⚗️ Bestimmung ausgewählter leichtflüchtiger organischer Verbindungen in Wasser — ein genaues Volumen unfiltrierter Probe wird gasdicht in einem Headspace-Gläschen verschlossen, bis zum Gleichgewicht zwischen Wasser und Gasphase erwärmt, und ein abgemessenes Volumen der Gasphase wird gaschromatographisch mit massenspektrometrischer Detektion bestimmt; 54 Verbindungen aus Tabelle 1 (u. a. Trihalogenmethane, Tri- und Tetrachlorethen, 1,2-Dichlorethan, Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole, Trichlorbenzole, MTBE, ETBE, TAME, Vinylchlorid), ab 0,1 µg/l, mit internem Standard und Salzzugabe, PN-EN ISO 20595
Kurz gefasst
Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (z. B. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 20595:2023-02; Anwendungsbereich (1): > 0,1 µg/l; Trink-, Grund-, Oberflächenwasser, gereinigtes Abwasser; weitere Verbindungen nach Prüfung. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Trink-, Grund-, Oberflächenwasser und gereinigtes Abwasser — 54 flüchtige Verbindungen aus Tabelle 1 ab 0,1 µg/l (1), Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (Trihalogenmethane, Tri- und Tetrachlorethen, Dichlorethane, Vinylchlorid) und Benzinbestandteile (BTEX, MTBE, ETBE, TAME) (1, Tabelle 1), Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch und Schwimmbeckenwasser — Trihalogenmethane, BTEX, Chlorethene, Trichlorbenzole, Vinylchlorid — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN ISO 20595:2023-02
- Kategorie: Physikochemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 20595:2023-02 (englische Fassung, führt EN ISO 20595:2022 und ISO 20595:2018 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); ISO 20595:2018 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten) seit 09.03.2026 (iTeh)
- Anwendungsbereich (1): > 0,1 µg/l; Trink-, Grund-, Oberflächenwasser, gereinigtes Abwasser; weitere Verbindungen nach Prüfung
- Verbindungen (Tabelle 1): 54, darunter THM, Chlorethene, Dichlorethane, Chlorbenzole, BTEX, Styrol, Naphthalin, MTBE, ETBE, TAME, Vinylchlorid
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in zwei iTeh-Leseproben: SIST EN ISO 20595:2023 (englischer Text) — Titelblatt und Europäisches Vorwort der EN ISO 20595:2022, Inhaltsverzeichnis, ISO-Vorwort und Einleitung — sowie ISO 20595:2018 (englischer Text) — vom Titelblatt über die Abschnitte 1–7 bis Abschnitt 8 (Probenahme) auf Seite 6. Außerhalb der Leseproben bleiben Durchführung (9, einschließlich Blindwertkontrolle und Identifizierung der Verbindungen), Kalibrierung (10), Auswertung (11), Angabe der Ergebnisse (12), Prüfbericht (13) und die Anhänge A–D (Beispiel Säule, Gläschen und Septum; Beispiele interner Standards; Beispiel Headspace- und GC-Bedingungen; Verfahrenskenndaten).
NACH DEM TEXT DER ISO 20595:2018 UND EN ISO 20595:2022. Die erste ISO-Ausgabe (2018-01) wurde von ISO/TC 147 „Wasserbeschaffenheit“, Unterkomitee SC 2 „Physikalische, chemische und biochemische Verfahren“ erarbeitet; der Text wurde als EN ISO 20595:2022 vom CEN/TC 230 „Wasseranalytik“ (Sekretariat DIN) übernommen, CEN nahm ihn am 19.09.2022 unverändert an, die nationale Umsetzung hatte spätestens im März 2023 zu erfolgen. Nach der Einleitung gibt es verschiedene Verfahren für leichtflüchtige organische Verbindungen in Wasser, und dieses Dokument beschreibt GC-MS mit statischer Headspace-Technik. Anwendungsbereich (1): Bestimmung ausgewählter flüchtiger organischer Verbindungen in Wasser (Tabelle 1) — u. a. leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe sowie Benzinbestandteile (BTXE, TAME, MTBE und ETBE) — in Trinkwasser, Grundwasser, Oberflächenwasser und gereinigtem Abwasser bei Massenkonzentrationen > 0,1 µg/l; die untere Anwendungsgrenze hängt von der Verbindung, dem Blindwert und der Matrix ab; die Anwendbarkeit auf weitere flüchtige Verbindungen ist nicht ausgeschlossen, wird aber im Einzelfall geprüft. Tabelle 1 (Name, Formel, CAS, EG-Nummer, molare Masse) — 54 Verbindungen, darunter: Allylchlorid, Benzol, Biphenyl, Bromdichlormethan, Chlorbenzol, Chloropren, 2-, 3- und 4-Chlortoluol, Dibromchlormethan, 1,2-Dibromethan, 1,2-, 1,3- und 1,4-Dichlorbenzol, Dichlordiisopropylether, 1,1- und 1,2-Dichlorethan, 1,1-, cis- und trans-1,2-Dichlorethen, Dichlormethan, 1,2-Dichlorpropan, cis- und trans-1,3-Dichlorpropen, 2,3-Dichlorpropen, TAME, Ethylbenzol, ETBE, Hexachlorbutadien, Hexachlorethan, Cumol, MTBE, Naphthalin, n-Propylbenzol, 1,1,1,2-Tetrachlorethan, Tetrachlorethen, Tetrachlormethan, Toluol, Bromoform, 1,2,3-, 1,2,4- und 1,3,5-Trichlorbenzol, 1,1,1- und 1,1,2-Trichlorethan, Trichlorethen, Chloroform, 1,1,2-Trichlortrifluorethan, 1,2,4- und 1,3,5-Trimethylbenzol, Styrol, Vinylchlorid sowie o-, m- und p-Xylol; nach Fußnoten sind Allylchlorid und Vinylchlorid nicht langzeitstabil, und m- und p-Xylol können koeluieren. Verweisungen (2): ISO 3696 und ISO 5667-3, -4, -5, -6, -10, -11. Begriffe (3): keine. Prinzip (4): ein genaues Volumen unfiltrierter Wasserprobe wird gasdicht in einem Headspace-Gläschen verschlossen und erwärmt; nach Einstellung des Gleichgewichts zwischen den im Wasser gelösten und den in der Gasphase darüber befindlichen Verbindungen wird ein genaues Gasvolumen entnommen und gaschromatographisch mit massenspektrometrischer Detektion bestimmt. Störungen (5): Eine Probe mit mehreren flüssigen Phasen wird mit einem anderen Verfahren untersucht; einige Verbindungen der Tabelle 1 sind in Laboratorien häufig verwendete Lösemittel — ihre Dämpfe in der Laborluft können zu Überbefunden führen, daher sind regelmäßige Blindwertuntersuchungen unerlässlich; Matrixeffekte (andere Wiederfindungen und Responsefaktoren als bei Standards) werden durch Salzzugabe verringert, die auch die Empfindlichkeit erhöht — Natriumsulfat und Natriumchlorid haben sich bewährt, je nach Salz können jedoch Störungen auftreten; manche Verbindungen können sich bei der Gleichgewichtseinstellung bei z. B. 80 °C zersetzen — 1,1,2,2-Tetrachlorethan zerfällt zu Trichlorethen, was Trichlorethen überbestimmt; nach einer Anmerkung lässt sich die Zersetzung durch Ansäuern des Wassers im Gläschen mit H2SO4 auf pH < 2 und Na2SO4 als Salz verhindern, die Säure verkürzt jedoch die Lebensdauer von Säule und Injektor stark; Störungen durch das Injektionssystem oder unzureichende Trennung werden mit Fachleuten und nach den Gerätehandbüchern behoben, die Leistung des Systems wird regelmäßig geprüft (z. B. mit Lösungen bekannter Zusammensetzung); Verfahrenskenndaten eines Ringversuchs von 2013 enthält Anhang D. Reagenzien (6): Reinheit „zur Analyse“ oder „für die Rückstandsanalyse“; Wasser der Qualität 1 nach ISO 3696 ohne störende Blindwerte; hochreine Betriebsgase für GC und MS (z. B. Helium mindestens 99,996 %); Salze — Natriumsulfat, Natriumchlorid; Lösemittel — z. B. Methanol oder Dimethylformamid; Referenzverbindungen definierter Reinheit; interne Standards (Beispiele in Anhang B); Stammlösungen z. B. 100 µg/ml jeder Verbindung in Methanol, bei höchstens 6 °C im Dunkeln, mindestens 12 Monate stabil; Zwischenverdünnungen 0,05–5 µg/ml in Methanol (z. B. 5–500 µl Stammlösung in einem 10-ml-Kolben), mindestens 6 Monate stabil; Lösung der internen Standards z. B. je 1 µg/ml in Methanol; wässrige Kalibrierlösungen — z. B. 10 ml Wasser in einem 20-ml-Gläschen, 10 µl Dotierlösung und 10 µl Lösung der internen Standards direkt ins Wasser, sofort verschließen und schütteln; Salz wird vor dem Wasser zugegeben — empfohlen nahe der Sättigung (z. B. 3 g NaCl oder 4 g Na2SO4 je 10 ml); Lösungen können auch durch das Septum zugegeben werden (Septenqualität mit Blindproben prüfen); ein konstantes Dotiervolumen wird empfohlen; bei Herstellung in Kolben — mindestens 10 s rühren ohne Trichterbildung; Natriumthiosulfat-Pentahydrat (nach einer Anmerkung kann auch Ascorbinsäure Chlor neutralisieren, sofern validiert). Geräte (7): Geräte und Glas mit Probenkontakt frei von Analyten und Rückständen; Probenflaschen, z. B. Enghals-Flachbodenflaschen mit Glasstopfen, vorzugsweise Braunglas, z. B. 250 ml oder kleiner; Trockenschrank; Gaschromatograph mit Massenspektrometer und Headspace-Probengeber; Kapillarsäulen z. B. mittelpolare Phase, Innendurchmesser ≤ 0,32 mm, Länge etwa 30–60 m, Filmdicke 1–3 µm (Phasenverhältnis > 300); PTFE-ummantelter Rührstab; Mikroliterspritzen 10–1000 µl; Headspace-Gläschen z. B. 20 ml; Messkolben 10, 50, 100 ml; Pipetten. Probenahme (8): nach ISO 5667-3, -4, -5, -6, -10 und -11; die Flasche wird vollständig gefüllt, der Durchfluss muss laminar sein, da Turbulenz Verluste verursacht; Wasser, das Chlor enthalten kann, wird mit Natriumthiosulfat auf etwa 80–100 mg/l versetzt; die Flasche wird nicht mit Probe vorgespült (mehr Schwebstoffe und Verlust von Stabilisierungsreagenzien); Geräte aus Glas oder Edelstahl, nicht aus Kunststoff (Blindwerte und Adsorptionsverluste); es dürfen keine Störstoffe in die Probe gelangen und keine Verluste auftreten.
STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche (Suchbegriff „PN-EN ISO 20595“, 03.10.2026) liefert ein Ergebnis: PN-EN ISO 20595:2023-02 (englische Fassung, „Wprowadza: EN ISO 20595:2022 [IDT], ISO 20595:2018 [IDT]“) ohne Zurückziehungsvermerk. Im iTeh-Katalog (abgerufen 03.10.2026) hat EN ISO 20595:2022 den Status „Published“ und ISO 20595:2018 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten) seit 09.03.2026.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, abgerufen 03.10.2026). Die Nummer 20595 steht in 5 Datensätzen bei 3 Laboratorien: AB 377 (2), AB 379 (2), AB 487. In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen 03.10.2026, Ausgaben vom 25.11.2025 bis 28.04.2026) steht die Nummer in 5 Zeilen — je 2 bei AB 377 und AB 379 und 1 bei AB 487; in jedem der drei Dokumente entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller 1291 am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie (17 Laboratorien des Verzeichnisses haben im BIP keinen Link zum Umfangsdokument). Form bei allen: „PN-EN ISO 20595:2023-02“. Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-EN ISO 20595“) zeigt alle 3 Laboratorien — geprüft mit einer Abfrage des Reiters auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). AB 377 — Wasser und Wasser für den menschlichen Gebrauch: Chloroform, Bromdichlormethan, Bromoform, Dibromchlormethan (1,00–150,00) µg/l; Trichlorethen, Tetrachlorethen, 1,2-Dichlorethan, Tetrachlormethan (0,50–40,00) µg/l; Benzol, Toluol, Ethylbenzol, o-Xylol, 1,3,5-, 1,2,4- und 1,2,3-Trichlorbenzol (0,20–6,00) µg/l; m,p-Xylol (0,40–12,00) µg/l; berechnete Summen von THM, Tri- und Tetrachlorethen sowie Trichlorbenzolen; Schwimmbeckenwasser — vier Trihalogenmethane (0,0010–0,1500) mg/l. AB 379 — Wasser und Trinkwasser: Benzol (0,20–4,5) µg/l, Trichlorethen und Tetrachlorethen (1,0–20) µg/l mit Summe, 1,2-Dichlorethan (0,80–13,5) µg/l; Wasser, Trinkwasser und Schwimmbeckenwasser: Chloroform (3,2–130), Bromdichlormethan, Dibromchlormethan, Bromoform (3,0–130) µg/l mit THM-Summe. AB 487 — Trinkwasser: Vinylchlorid (0,10–2,0) µg/l. Technik: bei allen HS-GC-MS.
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Beim Labor: Lösemitteldämpfe in der Luft führen zu Überbefunden — regelmäßige Blindwerte (5.2). Bei Zersetzung: 1,1,2,2-Tetrachlorethan zerfällt im Gläschen zu Trichlorethen und erhöht dessen Ergebnis (5.4). Bei der Probe: volle Flasche, laminarer Durchfluss, kein Vorspülen mit Probe, kein Kunststoffgerät, Thiosulfat bei gechlortem Wasser (8). Bei der Matrix: Salz nahe der Sättigung, gleich in Proben und Standards (5.3, 6.8.4). Bei instabilen Verbindungen: Vinylchlorid und Allylchlorid sind nicht langzeitstabil, m- und p-Xylol koeluieren (Tabelle 1) — AB 377 gibt m,p-Xylol gemeinsam an. Beim Bereich: das Verfahren gilt ab > 0,1 µg/l, die untere Grenze hängt von Verbindung, Blindwert und Matrix ab (1). Bei der Wassermatrix: nur gereinigtes Abwasser, und eine mehrphasige Probe — anderes Verfahren (1, 5.1).
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Headspace- und GC-Bedingungen, Blindwertkontrolle, Identifizierung, Kalibrierung und Berechnung (9–12, Anhänge A–C) sowie die Verfahrenskenndaten (Anhang D) haben wir nicht gelesen. Zulässige Konzentrationen dieser Verbindungen in Wasser geben wir nicht an.
Prinzip der Methode
Ein genaues Volumen unfiltrierter Wasserprobe (z. B. 10 ml, mit Salz nahe der Sättigung und internem Standard) wird gasdicht in einem Headspace-Gläschen (z. B. 20 ml) verschlossen und erwärmt, bis sich das Gleichgewicht zwischen den im Wasser gelösten Verbindungen und der Gasphase darüber einstellt. Ein abgemessenes Volumen der Gasphase wird vom Probengeber in den Gaschromatographen eingebracht, die Verbindungen werden auf einer Kapillarsäule getrennt und massenspektrometrisch detektiert, kalibriert mit wässrigen Standardlösungen, die wie die Proben hergestellt werden.
Anwendungen
- Trink-, Grund-, Oberflächenwasser und gereinigtes Abwasser — 54 flüchtige Verbindungen aus Tabelle 1 ab 0,1 µg/l (1)
- Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (Trihalogenmethane, Tri- und Tetrachlorethen, Dichlorethane, Vinylchlorid) und Benzinbestandteile (BTEX, MTBE, ETBE, TAME) (1, Tabelle 1)
- Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch und Schwimmbeckenwasser — Trihalogenmethane, BTEX, Chlorethene, Trichlorbenzole, Vinylchlorid — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | PN-EN ISO 20595:2023-02 (englische Fassung, führt EN ISO 20595:2022 und ISO 20595:2018 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); ISO 20595:2018 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten) seit 09.03.2026 (iTeh) |
| Anwendungsbereich (1) | > 0,1 µg/l; Trink-, Grund-, Oberflächenwasser, gereinigtes Abwasser; weitere Verbindungen nach Prüfung |
| Verbindungen (Tabelle 1) | 54, darunter THM, Chlorethene, Dichlorethane, Chlorbenzole, BTEX, Styrol, Naphthalin, MTBE, ETBE, TAME, Vinylchlorid |
| Headspace (4, 6.8.4) | z. B. 10 ml Probe in einem 20-ml-Gläschen, Salz nahe der Sättigung (3 g NaCl oder 4 g Na2SO4), interner Standard, Erwärmen bis zum Gleichgewicht |
| Säule (7.5) | z. B. mittelpolar, ≤ 0,32 mm, 30–60 m, Film 1–3 µm (Phasenverhältnis > 300) |
| Probe (8) | volle Glasflasche, laminarer Durchfluss, kein Vorspülen; Thiosulfat 80–100 mg/l bei Chlor; kein Kunststoff |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen 03.10.2026) | 3 Laboratorien, 5 Datensätze in der Datenbankkopie und 5 Zeilen bei PCA; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN ISO 20595“) — alle 3 auf dem Produktivserver |
Norm
- Normnummer
- PN-EN ISO 20595:2023-02
- Titel (PL)
- Jakość wody — Oznaczanie w wodzie wybranych związków organicznych o wysokiej lotności — Metoda wykorzystująca chromatografię gazową i spektrometrię mas oraz technikę statycznego headspace (HS-GC-MS)
- Title (EN)
- Water quality — Determination of selected highly volatile organic compounds in water — Method using gas chromatography and mass spectrometry by static headspace technique (HS-GC-MS)
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probenahme
ISO 5667; volle Glasflasche, laminarer Durchfluss, Thiosulfat bei Chlor (8). PN-EN ISO 20595:2023-02 ohne Zurückziehungsvermerk (03.10.2026).
-
Vorbereitung des Gläschens
Salz, genaues Volumen unfiltrierter Probe, interner Standard, sofort verschließen (4, 6.8.4).
-
Headspace-Gleichgewicht
Erwärmen bis zum Gleichgewicht; Zersetzung von 1,1,2,2-Tetrachlorethan beachten (4, 5.4).
-
GC-MS
Injektion eines abgemessenen Gasphasenvolumens, Trennung auf Kapillarsäule, MS-Detektion (4, 7.4).
-
Kontrolle
Regelmäßige Blindwerte und Systemprüfung mit Lösungen bekannter Zusammensetzung (5.2, 5.5); Kalibrierung nach Abschnitt 10 (nicht gelesen).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Gaschromatograph mit Massenspektrometer und Headspace-Probengeber | Kapillarsäule z. B. mittelpolar 30–60 m × ≤ 0,32 mm, Film 1–3 µm (7.4, 7.5) | — |
| Headspace-Gläschen | Z. B. 20 ml, gasdichter Verschluss (7.8) | — |
| Probenflaschen | Enghals mit Glasstopfen, vorzugsweise Braunglas, z. B. ≤ 250 ml (7.2) | — |
| Mikroliterspritzen und Messkolben | 10–1000 µl; 10, 50, 100 ml (7.7, 7.9) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Wasser der Qualität 1 | — | Ohne störende Blindwerte (6.2) |
| Natriumsulfat oder Natriumchlorid | — | Verringerung von Matrixeffekten, höhere Empfindlichkeit (5.3, 6.4) |
| Methanol oder DMF | — | Stammlösungen (z. B. 100 µg/ml) und Zwischenverdünnungen (0,05–5 µg/ml) (6.5, 6.8) |
| Interne Standards | — | Z. B. 1 µg/ml in Methanol; Beispiele in Anhang B (6.7, 6.8.3) |
| Natriumthiosulfat-Pentahydrat | — | Neutralisierung von Chlor in der Probe, 80–100 mg/l (6.9, 8) |
| Trägergas | — | Z. B. Helium ≥ 99,996 % (6.3) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Einige Analyten (z. B. Benzol, Vinylchlorid) sind Gefahrstoffe — Standardlösungen im Abzug
- Schwefelsäure zum Ansäuern der Gläschen — Augen- und Handschutz (5.4, Anmerkung)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 20595:2023-02 — „Water quality — Determination of selected highly volatile organic compounds in water — Method using gas chromatography and mass spectrometry by static headspace technique (HS-GC-MS)“.
Wie funktioniert diese Methode?
Ein genaues Volumen unfiltrierter Wasserprobe (z. B.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN ISO 20595:2023-02 (englische Fassung, führt EN ISO 20595:2022 und ISO 20595:2018 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk (PKN-Suche, 03.10.2026); ISO 20595:2018 — „Published“, Stufe 90.92 (zu überarbeiten) seit 09.03.2026 (iTeh); Anwendungsbereich (1): > 0,1 µg/l; Trink-, Grund-, Oberflächenwasser, gereinigtes Abwasser; weitere Verbindungen nach Prüfung; Verbindungen (Tabelle 1): 54, darunter THM, Chlorethene, Dichlorethane, Chlorbenzole, BTEX, Styrol, Naphthalin, MTBE, ETBE, TAME, Vinylchlorid; Headspace (4, 6.8.4): z. B. 10 ml Probe in einem 20-ml-Gläschen, Salz nahe der Sättigung (3 g NaCl oder 4 g Na2SO4), interner Standard, Erwärmen bis zum Gleichgewicht.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Gaschromatograph mit Massenspektrometer und Headspace-Probengeber, Headspace-Gläschen, Probenflaschen, Mikroliterspritzen und Messkolben.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Trink-, Grund-, Oberflächenwasser und gereinigtes Abwasser — 54 flüchtige Verbindungen aus Tabelle 1 ab 0,1 µg/l (1); Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (Trihalogenmethane, Tri- und Tetrachlorethen, Dichlorethane, Vinylchlorid) und Benzinbestandteile (BTEX, MTBE, ETBE, TAME) (1, Tabelle 1); Wasser, Wasser für den menschlichen Gebrauch und Schwimmbeckenwasser — Trihalogenmethane, BTEX, Chlorethene, Trichlorbenzole, Vinylchlorid — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien bei PCA.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Einige Analyten (z. B. Benzol, Vinylchlorid) sind Gefahrstoffe — Standardlösungen im Abzug; Schwefelsäure zum Ansäuern der Gläschen — Augen- und Handschutz (5.4, Anmerkung).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 20595.