🌿 Bestimmung des Cadmiumgehalts in festen mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten — 1–12,5 g auf 0,5 mm gemahlene Probe werden 30 min mit Salpetersäure (1 + 1) schwach gekocht, der Extrakt auf 250 ml verdünnt und filtriert, und Cadmium mit Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie (Verfahren A) oder ICP-OES (Verfahren B) gemessen, kalibriert nach dem Verfahren der drei Standardzugaben; Gehalte über 1 mg/kg, PN-EN 14888
Kurz gefasst
Cadmium wird aus festen mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten mit Salpetersäure extrahiert: 1 g bis 12,5 g Probe — umso weniger, je mehr Cadmium erwartet wird — werden 30 Minuten unter einem Uhrglas schwach gekocht, auf 250 ml verdünnt und filtriert. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 14888:2006; Anwendungsbereich (1): Cadmium über 1 mg/kg; feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate; ohne organische und organisch-mineralische Düngemittel. Das Verfahren umfasst 4 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate — Cadmiumgehalt über 1 mg/kg; nicht anwendbar auf organische und organisch-mineralische Düngemittel (Abschnitt 1), Düngekalke und Kalkdünger — Prüfgegenstand aller 6 Laboratorien, die die Norm in ihren PCA-Akkreditierungsumfängen haben (nur Verfahren A, FAAS).
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN 14888:2006
- Kategorie: Umwelt
- Verfahrensschritte: 4
- STATUS (Stand der Katalogkarten 03.10.2026): PN-EN 14888:2006 (polnische Fassung) gültig; englische Fassung 2006 zurückgezogen 07-12-2006 — derselbe Inhalt EN 14888:2005; die englische Fassung ersetzte PN-C-87007-10:1993
- Ausgabe (laut PKN-Karte): PN-EN 14888:2006, 20 Seiten, KT 156, ICS 65.080; führt EN 14888:2005 [IDT] ein
- Anwendungsbereich (1): Cadmium über 1 mg/kg; feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate; ohne organische und organisch-mineralische Düngemittel
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. Anwendungsbereich aus der PKN-Katalogkarte PN-EN 14888:2006 (polnische Fassung), vollständig (unsere Übersetzung): „Es werden zwei Verfahren zur Bestimmung des Cadmiumgehalts in Boden, mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten nach Extraktion mit Salpetersäure beschrieben: — Verfahren A — Bestimmung des Cadmiumgehalts mit Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie (Flammen-AAS), — Verfahren B — Bestimmung des Cadmiumgehalts mit optischer Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES)“ (die polnische Karte enthält einen Tippfehler). Das Wort „Boden“ steht in Abschnitt 1 des Textes von EN 14888:2005 nicht — der Text spricht von festen mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten. Den Normtext lesen wir in der Leseprobe SIST EN 14888:2005 (Text von EN 14888:2005 ohne Änderungen) von der Titelseite über Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung und die Abschnitte 1–7 bis einschließlich 8.4.2 des Abschnitts 8. Außerhalb der Leseprobe bleiben 8.4.3 (Messung mit ICP-OES), Abschnitt 9 (Berechnung und Angabe der Ergebnisse), 10 (Präzision), 11 (Prüfbericht) sowie die Anhänge A (Ergebnisse von Ringversuchen) und B (Hinweise zu Detektionstechniken, Störungen und Quantifizierung).
NACH DEM TEXT VON EN 14888:2005 (Abschnitte 1–7, 8.1–8.4.2). Die Norm wurde von CEN/TC 260 „Düngemittel und Kalkdünger“ (Sekretariat DIN) im Auftrag der Europäischen Kommission erarbeitet, als Mittel zur Erfüllung der grundlegenden Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 über Düngemittel. Einleitung: Flammen-AAS und ICP-OES sind für Cadmium weit verbreitet, daher beschreibt die Norm beide (Verfahren A und B) mit überwiegend gemeinsamen Reagenzien und Arbeitsschritten. Anwendungsbereich (1): zwei Verfahren für Cadmium nach Extraktion mit Salpetersäure in festen mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten; nicht anwendbar auf organische und organisch-mineralische Düngemittel; anwendbar auf Cadmiumgehalte über 1 mg/kg. Begriffe (3): Nachweisgrenze — zahlenmäßig drei Standardabweichungen des Mittelwerts von Blindbestimmungen (n > 10); Bestimmungsgrenze — zahlenmäßig zehn solche Standardabweichungen, wenn Richtigkeit und Präzision nahe der Nachweisgrenze konstant sind. Prinzip (4): Cadmium wird mit Salpetersäure aus dem Düngemittel extrahiert, und seine Konzentration wird mit Flammen-AAS (Verfahren A) oder ICP-OES (Verfahren B) gemessen; beide Techniken sind relativ, und die Konzentrationen werden nach dem Standardadditionsverfahren bestimmt. Reagenzien (5): Reagenzien anerkannter Analysenqualität und Wasser der Qualität 2 nach EN ISO 3696:1995; Stammlösungen spätestens nach einem Jahr ersetzen, die Standardlösung mindestens monatlich; Salpetersäure 65 % (etwa 1,42 g/ml), verdünnt etwa 7 mol/l (1 + 1), etwa 4,3 mol/l (1 + 3) und 2 % (V/V); Cadmium-Stammlösung 1000 mg/l — etwa 1,000 g metallisches Cadmium (Reinheit mindestens 99,5 %, frei von Oxidschichten) in 40 ml Säure (1 + 3), 100 ml Wasser, Kochen zur Entfernung nitroser Gase, auf 1000 ml — oder eine handelsübliche Lösung; Standardlösungen 50 mg/l und 1 mg/l in 2 % Salpetersäure. Warnung: Cadmium ist hochgiftig. Geräte (6): Analysenwaage mit einer Genauigkeit von 0,1 mg, Labormühle auf 0,5 mm oder weniger, Heizplatte mit Temperaturregelung, Flammen-AAS mit Cadmiumquelle, Untergrundkorrektur und Luft-Acetylen-Brenner; ICP-OES mindestens mit radial beobachtetem Plasma — axial nur, wenn nachgewiesen ist, dass die Ergebnisse statistisch den radialen gleich sind — mit Untergrundkorrektur und nach Herstellerangaben optimierten Arbeitsbedingungen. Probenahme und Vorbereitung (7): Probenahme nach EN 1482; die Laborprobe wird ohne nennenswerte Erwärmung auf 0,5 mm oder weniger gemahlen, möglichst schnell, um keine Bestandteile (Wasser, Ammoniak) zu verlieren oder aufzunehmen, und gründlich gemischt; entmischende Mischdünger werden auf 0,2 mm oder weniger gemahlen, wärmeempfindliche Erzeugnisse — vorzugsweise im Mörser. Extraktion (8.1.1, Tabelle 1): Einwaage auf 0,1 mg genau je nach erwartetem (deklariertem) Cadmiumgehalt — bei 1–5 mg/kg 12,5 g Probe und 125 ml Säure (1 + 1), bei 5–15 mg/kg 5 g und 50 ml, bei 15–30 mg/kg 2,5 g und 25 ml, bei 30–100 mg/kg 1 g und 10 ml; stets auf 250 ml, was im Extrakt jeweils 0,05–0,25, 0,10–0,30, 0,15–0,30 und 0,12–0,40 mg/l Cadmium ergibt; die Probe wird mit Wasser befeuchtet, Säure zugegeben, mit einem Uhrglas abgedeckt und 30 min schwach gekocht, unter Wasserzugabe zur Erhaltung des Volumens; nach dem Abkühlen in einen Messkolben überführt, mit Wasser aufgefüllt, gemischt und durch ein trockenes Filter filtriert, wobei der erste Teil des Filtrats verworfen wird. Massen und Volumina wurden so gewählt, dass die Konzentrationen über den typischen Bestimmungsgrenzen beider Techniken liegen, in deren linearem Bereich bleiben und der Salzgehalt nicht zu hoch ist. Messlösung (8.1.2): 50,00 ml Filtrat in einen 100-ml-Kolben, mit 2 % Salpetersäure auffüllen. Blindwert (8.2): parallel, nur mit Reagenzien. Kalibrierung (8.3): durch Standardzugabe — zu drei Anteilen von 50,00 ml Filtrat werden 2,00 ml, 5,00 ml und 10,00 ml Cadmiumlösung 1 mg/l gegeben und mit 2 % Salpetersäure auf 100 ml aufgefüllt; eine externe Kalibrierkurve darf statt der Standardzugabe nur verwendet werden, wenn statistische Gleichheit der Ergebnisse nachgewiesen ist, und dann mit Matrixanpassung der Kalibrierlösungen. Messung (8.4): für jedes Gerät werden Selektivität, Nachweis- und Bestimmungsgrenze, Präzision, linearer Bereich und Störungen gesondert ermittelt; beim Verfahren A werden Blindlösung, Messlösung und die Zugaben in aufsteigender Reihenfolge in die Flamme gesaugt, jede mindestens zweimal abgelesen und gemittelt, wenn die Werte in einem akzeptierten Bereich liegen; nach jeder Messung wird die Blindlösung angesaugt und bei Bedarf der Nullpunkt nachgestellt.
STATUS (Stand der Katalogkarten 03.10.2026). Die Karte PN-EN 14888:2006 (polnische Fassung, veröffentlicht 07-12-2006, 20 Seiten, Preisgruppe K) hat keinen Vermerk „Zurückgezogen“: Sektor Chemie, KT 156 Düngemittel, ICS 65.080, „Führt ein: EN 14888:2005 [IDT]“, „Ersetzt: PN-EN 14888:2006 — englische Fassung“. Die Karte PN-EN 14888:2006 (englische Fassung, veröffentlicht 15-03-2006, 22 Seiten) — „Zurückgezogen“ 07-12-2006, „Ersetzt durch: PN-EN 14888:2006 — polnische Fassung“, und sie selbst ersetzte „PN-C-87007-10:1993 — polnische Fassung“. Beide Fassungen führen dieselbe EN 14888:2005 ein — die Änderung betraf die Sprache, nicht den Inhalt. Die PKN-Suche (Suchbegriff „PN-EN 14888“, 03.10.2026) zeigt keine anderen Ausgaben dieser Norm (die übrigen Treffer sind PN-ISO/IEC 14888 zu digitalen Signaturen). Im iTeh-Katalog (gelesen 03.10.2026) hat die slowenische Übernahme SIST EN 14888:2005 den Status „Published“.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, Stand bis 17.09.2026, gelesen 03.10.2026). Die Nummer 14888 steht in 6 Datensätzen bei 6 Laboratorien: AB 277, AB 312, AB 333, AB 339, AB 930, AB 1186. In den aktuellen Umfängen auf den PCA-Seiten (gelesen 03.10.2026, Ausgaben vom 24.06.2025 bis 22.07.2026) geben alle „PN-EN 14888:2006“ an, AB 339 mit dem Zusatz „Verfahren A“. Der Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 14888“) zeigt dieselben 6 Laboratorien; geprüft mit der Abfrage des Reiters auf dem Produktionsserver labcoda.pl am 03.10.2026.
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Positionen bei PCA). Alle sechs — „Cadmiumgehalt“, Technik: Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie (FAAS), also Verfahren A; Verfahren B (ICP-OES) mit diesem Verweis kommt in den Umfängen nicht vor. Gegenstände: Düngekalke (AB 312, AB 1186), Düngekalk — Calciumdünger (AB 333), Düngekalke und Kalkdünger (AB 339), Calciumdünger und Kalkdünger (AB 930), mineralische (anorganische) Düngemittel (AB 277). Bereiche: (1,0–75,0) mg/kg (AB 312), (0,50–75,0) mg/kg (AB 1186), (0,70–100) mg/kg (AB 333), (1,0–50,0) mg/kg (AB 339), (1,0–20,0) mg/kg (AB 930), (0,25–15,0) mg/kg (AB 277). AB 277 verweist auf die Norm zusammen mit PN-C-87006-15:1996 und PN-C-87070-04:1992+Az1:1997, AB 339 — mit PN-C-87006-15:1996 p. 4.2. Die Karte PN-C-87006-15:1996 (Calcium-Magnesium-Düngemittel — Bestimmung von Cadmium; drei Verfahren: AAS mit Graphitrohr, Flammen-AAS Acetylen–Luft und Voltammetrie) trägt den Vermerk „Zurückgezogen“: Datum der Zurückziehung 05-08-2022, ohne Feld „Ersetzt durch“. Die Karte PN-C-87007-10:1993 (Calciumdünger — Bestimmung des Cadmiumgehalts) — „Zurückgezogen“ 15-03-2006, „Ersetzt durch: PN-EN 14888:2006 — englische Fassung“ — für Cadmium in Calciumdüngern nennt PKN also genau diese Norm als Nachfolgerin. Die Karte PN-C-87070-04:1992 (Stickstoff- und Phosphordünger — Bestimmung von Cadmium) und ihre Änderung Az1:1997 — „Zurückgezogen“ 30-05-2014, ohne Feld „Ersetzt durch“; beide von AB 277 und AB 339 zusätzlich zitierten Normen sind also zurückgezogen.
WO EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS LEICHT ENTSTEHT. Beim Gegenstand: Abschnitt 1 des Textes spricht von festen mineralischen Düngemitteln und Rohphosphaten, Kalkdünger erscheinen nur im Titel; alle sechs Laboratorien prüfen mit dieser Norm Düngekalke oder Kalkdünger — der Text sagt im gelesenen Teil nichts weiter über sie. Die PKN-Karte fügt dem Anwendungsbereich „Boden“ hinzu, den der Text nicht nennt. Bei der unteren Grenze: die Norm gilt über 1 mg/kg — die Bereiche von AB 277 (ab 0,25 mg/kg), AB 1186 (ab 0,50 mg/kg) und AB 333 (ab 0,70 mg/kg) beginnen unterhalb dieser Grenze, sodass Ergebnisse aus diesem Intervall nicht vom Anwendungsbereich der Norm erfasst sind. Bei der Extraktion: Einwaage und Säuremenge werden nach Tabelle 1 anhand des ERWARTETEN Gehalts gewählt — bei zu kleiner Einwaage fällt die Konzentration im Extrakt unter die Bestimmungsgrenze, bei zu großer steigt der Salzgehalt; Eindampfen ohne Wasserzugabe verändert die Extraktionsbedingungen (8.1.1). Bei der Kalibrierung: eine externe Kalibrierkurve ohne Matrixanpassung und ohne Nachweis der Gleichheit mit der Standardzugabe erfüllt die Norm nicht (8.3). Bei der Messung: die Norm verlangt Untergrundkorrektur in beiden Techniken (6.5, 6.6), und die Hinweise zu Störungen stehen in Anhang B, den wir nicht gelesen haben; axiale Plasmabeobachtung bei ICP-OES erfordert den Nachweis der Gleichheit mit radialer Beobachtung (6.6). Beim Ergebnis: die Norm bestimmt Cadmium „nach Extraktion mit Salpetersäure“ (1, 4) — das Ergebnis ist das unter ihren Bedingungen extrahierte Cadmium; von einem vollständigen Aufschluss spricht der Text nicht.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. 8.4.3, die Abschnitte 9–11 und die Anhänge A–B haben wir nicht gelesen, daher geben wir die Berechnungsformel, Messwellenlängen, Präzisionsdaten und den Inhalt des Prüfberichts nicht an. Den Inhalt von PN-C-87006-15:1996 und PN-C-87070-04:1992, die zwei Laboratorien zusätzlich zitieren, haben wir nicht gelesen. Grenzwerte für Cadmium in Düngemitteln und Kalkdüngern geben wir nicht an, weil wir die Texte der Vorschriften für diesen Eintrag nicht gelesen haben.
Prinzip der Methode
Cadmium wird aus dem gemahlenen Düngemittel durch 30-minütiges Kochen mit Salpetersäure (1 + 1) extrahiert; Proben- und Säuremenge werden nach dem erwarteten Gehalt so gewählt, dass die Konzentration nach Verdünnung auf 250 ml im Messbereich liegt. Im Filtrat, zweifach mit 2 % Salpetersäure verdünnt, wird Cadmium mit Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie mit Untergrundkorrektur (Verfahren A) oder ICP-OES (Verfahren B) gemessen, kalibriert durch drei Standardzugaben zu Anteilen desselben Filtrats, was den Matrixeinfluss ausgleicht.
Anwendungen
- Feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate — Cadmiumgehalt über 1 mg/kg; nicht anwendbar auf organische und organisch-mineralische Düngemittel (Abschnitt 1)
- Düngekalke und Kalkdünger — Prüfgegenstand aller 6 Laboratorien, die die Norm in ihren PCA-Akkreditierungsumfängen haben (nur Verfahren A, FAAS)
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand der Katalogkarten 03.10.2026) | PN-EN 14888:2006 (polnische Fassung) gültig; englische Fassung 2006 zurückgezogen 07-12-2006 — derselbe Inhalt EN 14888:2005; die englische Fassung ersetzte PN-C-87007-10:1993 |
| Ausgabe (laut PKN-Karte) | PN-EN 14888:2006, 20 Seiten, KT 156, ICS 65.080; führt EN 14888:2005 [IDT] ein |
| Anwendungsbereich (1) | Cadmium über 1 mg/kg; feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate; ohne organische und organisch-mineralische Düngemittel |
| Einwaage und Säure nach erwartetem Gehalt (Tabelle 1) | 1–5 mg/kg: 12,5 g und 125 ml HNO3 (1 + 1); 5–15: 5 g und 50 ml; 15–30: 2,5 g und 25 ml; 30–100: 1 g und 10 ml; stets auf 250 ml |
| Extraktion (8.1.1) | schwaches Kochen 30 min unter Uhrglas, mit Wasserzugabe; Filtration durch ein trockenes Filter |
| Kalibrierung (8.3) | Standardzugabe: 2,00 / 5,00 / 10,00 ml Cd-Lösung 1 mg/l zu 50,00 ml Filtrat, auf 100 ml; externe Kurve nur nach Nachweis der Gleichheit der Ergebnisse |
| Probenvorbereitung (7.2, 7.3) | Mahlen auf ≤ 0,5 mm ohne Erwärmung; Mischdünger auf ≤ 0,2 mm |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen 03.10.2026) | 6 Laboratorien, 6 Datensätze in der Datenbankkopie; Reiter „Laboratorien“ („PN-EN 14888“) — dieselben 6 auf dem Produktionsserver |
Norm
- Normnummer
- PN-EN 14888:2006
- Titel (PL)
- Nawozy i środki wapnujące — Oznaczanie zawartości kadmu
- Title (EN)
- Fertilizers and liming materials — Determination of cadmium content
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Probenvorbereitung
Probenahme nach EN 1482; Mahlen auf ≤ 0,5 mm ohne Erwärmung (Mischdünger auf ≤ 0,2 mm), Mischen. PN-EN 14888:2006 gültig (PKN-Katalogkarte, Stand 03.10.2026).
-
Extraktion
Einwaage und Säure (1 + 1) nach Tabelle 1; mit Wasser befeuchten, Säure zugeben, abdecken, 30 min schwach kochen, Wasser ergänzen; abkühlen, auf 250 ml, durch ein trockenes Filter filtrieren, ersten Anteil verwerfen.
-
Messlösungen
50,00 ml Filtrat mit 2 % Salpetersäure auf 100 ml; Blindwert nur mit Reagenzien; drei Standardzugaben: 2,00, 5,00 und 10,00 ml Cd-Lösung 1 mg/l zu 50,00 ml Filtrat, auf 100 ml.
-
FAAS-Messung (Verfahren A)
Blindlösung, Messlösung und Zugaben aufsteigend; jede mindestens zweimal, mitteln; nach jeder Messung Blindlösung und Nullpunktkorrektur. ICP-OES-Messung (8.4.3) und Berechnung (Abschnitt 9) — außerhalb der gelesenen Leseprobe.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Flammen-Atomabsorptionsspektrometer | Cadmiumquelle, Untergrundkorrektur, Luft-Acetylen-Brenner (6.5) — Verfahren A | — |
| ICP-OES-Spektrometer | Mindestens radial beobachtetes Plasma; axial nach Nachweis der Gleichheit der Ergebnisse; Untergrundkorrektur (6.6) — Verfahren B | — |
| Heizplatte mit Temperaturregelung | Schwaches Kochen des Extrakts 30 min (6.4, 8.1.1) | — |
| Labormühle oder Mörser | Auf ≤ 0,5 mm (≤ 0,2 mm bei Mischdüngern), ohne Erwärmung (6.3, 7.2, 7.3) | — |
| Analysenwaage | Genauigkeit 0,1 mg (6.2) | — |
Reagenzien, Nährmedien und Verbrauchsmaterialien
| Reagenz | CAS | Details |
|---|---|---|
| Salpetersäure 65 % | 7697-37-2 | Etwa 1,42 g/ml; Verdünnungen 1 + 1 (etwa 7 mol/l, zur Extraktion), 1 + 3 (etwa 4,3 mol/l) und 2 % (V/V) (5.2–5.5) |
| Cadmium, metallisch | 7440-43-9 | Reinheit mindestens 99,5 %, oxidfrei; Stammlösung 1000 mg/l — oder handelsübliche Lösung (5.6) |
| Cadmium-Standardlösungen | — | 50 mg/l und 1 mg/l in 2 % Salpetersäure; Standardlösung mindestens monatlich, Stammlösung spätestens nach einem Jahr erneuern (5.1, 5.7, 5.8) |
| Wasser | 7732-18-5 | Qualität 2 nach EN ISO 3696:1995 (5.1) |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Cadmium ist hochgiftig — alle notwendigen Maßnahmen gegen Verschlucken (Warnung in 5.1)
- Kochen mit Salpetersäure setzt nitrose Gase frei — im Abzug; konzentrierte Säure wirkt ätzend
- Luft-Acetylen-Flamme — Sicherheitsregeln für brennbare Gase nach Anleitung des Spektrometers
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN 14888:2006 — „Fertilizers and liming materials — Determination of cadmium content“.
Wie funktioniert diese Methode?
Cadmium wird aus dem gemahlenen Düngemittel durch 30-minütiges Kochen mit Salpetersäure (1 + 1) extrahiert; Proben- und Säuremenge werden nach dem erwarteten Gehalt so gewählt, dass die Konzentration nach Verdünnung auf 250 ml im Messbereich liegt. Im Filtrat, zweifach mit 2 % Salpetersäure verdünnt, wird Cadmium mit Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie mit Untergrundkorrektur (Verfahren A) oder ICP-OES (Verfahren B) gemessen, kalibriert durch drei Standardzugaben zu Anteilen desselben Filtrats, was den Matrixeinfluss ausgleicht.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand der Katalogkarten 03.10.2026): PN-EN 14888:2006 (polnische Fassung) gültig; englische Fassung 2006 zurückgezogen 07-12-2006 — derselbe Inhalt EN 14888:2005; die englische Fassung ersetzte PN-C-87007-10:1993; Ausgabe (laut PKN-Karte): PN-EN 14888:2006, 20 Seiten, KT 156, ICS 65.080; führt EN 14888:2005 [IDT] ein; Anwendungsbereich (1): Cadmium über 1 mg/kg; feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate; ohne organische und organisch-mineralische Düngemittel; Einwaage und Säure nach erwartetem Gehalt (Tabelle 1): 1–5 mg/kg: 12,5 g und 125 ml HNO3 (1 + 1); 5–15: 5 g und 50 ml; 15–30: 2,5 g und 25 ml; 30–100: 1 g und 10 ml; stets auf 250 ml.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 4 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Flammen-Atomabsorptionsspektrometer, ICP-OES-Spektrometer, Heizplatte mit Temperaturregelung, Labormühle oder Mörser, Analysenwaage.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Feste mineralische Düngemittel und Rohphosphate — Cadmiumgehalt über 1 mg/kg; nicht anwendbar auf organische und organisch-mineralische Düngemittel (Abschnitt 1); Düngekalke und Kalkdünger — Prüfgegenstand aller 6 Laboratorien, die die Norm in ihren PCA-Akkreditierungsumfängen haben (nur Verfahren A, FAAS).
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Cadmium ist hochgiftig — alle notwendigen Maßnahmen gegen Verschlucken (Warnung in 5.1); Kochen mit Salpetersäure setzt nitrose Gase frei — im Abzug; konzentrierte Säure wirkt ätzend; Luft-Acetylen-Flamme — Sicherheitsregeln für brennbare Gase nach Anleitung des Spektrometers.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN 14888.