen; Blindwert ebenso behandeln. Messung (6.4): Die Technik wird nach der Konzentration gewählt — Pb und Cd in Lebensmitteln meist im Graphitrohrofen, Zn, Cu und Fe meist in der Flamme; Untergrundkorrektur immer, sofern nicht nachgewiesen ist, dass sie unnötig ist; beim Standardadditionsverfahren — Messung im linearen Bereich, mindestens drei Punkte (davon mindestens zwei Zusätze), höchster Standard das 3- bis 5-Fache der Probenkonzentration, der niedrigere die Hälfte des höchsten. Flamme (6.4.2): Die Probenlösung wird 1 + 1 mit 0,1 mol/l Säure verdünnt, die Standardlösungen 1 + 1 mit 3 mol/l Säure — Standards und Proben müssen die gleiche Säurekonzentration haben, da hohe Säure Ergebnissen und Gerät schadet; Zn und Cu meist gegen eine übliche Kalibrierkurve, Fe stark matrixbeeinflusst — Standardaddition oder matrixangepasste Kurve, bei starken Störungen Lachgas-Acetylen-Flamme; Tabelle 2: oxidierende Luft-Acetylen-Flamme, Zn 213,9 nm, Cu 324,7 nm, Fe 248,3 nm. Graphitrohrofen (6.4.3): Technik meist erforderlich für Pb und Cd, auch nützlich z. B. für Cu; Dosiervolumen so, dass die Untergrundabsorption etwa 0,5 nicht überschreitet; bei sehr niedrigen Konzentrationen — Mehrfachdosierung; neue Matrices — Veraschungs- und Atomisierungskurven; Matrixmodifizierer dürfen nach Validierung im Laboratorium verwendet werden; Tabelle 3 (Beispiel für ein Gerätemodell, Dosierung 20 µl): Pb 283,3 nm — Trocknung 130 °C, Veraschung 450 °C, Atomisierung 1900 °C, Ausheizen 2500 °C; Cd 228,8 nm — 130, 350, 1200, 2500 °C; immer Standardadditionsverfahren, sofern nicht nachgewiesen ist, dass es unnötig ist; Vereinfachung — matrixangepasste Kurve (Additionskurve parallel in den Ursprung verschoben) für Proben gleicher Matrix und Einwaage.
STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026). Die PKN-Karte der PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung, Veröffentlichung 28-09-2004, 18 Seiten, Preisgruppe J) hat keinen Vermerk „Zurückgezogen“: Sektor Lebensmittel, Landwirtschaft und Forstwirtschaft, KT 235 Lebensmittelanalytik, ICS 67.050, „Führt ein: EN 14084:2003 [IDT]“, „Ersetzt: PN-EN 14084:2003 — englische Fassung“. In der PKN-Suche (Begriff „PN-EN 14084“, 03.10.2026) hat die englische Fassung PN-EN 14084:2003 die Beschreibung „Zurückgezogen und ersetzt durch PN-EN 14084:2004 — polnische Fassung“; ihr Titel in der Ergebnisliste spricht von der Bestimmung von „Lithium, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen“ — im EN-Text und im polnischen Titel steht Blei, nicht Lithium. Im iTeh-Katalog (abgerufen am 03.10.2026) hat EN 14084:2003 den Status „Published“, Stufe 90.93 „Decision to confirm“ (Überprüfung ab 17.09.2024, abgeschlossen am 30.09.2026), Komitee CEN/TC 275 (Arbeitsgruppe WG 10 „Spurenelemente (Schwermetalle)“). Dieselben Elemente und Chrom nach Trockenveraschung beschreibt ein eigener Eintrag zu PN-EN 14082 (einer am 13.02.2020 zurückgezogenen Norm; „Bestimmung von Blei, Cadmium, Zink, Kupfer, Eisen und Chrom in Lebensmitteln mittels AAS nach Trockenveraschung“), Arsen, Cadmium, Quecksilber und Blei mittels ICP-MS ein eigener Eintrag zu PN-EN 15763.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Einspielung bis 17.09.2026, abgerufen am 03.10.2026). Die Nummer 14084 steht in 6 Datensätzen bei 4 Laboratorien: AB 452, AB 538, AB 618, AB 1375. In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen am 03.10.2026, Ausgaben vom 30.10.2025 bis 24.09.2026) steht die Nummer in 6 Positionen derselben 4 Laboratorien (AB 452 und AB 618 je 2 — die Nummer einmal neben zwei benachbarten Positionen eingetragen; AB 538 und AB 1375 je 1). Schreibweise überall „PN-EN 14084:2004“ und stets als einziges Referenzdokument der Position. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 14084“) zeigt dieselben 4 Laboratorien — geprüft mit der Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen in PCA). AB 452 — Obst, Gemüse und Erzeugnisse daraus, Getränke, Säfte und Konzentrate, Lebensmittelkonzentrate, Getreide und Getreideerzeugnisse, Rohstoffe und alkoholische Erzeugnisse, Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerindustrie, Kräuter und Gewürze, Vitamin- und Mineralstoffpräparate: Cadmium (0,020–1,00) und Blei (0,020–3,00) mg/l oder mg/kg mittels ETAAS sowie Zink (0,20–1000), Eisen (0,50–1500) und Kupfer (0,20–100) mg/l oder mg/kg mittels FAAS. AB 538 — Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs, Kupfer (5,0–100,0) mg/kg mittels FAAS. AB 618 — u. a. Kaffee und Tee, Lebensmittelkonzentrate, Fleisch, Milch, Getränke, Obst und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Süßwaren, Kräuter und Gewürze, Lebensmittel für besondere Ernährungszwecke, Getreide, Tiefkühlkost, Fertiggerichte und Nahrungsergänzungsmittel: Blei (0,025–2,0) mg/kg und Cadmium (0,0025–5,0) mg/kg mittels ETAAS. AB 1375 — Kräuter, Tee, Süßwaren, Getreideerzeugnisse und Milchpulver: Zink (20–1000), Kupfer (3–1000) und Eisen (40–1000) mg/kg mittels FAAS. Die Aufteilung der Techniken in den Umfängen stimmt mit der Norm überein: Pb und Cd im Graphitrohrofen, Zn, Cu und Fe in der Flamme.
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Bei der Matrix: Öle, Fette und sehr fetthaltige Erzeugnisse liegen außerhalb des Anwendungsbereichs (1), und Proben mit viel Zucker, Fett oder Ethanol riskieren eine plötzliche Druckspitze und das Zerreißen der Membran (6.2) — der Verlust eines Teils der Lösung hinterlässt keine Spur im Ergebnis. Bei der Säure: Standards und Proben mit unterschiedlicher Säurekonzentration liefern in der Flamme bei gleichem Gehalt ein anderes Signal (6.4.2). Beim Eisen: starker Matrixeinfluss — ohne Standardaddition oder matrixangepasste Kurve ist das Ergebnis verfälscht (6.4.2). Bei Blei und Cadmium: Die Norm verlangt immer das Standardadditionsverfahren, sofern nicht nachgewiesen ist, dass es unnötig ist; eine matrixangepasste Kurve gilt nur für Proben gleicher Matrix und Einwaage (6.4.3). Beim Ofenprogramm: Das Programm gilt bei voller Gefäßzahl (6.2) — eine andere Gefäßzahl ohne Blindwerte auf den freien Plätzen bedeutet andere Aufschlussbedingungen. Beim Untergrund: Die Untergrundkorrektur wird immer angewendet, sofern nicht nachgewiesen ist, dass sie unnötig ist (6.4).
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die Abschnitte 7–9 und Anhang A haben wir nicht gelesen, daher geben wir weder Berechnungsformel noch Präzisionsdaten oder Ringversuchsergebnisse an. Ebenso wenig geben wir Höchstgehalte für Blei und Cadmium in Lebensmitteln an — Texte von Vorschriften haben wir für diesen Eintrag nicht gelesen.
Prinzip der Methode
Eine Lebensmitteleinwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse wird in einem geschlossenen Gefäß im Labormikrowellenofen aufgeschlossen (meist 5 ml Salpetersäure und 2 ml Wasserstoffperoxid, Leistungsprogramm nach Angaben des Ofenherstellers, mit allmählicher Leistungssteigerung). Nach dem Abkühlen wird die Lösung mit Wasser auf mindestens 25 ml aufgefüllt und mittels Atomabsorptionsspektrometrie mit Untergrundkorrektur gemessen: Blei und Cadmium meist im Graphitrohrofen mit Plattform nach dem Standardadditionsverfahren, Zink, Kupfer und Eisen in der Luft-Acetylen-Flamme, bei gleicher Säurekonzentration in Standards und Proben.
Anwendungen
- Lebensmittel verschiedener Art — Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen; Validierung an Mischkost, Getreide, Fisch, Rindfleisch, Milch und Pilzen (1)
- Außerhalb des Anwendungsbereichs: Öle, Fette, sehr fetthaltige Erzeugnisse und Lebensmittel, für die spezifische Normen bestehen (1)
- Obst, Gemüse, Getränke, Getreide, Kräuter, Tee, Kaffee, Fleisch, Milch, Fisch, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel — ETAAS (Pb, Cd) und FAAS (Zn, Cu, Fe) in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien in PCA
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026) | PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung) gültig, ersetzte PN-EN 14084:2003 (englische Fassung); EN 14084:2003 — Stufe 90.93 „Decision to confirm“ (iTeh, 03.10.2026) |
| Einwaage (6.2) | entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse (bei 50 % Wasser höchstens 1 g, bei 95 % — 2 g) oder nach Ofenhersteller |
| Aufschlussgemisch (4.2, 4.3, 6.2) | meist 5 ml HNO3 (mindestens 65 %) und 2 ml H2O2 30 % |
| Gefäße (5.5) | typisch 100 ml, mindestens 1,4 MPa; Programm gilt bei voller Gefäßzahl |
| Lösung (6.3) | mit Wasser auf mindestens 25 ml in einer Kunststoffflasche aufgefüllt; ein Blindwert je Serie |
| Flamme (6.4.2, Tabelle 2) | oxidierende Luft-Acetylen-Flamme: Zn 213,9 nm, Cu 324,7 nm, Fe 248,3 nm; Probe 1 + 1 mit 0,1 mol/l Säure, Standards 1 + 1 mit 3 mol/l Säure |
| Graphitrohrofen (6.4.3, Tabelle 3 — Beispiel) | Pb 283,3 nm (Atomisierung 1900 °C), Cd 228,8 nm (1200 °C); Dosierung 20 µl; Untergrundabsorption höchstens etwa 0,5 |
| Standardaddition (6.4) | mindestens 3 Punkte (davon 2 Zusätze); höchster Standard das 3- bis 5-Fache der Probenkonzentration, der niedrigere die Hälfte des höchsten |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen am 03.10.2026) | 4 Laboratorien, 6 Datensätze in der Datenbankkopie und 6 Positionen in PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 14084“) — dieselben 4 auf dem Produktionsserver |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 14084:2004
- Titel (PL)
- Artykuły żywnościowe — Oznaczanie pierwiastków śladowych — Oznaczanie zawartości ołowiu, kadmu, cynku, miedzi i żelaza metodą atomowej spektrometrii absorpcyjnej (AAS) po mineralizacji mikrofalowej
- Title (EN)
- Foodstuffs — Determination of trace elements — Determination of lead, cadmium, zinc, copper and iron by atomic absorption spectrometry (AAS) after microwave digestion
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probe
Homogenisierung nach EN 13804; bei Bedarf Trocknung ohne Einfluss auf den Elementgehalt, z. B. Gefriertrocknung. PN-EN 14084:2004 gültig (PKN-Karte, Stand 03.10.2026).
-
Aufschluss
Einwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse, meist 5 ml HNO3 und 2 ml H2O2; geschlossenes Gefäß, Leistungsprogramm nach Ofenhersteller, volle Gefäßzahl; ein Blindwert in jeder Serie.
-
Verdünnung
Vor dem Öffnen vollständig abkühlen lassen; Deckel und Wände abspülen, in einer Kunststoffflasche mit Wasser auf mindestens 25 ml auffüllen.
-
Zn, Cu, Fe — Flamme
Probe 1 + 1 mit 0,1 mol/l Säure, Standards 1 + 1 mit 3 mol/l Säure; Fe mit Standardaddition oder matrixangepasster Kurve.
-
Pb, Cd — Graphitrohrofen
Rohre mit Plattform, Untergrundkorrektur, Standardadditionsverfahren (mindestens 3 Punkte); Berechnungen geben wir nicht an.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Atomabsorptionsspektrometer mit Untergrundkorrektur | Mit Graphitrohrofen und Probengeber sowie Brennern und Gasversorgung (5.2) | — |
| Lampen für jedes Element | Z. B. Hohlkathodenlampen (5.3) | — |
| Graphitrohre | Pyrolytisch beschichtet, mit Plattform für Pb und Cd (5.4) | — |
| Labormikrowellenofen mit Druckgefäßen | Leistung nach EN 13804 geprüft; Gefäße typisch 100 ml, mindestens 1,4 MPa (5.5) | — |
| Kunststoffflaschen 100 ml | Dicht verschließbar — für die Lösung nach dem Aufschluss (5.6) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Salpetersäure | 7697-37-2 | Mindestens 65 %, ρ ≈ 1,4 g/ml; verdünnt etwa 0,1 mol/l und etwa 3 mol/l (4.2) |
| Wasserstoffperoxid | 7722-84-1 | 30 % (m/m); meist 2 ml je Einwaage (4.3, 6.2) |
| Stammlösungen von Pb, Cd, Zn, Cu, Fe | — | 1000 mg/l, aus Metallen oder Metallsalzen oder handelsüblich — zertifizierte empfohlen (4.4) |
| Kalibrierlösungen | — | Verdünnungen der Stammlösungen mit Salpetersäure 0,1 mol/l im linearen Bereich (4.5) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Eine zu große Einwaage einer unbekannten Probe, besonders mit viel Zucker, Fett oder Ethanol, kann die Sicherheitsmembran des Gefäßes zerreißen (6.2)
- Druckgefäße werden erst nach vollständigem Abkühlen geöffnet (6.3)
- Die Norm weist darauf hin, dass ihre Anwendung gefährliche Stoffe, Tätigkeiten und Geräte umfassen kann und Sicherheitsmaßnahmen vom Anwender festzulegen sind (3)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 14084:2004 — „Foodstuffs — Determination of trace elements — Determination of lead, cadmium, zinc, copper and iron by atomic absorption spectrometry (AAS) after microwave digestion“.
Wie funktioniert diese Methode?
Eine Lebensmitteleinwaage entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse wird in einem geschlossenen Gefäß im Labormikrowellenofen aufgeschlossen (meist 5 ml Salpetersäure und 2 ml Wasserstoffperoxid, Leistungsprogramm nach Angaben des Ofenherstellers, mit allmählicher Leistungssteigerung). Nach dem Abkühlen wird die Lösung mit Wasser auf mindestens 25 ml aufgefüllt und mittels Atomabsorptionsspektrometrie mit Untergrundkorrektur gemessen: Blei und Cadmium meist im Graphitrohrofen mit Plattform nach dem Standardadditionsverfahren, Zink, Kupfer und Eisen in der Luft-Acetylen-Flamme, bei gleicher Säurekonzentration in Standards und Proben.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand der Karten am 03.10.2026): PN-EN 14084:2004 (polnische Fassung) gültig, ersetzte PN-EN 14084:2003 (englische Fassung); EN 14084:2003 — Stufe 90.93 „Decision to confirm“ (iTeh, 03.10.2026); Einwaage (6.2): entsprechend 0,2–0,5 g Trockenmasse (bei 50 % Wasser höchstens 1 g, bei 95 % — 2 g) oder nach Ofenhersteller; Aufschlussgemisch (4.2, 4.3, 6.2): meist 5 ml HNO3 (mindestens 65 %) und 2 ml H2O2 30 %; Gefäße (5.5): typisch 100 ml, mindestens 1,4 MPa; Programm gilt bei voller Gefäßzahl.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Atomabsorptionsspektrometer mit Untergrundkorrektur, Lampen für jedes Element, Graphitrohre, Labormikrowellenofen mit Druckgefäßen, Kunststoffflaschen 100 ml.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Lebensmittel verschiedener Art — Blei, Cadmium, Zink, Kupfer und Eisen; Validierung an Mischkost, Getreide, Fisch, Rindfleisch, Milch und Pilzen (1); Außerhalb des Anwendungsbereichs: Öle, Fette, sehr fetthaltige Erzeugnisse und Lebensmittel, für die spezifische Normen bestehen (1); Obst, Gemüse, Getränke, Getreide, Kräuter, Tee, Kaffee, Fleisch, Milch, Fisch, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel — ETAAS (Pb, Cd) und FAAS (Zn, Cu, Fe) in den Akkreditierungsumfängen von 4 Laboratorien in PCA.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Eine zu große Einwaage einer unbekannten Probe, besonders mit viel Zucker, Fett oder Ethanol, kann die Sicherheitsmembran des Gefäßes zerreißen (6.2); Druckgefäße werden erst nach vollständigem Abkühlen geöffnet (6.3); Die Norm weist darauf hin, dass ihre Anwendung gefährliche Stoffe, Tätigkeiten und Geräte umfassen kann und Sicherheitsmaßnahmen vom Anwender festzulegen sind (3).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 14084.