🍎 Leitfaden zur Auswahl der Prüfbedingungen und Prüfverfahren für die Gesamtmigration aus Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt — Prüfarten (Migrationsprüfungen mit Prüflebensmitteln, Ersatzprüfungen mit Isooctan, 95 % Ethanol und modifiziertem Polyphenylenoxid, alternative Prüfungen mit flüchtigen Medien, Extraktionsprüfungen), Prüflebensmittel A–D, Auswahl nach Lebensmittelart (Tabellen 1 und 2) und Reduktionsfaktoren 2–5 für fetthaltige Lebensmittel, PN-EN 1186-1
Kurz gefasst
Die Gesamtmigration ist die Masse des Materials, die aus einem Kunststoff in ein Prüflebensmittel oder Prüfmedium übergeht. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 1186-1:2005; STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 1186-1:2005 (polnische Fassung) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 1186-1:2002 — „Published“ (iTeh). Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt — Auswahl der Prüfung auf Gesamtmigration (1), Wahl der Prüflebensmittel nach Lebensmittelart und Kennzeichnung des Gegenstands (6, Tabellen 1 und 2), Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, Verpackungen und Folien — Gesamtmigration zusammen mit PN-EN 1186-3 in den Akkreditierungsumfängen von 5 Laboratorien in PCA.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 1186-1:2005
- Kategorie: Lebensmittelchemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 1186-1:2005 (polnische Fassung) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 1186-1:2002 — „Published“ (iTeh)
- Prüflebensmittel (5.1, 5.2): A — Wasser; B — 3 % (m/V) Essigsäure; C — 10 % (V/V) Ethanol; D — rektifiziertes Olivenöl oder Triglyceride, Sonnenblumen-, Maisöl
- Ersatzmedien (5.3.1): Isooctan, 95 % Ethanol, modifiziertes Polyphenylenoxid (MPPO)
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN 1186-1:2002 (Text der EN 1186-1:2002, englisch): vom Titelblatt über Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung und die Abschnitte 1–5 bis zu Abschnitt 6 mit Tabelle 2 bis einschließlich Position 05.02 (Fette und Öle) auf Seite 13. Außerhalb der Leseprobe bleiben der Rest von Tabelle 2 und Abschnitt 6, die Abschnitte 7 (Bedingungen der Migrations-, Ersatz- und alternativen Prüfungen), 8 (Geräte), 9 (Proben und Geometrie), 10 (Verfahren mit fetthaltigen Prüflebensmitteln), 11 (Präzision), 12 (Prüfberichte) sowie die Anhänge A–C und ZA.
NACH DEM TEXT DER EN 1186-1:2002 (Vorwort, Einleitung, Abschnitte 1–6, Tabellen 1–2 bis 05.02). Die Norm wurde von CEN/TC 194 „Bedarfsgegenstände in Kontakt mit Lebensmitteln“ (Sekretariat BSI) im Auftrag der Europäischen Kommission und der EFTA erarbeitet; CEN hat sie am 05.01.2002 angenommen, sie ersetzte ENV 1186-1:1994; das Vorwort empfiehlt, vor der Prüfung die neuesten Richtlinien heranzuziehen, da das EU-Recht für Kunststoffe im Lebensmittelkontakt damals unvollständig war; die Reihe EN 1186 hat die Teile 2–15 (u. a. 2 und 3 — völliges Eintauchen in Olivenöl und in wässrige Prüflebensmittel, 4 und 5 — Zelle, 6 und 7 — Beutel, 8 und 9 — Füllen des Gegenstands, 13 — hohe Temperaturen, 14 — Ersatzprüfungen, 15 — alternative Verfahren). Einleitung: es gibt kein einzelnes Verfahren für alle Temperaturen und Prüflebensmittel; Teil 1 berät bei der Auswahl von Prüfart, Bedingungen und Verfahren und sollte vor Festlegung des Prüfprotokolls vollständig gelesen werden; für die meisten Gegenstände eignen sich die Teile 2–9; empfohlen werden Validierung an zertifizierten Referenzproben und Teilnahme an Eignungsprüfungen. Anwendungsbereich (1): Leitfaden zur Auswahl der Bedingungen und Verfahren für die Gesamtmigration in Prüflebensmittel und Prüfmedien aus Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt. Begriffe (3): u. a. Endprodukt, Probe, Probekörper, Prüfstück; Prüflebensmittel; Migrationsprüfung; Ersatzprüfung (Prüfmedien unter konventionellen Bedingungen, wenn die Migrationsprüfung nicht durchführbar ist); Prüfmedien — Isooctan, 95 % Ethanol in wässriger Lösung, modifiziertes Polyphenylenoxid (MPPO); alternative Prüfung (flüchtige Medien statt fetthaltiger Prüflebensmittel); Extraktionsprüfungen (Medien mit sehr starker Extraktion unter strengen Bedingungen); Gesamtmigration — in das Prüflebensmittel oder Prüfmedium übergegangene Materialmasse; Reduktionsfaktor — Zahlen von 2 bis 5 für bestimmte fetthaltige Lebensmittel zur Berücksichtigung der größeren Extraktionskraft des Prüflebensmittels; Beutel, umgekehrter Beutel, Zelle; Wiederholbarkeit r und Vergleichbarkeit R (Wahrscheinlichkeit 95 %). Prüfarten (4): Migration — Prüflebensmittel unter konventionellen Bedingungen; Ersatzprüfung — wenn die Prüfung mit fetthaltigem Prüflebensmittel technisch nicht durchführbar ist (z. B. Störungen, unvollständige Ölextraktion, instabile Kunststoffmasse, übermäßige Fettaufnahme, Reaktion von Bestandteilen mit dem Fett): alle Medien, je ein neuer Probekörper, Reduktionsfaktoren 2–5, für die Konformität — das höchste Ergebnis; alternative Prüfung mit flüchtigen Medien — zulässig, wenn sie in einem Vergleichsversuch gleiche oder höhere Werte als die Migrationsprüfung mit fetthaltigem Prüflebensmittel ergibt und nach Reduktionsfaktoren den Grenzwert nicht überschreitet, sonst ist die Migrationsprüfung durchzuführen; Extraktionsprüfung — wenn wissenschaftlich anerkannt ist, dass sie gleiche oder höhere Ergebnisse als mit Prüflebensmittel D liefert. Prüflebensmittel und Medien (5): A — destilliertes oder gleichwertiges Wasser, B — 3 % (m/V) Essigsäure (30 g Essigsäure je 1 l), C — 10 % (V/V) Ethanol (bei Getränken über 10 % — Ethanol ähnlicher Stärke); wässrige Prüflebensmittel müssen nach Eindampfen und Trocknen bei 105–110 °C einen Rückstand unter 5 mg/l ergeben; D — rektifiziertes Olivenöl als „Bezugsprüflebensmittel D“, ersetzbar durch ein synthetisches Triglyceridgemisch, Sonnenblumen- oder Maisöl mit genormten Eigenschaften (Anhang A). Auswahl (6): nach Anmerkung sah Richtlinie 85/572/EWG 15 % Ethanol als Prüflebensmittel C vor, ersetzt durch 10 % Ethanol mit Richtlinie 97/48/EG; Gegenstand für alle Lebensmittelarten — Prüflebensmittel B, C und D ohne Reduktionsfaktoren, bei Grenzwertüberschreitung mit einem anderen Prüflebensmittel D als Olivenöl — Bestätigung mit Olivenöl, wenn technisch möglich; Tabelle 1 — Auswahl bei allgemeiner Angabe (z. B. nur wässrige Lebensmittel — A, saure — B, alkoholische — C, fetthaltige — D, alle fetthaltigen, alkoholischen und sauren — D, C und B); Tabelle 2 — Liste der Lebensmittel mit „X“ für die Prüflebensmittel, mit Reduktionsfaktor (z. B. X/5, X/3, X/2) und „X(a)“ — Prüflebensmittel A bei pH über 4,5, Prüflebensmittel B bei pH 4,5 oder darunter; eine spezielle Position hat Vorrang vor einer allgemeinen.
STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche (Begriff „PN-EN 1186-1“, 03.10.2026) zeigt PN-EN 1186-1:2005 (polnische Fassung, „Führt ein: EN 1186-1:2002 [IDT]“) ohne Zurückziehungsvermerk und die zurückgezogene PN-EN 1186-1:2003 (englische Fassung, ersetzt durch PN-EN 1186-1:2005); die übrigen Positionen sind die Teile 10–15 der Reihe (u. a. PN-EN 1186-15:2010 zurückgezogen und ersetzt durch PN-EN 1186-3:2023-01). Im iTeh-Katalog (abgerufen am 03.10.2026) hat EN 1186-1:2002 den Status „Published“. Die Gesamtmigration in wässrige Prüflebensmittel durch völliges Eintauchen beschreibt ein eigener Eintrag zu PN-EN 1186-3.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Einspielung bis 17.09.2026, abgerufen am 03.10.2026). Die Nummer 1186-1 (ohne Teile 10–15) steht in 12 Datensätzen bei 5 Laboratorien: AB 185, AB 311, AB 451 (5), AB 910, AB 1296 (4). In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen am 03.10.2026, Ausgaben vom 31.10.2023 bis 06.07.2026) steht die Nummer in 12 Zeilen derselben Laboratorien (AB 451 — 5, AB 1296 — 4, die übrigen je 1). Stets zusammen mit PN-EN 1186-3:2023-01 (bei AB 910 auch mit den Teilen 5, 7, 9, 14, 15 und anderen, flexibler Umfang „E“). Schreibweise „PN-EN 1186-1:2005“ (AB 451), „PN-EN 1186-1 :2005“ mit Leerzeichen (AB 311), „PN EN 1186-1:2005“ ohne Bindestrich (AB 185), „PN-EN 1186-1:2005 z wył. p. 5, 6, 7, 10“ (ohne die Punkte 5, 6, 7, 10) nach PN-EN 1186-3:2023-01 (AB 1296), „PN-EN 1186-1“ ohne Jahr (AB 910). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Begriff „PN-EN 1186-1“) zeigt 4 Laboratorien: AB 311, AB 451, AB 910 und AB 1797 — letzteres wegen PN-EN 1186-13 (der Begriff ist ein Präfix); AB 185 steht unter „PN EN 1186-1“ und AB 1296 unter „PN-EN 1186-3“ — geprüft mit Abfragen des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen in PCA). Materialien und Gegenstände aus Kunststoff für den Lebensmittelkontakt (AB 185, AB 1296; bei AB 451 Verpackungsmaterialien, bei AB 311 Verpackungsfolie und andere Gegenstände), Materialien und Gegenstände für den Lebensmittelkontakt (AB 910, „E“). Merkmale: Gesamtmigration in wässrige Prüflebensmittel — durch völliges Eintauchen, in der Zelle, im Beutel, durch Füllen des Gegenstands (AB 451, AB 1296), in Ersatzmedien (Isooctan, 95 % Ethanol), bei AB 311 Wasser, 3 % Essigsäure, 10 %, 20 % und 50 % Ethanol und Ersatzmedien; gravimetrisches Verfahren. Beispielbereiche: Wasser (0,5–12,0) mg/dm2, Isooctan und 95 % Ethanol (0,5–13,0) mg/dm2 (AB 1296), Isooctan (0,54–12,00) mg/dm2 (AB 451). Ethanol 20 % und 50 % ist unter den Prüflebensmitteln A–C in 5.1 nicht genannt (5.1 lässt Ethanol ähnlicher Stärke wie ein Getränk über 10 % zu).
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Bei der Wahl des Prüflebensmittels: nach dem Verwendungszweck des Gegenstands — Tabelle 1 bei allgemeiner Angabe, Tabelle 2 für ein bestimmtes Lebensmittel; spezielle vor allgemeiner Position (6.2). Bei „X(a)“: Prüflebensmittel A bei pH > 4,5, B bei pH ≤ 4,5 (6.2). Bei Reduktionsfaktoren: 2–5 nur für die angegebenen fetthaltigen Lebensmittel; bei Kontakt mit allen Lebensmittelarten — ohne sie (3.14, 6.1). Bei Ersatzprüfungen: alle Medien, jeweils an einem neuen Probekörper, das höchste Ergebnis zählt (4.2). Bei alternativen Prüfungen: ein Vergleichsversuch mit fetthaltigem Prüflebensmittel ist erforderlich (4.3.1). Bei wässrigen Prüflebensmitteln: Rückstand unter 5 mg/l (5.1). Bei Grenzwertüberschreitung mit einem anderen Prüflebensmittel D als Olivenöl — Bestätigung mit Olivenöl (6.1).
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die Zeit- und Temperaturbedingungen der Prüfungen (Abschnitt 7), Geräte, Probengeometrie, Verfahren mit fetthaltigen Prüflebensmitteln, Präzision, Toleranzen für Zeit und Temperatur (Anhang B) und den Rest von Tabelle 2 haben wir nicht gelesen. Ebenso wenig geben wir Gesamtmigrationsgrenzwerte aus der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 an oder ob die Auswahl der Prüflebensmittel nach den Richtlinien von 2002 dem geltenden Recht entspricht.
Prinzip der Methode
Prüfart und Prüflebensmittel werden nach dem Verwendungszweck des Kunststoffgegenstands ausgewählt: Migrationsprüfung mit den Prüflebensmitteln A (Wasser), B (3 % Essigsäure), C (10 % Ethanol) und D (Olivenöl oder anderes fetthaltiges Prüflebensmittel), und wenn die Prüfung mit fetthaltigem Prüflebensmittel technisch nicht durchführbar ist — Ersatzprüfung mit Isooctan, 95 % Ethanol und MPPO oder alternative Prüfung mit flüchtigen Medien. Die Tabellen 1 und 2 geben die Prüflebensmittel nach Lebensmittelart an, mit Reduktionsfaktoren 2–5 für bestimmte fetthaltige Lebensmittel; die Bestimmung selbst erfolgt nach den weiteren Teilen der EN 1186.
Anwendungen
- Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt — Auswahl der Prüfung auf Gesamtmigration (1)
- Wahl der Prüflebensmittel nach Lebensmittelart und Kennzeichnung des Gegenstands (6, Tabellen 1 und 2)
- Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, Verpackungen und Folien — Gesamtmigration zusammen mit PN-EN 1186-3 in den Akkreditierungsumfängen von 5 Laboratorien in PCA
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | PN-EN 1186-1:2005 (polnische Fassung) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 1186-1:2002 — „Published“ (iTeh) |
| Prüflebensmittel (5.1, 5.2) | A — Wasser; B — 3 % (m/V) Essigsäure; C — 10 % (V/V) Ethanol; D — rektifiziertes Olivenöl oder Triglyceride, Sonnenblumen-, Maisöl |
| Ersatzmedien (5.3.1) | Isooctan, 95 % Ethanol, modifiziertes Polyphenylenoxid (MPPO) |
| Reduktionsfaktor (3.14, 6.2) | 2–5 für bestimmte fetthaltige Lebensmittel (z. B. X/5, X/3, X/2 in Tabelle 2) |
| Kontakt mit allen Lebensmittelarten (6.1) | Prüflebensmittel B, C und D ohne Reduktionsfaktoren |
| Wahl A/B (6.2) | „X(a)“: pH > 4,5 — Prüflebensmittel A, pH ≤ 4,5 — B |
| Reinheit wässriger Prüflebensmittel (5.1) | Rückstand < 5 mg/l nach Trocknung bei 105–110 °C |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen am 03.10.2026) | 5 Laboratorien, 12 Datensätze in der Datenbankkopie und 12 Zeilen in PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 1186-1“) — 3 davon auf dem Produktionsserver (plus AB 1797 über PN-EN 1186-13), AB 185 unter „PN EN 1186-1“, AB 1296 unter „PN-EN 1186-3“ |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 1186-1:2005
- Titel (PL)
- Materiały i wyroby przeznaczone do kontaktu z produktami spożywczymi — Tworzywa sztuczne — Część 1: Przewodnik dotyczący wyboru warunków i metod badań migracji globalnej
- Title (EN)
- Materials and articles in contact with foodstuffs — Plastics — Part 1: Guide to the selection of conditions and test methods for overall migration
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Verwendungszweck
Festlegen, mit welchen Lebensmitteln der Gegenstand in Kontakt kommt (alle Arten, allgemeine Angabe, bestimmtes Lebensmittel). PN-EN 1186-1:2005 ohne Zurückziehungsvermerk (03.10.2026).
-
Prüflebensmittel
Nach 6.1, Tabelle 1 oder Tabelle 2; Reduktionsfaktoren nur wo angegeben.
-
Prüfart
Migration; wenn mit fetthaltigem Prüflebensmittel nicht durchführbar — Ersatzprüfung (alle Medien) oder alternative Prüfung (mit Vergleichsversuch).
-
Verfahren
Bestimmung nach dem zutreffenden Teil der EN 1186 (z. B. EN 1186-3 — völliges Eintauchen in wässrige Prüflebensmittel).
-
Bedingungen
Zeit und Temperatur nach Abschnitt 7 und Toleranzen nach Anhang B (nicht gelesen).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Zelle, Beutel, Gegenstände zum Füllen | Kontaktformen nach den Teilen 2–9 der EN 1186; Halterungen und Zellen in Anhang C (nicht gelesen) | — |
| Trockenschrank | Kontrolle des Rückstands wässriger Prüflebensmittel bei 105–110 °C (5.1) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Prüflebensmittel A, B, C | — | Destilliertes Wasser, 3 % (m/V) Essigsäure (30 g/l), 10 % (V/V) Ethanol (5.1) |
| Prüflebensmittel D | — | Rektifiziertes Olivenöl oder Triglyceridgemisch, Sonnenblumen-, Maisöl (5.2, Anhang A) |
| Ersatz- und alternative Medien | — | Isooctan, 95 % Ethanol, MPPO; andere flüchtige Medien (5.3) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Isooctan und Ethanol — entzündbare Flüssigkeiten; Arbeiten im Abzug
- Heißes Olivenöl und Trockenschrank — Verbrennungsgefahr
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 1186-1:2005 — „Materials and articles in contact with foodstuffs — Plastics — Part 1: Guide to the selection of conditions and test methods for overall migration“.
Wie funktioniert diese Methode?
Prüfart und Prüflebensmittel werden nach dem Verwendungszweck des Kunststoffgegenstands ausgewählt: Migrationsprüfung mit den Prüflebensmitteln A (Wasser), B (3 % Essigsäure), C (10 % Ethanol) und D (Olivenöl oder anderes fetthaltiges Prüflebensmittel), und wenn die Prüfung mit fetthaltigem Prüflebensmittel technisch nicht durchführbar ist — Ersatzprüfung mit Isooctan, 95 % Ethanol und MPPO oder alternative Prüfung mit flüchtigen Medien. Die Tabellen 1 und 2 geben die Prüflebensmittel nach Lebensmittelart an, mit Reduktionsfaktoren 2–5 für bestimmte fetthaltige Lebensmittel; die Bestimmung selbst erfolgt nach den weiteren Teilen der EN 1186.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 1186-1:2005 (polnische Fassung) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 1186-1:2002 — „Published“ (iTeh); Prüflebensmittel (5.1, 5.2): A — Wasser; B — 3 % (m/V) Essigsäure; C — 10 % (V/V) Ethanol; D — rektifiziertes Olivenöl oder Triglyceride, Sonnenblumen-, Maisöl; Ersatzmedien (5.3.1): Isooctan, 95 % Ethanol, modifiziertes Polyphenylenoxid (MPPO); Reduktionsfaktor (3.14, 6.2): 2–5 für bestimmte fetthaltige Lebensmittel (z. B. X/5, X/3, X/2 in Tabelle 2).
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Zelle, Beutel, Gegenstände zum Füllen, Trockenschrank.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt — Auswahl der Prüfung auf Gesamtmigration (1); Wahl der Prüflebensmittel nach Lebensmittelart und Kennzeichnung des Gegenstands (6, Tabellen 1 und 2); Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, Verpackungen und Folien — Gesamtmigration zusammen mit PN-EN 1186-3 in den Akkreditierungsumfängen von 5 Laboratorien in PCA.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Isooctan und Ethanol — entzündbare Flüssigkeiten; Arbeiten im Abzug; Heißes Olivenöl und Trockenschrank — Verbrennungsgefahr.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 1186-1.