⚖️ Kalibrierung und Eichung von Waagen
Kurz gefasst
Kalibrierung nichtselbsttätiger Waagen mit Bestimmung der Anzeigeabweichungen, Wiederholbarkeit, Exzentrizität und Mindesteinwaage. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 45501:2015-03 / OIML R 76-1:2006; Genauigkeitsklassen der Waagen: I (Feinwaage), II (Präzision), III (Handel), IIII (Grobwaage). Das Verfahren umfasst 10 Schritte (insgesamt rund 13 Std. 15 Min.–13 Std. 30 Min.); eingesetzt wird sie unter anderem für: Kalibrierung analytischer Waagen (d = 0,01–0,1 mg) in chemischen Laboratorien, Kalibrierung von Präzisionswaagen (d = 1–10 mg) in der pharmazeutischen Produktion, Eichung von Handelswaagen gemäß MID-Richtlinie 2014/31/EU.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 45501:2015-03 / OIML R 76-1:2006
- Kategorie: Metrologie
- Verfahrensschritte: 10
- Gesamtdauer der Schritte: 13 Std. 15 Min.–13 Std. 30 Min.
- Genauigkeitsklassen der Waagen: I (Feinwaage), II (Präzision), III (Handel), IIII (Grobwaage)
- Klassen der Massenormale: E1, E2, F1, F2, M1 nach OIML R 111
- Kalibrierpunkte: Mind. 5 Punkte im Wägebereich (einschl. nahe Min und Max)
Übersicht
Die Kalibrierung (Eichung) nichtselbsttätiger Waagen ist das grundlegende metrologische Verfahren zur Sicherstellung der Rückführbarkeit von Wägeergebnissen im Labor. Die Norm PN-EN 45501 legt die zulässigen Fehlergrenzen von Waagen in den einzelnen Genauigkeitsklassen fest (I — Feinwaage, II — Präzisionswaage, III — Handelswaage, IIII — Grobwaage), und die OIML-Empfehlung R 76 definiert die konstruktiven und metrologischen Anforderungen an nichtselbsttätige Waagen.
Die Kalibrierung umfasst die Bestimmung der Anzeigeabweichungen an ausgewählten Punkten des Wägebereichs unter Verwendung von Massenormalen der entsprechenden Klasse (E1, E2, F1, F2 nach OIML R 111), die Bewertung der Wiederholbarkeit, den Exzentrizitätstest (Eckenlastprüfung) sowie die Bestimmung der Mindesteinwaage mit definierter Messunsicherheit. Das Verfahren wird unter Umgebungsbedingungen durchgeführt, die den normalen Betriebsbedingungen der Waage entsprechen.
Jedes akkreditierte Prüf- und Kalibrierlabor ist zur regelmäßigen Kalibrierung der Waagen verpflichtet — dies ist eine Anforderung der Norm ISO/IEC 17025. Der Kalibrierschein enthält die Messergebnisse mit erweiterter Messunsicherheit, wodurch der Anwender die Eignung der Waage für die beabsichtigten Messungen beurteilen kann.
In Polen werden Kalibrierdienstleistungen u.a. von durch PCA (Polnisches Akkreditierungszentrum) akkreditierten Laboratorien angeboten, darunter das RADWAG-Labor (AP 069), Matbor, TOPS und andere. Die Kalibrierung wird sowohl im Labor als auch beim Kunden vor Ort (in situ) durchgeführt.
ZWEI DOKUMENTE IN EINEM FELD UND NULL WEGEN DES NENNERS (23.09.2026). Der Schlüssel des Reiters „Laboratorien" hatte bis heute die Form „PN-EN 45501 / OIML R 76" — zwei Bezugsdokumente, mit einem einzigen Schrägstrich zusammengeklebt, in einer Zeichenfolge, die mit dem Eintrag im Akkreditierungsumfang verglichen wird. Eine solche Zeichenfolge kann nichts treffen, weil kein Laboratorium zwei Normen in einer Zeile in dieser Reihenfolge und mit diesem Trennzeichen schreibt. Das Feld enthält jetzt ein Dokument (PN-EN 45501), und die vollständige Bezeichnung beider bleibt in der Normbeschreibung. Die Korrektur ändert die Zahl jedoch nicht und sollte sie auch nicht ändern. Messung (23.09, Kopie der Umfänge, Abgleich über den Anfang des Wertes des Feldes norm_bases): „PN-EN 45501" 0 Positionen bei 0 Laboratorien, „OIML R 76" ebenfalls 0 — wobei die Zeichenfolge „45501" im gesamten Datenbestand KEIN EINZIGES MAL vorkommt; die einzigen Einträge mit OIML sind R 137 bei einem Laboratorium (AB 041, 11 Positionen). DIE URSACHE LIEGT TIEFER ALS DER SCHLÜSSEL: Der Datenbestand, auf dem der Reiter beruht, enthält 1281 polnische PRÜFLABORATORIEN (AB) und KEIN EINZIGES KALIBRIERLABORATORIUM (AP) — direkt geprüft, Laboratorien mit einer Nummer, die mit „AP" beginnt, gibt es null. Die Kalibrierung von Waagen ist das Gebiet der AP-Laboratorien, daher wird keine Korrektur des Schlüssels hier auch nur ein einziges Laboratorium anzeigen; es fehlt nicht der Abgleich, sondern der Nenner. Aus demselben Grund stehen in dieser Wissensdatenbank auch die Einträge zur Kalibrierung von Pipetten (PN-EN ISO 8655) und zur Ausrüstung bei Prüfungen von Gesteinskörnungen (PN-EN 932-5) auf null; der Eintrag zu PN-EN 14181 ergibt dagegen 59 Positionen bei 17 Laboratorien, weil er eine Emissionsprüfung betrifft, die von Prüflaboratorien durchgeführt wird, und keine Kalibrierung. DAS IST DIE DRITTE ART VON NULL, neben der Null aus der Schreibweise des Eintrags (mit dem Schlüssel behebbar) und der Null aus der Konvention eines Fachkreises (nicht behebbar, wie bei den Arzneibuchmonographien): DIE NULL WEGEN DES DATENBESTANDS, in dem das untersuchte Gebiet überhaupt nicht vorkommt.
Prinzip der Methode
Die Kalibrierung der Waage basiert auf dem Vergleich der Waagenanzeige mit den konventionellen Massewerten der Referenznormale unter definierten Umgebungsbedingungen. Die Anzeigeabweichung E = I − m_ref wird bestimmt (wobei I — Waagenanzeige, m_ref — konventionelle Masse des Normals) an mindestens 5 Punkten des Wägebereichs. Die Wiederholbarkeit wird als Standardabweichung einer Serie von mindestens 10 Wägungen desselben Normals bewertet. Die Exzentrizität wird durch Platzierung des Normals an verschiedenen Positionen der Waagschale geprüft. Die Mindesteinwaage wird auf Grundlage der Wiederholbarkeit und der geforderten Messunsicherheit bestimmt (üblicherweise U ≤ 1% der Einwaage).
Anwendungen
- Kalibrierung analytischer Waagen (d = 0,01–0,1 mg) in chemischen Laboratorien
- Kalibrierung von Präzisionswaagen (d = 1–10 mg) in der pharmazeutischen Produktion
- Eichung von Handelswaagen gemäß MID-Richtlinie 2014/31/EU
- Bestimmung der Mindesteinwaage für Apothekenrezepturen
- Nachweis der Rückführbarkeit gemäß ISO/IEC 17025
- Kontrolle von Waagen in GLP/GMP-Laboratorien
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Genauigkeitsklassen der Waagen | I (Feinwaage), II (Präzision), III (Handel), IIII (Grobwaage) |
| Klassen der Massenormale | E1, E2, F1, F2, M1 nach OIML R 111 |
| Kalibrierpunkte | Mind. 5 Punkte im Wägebereich (einschl. nahe Min und Max) |
| Wiederholbarkeit | ≥ 10 Messungen bei ~50% Max und ~100% Max |
| Umgebungsbedingungen | 18–25°C, Stabilität ±1°C/h, Luftfeuchtigkeit 40–60% |
| Erweiterte Messunsicherheit | k = 2, Vertrauensniveau ~95% |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 45501:2015-03 / OIML R 76-1:2006
- Titel (PL)
- Zagadnienia metrologiczne wag nieautomatycznych / Wagi nieautomatyczne
- Title (EN)
- Metrological aspects of non-automatic weighing instruments / Non-automatic weighing instruments
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Akklimatisierung
Massenormale und Waage mindestens 12 h im Kalibrierraum akklimatisieren. Umgebungsbedingungen (T, RH, Druck) protokollieren.
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Sichtprüfung der Waage
Sauberkeit der Waagschale, Nivellierung (Libelle), keine mechanischen Beschädigungen prüfen. Waage mind. 30 min vor den Messungen einschalten.
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Interne Justierung
Interne Justierung (Kalibrierung) der Waage gemäß Herstelleranleitung durchführen. Für Waagen ohne interne Justierung — externe Justierung mit Normal.
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Wiederholbarkeitstest
Mind. 10 aufeinanderfolgende Wägungen desselben Normals (~50% Max) durchführen. Standardabweichung berechnen. Bei ~100% Max wiederholen.
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Exzentrizitätstest
Normal (~1/3 Max) nacheinander in der Mitte und an 4 Ecken der Waagschale platzieren. Anzeigen für jede Position protokollieren.
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Bestimmung der Anzeigeabweichungen
Waage mit Normalen an mind. 5 Punkten des Bereichs belasten (z.B. 10%, 25%, 50%, 75%, 100% Max). Für jeden Punkt die Anzeige protokollieren und den Fehler E berechnen.
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Messung im Bereich nahe Null
Stabilität der Anzeigen bei kleinen Lasten untersuchen — Mindesteinwaage auf Grundlage der Wiederholbarkeit und der geforderten Messunsicherheit bestimmen.
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Berechnung der Messunsicherheit
Unsicherheitsbudget erstellen unter Berücksichtigung von: Wiederholbarkeit, Auflösung, Fehler der Massenormale, Umgebungsbedingungen (Luftauftrieb), Exzentrizität.
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Konformitätsbewertung
Ergebnisse mit den Anforderungen des Anwenders vergleichen (MPE, Mindesteinwaage). Entscheidungsregel gemäß ILAC-G8:09/2019 anwenden.
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Dokumentation
Kalibrierschein erstellen mit: Ergebnissen, Messunsicherheiten, Umgebungsbedingungen, Identifikation der Normale, Datum der nächsten Kalibrierung.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Analytische Waage Klasse I | Mettler Toledo XPR205, RADWAG XA 82/220.5Y, Sartorius Cubis II | 15 000–80 000 PLN |
| Massenormale Klasse E2/F1 | Satz 1 mg – 500 g, RADWAG, Mettler Toledo, Häfner | 3 000–25 000 PLN (Satz) |
| Thermohygrometer | Testo 176 H1, Vaisala HMP110, Rotronic HC2A | 1 500–5 000 PLN |
| Schwingungsfreier Wägetisch | RADWAG SAL/STONE, Mettler Toledo | 5 000–15 000 PLN |
| Barometer | Vaisala PTB330, Druck DPI 142 | 3 000–8 000 PLN |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Massenormale Klasse E2 | — | Satz Stahlgewichte, Kalibrierschein, Rückführbarkeit auf das nationale Normal bei GUM |
| Massenormale Klasse F1 | — | Für Kalibrierung von Präzisionswaagen Kl. II, Edelstahl, mit Zertifikat |
| Antistatisches Mittel | — | Luftionisator zur Eliminierung elektrostatischer Ladungen auf Waagschale und Gewichten |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Massenormale ausschließlich mit Pinzette oder Handschuhen anfassen — Handschweiß verändert die Masse
- Schwingungsfreier Tisch — nicht anlehnen, keine Vibrationen während der Messungen verursachen
- Zugluft und Temperaturänderungen im Raum vermeiden (geschlossene Fenster und Türen)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 45501:2015-03 / OIML R 76-1:2006 — „Metrological aspects of non-automatic weighing instruments / Non-automatic weighing instruments“.
Wie funktioniert diese Methode?
Die Kalibrierung der Waage basiert auf dem Vergleich der Waagenanzeige mit den konventionellen Massewerten der Referenznormale unter definierten Umgebungsbedingungen. Die Anzeigeabweichung E = I − m_ref wird bestimmt (wobei I — Waagenanzeige, m_ref — konventionelle Masse des Normals) an mindestens 5 Punkten des Wägebereichs.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
Genauigkeitsklassen der Waagen: I (Feinwaage), II (Präzision), III (Handel), IIII (Grobwaage); Klassen der Massenormale: E1, E2, F1, F2, M1 nach OIML R 111; Kalibrierpunkte: Mind. 5 Punkte im Wägebereich (einschl. nahe Min und Max); Wiederholbarkeit: ≥ 10 Messungen bei ~50% Max und ~100% Max.
Wie lange dauert die Prüfung?
Die für die einzelnen Schritte angegebenen Zeiten ergeben zusammen rund 13 Std. 15 Min.–13 Std. 30 Min. Das Verfahren umfasst 10 Schritte.
Welche Geräte werden benötigt?
Analytische Waage Klasse I, Massenormale Klasse E2/F1, Thermohygrometer, Schwingungsfreier Wägetisch, Barometer. Richtpreis für das Kerngerät (Analytische Waage Klasse I): 15 000–80 000 PLN.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Kalibrierung analytischer Waagen (d = 0,01–0,1 mg) in chemischen Laboratorien; Kalibrierung von Präzisionswaagen (d = 1–10 mg) in der pharmazeutischen Produktion; Eichung von Handelswaagen gemäß MID-Richtlinie 2014/31/EU; Bestimmung der Mindesteinwaage für Apothekenrezepturen; Nachweis der Rückführbarkeit gemäß ISO/IEC 17025; Kontrolle von Waagen in GLP/GMP-Laboratorien.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Massenormale ausschließlich mit Pinzette oder Handschuhen anfassen — Handschweiß verändert die Masse; Schwingungsfreier Tisch — nicht anlehnen, keine Vibrationen während der Messungen verursachen; Zugluft und Temperaturänderungen im Raum vermeiden (geschlossene Fenster und Türen).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 45501.