❄️ Betonfrostbeständigkeit

Bauwesen PN-B-06250

Prüfung der Betonbeständigkeit gegen zyklisches Gefrieren und Auftauen. Kritischer Dauerhaftigkeitsparameter für Konstruktionen, die atmosphärischen Bedingungen im gemäßigten Klima ausgesetzt sind.

Übersicht

Die Frostbeständigkeit von Beton ist die Fähigkeit, mechanische Eigenschaften nach wiederholtem Gefrieren und Auftauen im wassergesättigten Zustand beizubehalten. Die Prüfung besteht darin, Probekörper Zyklen auszusetzen: Gefrieren (-18°C) → Auftauen (+18°C in Wasser) und Druckfestigkeit mit Referenzprobekörpern zu vergleichen.

Beton ist frostbeständig (Fxxx), wenn nach xxx Zyklen die Druckfestigkeitsminderung 20% nicht überschreitet und der Masseverlust 5% nicht überschreitet. Frostbeständigkeitsklassen: F50, F100, F150, F200, F300.

Frostbeständigkeit ist kritisch für: Brücken, Straßenbefestigungen, Gebäudefassaden, Wasserbauelemente, Beton, der Auftausalzen ausgesetzt ist. Im polnischen Klima sollte Beton, der direkter atmosphärischer Einwirkung ausgesetzt ist, mind. F150 aufweisen.

Prinzip der Methode

Würfelprobekörper 100 mm wassergesättigt werden Zyklen von Gefrieren (-18±2°C für mind. 4 h) und Auftauen (+18±2°C in Wasser für mind. 4 h) ausgesetzt. Nach bestimmter Anzahl von Zyklen (50, 100, 150, 200, 300) werden Probekörper auf Druckfestigkeit geprüft und mit Referenzprobekörpern in Wasser verglichen.

Kriterium: Festigkeitsminderung ≤20% und Masseverlust ≤5%. Beschleunigtes Verfahren verwendet 3% NaCl als Gefriermedium, simuliert Straßenbedingungen.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
Probekörperabmessungen100×100×100 mm
Gefriertemperatur-18 ± 2°C
Auftautemperatur+18 ± 2°C
Zykluszeitmind. 4 h Gefrieren + 4 h Auftauen
Kriteriumfc-Minderung ≤20%, Masseverlust ≤5%
KlassenF50, F100, F150, F200, F300

Norm

Normnummer
PN-B-06250:1988
Titel (PL)
Beton zwykły — Badanie mrozoodporności metodą zwykłą i przyspieszoną
Title (EN)
Ordinary concrete — Frost resistance testing by normal and accelerated method

Schritt-für-Schritt-Verfahren

1. Probekörpervorbereitung

12 Würfel 100 mm vorbereiten (6 zum Gefrieren, 6 Referenz). Reifung 28 Tage in Wasser 20±2°C.

⏱ Zeit: 28 Tage • 🌡 Temperatur: 20°C

2. Wassersättigung

Probekörper 7 Tage in Wasser tauchen (vollständige Kapillarsättigung). Wiegen (Masse m₀).

⏱ Zeit: 7 Tage

3. Gefrieren

Gesättigte Probekörper in Gefrierkammer -18±2°C stellen. Mind. 4 h nach Erreichen der Temperatur im Probekörperkern.

⏱ Zeit: 4–6 h • 🌡 Temperatur: -18°C

4. Auftauen

In Wasserbecken +18±2°C überführen. Mind. 4 h. Das ist 1 Zyklus. Bis zur erforderlichen Zyklusanzahl wiederholen.

⏱ Zeit: 4–6 h • 🌡 Temperatur: +18°C

5. Massenkontrolle

Alle 25 Zyklen Probekörper wiegen. Masseverlust berechnen Δm = (m₀ - mn)/m₀ × 100%. Max. 5%.

⏱ Zeit: 10 min

6. Festigkeitsprüfung

Nach Erreichen der Zielzyklusanzahl Druckfestigkeit der gefrorenen und Referenzprobekörper nach PN-EN 12390-3 prüfen.

⏱ Zeit: 1 h

7. Bewertung

Festigkeitsminderung Δfc = (fc,ref - fc,frost)/fc,ref × 100%. Frostbeständiger Beton: Δfc ≤ 20% und Δm ≤ 5%.

⏱ Zeit: 15 min

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
GefrierkammerWeiss Technik WK3, CTS C-40/200, -18°C min.40.000–100.000 PLN
AuftaubeckenStahl/PE, mit Temperaturregelung 18±2°C5.000–15.000 PLN
DruckpresseControls Automax, bis 3000 kN80.000–200.000 PLN
LaborwaageRadwag WLC 6, Genauigkeit 0,1 g2.000–5.000 PLN
MessschieberMitutoyo 500-196, Genauigkeit 0,01 mm200–800 PLN

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
LeitungswasserZur Sättigung und zum Auftauen von Probekörpern
3% NaCl-Lösung7647-14-5Beschleunigtes Verfahren — Straßensalzsimulation

Arbeitsschutz und Sicherheit

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