🌿 Essigsäure in der Luft an Arbeitsplätzen — Gaschromatographie, PN-Z-04323

Umwelt PN-Z-04323

Kurz gefasst

Bestimmung von Essigsäure in der Luft an Arbeitsplätzen: Adsorption der Dämpfe an Kieselgel, Desorption mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol und Analyse mit Gaschromatographie. Die Prüfung erfolgt nach PN-Z-04323:2004 (wersja polska); Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,5 mg/m³ — ein Fünfzigstel des Grenzwerts, also eine FÜNFFACHE Reserve gegenüber der Schwelle von 1/10 aus PN-EN 482. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Regelmäßige Messungen der beruflichen Exposition, vorgeschrieben durch die Verordnung des Gesundheitsministers über Prüfungen und Messungen gesundheitsschädlicher Faktoren in der Arbeitsumgebung, Herstellung und Konfektionierung von Speiseessig und technischer Essigsäure, Gerbereien, Färbereien und Textilbetriebe — Essigsäure als pH-Regulator von Bädern.

Auf einen Blick

  • Norm: PN-Z-04323:2004 (wersja polska)
  • Kategorie: Umwelt
  • Verfahrensschritte: 5
  • Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,5 mg/m³ — ein Fünfzigstel des Grenzwerts, also eine FÜNFFACHE Reserve gegenüber der Schwelle von 1/10 aus PN-EN 482
  • GRENZWERTE: NDS 25 mg/m³ (10 ppm), NDSCh 50 mg/m³ (20 ppm) — Pos. 346 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447; die ppm-Spalten sind ausgefüllt, weil Essigsäure als DAMPF vorkommt
  • Sorbens und Desorption: Kieselgel; Desorption mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol — Ameisensäure verhindert die Peakverbreiterung und verbessert die Wiederfindung

Übersicht

WAS DIESE NORM BESCHREIBT. Der Anwendungsbereich auf der PKN-Katalogkarte: „Podano metodę polegającą na adsorpcji par kwasu octowego na żelu krzemonionkowym, desorpcji związku roztworem kwasem mrówkowego w metanolu i analizie otrzymanego roztworu metodą chromatografii gazowej. Najmniejsze stężenie kwasu octowego, jakie można oznaczyć tą metodą, wynosi 0,5 mg/m3“ [Angegeben wird ein Verfahren, das auf der Adsorption von Essigsäuredämpfen an Kieselgel, der Desorption der Verbindung mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol und der Analyse der erhaltenen Lösung mit Gaschromatographie beruht. Die kleinste Konzentration von Essigsäure, die mit diesem Verfahren bestimmt werden kann, beträgt 0,5 mg/m3]. Die Norm erschien am 9. Juli 2004 in polnischer Sprachfassung, hat sechs Seiten und wird vom KT 159 betreut. Die Karte hat weder die Überschrift „Zurückgezogen“ noch die Zeile „Datum der Zurückziehung“ (geprüft am 23.09.2026).

DREI BLÄTTER DURCH EINES ERSETZT — WAS DAS ÜBER DEN WECHSEL DER TECHNIK SAGT. Die Karte nennt im Feld „Ersetzt“ drei Positionen zugleich: PN-Z-04061-01:1971, PN-Z-04061-02:1971 und PN-Z-04061-03:1971, alle in polnischer Sprachfassung. Die Reihe von 1971 teilte die Bestimmung von Essigsäure auf drei getrennte Blätter auf, weil jede damalige Technik ein eigenes Verfahren erforderte — typischerweise unterschieden sie sich im Konzentrationsbereich oder in der Art der Absorption. Eine Norm von 2004 ersetzte sie alle, weil die Gaschromatographie den gesamten Bereich mit einer einzigen Bestimmung abdeckt. **Das Feld „Ersetzt“ lässt sich daher als Aufzeichnung eines technologischen Wandels lesen, nicht nur als ordnender Verweis** — und das ist der Grund, warum wir es anführen, selbst wenn es mit dem heutigen Verfahren keinerlei Zusammenhang hat.

BESTIMMUNGSGRENZE MIT GROSSER RESERVE — UND WARUM DAS NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH IST. Der Grenzwert für Essigsäure beträgt **NDS 25 mg/m³ (10 ppm) und NDSCh 50 mg/m³ (20 ppm)** — Pos. 346 des Verzeichnisses in der Fassung der Verordnung vom 26. März 2026 (Dz.U. 2026 Pos. 447). Die kleinste bestimmbare Konzentration beträgt 0,5 mg/m³, also **ein Fünfzigstel** des Grenzwerts. PN-EN 482 verlangt ein Zehntel — dieses Verfahren hat also eine fünffache Reserve gegenüber der Anforderung. Zum Vergleich: Chlorwasserstoff (PN-Z-04450) hat genau ein Zehntel, Kaliumhydroxid (PN-Z-04436) ein Zwölftel und Zinn (PN-Z-04488) ein Zwölftel. Der Grund liegt in der Technik — die Gaschromatographie mit Lösemitteldesorption reicht tiefer hinab als Absorptionsspektrometrie oder Turbidimetrie, weil sie den Analyten während der gesamten Probenahmezeit auf dem Sorbens anreichert.

ZWEI WERTE IN ZWEI EINHEITEN — UND WARUM BEIDE IM VERZEICHNIS STEHEN. Bei Essigsäure gibt das Verzeichnis Werte sowohl in mg/m³ als auch in ppm an: NDS 25 mg/m³ und 10 ppm, NDSCh 50 mg/m³ und 20 ppm. Die ppm-Spalten werden nur für Stoffe ausgefüllt, die in der Luft als DAMPF oder GAS vorkommen, weil die Umrechnung zwischen den Einheiten die Kenntnis der molaren Masse und der Normbedingungen erfordert; bei Aerosolen — wie Staub, Hydroxiden oder Metallen — bleiben diese Spalten leer. Der Leser eines Akkreditierungsumfangs erkennt daher schon an den Einheiten, mit welchem Aggregatzustand des Faktors er es zu tun hat.

KEINE ÜBERGANGSVORSCHRIFT — AM TEXT DES RECHTSAKTS GEPRÜFT. § 2 der Änderungsverordnung nennt Essigsäure nicht, daher gelten beide Werte unmittelbar ab dem Inkrafttreten des Anhangs.

UMFANG DER ZITIERUNGEN (Lesung vom 23.09.2026, Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge). Abgleich nach dem ANFANG der Schreibweise: 21 Einträge bei 17 Laboratorien; über alle Formen des Kerns „04323“ — 22 bei 18. Vier Schreibweisen, die Bilanz der Vorkommen stimmt: „PN-Z-04323:2004“ 18-mal, „PN-Z-04323:2004-07“ 2, „PN-Z 04323:2004“ ohne Bindestrich 1 sowie „PN-Z-04323/2004“ mit Schrägstrich statt Doppelpunkt 1.

UND HIER ZWEI BEMERKUNGEN, DIE SICH BEI DIESEM EINEN EINTRAG AN EINER STELLE TREFFEN. Erstens: Die Schreibweise „PN-Z 04323:2004“ ohne Bindestrich nach dem Buchstabenglied ist die sechste Probe in dieser Datenbank für ein in dieser Datenbank gezähltes Phänomen — **194 Laboratorien haben eine Norm im Umfang, bei der die Suchmaschine sie nicht findet**; dieses Laboratorium ist eines davon. Zweitens: Die Schreibweise „PN-Z-04323:2004-07“ mit Monatsglied ist eine NEUERE Schreibweise als die Bezeichnung auf der Karte, die einfach „PN-Z-04323:2004“ lautet. Das Laboratorium hat einen Monat hinzugefügt, den es in der Bezeichnung nicht gibt — umgekehrt als beim Chlorwasserstoff (PN-Z-04450, ein eigener Eintrag in dieser Datenbank), wo zwei Laboratorien den Monat weggelassen haben. **Derselbe Unterschied eines Glieds ergibt einmal eine zu kurze, einmal eine zu lange Schreibweise, und der Suchschlüssel muss beide erfassen.**

Prinzip der Methode

Luft vom Arbeitsplatz wird durch ein Röhrchen mit Kieselgel gesaugt, an dem die Essigsäuredämpfe adsorbiert werden. Nach der Probenahme wird der Analyt mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol desorbiert, und die erhaltene Lösung wird gaschromatographisch analysiert. Die Ameisensäure im Elutionsmittel wirkt als Modifikator: Sie verhindert die Verbreiterung des Essigsäurepeaks auf der Säule und verbessert die Wiederfindung aus dem Sorbens. Die Konzentration in der Luft wird aus der Masse der Essigsäure in der Lösung und dem durchgesaugten Luftvolumen berechnet.

Anwendungen

Schlüsselparameter

ParameterWert
Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte)0,5 mg/m³ — ein Fünfzigstel des Grenzwerts, also eine FÜNFFACHE Reserve gegenüber der Schwelle von 1/10 aus PN-EN 482
GRENZWERTENDS 25 mg/m³ (10 ppm), NDSCh 50 mg/m³ (20 ppm) — Pos. 346 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447; die ppm-Spalten sind ausgefüllt, weil Essigsäure als DAMPF vorkommt
Sorbens und DesorptionKieselgel; Desorption mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol — Ameisensäure verhindert die Peakverbreiterung und verbessert die Wiederfindung
ÜbergangsvorschriftKEINE — § 2 der Änderungsverordnung nennt Essigsäure nicht (geprüft am 23.09.2026 am Text des Rechtsakts)
Was sie ersetzteDREI Blätter der Reihe PN-Z-04061 von 1971 (01, 02 und 03) — eine Norm mit Gaschromatographie anstelle von drei Verfahren
UMFANG DER ZITIERUNGEN (Lesung vom 23.09.2026)21 Einträge bei 17 Laboratorien nach dem Anfang der Schreibweise; 22 bei 18 über alle Formen des Kerns — vier Schreibweisen, Bilanz stimmt, darunter eine Schreibweise ohne Bindestrich, die für die Suche unsichtbar ist

Norm

Normnummer
PN-Z-04323:2004 (wersja polska)
Titel (PL)
Ochrona czystości powietrza -- Oznaczanie kwasu octowego na stanowiskach pracy metodą chromatografii gazowej
Title (EN)
Air purity protection — Determination of acetic acid at workplaces by gas chromatography

Schritt-für-Schritt-Verfahren

  1. Probenahme

    Ein bekanntes Luftvolumen aus dem Atembereich des Beschäftigten durch ein Röhrchen mit Kieselgel saugen.

  2. Desorption

    Das Sorbens in ein Probengefäß überführen und mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol desorbieren.

  3. Analyse

    Die Lösung nach der Desorption gaschromatographisch analysieren; die Konzentration an der Kalibrierkurve ablesen.

  4. Berechnung

    Die Essigsäurekonzentration in der Luft aus der Masse in der Lösung und dem durchgesaugten Luftvolumen berechnen.

  5. Bezug auf die Grenzwerte

    Den Expositionsindex für die Arbeitsschicht mit dem NDS von 25 mg/m³ und die Ergebnisse der Kurzzeitmessungen mit dem NDSCh von 50 mg/m³ vergleichen. Bei Angabe des Ergebnisses in ppm beachten, dass die Umrechnung für Normbedingungen gilt.

Erforderliche Geräte und Apparatur

GerätBeispielRichtpreis
Gaschromatograph mit FlammenionisationsdetektorSäule für Carbonsäuren—
Aspirator mit Messung des durchgesaugten LuftvolumensProbenahme aus dem Atembereich des Beschäftigten—
Sorptionsröhrchen mit KieselgelAdsorption von Essigsäuredämpfen—
Schüttler für die DesorptionDesorption mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol—

Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien

ReagenzCASDetails
Methanol67-56-1Bestandteil der Desorptionslösung
Ameisensäure64-18-6Modifikator in der Desorptionslösung
Essigsäure — Standard64-19-7für die Kalibrierkurve
Kieselgel—Sorbens in den Röhrchen

Arbeitsschutz und Sicherheit

Häufige Fragen

Welche Norm beschreibt diese Prüfung?

Die Prüfung erfolgt nach PN-Z-04323:2004 (wersja polska) — „Air purity protection — Determination of acetic acid at workplaces by gas chromatography“.

Wie funktioniert diese Methode?

Luft vom Arbeitsplatz wird durch ein Röhrchen mit Kieselgel gesaugt, an dem die Essigsäuredämpfe adsorbiert werden. Nach der Probenahme wird der Analyt mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol desorbiert, und die erhaltene Lösung wird gaschromatographisch analysiert.

Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?

Kleinste bestimmbare Konzentration (PKN-Karte): 0,5 mg/m³ — ein Fünfzigstel des Grenzwerts, also eine FÜNFFACHE Reserve gegenüber der Schwelle von 1/10 aus PN-EN 482; GRENZWERTE: NDS 25 mg/m³ (10 ppm), NDSCh 50 mg/m³ (20 ppm) — Pos. 346 des Verzeichnisses in der Fassung Dz.U. 2026 Pos. 447; die ppm-Spalten sind ausgefüllt, weil Essigsäure als DAMPF vorkommt; Sorbens und Desorption: Kieselgel; Desorption mit einer Lösung von Ameisensäure in Methanol — Ameisensäure verhindert die Peakverbreiterung und verbessert die Wiederfindung; Übergangsvorschrift: KEINE — § 2 der Änderungsverordnung nennt Essigsäure nicht (geprüft am 23.09.2026 am Text des Rechtsakts).

Wie lange dauert die Prüfung?

Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.

Welche Geräte werden benötigt?

Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor, Aspirator mit Messung des durchgesaugten Luftvolumens, Sorptionsröhrchen mit Kieselgel, Schüttler für die Desorption.

Wo wird diese Prüfung eingesetzt?

Regelmäßige Messungen der beruflichen Exposition, vorgeschrieben durch die Verordnung des Gesundheitsministers über Prüfungen und Messungen gesundheitsschädlicher Faktoren in der Arbeitsumgebung; Herstellung und Konfektionierung von Speiseessig und technischer Essigsäure; Gerbereien, Färbereien und Textilbetriebe — Essigsäure als pH-Regulator von Bädern; Herstellung von Celluloseacetat, Lösemitteln und Klebstoffen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?

Essigsäure wirkt in Arbeitskonzentrationen reizend auf Augen und Atemwege; konzentriert wirkt sie ätzend; Methanol ist giftig und leicht entzündbar — die Desorption unter dem Abzug, fern von Zündquellen durchführen; Ameisensäure wirkt ätzend — mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten.

Welches Labor führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-Z-04323.

🔍 Labor finden, das diese Prüfung durchführt