🍎 Bestimmung von Cadmium und Blei in Futtermitteln mit Graphitrohrofen-Atomabsorptionsspektrometrie (GF-AAS) nach Druckaufschluss — etwa 0,5 g Probe werden mit 3 ml Salpetersäure (in der Mikrowelle auch mit 0,5 ml Wasserstoffperoxid) in einem Druckgefäß aufgeschlossen, die Lösung wird verdünnt und bei 228,8 nm (Cd) und 283,3 nm (Pb) mit Untergrundkorrektur und Palladium-Magnesium-Modifier gegen eine matrixangepasste externe Kalibrierung gemessen; extrahierbares Blei in Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten — Kochen von 2 g mit verdünnter Salpetersäure, PN-EN 15550
Kurz gefasst
Cadmium und Blei in Futtermitteln werden ab Hundertstel Milligramm je Kilogramm bestimmt. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15550:2017-09; Geprüfter Bereich (1): Cd 0,015–5,65 mg/kg, Pb 0,18–40,3 mg/kg; BG normalerweise Cd 0,05 mg/kg, Pb 0,5 mg/kg. Das Verfahren umfasst 5 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Cadmium und Blei in Allein-, Ergänzungs- und Mineralfuttermitteln, Vormischungen, Einzelfuttermitteln und Zusatzstoffen (an 11 Futtermitteln geprüft) (1), Extrahierbares Blei in Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten, z. B. Kaolinit-Ton (1, 9.2), Futtermittel, Futtermittelkomponenten und Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel, Vormischungen — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien in den aktuellen PCA-Dokumenten.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 15550:2017-09
- Kategorie: Lebensmittelchemie
- Verfahrensschritte: 5
- STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 15550:2017-09 (englische Fassung, führt EN 15550:2017 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk; ersetzte PN-EN 15550:2009 (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 15550:2017 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh)
- Geprüfter Bereich (1): Cd 0,015–5,65 mg/kg, Pb 0,18–40,3 mg/kg; BG normalerweise Cd 0,05 mg/kg, Pb 0,5 mg/kg
- Aufschluss (9.1.2): etwa 0,5 g, 3 ml HNO3 (+ 0,5 ml H2O2 in der Mikrowelle) oder Hochdruck: 150 °C/60 min → 300 °C/40 min, 90 min bei 300 °C
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Den Normtext lesen wir in der iTeh-Leseprobe der SIST EN 15550:2017 (englischer Text der EN 15550:2017): vom Titelblatt über Inhaltsverzeichnis, Europäisches Vorwort und die Abschnitte 1–8 bis 9.4.2 (Bestimmung im Graphitrohrofen, Tabelle 1 und Hinweise zu Wellenlängen) auf Seite 9. Außerhalb der Leseprobe bleiben Berechnung (10), Präzision (11), Prüfbericht (12), die Anhänge A (Ergebnisse der Ringversuche) und B (Hinweise zur Detektionstechnik, zu Störungen, Quantifizierung und Druckaufschluss) sowie das Literaturverzeichnis.
NACH DEM TEXT DER EN 15550:2017. Die Norm wurde vom CEN/TC 327 „Futtermittel — Probenahme- und Untersuchungsverfahren“ erarbeitet, dessen Sekretariat NEN innehat; die nationale Umsetzung hatte spätestens im Februar 2018 zu erfolgen; das Dokument ersetzt EN 15550:2007; Warnhinweis — das Verfahren verwendet gesundheitsgefährdende Reagenzien, Schutzmaßnahmen obliegen dem Anwender. Anwendungsbereich (1): Bestimmung von Cadmium und Blei in Futtermitteln mit GF-AAS nach Druckaufschluss; das Verfahren wurde im Bereich 0,015–5,65 mg/kg für Cd und 0,18–40,3 mg/kg für Pb an 11 Futtermitteln erfolgreich geprüft: 2 Alleinfuttermittel (Schweine-, Schaffutter), 2 Ergänzungsfuttermittel (Mineralfutter), 1 Mineralvormischung, 4 Einzelfuttermittel (MgO, 2 Phosphate, CaCO3) und 2 Zusatzstoffe (CuSO4, Bentonit); für extrahierbares Blei in Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten (z. B. Kaolinit-Ton) sollte ein Nassaufschluss mit verdünnter Salpetersäure verwendet werden; die Bestimmungsgrenze hängt von Matrix und Gerät ab — für Cadmium sollten normalerweise 0,05 mg/kg, für Blei 0,5 mg/kg erreicht werden. Verweisungen (2): EN ISO 3696, EN ISO 6498. Begriffe (3): Nachweisgrenze (LOD), Bestimmungsgrenze (LOQ) — kleinste mit zufriedenstellender Messunsicherheit bestimmte Konzentration; nach Anmerkungen wird die Präzision willkürlich als relative Standardabweichung von 10 % definiert und die Grenze meist als Vielfaches (z. B. 3,3) der Nachweisgrenze festgelegt; Futtermittelzusatzstoffe nach Verordnung (EG) Nr. 1831/2003, Futtermittel nach Verordnung (EG) Nr. 178/2002. Prinzip (4): Eine Prüfmenge wird unter Druck aufgeschlossen, die Elementkonzentrationen werden mit GF-AAS und externer Kalibrierung bestimmt; die Nachweisgrenze hängt von Matrix, Gerät, Atomisatortyp und Modifiern ab; typisches Injektionsvolumen 10–20 µl. Reagenzien (5): Analysenqualität, Wasser der Qualität 2 nach EN ISO 3696; konzentrierte Salpetersäure mindestens 65 % (etwa 1,42 g/ml); Wasserstoffperoxid mindestens 30 %; Cd- und Pb-Stammlösungen 1000 mg/l (zertifizierte empfehlenswert, nicht nach Ablaufdatum); Kalibrierlösungen mit Blindlösung im linearen Bereich, matrixangepasst (z. B. Säurekonzentration wie in den Proben); Modifier, z. B. Palladiumnitrat mit Magnesiumnitrat (10 µl = 15 µg Pd und 10 µg Mg(NO3)2, höchstens eine Woche); Argon mindestens 99,99 %. Geräte (6): Mühlen ohne Kontamination der Probe (auf ≤ 0,5 mm, für mineralische Matrizes ≤ 0,5 mm oder ≤ 0,1 mm), Mörser, Waage 1 mg; Druckaufschlussgerät — sicherheitsgeprüft, mit säurebeständigen, kontaminationsarmen Gefäßen; statt PTFE sind Quarz-, FEP- oder PFA-Einsätze besser, über 230 °C Quarz; Graphitrohrofen-AAS mit Untergrundkorrektur (z. B. Zeeman), Autosampler, Hohlkathoden- oder EDL-Lampen für Pb und Cd, mit Absaugung über dem Ofen; pyrolytisch beschichtete Graphitrohre, vorzugsweise mit Plattform; Gefriertrockner; Trockenschrank (70 ± 5) °C; Kolben 100 und 1000 ml; Becherglas 250 ml; regelbare Heizplatte. Probenahme (7): nicht Teil des Verfahrens — ein empfohlenes Verfahren enthält EN ISO 6497. Vorbereitung (8): nach EN ISO 6498, Mahlen ohne Erwärmung, so schnell wie möglich; Futtermittel — meist 500 g auf ≤ 0,5 mm; flüssige Futtermittel — Vortrocknung bei (70 ± 5) °C mindestens 16 h oder Gefriertrocknung, Wägung vor und nach; mineralische Matrizes auf ≤ 0,5 mm, Produkte mit Kristallwasser (z. B. MgCl2·6H2O) sollten jedoch nicht gemahlen werden. Aufschluss (9.1): Die Einwaage wird an das Gefäßvolumen angepasst, streng nach Herstellerangaben, Temperatur und Zeit nach EN 13805 und Anhang B; Mikrowellenbeispiel — etwa 0,5 g (auf 1 mg) in einem 70–100-ml-Gefäß, 3 ml HNO3 und 0,5 ml H2O2, etwa 30 min Voraufschluss außerhalb der Mikrowelle, dann z. B. 100 W → 600 W in 5 min, 5 min halten, 1000 W für 10 min, mindestens 20–25 min abkühlen; Hochdruckbeispiel — etwa 0,5 g, 3 ml HNO3, 70-ml-Gefäß, in 60 min auf 150 °C, in 40 min auf 300 °C, 90 min bei 300 °C; Blindwert ebenso. Extrahierbares Blei (9.2): etwa 2 g in einem 250-ml-Becherglas, 16 ml Salpetersäure 1 + 1 und etwa 70 ml Wasser, 30 min unter einem Uhrglas kochen, in einen 100-ml-Kolben überführen, durch ein trockenes Faltenfilter filtrieren, erste Portion verwerfen; Blindwert ebenso. Kalibrierung (9.3): extern, vorzugsweise Blindlösung und fünf äquidistante Lösungen, matrixangepasst; bei unbekannten Matrixeffekten — Standardaddition; Messungen im linearen Bereich. Bestimmung (9.4): vor dem Betrieb werden Analysenlinien, Selektivität, Nachweis- und Bestimmungsgrenzen, Präzision, linearer Bereich und Störungen festgelegt; das Ofenprogramm hat meist vier Schritte — Trocknung, Pyrolyse, Atomisierung, Ausheizen; Tabelle 1 (allgemeine Richtwerte): Cd — 228,8 nm, Spalt 0,7 nm, Pyrolyse 300 °C ohne Modifier / 900 °C mit Modifier, Atomisierung 1250 / 1600 °C; Pb — 283,3 nm, 0,7 nm, Pyrolyse 600 / 1200 °C, Atomisierung 1500 / 2000 °C; empfohlen wird, mit den Temperaturen des Herstellers zu beginnen und neue Matrizes mit Veraschungs-/Atomisierungskurven zu bewerten; während der Atomisierung sollte der Argonstrom unterbrochen werden; Untergrundkorrektur sollte immer verwendet werden; andere Linien sind möglich — für Blei hat 217,0 nm etwa die doppelte Empfindlichkeit von 283,3 nm, aber höheres Rauschen und größeres Störungsrisiko.
STATUS (Stand 03.10.2026). Die PKN-Suche (Suchbegriff „PN-EN 15550“, 03.10.2026) zeigt PN-EN 15550:2017-09 (englische Fassung, „Wprowadza: EN 15550:2017 [IDT]“) ohne Zurückziehungsvermerk sowie die zurückgezogenen PN-EN 15550:2009 (polnische Fassung, ersetzt durch PN-EN 15550:2017-09) und PN-EN 15550:2007 (englische Fassung); der vierte Treffer ist die zurückgezogene PN-ISO 15550:2009 über Verbrennungsmotoren. Im iTeh-Katalog (abgerufen 03.10.2026) hat EN 15550:2017 den Status „Published“, Stufe 90.93 (Entscheidung zur Bestätigung der Norm).
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, abgerufen 03.10.2026). Die Nummer 15550 steht in 4 Datensätzen bei 4 Laboratorien: AB 527, AB 531, AB 856, AB 868. In den aktuellen PCA-Dokumenten (abgerufen 03.10.2026, Ausgaben vom 21.11.2025 bis 02.07.2026) steht die Nummer in 3 Zeilen — je eine bei AB 531, AB 856 und AB 868; das aktuelle Dokument von AB 527 (Ausgabe Nr. 26 vom 02.07.2026) enthält die Nummer 15550 nicht, und der Datensatz in der Datenbankkopie („PN-EN 15550“, Metallgehalt in Futtermitteln, Vormischungen und Futtermittelzusatzstoffen, ETAAS) hat in dieser Ausgabe keine Entsprechung; in jedem der vier Dokumente entspricht die Zahl der Seitenmarken der Zahl der PDF-Seiten, ohne Wiederholungen; die Durchsuchung aller 1291 am 03.10.2026 aus dem BIP heruntergeladenen PCA-Dokumente ergab keine Laboratorien außerhalb der Datenbankkopie (17 Laboratorien des Verzeichnisses haben im BIP keinen Link zum Umfangsdokument). Form bei PCA: „PN-EN 15550“ ohne Jahr zusammen mit PN-EN 14082 (AB 531), „PN-EN 15550:2017“ (AB 856), „PN-EN 15550:2017-09“ zusammen mit der Anweisung I-01/1 Edition 7 vom 01.02.2022 (AB 868). Keine dieser Positionen ist ausgesetzt. Der Reiter „Laboratorien“ (Suchbegriff „PN-EN 15550“) zeigt 4 Laboratorien, darunter AB 527, dessen aktuelles Umfangsdokument diese Norm nicht enthält — geprüft mit einer Abfrage des Reiters auf dem Produktivserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). Prüfgegenstand: Futtermittel und Futtermittelkomponenten (AB 531, Position im flexiblen Akkreditierungsumfang), Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel, Vormischungen (AB 856), Futtermittel für Tiere (AB 868). Merkmal: Metallgehalt (AB 531), Cadmium- und Bleigehalt (AB 856, AB 868). Bereiche: Cadmium 0,010–6,00 mg/kg und Blei 0,050–50,0 mg/kg (AB 856), Cadmium (0,020–0,100) mg/kg und Blei (0,10–0,60) mg/kg (AB 868); AB 531 gibt keinen Bereich an. Technik: Atomabsorptionsspektrometrie mit elektrothermischer Atomisierung (ETAAS) bei allen dreien (bei AB 856 als flammenlos bezeichnet).
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Bei der Matrix: In Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten wird extrahierbares Blei nach Kochen mit Salpetersäure 1 + 1 bestimmt, nicht nach Druckaufschluss (1, 9.2). Beim Mahlen: Produkte mit Kristallwasser sollten nicht gemahlen werden (8.4). Bei den Gefäßen: Einwaage nach Gefäßvolumen und Herstellerangaben; über 230 °C — Quarz (6.3, 9.1.2). Bei der Kalibrierung: Matrixanpassung (z. B. Säurekonzentration), bei unbekannten Matrixeffekten — Standardaddition (5.4, 9.3). Bei der Messung: Untergrundkorrektur immer, Argonstrom während der Atomisierung unterbrochen, Pyrolyse- und Atomisierungstemperaturen modifierabhängig (9.4.2, Tabelle 1). Beim Bereich: Das Verfahren wurde für Cd 0,015–5,65 und Pb 0,18–40,3 mg/kg geprüft (1) — die obere Bleigrenze bei AB 856 (50,0 mg/kg) liegt über dem geprüften Bereich, die unteren Bleigrenzen bei AB 856 (0,050 mg/kg) und AB 868 (0,10 mg/kg) unter der Bestimmungsgrenze von 0,5 mg/kg, die nach dem Anwendungsbereich normalerweise erreicht werden sollte.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Die Berechnungsformel, die Präzisionsdaten (11, Anhang A) und die Hinweise in Anhang B haben wir nicht gelesen. Höchstgehalte an Cadmium und Blei in Futtermitteln geben wir nicht an.
Prinzip der Methode
Etwa 0,5 g vorbereitetes Futtermittel werden mit Salpetersäure (beim Mikrowellenaufschluss auch mit Wasserstoffperoxid) in einem geschlossenen Druckgefäß aufgeschlossen. Die verdünnte Lösung wird (10–20 µl) in ein Graphitrohr injiziert und die Absorption von Cadmium bei 228,8 nm und Blei bei 283,3 nm mit Untergrundkorrektur und Matrixmodifier gegen eine matrixangepasste externe Kalibrierung oder durch Standardaddition gemessen. Extrahierbares Blei in Mineralien mit Schichtsilikaten wird nach 30 min Kochen von 2 g Probe mit Salpetersäure 1 + 1 bestimmt.
Anwendungen
- Cadmium und Blei in Allein-, Ergänzungs- und Mineralfuttermitteln, Vormischungen, Einzelfuttermitteln und Zusatzstoffen (an 11 Futtermitteln geprüft) (1)
- Extrahierbares Blei in Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten, z. B. Kaolinit-Ton (1, 9.2)
- Futtermittel, Futtermittelkomponenten und Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel, Vormischungen — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien in den aktuellen PCA-Dokumenten
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand 03.10.2026) | PN-EN 15550:2017-09 (englische Fassung, führt EN 15550:2017 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk; ersetzte PN-EN 15550:2009 (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 15550:2017 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh) |
| Geprüfter Bereich (1) | Cd 0,015–5,65 mg/kg, Pb 0,18–40,3 mg/kg; BG normalerweise Cd 0,05 mg/kg, Pb 0,5 mg/kg |
| Aufschluss (9.1.2) | etwa 0,5 g, 3 ml HNO3 (+ 0,5 ml H2O2 in der Mikrowelle) oder Hochdruck: 150 °C/60 min → 300 °C/40 min, 90 min bei 300 °C |
| Extrahierbares Blei (9.2) | 2 g, 16 ml HNO3 1 + 1 und etwa 70 ml Wasser, 30 min Kochen, auf 100 ml, Filtration |
| Linien und Temperaturen (Tabelle 1) | Cd 228,8 nm, Pyrolyse 300/900 °C, Atomisierung 1250/1600 °C; Pb 283,3 nm, 600/1200 °C, 1500/2000 °C (ohne / mit Modifier) |
| Kalibrierung (9.3) | extern: Blindlösung + 5 äquidistante, Matrixanpassung; Standardaddition bei unbekannten Matrixeffekten |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (abgerufen 03.10.2026) | 4 Laboratorien und 4 Datensätze in der Datenbankkopie, 3 Zeilen in den aktuellen PCA-Dokumenten (Nummer fehlt bei AB 527); Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 15550“) — 4 auf dem Produktivserver |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 15550:2017-09
- Titel (PL)
- Pasze: Metody pobierania próbek i analiz — Oznaczanie kadmu i ołowiu metodą absorpcyjnej spektrometrii atomowej z zastosowaniem kuwety grafitowej (GF-AAS) po mineralizacji ciśnieniowej
- Title (EN)
- Animal feeding stuffs: Methods of sampling and analysis — Determination of cadmium and lead by graphite furnace atomic absorption spectrometry (GF-AAS) after pressure digestion
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probe
EN ISO 6498; Mahlen auf ≤ 0,5 mm, flüssige Futtermittel vorgetrocknet oder gefriergetrocknet, Mineralien mit Kristallwasser nicht mahlen (8). PN-EN 15550:2017-09 ohne Zurückziehungsvermerk (03.10.2026).
-
Aufschluss
Etwa 0,5 g mit HNO3 (und H2O2) unter Druck; Blindwert (9.1). Für extrahierbares Blei — Kochen mit HNO3 1 + 1 (9.2).
-
Kalibrierung
Blindlösung + 5 matrixangepasste Lösungen oder Standardaddition (9.3).
-
GF-AAS
Trocknung, Pyrolyse, Atomisierung (Argon gestoppt), Ausheizen; Cd 228,8 nm, Pb 283,3 nm, Untergrundkorrektur (9.4.2).
-
Ergebnis
Berechnung nach Abschnitt 10 (nicht gelesen).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Graphitrohrofen-AAS | Untergrundkorrektur (z. B. Zeeman), Autosampler, HKL- oder EDL-Lampen für Cd und Pb, Absaugung über dem Ofen (6.4) | — |
| Graphitrohre | Pyrolytisch beschichtet, vorzugsweise mit Plattform (6.5) | — |
| Druckaufschlussgerät | Mikrowelle oder Hochdruck; Quarz-, FEP- oder PFA-Gefäße, über 230 °C Quarz (6.3) | — |
| Mühlen und Mörser | Kontaminationsfrei, auf ≤ 0,5 mm (mineralische Matrizes ≤ 0,1 mm) (6.1) | — |
| Gefriertrockner, Trockenschrank, Heizplatte | Flüssige Futtermittel, Vortrocknung (70 ± 5) °C, Bleiextraktion (6.6, 6.7, 6.10) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Salpetersäure ≥ 65 % | — | Aufschluss und Extraktion (5.1) |
| Wasserstoffperoxid ≥ 30 % | — | Mikrowellenaufschluss (5.2) |
| Cd- und Pb-Stammlösungen 1000 mg/l | — | Vorzugsweise zertifiziert; matrixangepasste Kalibrierlösungen (5.3, 5.4) |
| Pd/Mg-Modifier | — | Palladiumnitrat mit Magnesiumnitrat, 10 µl = 15 µg Pd + 10 µg Mg(NO3)2, bis eine Woche (5.5) |
| Argon ≥ 99,99 % | — | Spül- und Schutzgas (5.6) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Das Verfahren verwendet gesundheitsgefährdende Reagenzien — Schutzmaßnahmen obliegen dem Anwender (Vorwort, 5)
- Druckgefäße — nur sicherheitsgeprüfte Geräte und Einwaage nach Herstellerangaben (6.3, 9.1.2)
- Absaugung über dem Graphitrohrofen zur Entfernung von Rauch und Dämpfen (6.4, Anmerkung)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 15550:2017-09 — „Animal feeding stuffs: Methods of sampling and analysis — Determination of cadmium and lead by graphite furnace atomic absorption spectrometry (GF-AAS) after pressure digestion“.
Wie funktioniert diese Methode?
Etwa 0,5 g vorbereitetes Futtermittel werden mit Salpetersäure (beim Mikrowellenaufschluss auch mit Wasserstoffperoxid) in einem geschlossenen Druckgefäß aufgeschlossen. Die verdünnte Lösung wird (10–20 µl) in ein Graphitrohr injiziert und die Absorption von Cadmium bei 228,8 nm und Blei bei 283,3 nm mit Untergrundkorrektur und Matrixmodifier gegen eine matrixangepasste externe Kalibrierung oder durch Standardaddition gemessen.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand 03.10.2026): PN-EN 15550:2017-09 (englische Fassung, führt EN 15550:2017 [IDT] ein) ohne Zurückziehungsvermerk; ersetzte PN-EN 15550:2009 (PKN-Suche, 03.10.2026); EN 15550:2017 — „Published“, Stufe 90.93 (iTeh); Geprüfter Bereich (1): Cd 0,015–5,65 mg/kg, Pb 0,18–40,3 mg/kg; BG normalerweise Cd 0,05 mg/kg, Pb 0,5 mg/kg; Aufschluss (9.1.2): etwa 0,5 g, 3 ml HNO3 (+ 0,5 ml H2O2 in der Mikrowelle) oder Hochdruck: 150 °C/60 min → 300 °C/40 min, 90 min bei 300 °C; Extrahierbares Blei (9.2): 2 g, 16 ml HNO3 1 + 1 und etwa 70 ml Wasser, 30 min Kochen, auf 100 ml, Filtration.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 5 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Graphitrohrofen-AAS, Graphitrohre, Druckaufschlussgerät, Mühlen und Mörser, Gefriertrockner, Trockenschrank, Heizplatte.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Cadmium und Blei in Allein-, Ergänzungs- und Mineralfuttermitteln, Vormischungen, Einzelfuttermitteln und Zusatzstoffen (an 11 Futtermitteln geprüft) (1); Extrahierbares Blei in Mineralien und Futtermitteln mit Schichtsilikaten, z. B. Kaolinit-Ton (1, 9.2); Futtermittel, Futtermittelkomponenten und Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel, Vormischungen — Positionen in den Akkreditierungsumfängen von 3 Laboratorien in den aktuellen PCA-Dokumenten.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Das Verfahren verwendet gesundheitsgefährdende Reagenzien — Schutzmaßnahmen obliegen dem Anwender (Vorwort, 5); Druckgefäße — nur sicherheitsgeprüfte Geräte und Einwaage nach Herstellerangaben (6.3, 9.1.2); Absaugung über dem Graphitrohrofen zur Entfernung von Rauch und Dämpfen (6.4, Anmerkung).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 15550.