❄️ Betonfrostbeständigkeit

Bauwesen PN-B-06250

Kurz gefasst

Prüfung der Betonbeständigkeit gegen zyklisches Gefrieren und Auftauen. Die Prüfung erfolgt nach PN-B-06250:1988; Probekörperabmessungen: 100×100×100 mm. Das Verfahren umfasst 7 Schritte (insgesamt rund 35 Tage 9 Std. 25 Min.–35 Tage 13 Std. 25 Min.); eingesetzt wird sie unter anderem für: Qualifizierung von Beton für Expositionsklassen XF1–XF4 (PN-EN 206), Kontrolle von Beton für Brücken und Viadukte (GDDKiA), Prüfung von Betonstraßen- und Flughafenbefestigungen.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-B-06250:1988
  • Kategorie: Bauwesen
  • Verfahrensschritte: 7
  • Gesamtdauer der Schritte: 35 Tage 9 Std. 25 Min.–35 Tage 13 Std. 25 Min.
  • Probekörperabmessungen: 100×100×100 mm
  • Gefriertemperatur: -18 ± 2°C
  • Auftautemperatur: +18 ± 2°C

Übersicht

Die Frostbeständigkeit von Beton ist die Fähigkeit, mechanische Eigenschaften nach wiederholtem Gefrieren und Auftauen im wassergesättigten Zustand beizubehalten. Die Prüfung besteht darin, Probekörper Zyklen auszusetzen: Gefrieren (-18°C) → Auftauen (+18°C in Wasser) und Druckfestigkeit mit Referenzprobekörpern zu vergleichen.

Beton ist frostbeständig (Fxxx), wenn nach xxx Zyklen die Druckfestigkeitsminderung 20% nicht überschreitet und der Masseverlust 5% nicht überschreitet. Frostbeständigkeitsklassen: F50, F100, F150, F200, F300.

Frostbeständigkeit ist kritisch für: Brücken, Straßenbefestigungen, Gebäudefassaden, Wasserbauelemente, Beton, der Auftausalzen ausgesetzt ist. Im polnischen Klima sollte Beton, der direkter atmosphärischer Einwirkung ausgesetzt ist, mind. F150 aufweisen.

Prinzip der Methode

Würfelprobekörper 100 mm wassergesättigt werden Zyklen von Gefrieren (-18±2°C für mind. 4 h) und Auftauen (+18±2°C in Wasser für mind. 4 h) ausgesetzt. Nach bestimmter Anzahl von Zyklen (50, 100, 150, 200, 300) werden Probekörper auf Druckfestigkeit geprüft und mit Referenzprobekörpern in Wasser verglichen.

Kriterium: Festigkeitsminderung ≤20% und Masseverlust ≤5%. Beschleunigtes Verfahren verwendet 3% NaCl als Gefriermedium, simuliert Straßenbedingungen.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
Probekörperabmessungen100×100×100 mm
Gefriertemperatur-18 ± 2°C
Auftautemperatur+18 ± 2°C
Zykluszeitmind. 4 h Gefrieren + 4 h Auftauen
Kriteriumfc-Minderung ≤20%, Masseverlust ≤5%
KlassenF50, F100, F150, F200, F300

Norm

Normnummer
PN-B-06250:1988
Titel (PL)
Beton zwykły — Badanie mrozoodporności metodą zwykłą i przyspieszoną
Title (EN)
Ordinary concrete — Frost resistance testing by normal and accelerated method

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Probekörpervorbereitung

    12 Würfel 100 mm vorbereiten (6 zum Gefrieren, 6 Referenz). Reifung 28 Tage in Wasser 20±2°C.

    ⏱ Zeit: 28 Tage • 🌡 Temperatur: 20°C

  2. Wassersättigung

    Probekörper 7 Tage in Wasser tauchen (vollständige Kapillarsättigung). Wiegen (Masse m₀).

    ⏱ Zeit: 7 Tage

  3. Gefrieren

    Gesättigte Probekörper in Gefrierkammer -18±2°C stellen. Mind. 4 h nach Erreichen der Temperatur im Probekörperkern.

    ⏱ Zeit: 4–6 h • 🌡 Temperatur: -18°C

  4. Auftauen

    In Wasserbecken +18±2°C überführen. Mind. 4 h. Das ist 1 Zyklus. Bis zur erforderlichen Zyklusanzahl wiederholen.

    ⏱ Zeit: 4–6 h • 🌡 Temperatur: +18°C

  5. Massenkontrolle

    Alle 25 Zyklen Probekörper wiegen. Masseverlust berechnen Δm = (m₀ - mn)/m₀ × 100%. Max. 5%.

    ⏱ Zeit: 10 min

  6. Festigkeitsprüfung

    Nach Erreichen der Zielzyklusanzahl Druckfestigkeit der gefrorenen und Referenzprobekörper nach PN-EN 12390-3 prüfen.

    ⏱ Zeit: 1 h

  7. Bewertung

    Festigkeitsminderung Δfc = (fc,ref - fc,frost)/fc,ref × 100%. Frostbeständiger Beton: Δfc ≤ 20% und Δm ≤ 5%.

    ⏱ Zeit: 15 min

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
GefrierkammerWeiss Technik WK3, CTS C-40/200, -18°C min.40.000–100.000 PLN
AuftaubeckenStahl/PE, mit Temperaturregelung 18±2°C5.000–15.000 PLN
DruckpresseControls Automax, bis 3000 kN80.000–200.000 PLN
LaborwaageRadwag WLC 6, Genauigkeit 0,1 g2.000–5.000 PLN
MessschieberMitutoyo 500-196, Genauigkeit 0,01 mm200–800 PLN

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
LeitungswasserZur Sättigung und zum Auftauen von Probekörpern
3% NaCl-Lösung7647-14-5Beschleunigtes Verfahren — Straßensalzsimulation

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-B-06250:1988 — „Ordinary concrete — Frost resistance testing by normal and accelerated method“.

Wie funktioniert diese Methode?

Würfelprobekörper 100 mm wassergesättigt werden Zyklen von Gefrieren (-18±2°C für mind. 4 h) und Auftauen (+18±2°C in Wasser für mind.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

Probekörperabmessungen: 100×100×100 mm; Gefriertemperatur: -18 ± 2°C; Auftautemperatur: +18 ± 2°C; Zykluszeit: mind. 4 h Gefrieren + 4 h Auftauen.

Wie lange dauert die Prüfung?

Die für die einzelnen Schritte angegebenen Zeiten ergeben zusammen rund 35 Tage 9 Std. 25 Min.–35 Tage 13 Std. 25 Min. Das Verfahren umfasst 7 Schritte.

Welche Geräte werden benötigt?

Gefrierkammer, Auftaubecken, Druckpresse, Laborwaage, Messschieber. Richtpreis für das Kerngerät (Gefrierkammer): 40.000–100.000 PLN.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Qualifizierung von Beton für Expositionsklassen XF1–XF4 (PN-EN 206); Kontrolle von Beton für Brücken und Viadukte (GDDKiA); Prüfung von Betonstraßen- und Flughafenbefestigungen; Qualifizierung von Betonfertigteilen (Bordsteine, Gehwegplatten); Bewertung der Dauerhaftigkeit von Betonfassaden; Prüfung von Wasserbaubeton (Schleusen, Dämme).

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Gefrierkammer — Erfrierungsgefahr, wärmeisolierende Handschuhe; Hydraulische Presse — Quetschgefahr, Schutzschilde; Probekörpergewicht — Ergonomie des wiederholten Hebens; NaCl — Gerätekorrosion, nach Kontakt waschen.

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-B-06250.

🔍 Labor finden, das diese Prüfung durchführt