🍎 Quantitative Bestimmung von Kakaobutteräquivalenten (CBE) in Kakaobutter und Schokolade ohne Zusätze — 4–5 g geriebene Schokolade werden 15 min in siedender Salzsäure hydrolysiert, der Rückstand getrocknet und 4 h im Soxhlet-Apparat mit Petrolether extrahiert (Fettgehalt in g/100 g), das Fett in einer Lösung von 0,5 mg/ml durch hochauflösende Kapillargaschromatographie mit FID in die Triacylglycerole POP, POS, POO, SOS und SOO getrennt, gegen die zertifizierte Kakaobutter IRMM-801 kalibriert, und der CBE-Gehalt in Kakaobutter mit der PLS-Regressionsgleichung berechnet: 37,439 + 1,175 POP − 1,939 POS − 0,121 POO + 0,982 SOS − 0,097 SOO (g/100 g) und auf Schokolade umgerechnet, PN-EN ISO 23275-2

Lebensmittelchemie PN-EN ISO 23275-2

Kurz gefasst

Die Menge an Kakaobutteräquivalenten in Schokolade ist wichtig, weil EU-Vorschriften sie nur bis zu einem bestimmten Niveau zulassen — laut Einleitung der Norm 5 %. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 23275-2:2010; Kalibrierung der Gleichung — Bereich des Satzes (9.3): 798 Mischungen mit 10 %, 15 % und 20 % CBE. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Quantitative Bestimmung von Kakaobutteräquivalenten in Kakaobutter und Schokolade ohne Zusätze, auf dem Niveau der 5-%-Grenze der Richtlinie 2000/36/EG (Einleitung, 1), Fettgehalt von Schokolade nach saurer Hydrolyse und Soxhlet-Extraktion (8.1), Schokolade ohne Zusätze, Schokoladen, Kuvertüren und Kakao — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien in PCA.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-EN ISO 23275-2:2010
  • Kategorie: Lebensmittelchemie
  • Verfahrensschritte: 5
  • STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 23275-2:2010 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; ISO 23275-2:2006 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten, seit 24.09.2026, iTeh)
  • Gleichung (9.3): cCBE,CB = 37,439 + 1,175 POP − 1,939 POS − 0,121 POO + 0,982 SOS − 0,097 SOO (g/100 g Kakaobutter)
  • Kalibrierung der Gleichung — Bereich des Satzes (9.3): 798 Mischungen mit 10 %, 15 % und 20 % CBE

Übersicht

WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der ISO 23275-2:2006 (englischer Text): Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–8 und Abschnitt 9 bis 9.3 (CBE-Gehalt in Kakaobutter) — die Leseprobe endet auf Seite 5. Im Text fehlen Teile von 5.3 und 7.2 (die ersten Wörter) und die Überschrift 8.1/8.2 im Inhaltsverzeichnis. 9.4 (Umrechnung auf Schokolade), die Anforderungen, die Präzision, den Prüfbericht und Anhang A lesen wir nicht; die Titel kennen wir aus dem Inhaltsverzeichnis.

NACH DEM TEXT DER ISO 23275-2:2006. Die Norm erarbeitete ISO/TC 34 „Lebensmittel“, Unterkomitee SC 11 „Tierische und pflanzliche Fette und Öle“; die Reihe hat zwei Teile — 1: Nachweis der Anwesenheit, 2: quantitative Bestimmung von Kakaobutteräquivalenten. Einleitung (gemeinsam mit Teil 1): Kakaobutteräquivalente (CBE) sind Fette, die Kakaobutter in Schokolade ersetzen, ihr sehr ähnlich und daher äußerst schwer quantitativ zu bestimmen und manchmal sogar nachzuweisen; laurinsäurearm, reich an den symmetrischen einfach ungesättigten Triacylglycerolen POP, POS und SOS, nur durch Raffination und Fraktionierung gewonnen; in der EU dürfen nach Richtlinie 2000/36/EG Fette aus Illipe, Ölpalme, Sal, Shea, Kokum gurgi und Mangokernen verwendet werden; Teil 2 ermöglicht die zuverlässige Bestimmung dieser Fette auf dem 5-%-Niveau, entsprechend der Grenze dieser Richtlinie; das Werkzeugpaket „CoCal-1“ umfasst die validierten Verfahren beider Teile, die zertifizierte Kakaobutter IRMM-801 und eine Tabellenkalkulation für die Berechnungen. Anwendungsbereich (1): quantitative Bestimmung von CBE in Kakaobutter und Schokolade ohne Zusätze durch hochauflösende Kapillargaschromatographie (HR-GC) der Triacylglycerole und Regression nach der Methode der partiellen kleinsten Quadrate (PLS); Anmerkung: die Anwesenheit von CBE bis zu einem Niveau von 0,6 % (bei 30 % Fett in Schokolade) kann mit dem Verfahren aus Teil 1 festgestellt werden — die Verfahren unterscheiden sich in der Zahl der Triacylglycerole und der Art der Berechnung: der Nachweis ist eine lineare Regression auf drei Hauptfraktionen, die quantitative Bestimmung eine PLS-Regression auf fünf. Begriffe (2): CBE — in Kakaobutter und Schokolade nachgewiesene Fette; CBE-Gehalt der Kakaobutter — in g/100 g Kakaobutter; CBE-Gehalt der Schokolade — in g/100 g Schokolade (beide nach dem Verfahren dieses Teils bestimmt). Prinzip (3): Kakaobutter oder Schokoladenfett wird durch HR-GC nach Molekülmasse und Ungesättigtheit in Triacylglycerolfraktionen getrennt, und die Menge zugesetzter CBE durch PLS-Regression auf die Anteile der einzelnen Fraktionen geschätzt. Reagenzien (4): IRMM-801; nicht chloriertes Lösungsmittel (z. B. Diethylether, n-Heptan, Isooctan); Salzsäure 8 mol/l; Faltenfilter 15 cm. Geräte (5): Waage mit Ablesbarkeit 0,1 mg; Trockenschrank 55 °C (oder Heizblock); Reibe — Küchenmaschine mit Motor über dem Behälter; Messkolben 20 ml; Pipetten 1 ml; Mikrospritze bis 10 µl oder Probengeber; Chromatograph mit kalter On-Column-Injektion und FID (andere Injektoren, wenn sie die Ergebnisse aus 10.2 liefern); bewährte Bedingungen: Säule 25–30 m × 0,25 mm, 50 % Polyphenylmethylsiloxan, Film 0,1–0,15 µm, 100 → 340 °C bei 30 °C/min, Helium oder Wasserstoff ≥ 99,999 % (andere Säulen und Bedingungen aus dem Ringversuch in Anhang A); Datensystem; Soxhlet-Apparat (Heber etwa 100 ml, Hülse 33 mm × 88 mm, Erlenmeyerkolben 250 ml, Heizpilz). Probenahme (6): nicht Teil des Verfahrens, empfohlenes Vorgehen in ISO 5555. Vorbereitung (7): IRMM-801 im Trockenschrank schmelzen, mindestens 20 s durch Umdrehen mischen, in ein dicht verschlossenes Fläschchen überführen, kühl lagern; Schokolade bis zum Erhärten kühlen, zu feinem Granulat reiben, mischen, kühl in einer dicht verschlossenen Flasche lagern. Extraktion und Fett (8.1): 4–5 g Schokolade im Becherglas, langsam 45 ml siedendes Wasser bis zur homogenen Suspension, 55 ml HCl 8 mol/l und Siedesteinchen, unter einem Uhrglas langsam zum Sieden bringen und 15 min schwach sieden; Uhrglas mit 100 ml Wasser abspülen, durch ein Faltenfilter filtrieren, mit Wasser waschen, bis das Filtrat chloridfrei ist; Filter mit Rückstand in der Hülse 2 h bei 100 °C trocknen, mit Glaswolle abdecken; Kolben mit Siedesteinchen 1 h bei 100 °C trocknen, im Exsikkator abkühlen und wägen; Extraktion im Soxhlet-Apparat — Bechergläser und Uhrglas werden mit drei Portionen von je 50 ml Petrolether in die Hülse gespült, Erhitzen 4 h bei mehr als 30 Überläufen; Lösungsmittel abdampfen, Kolben bei 102 °C bis zur Massekonstanz trocknen (1,5 h; Massekonstanz — Verlust bei einer weiteren Trocknungsstunde < 0,05 % Fett), abkühlen und wägen; zwei Bestimmungen müssen innerhalb 0,1 % Fett übereinstimmen; Fettgehalt cfat = mfat × 100 / m (g/100 g) auf zwei Dezimalstellen; andere Extraktionen (beschleunigte Lösungsmittelextraktion, überkritisches CO2, Mikrowellen) bei gleichen Ergebnissen zulässig. Chromatographie (8.2, 8.3): Proben im Trockenschrank vollständig geschmolzen, bei Bodensatz im Trockenschrank filtriert, Pipetten auf etwa 55 °C erwärmt (Vermeidung teilweiser Fraktionierung); etwa 0,2 g in 20 ml Lösungsmittel, 1 ml auf 20 ml, Injektion von 0,5–1,0 µl (0,5 mg/ml) on-column; Identifizierung von POP, POS, POO, SOS und SOO anhand der Retentionszeiten gegen IRMM-801. Berechnung (9): Flächenanteil Pref,i = Aref,i / ΣAref,i × 100 %, Responsefaktor Fi = wref,i / Pref,i (wref,i — Massenanteil aus dem Zertifikat von IRMM-801), auf zwei Dezimalstellen; Anteile der fünf Triacylglycerole in der Probe wtest,i = Fi × Atest,i / Σ(Fi × Atest,i) × 100 %; CBE-Gehalt der Kakaobutter (bei POP + POS + POO + SOS + SOO = 100 %): cCBE,CB = 37,439 + 1,175 × POP − 1,939 × POS − 0,121 × POO + 0,982 × SOS − 0,097 × SOO, in g/100 g auf zwei Dezimalstellen; die Gleichung wurde an einem Kalibriersatz von 798 Mischungen von Kakaobutter mit CBE mit 10 %, 15 % und 20 % CBE ermittelt; die verbindliche Verwendung von IRMM-801 zur Kalibrierung und Systemprüfung gewährleistet die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen Laboratorien; in 99 % der Fälle, in denen für die Mischungen handelsübliche Fette verwendet wurden, übersteigt der Vorhersagefehler ± 2,60 % bezogen auf Kakaobutter nicht.

STATUS (Stand 03.10.2026). In der PKN-Suche (Suchbegriff „23275-2“, 03.10.2026) trägt PN-EN ISO 23275-2:2010 (polnische Fassung, „Wprowadza: EN ISO 23275-2:2008 [IDT], ISO 23275-2:2006 [IDT]“) keinen Rückzugsvermerk; PN-ISO 23275-2:2007 (polnische Fassung) — „Wycofana i zastąpiona przez PN-EN ISO 23275-2:2009 – wersja angielska“, und diese — zurückgezogen und ersetzt durch PN-EN ISO 23275-2:2010 in polnischer Fassung. Karte: Veröffentlichungsdatum 25.01.2010, 19 Seiten, KT 92 Nasion Roślin Oleistych, Tłuszczów Roślinnych i Zwierzęcych oraz ich Produktów Ubocznych, ohne Rückzugsvermerk. Im iTeh-Katalog (gelesen 03.10.2026) hat ISO 23275-2:2006 den Status „Published“, Stufe 90.92 (Internationale Norm zu überarbeiten), mit Datum 24.09.2026.

WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Daten bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 23275-2 steht in 4 Datensätzen bei 3 Laboratorien: AB 285, AB 370 (2), AB 705. In den aktuellen PCA-Dokumenten (gelesen 03.10.2026; AB 285 Ausgabe Nr. 28 vom 13.01.2026, AB 705 Ausgabe Nr. 21 vom 06.05.2026, AB 370 Ausgabe Nr. 25 vom 04.08.2026) steht die Nummer in 3 Zeilen bei denselben 3 Laboratorien; in jedem Dokument entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie. Die Form ist „PN-EN ISO 23275-2:2010“ — allein (AB 705) oder zusammen mit PN-EN ISO 23275-1:2009 und dem Bericht „Report EUR 22666 EN:2007“ (AB 285, AB 370). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-EN ISO 23275-2“) zeigt alle 3 Laboratorien — geprüft durch eine Abfrage des Reiters auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026.

WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen in PCA). Gegenstand: Schokolade ohne Zusätze (AB 705), Schokolade ohne Zusätze (AB 285), Schokoladen, Kuvertüren, Kakao (AB 370). Merkmal und Bereich: Gehalt an Kakaobutteräquivalenten (CBE) (1,0–7,0) % (AB 705); CBE-Gehalt (1,30–5,00) g CBE/100 g Schokolade und Milchfett (3,80–28,27) g/100 g Fett sowie in g/100 g Erzeugnis rechnerisch (AB 285); Anwesenheit und Gehalt von CBE und Milchfett (4–50) g/100 g Fett, auch in g/100 g Erzeugnis rechnerisch (AB 370). Technik: GC-FID.

WO LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ENTSTEHT. Bei der Kalibrierung: die PLS-Gleichung wurde an Mischungen mit 10 %, 15 % und 20 % CBE ermittelt (9.3) — AB 370 gibt einen Bereich bis 50 g/100 g Fett an, AB 705 ab 1,0 %, AB 285 ab 1,30 g/100 g Schokolade; außerhalb dieses Intervalls sagt der gelesene Teil der Norm nichts über den Vorhersagefehler. Beim Fehler: ± 2,60 % bezogen auf Kakaobutter in 99 % der Fälle (9.3) — das Ergebnis ist zusammen mit diesem Fehler zu lesen, besonders nahe der 5-%-Grenze. Bei der Einheit: der Gehalt in Kakaobutter (g/100 g Kakaobutter) und in Schokolade (g/100 g Schokolade) sind verschiedene Größen (2.2) — AB 370 gibt g/100 g Fett an, AB 285 g/100 g Schokolade, AB 705 „%“. Beim Fett: die Umrechnung auf Schokolade erfordert den Fettgehalt aus der Soxhlet-Extraktion nach saurer Hydrolyse (8.1); zwei Fettbestimmungen müssen innerhalb 0,1 % übereinstimmen. Bei der Matrix: die Norm gilt für Kakaobutter und Schokolade ohne Zusätze (1); Kuvertüren und Kakao (AB 370) sowie Milchfett (AB 285, AB 370) gehen über ihren Anwendungsbereich hinaus — beim Milchfett nennen beide Positionen auch den Bericht EUR 22666 EN:2007, den wir nicht gelesen haben. Bei der Anwesenheit: der Nachweis (JA/NEIN) ist Teil 1, gestützt auf drei Triacylglycerole und lineare Regression — die Zahl aus Teil 2 ersetzt nicht die Entscheidung aus Teil 1.

WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die Umrechnung des CBE-Gehalts auf Schokolade (9.4), die Anforderungen an die Systemeignung, Präzisionsdaten und Ringversuchsergebnisse geben wir nicht wieder — sie liegen außerhalb der Leseprobe. Den Inhalt der Richtlinie 2000/36/EG und des Berichts EUR 22666 EN:2007 geben wir nicht an.

Prinzip der Methode

Das Fett wird aus Schokolade nach Hydrolyse mit Salzsäure durch Extraktion mit Petrolether im Soxhlet-Apparat gewonnen (mit Bestimmung des Fettgehalts). Eine Fettlösung von 0,5 mg/ml wird durch hochauflösende Kapillargaschromatographie mit FID in die Triacylglycerole POP, POS, POO, SOS und SOO getrennt, mit Responsefaktoren aus der zertifizierten Kakaobutter IRMM-801. Die Anteile der fünf Triacylglycerole (Summe 100 %) werden in die PLS-Regressionsgleichung eingesetzt, die den CBE-Gehalt in g/100 g Kakaobutter liefert; die Umrechnung auf Schokolade berücksichtigt den Fettgehalt.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
STATUS (Stand 03.10.2026)PN-EN ISO 23275-2:2010 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; ISO 23275-2:2006 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten, seit 24.09.2026, iTeh)
Gleichung (9.3)cCBE,CB = 37,439 + 1,175 POP − 1,939 POS − 0,121 POO + 0,982 SOS − 0,097 SOO (g/100 g Kakaobutter)
Kalibrierung der Gleichung — Bereich des Satzes (9.3)798 Mischungen mit 10 %, 15 % und 20 % CBE
Vorhersagefehler — Obergrenze (9.3)± 2,60 % bezogen auf Kakaobutter in 99 % der Fälle
Fett in Schokolade (8.1)4–5 g, HCl 8 mol/l 15 min Sieden, Soxhlet 4 h > 30 Überläufe, 102 °C bis Massekonstanz; zwei Bestimmungen innerhalb 0,1 %
Chromatographie (5.7, 8.2)Säule 25–30 m × 0,25 mm, 50 % Polyphenylmethylsiloxan; 100 → 340 °C, 30 °C/min; Lösung 0,5 mg/ml, 0,5–1,0 µl
Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026)3 Laboratorien, 4 Datensätze in der Datenbankkopie und 3 Zeilen in PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN ISO 23275-2“) — alle 3 auf dem Produktivserver

Norm

Normnummer
PN-EN ISO 23275-2:2010
Titel (PL)
Oleje i tłuszcze roślinne oraz zwierzęce — Odpowiedniki tłuszczu kakaowego w tłuszczu kakaowym i w czekoladzie naturalnej — Część 2: Oznaczanie ilościowe odpowiedników tłuszczu kakaowego
Title (EN)
Animal and vegetable fats and oils — Cocoa butter equivalents in cocoa butter and plain chocolate — Part 2: Quantification of cocoa butter equivalents

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Vorbereitung

    IRMM-801 geschmolzen und gemischt; Schokolade gekühlt und gerieben (7). PN-EN ISO 23275-2:2010 ohne Rückzugsvermerk im PKN (03.10.2026).

  2. Hydrolyse und Fett

    4–5 g + 45 ml siedendes Wasser + 55 ml HCl 8 mol/l, 15 min Sieden, Filtration, Trocknung 2 h bei 100 °C, Soxhlet 4 h, 102 °C bis Massekonstanz; cfat in g/100 g (8.1).

  3. Chromatographie

    0,5 mg/ml, Injektion 0,5–1,0 µl; Identifizierung von POP, POS, POO, SOS, SOO gegen IRMM-801 (8.2, 8.3).

  4. Anteile

    Fi = wref,i / Pref,i aus IRMM-801; wtest,i für die fünf Triacylglycerole, Summe 100 % (9.1, 9.2).

  5. Ergebnis

    PLS-Gleichung → g CBE/100 g Kakaobutter; Umrechnung auf Schokolade nach 9.4 (außerhalb der Leseprobe) (9.3).

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Gaschromatograph mit FIDKalte On-Column-Injektion, Kapillarsäule 25–30 m (5.7)—
Soxhlet-ApparatHeber etwa 100 ml, Hülse 33 × 88 mm, Kolben 250 ml, Heizpilz (5.9)—
Trockenschrank 55 °CSchmelzen der Proben, IRMM-801 und Erwärmen der Pipetten (5.2)—
Küchenmaschine mit Motor über dem BehälterReiben gekühlter Schokolade (5.3)—
Waage 0,1 mgEinwaagen und Wägung des Fettes (5.1)—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Zertifiziertes Referenzmaterial IRMM-801—Kakaobutter — Responsefaktoren und Systemprüfung (4.1)
Salzsäure 8 mol/l—Hydrolyse der Schokolade vor der Extraktion (4.3, 8.1)
Petrolether und nicht chloriertes Lösungsmittel—Soxhlet-Extraktion; GC-Lösung — z. B. n-Heptan, Isooctan (4.2, 8.1)
Faltenfilter 15 cm—Filtration des Hydrolysats (4.4)

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 23275-2:2010 — „Animal and vegetable fats and oils — Cocoa butter equivalents in cocoa butter and plain chocolate — Part 2: Quantification of cocoa butter equivalents“.

Wie funktioniert diese Methode?

Das Fett wird aus Schokolade nach Hydrolyse mit Salzsäure durch Extraktion mit Petrolether im Soxhlet-Apparat gewonnen (mit Bestimmung des Fettgehalts). Eine Fettlösung von 0,5 mg/ml wird durch hochauflösende Kapillargaschromatographie mit FID in die Triacylglycerole POP, POS, POO, SOS und SOO getrennt, mit Responsefaktoren aus der zertifizierten Kakaobutter IRMM-801.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 23275-2:2010 (polnische Fassung) — ohne Rückzugsvermerk im PKN; ISO 23275-2:2006 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten, seit 24.09.2026, iTeh); Gleichung (9.3): cCBE,CB = 37,439 + 1,175 POP − 1,939 POS − 0,121 POO + 0,982 SOS − 0,097 SOO (g/100 g Kakaobutter); Kalibrierung der Gleichung — Bereich des Satzes (9.3): 798 Mischungen mit 10 %, 15 % und 20 % CBE; Vorhersagefehler — Obergrenze (9.3): ± 2,60 % bezogen auf Kakaobutter in 99 % der Fälle.

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Gaschromatograph mit FID, Soxhlet-Apparat, Trockenschrank 55 °C, Küchenmaschine mit Motor über dem Behälter, Waage 0,1 mg.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Quantitative Bestimmung von Kakaobutteräquivalenten in Kakaobutter und Schokolade ohne Zusätze, auf dem Niveau der 5-%-Grenze der Richtlinie 2000/36/EG (Einleitung, 1); Fettgehalt von Schokolade nach saurer Hydrolyse und Soxhlet-Extraktion (8.1); Schokolade ohne Zusätze, Schokoladen, Kuvertüren und Kakao — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien in PCA.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Siedende Salzsäure 8 mol/l — Arbeit im Abzug, Augen- und Handschutz; Petrolether und Diethylether — entzündbar; Extraktion fern von Zündquellen (Warnhinweis in 4).

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 23275-2.

🔍 Labor finden, das diese Prüfung durchführt