🌿 Geräusche haustechnischer Anlagen — das vereinfachte Verfahren (Übersichtsverfahren): Handschallpegelmesser, Schwenken des Mikrofons, drei Bestimmungen im Raum
Kurz gefasst
Ein vereinfachtes Feldverfahren: Messung mit einem Handschallpegelmesser unter manuellem Schwenken des Mikrofons, eine Bestimmung nahe der Raumecke und zwei im Nachhallfeld, das Ergebnis energetisch gemittelt und unmittelbar als A- oder C-bewerteter Schallpegel angegeben. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 10052:2021-12; Anwendungsbereich: Wohnräume oder Räume vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³. Das Verfahren umfasst 11 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Klärung der Beschwerde eines Bewohners über Geräusche von Lüftung, Wärmeübergabestation, Wärmepumpe, Druckerhöhungsanlage oder Aufzug — eine schnelle Messung in einer Wohnung von bis zu 150 m³, Screening-Untersuchungen der akustischen Eigenschaften eines Gebäudes vor der Entscheidung über eine vollständige Untersuchung mit dem genauen Verfahren, Prüfung der Wirkung einer Einregulierung oder eines Anlagenaustauschs: eine Messung vorher und nachher, ausgeführt mit demselben Verfahren und denselben Parametern.
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN ISO 10052:2021-12
- Kategorie: Umwelt
- Verfahrensschritte: 11
- Art des Verfahrens: vereinfachtes Verfahren (Übersichtsverfahren, survey) — das Ingenieurgegenstück für die Anlagengeräusche ist ISO 16032, für die Schalldämmung ISO 16283-1, -2 und -3
- Anwendungsbereich: Wohnräume oder Räume vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³
- Art der Messung: Handschallpegelmesser, manuelles Schwenken des Mikrofons durch den Raum
Übersicht
Die Norm legt vereinfachte Verfahren für Messungen unter Feldbedingungen an vier Dingen zugleich fest: der Luftschalldämmung zwischen Räumen, der Trittschalldämmung von Decken, der Luftschalldämmung einer Außenwand sowie der Schallpegel in Räumen, die von haustechnischen Anlagen herrühren. Dieser Eintrag betrifft die letzte dieser Anwendungen — die Anlagengeräusche, denn eben sie wird in Polen neben dem genauen Verfahren angeführt. Die Verfahren sind in Wohnräumen oder Räumen vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³ anwendbar. Bei der Schalldämmung sind die Ergebnisse frequenzabhängig (Oktavbänder) und werden nach ISO 717-1 und ISO 717-2 in Einzahlangaben umgerechnet; bei Geräuschen haustechnischer Anlagen werden die Ergebnisse unmittelbar als A- oder C-bewertete Schallpegel angegeben — ohne eine zwischengeschaltete Rechnung am Spektrum.
Worin die Vereinfachung besteht und was sie kostet. Die Einleitung der Norm sagt es ausdrücklich: der Ansatz der Übersichtsverfahren besteht darin, die Messung der Schalldruckpegel in Räumen durch die Verwendung eines Handschallpegelmessers und das manuelle Schwenken des Mikrofons durch den Raum zu vereinfachen, und die Korrektur auf die Nachhallzeit kann entweder aus Tabellenwerten geschätzt oder auf eine Messung gestützt werden. Der Preis ist die Unsicherheit — die Norm hält fest, dass die Unsicherheit einer mit dem vereinfachten Verfahren gewonnenen Messung von vornherein (a priori) größer ist als die den entsprechenden Verfahren der Ingenieurstufe eigene Unsicherheit, und nennt diese Verfahren selbst: für die Schalldämmung ISO 16283-1, -2 und -3, und für Geräusche haustechnischer Anlagen — ISO 16032. Die Übersichtsverfahren dürfen für Screening-Untersuchungen der akustischen Eigenschaften von Gebäuden verwendet werden, sind aber nicht zur Messung der akustischen Eigenschaften von Bauteilen bestimmt.
Wann das vereinfachte und wann das genaue Verfahren. Das vereinfachte ist in der täglichen Praxis das Verfahren der ersten Wahl: in Wohnungen und Räumen vergleichbarer Abmessungen, bei der Klärung einer Beschwerde, bei der Prüfung einer Anlage nach einer Einregulierung, bei einer Screening-Untersuchung des ganzen Gebäudes, wenn der Geräuschpegel deutlich vom zulässigen Wert abweicht und wenn ein Ergebnis als A-bewerteter Schallpegel ausreicht. Man greift auch deshalb zu ihm, weil es schnell und billig ist — ein Messgerät, eine Person, einige Minuten je Raum. Das genaue Verfahren nach PN-EN ISO 16032 wählt man dann, wenn das vereinfachte nicht mehr ausreicht: in Streit- und Abnahmefällen, bei einem Ergebnis nahe dem zulässigen Wert, bei geringem Unterschied zwischen Geräusch und Fremdgeräusch oder sehr niedrigen Pegeln, wenn der Charakter des Spektrums erkannt werden muss (tonale, tieffrequente Komponente), sowie dann, wenn der Raum 150 m³ überschreitet — denn dann liegt das vereinfachte Verfahren schlicht außerhalb seines Anwendungsbereichs, während das genaue bis etwa 300 m³ reicht. Das Institut für Bautechnik (ITB) wies beim Vergleich beider Verfahren auf noch einen praktischen Unterschied hin, der über die Wahl entscheidet (eine Anmerkung zu den Bezeichnungen: „die Ausgabe 2004" ist das europäische EN/ISO-Dokument, „PN-EN ISO 10052:2005(U)" ist dessen polnische Übernahme im Anerkennungsverfahren und „PN-EN ISO 10052:2007" die nationale Ausgabe mit Übersetzung; es ist ein Dokument in drei Gestalten und nicht drei verschiedene Normen): beim vereinfachten Verfahren — im Wortlaut der Ausgabe PN-EN ISO 10052:2005(U) — werden die Messergebnisse überhaupt nicht um eine aus dem Einfluss des Fremdgeräusches folgende Korrektur berichtigt, und wenn der Unterschied zwischen dem Geräuschpegel und dem Fremdgeräuschpegel kleiner als 6 dB ist, muss im Bericht festgestellt werden, dass das Ergebnis vom Fremdgeräusch beeinflusst und mit einem unbekannten Fehler behaftet ist. Das genaue Verfahren wendet in einer solchen Lage die Fremdgeräuschkorrektur an und liefert weiterhin ein brauchbares Ergebnis. Zeigt sich also schon bei der Erkundung, dass die Anlage kaum vom Fremdgeräusch abhebt, wird das vereinfachte Verfahren zu keiner Entscheidung führen.
Platz in den polnischen Vorschriften. Die Anlage Nr. 1 zur Verordnung über die technischen Bedingungen führt in der seit dem 1. August 2024 geltenden Fassung bei § 326 Abs. 1 sowie § 326 Abs. 4 beide Messnormen an: PN-EN ISO 10052:2007 „Metoda uproszczona" [vereinfachtes Verfahren] und PN-EN ISO 16032:2006 „Metoda dokładna" [genaues Verfahren], und die zulässigen Werte des Schallpegels in Räumen nimmt sie aus PN-B-02151-2:2018-01. Die Verordnung teilt die Fälle nicht zwischen den beiden Verfahren auf — die Entscheidung über die Wahl liegt beim Laboratorium und beim Auftraggeber, und die Begründung der Wahl sollte im Prüfbericht stehen.
Status der Norm und die Falle der Ausgaben. Die geltende Ausgabe ist PN-EN ISO 10052:2021-12 (übernimmt EN ISO 10052:2021 und ISO 10052:2021): die englische Fassung veröffentlicht am 21. Dezember 2021 (46 Seiten), die polnische Fassung am 20. November 2023 (40 Seiten), KT 253 Bauakustik. Sie hat PN-EN ISO 10052:2007 ersetzt (veröffentlicht am 29. Mai 2007, zurückgezogen am 21. Dezember 2021) samt deren Zusatzelement A1:2010. Ein praktischer Hinweis: die Anlage Nr. 1 zu den technischen Bedingungen führt nach wie vor die zurückgezogene PN-EN ISO 10052:2007 an — das Laboratorium muss bewusst entscheiden, welche Ausgabe es verwendet, und dies im Prüfbericht festhalten. Die zweite Ausgabe der Norm unterscheidet sich von der ersten nicht nur redaktionell: sie hat die Änderung Amd 1:2010 aufgenommen, die angeführten Normen aktualisiert, den Anwendungsbereich um Ergebnisse für schwere/weiche Stoßquellen erweitert, die als maximale A-Pegel angegeben werden, zwei Begriffe hinzugefügt (Li,Fmax und LiA,Fmax) und ein Prüfverfahren für solche Quellen. Geändert hat sich auch der Wortlaut der Mittelung für die Anlagengeräusche selbst. Wir kennen ihn aus den VORSCHAUEN beider Ausgaben und nicht aus ihren vollständigen Texten, die wir nicht geprüft haben: in der Ausgabe von 2004 verband die Formel zwei Mikrofonpositionen mit den Gewichten 1/3 (Position an der Ecke) und 2/3 (Position im Nachhallfeld), und in der Ausgabe von 2021 wurde dieselbe Rechnung als energetischer Mittelwert dreier Bestimmungen geschrieben. Das stimmt mit der Beschreibung des Instituts für Bautechnik für die Ausgabe von 2005 überein: die Messungen werden an zwei Mikrofonpositionen ausgeführt — einer in der Ecke und einer im diffusen Feld —, wobei an der Eckposition eine Bestimmung ausgeführt wird (für einen Betriebszyklus der Anlage) und im diffusen Feld zwei Bestimmungen (für zwei Zyklen), und aus diesen drei Werten wird der mittlere A- oder C-bewertete Schallpegel ermittelt.
Was diese Beschreibung nicht enthält: den vollständigen Text der Norm haben wir nicht gesehen — PKN und ISO stellen ihn gegen Entgelt bereit. Den Anwendungsbereich, die Einleitung, die angeführten Normen und die Begriffe (darunter die Formeln für den Schallpegel haustechnischer Anlagen sowie für seine standardisierte und normierte Form) geben wir nach der Vorschau der ISO 10052:2021 wieder, die die Abschnitte 1–4 umfasst. Der Abschnitt 5 (Geräte — und damit die zulässige Genauigkeitsklasse des Messgeräts), der Abschnitt 6 (Verfahren, darunter 6.3.4 — Art der Mikrofonführung, Mittelungszeiten, Abstände von den Wänden) und der Anhang B (Betriebsbedingungen und Betriebszyklen der Anlagen) sind in der Vorschau nicht enthalten, und wir geben sie hier nicht wieder. Zahlen aus früheren Ausgaben — zwei Messpositionen mit den Gewichten 1/3 und 2/3 sowie die Schwelle von 6 dB über dem Fremdgeräusch — sind unten ausdrücklich als der Ausgabe von 2004/2007 eigen gekennzeichnet.
Prinzip der Methode
Der Schallpegel von haustechnischen Anlagen wird im Empfangsraum mit einem Handschallpegelmesser gemessen, wobei das Mikrofon durch manuelles Schwenken durch den Raum geführt wird, statt ein Raster fester Punkte zu verwenden. Es werden drei Bestimmungen ausgeführt: eine in der Nähe einer Raumecke und zwei im Nachhallfeld. Der Schallpegel haustechnischer Anlagen ist ihr energetischer Mittelwert: L_XY = 10 lg[(10^(L_XY,1/10) + 10^(L_XY,2/10) + 10^(L_XY,3/10))/3] dB, wobei L_XY,1 der an der Position 1 an der Ecke gewonnene bewertete Pegel ist und L_XY,2 und L_XY,3 die Pegel aus zwei Messungen an der Position 2, im Nachhallfeld des Raumes. Der Index X bezeichnet die verwendete Frequenzbewertung (A oder C), der Index Y die Zeitbewertung (F, S oder den äquivalenten Pegel Leq); die Norm hält fest, dass verschiedene Maße L_XY untereinander nicht vergleichbar sind und dass nur Ergebnisse nebeneinandergestellt werden dürfen, die mit denselben Messparametern gewonnen wurden. Soll das Ergebnis als standardisiert angegeben werden, wird der Nachhallindex k abgezogen: L_XY,nT = L_XY − k, wobei k für Anlagengeräusche aus dem arithmetischen Mittel der in den Oktavbändern 500 Hz, 1 kHz und 2 kHz gemessenen Nachhallzeiten als k = 10 lg{1/3[(T500 + T1000 + T2000)/T₀]} dB bei T₀ = 0,5 s berechnet wird; für die normierte Form gilt L_XY,n = L_XY − k − 10 lg[A₀T₀/(0,16 V)] dB, wobei A₀ = 10 m² ist und V das Volumen des Empfangsraumes. Die Nachhallkorrektur darf — und darin besteht das Wesen der Vereinfachung — aus den in der Norm angegebenen Tabellenwerten geschätzt werden, statt die Nachhallzeit zu messen. Das Ergebnis für Geräusche von Anlagen wird unmittelbar als A- oder C-bewerteter Schallpegel angegeben, ohne Rechnung am Spektrum.
Anwendungen
- Klärung der Beschwerde eines Bewohners über Geräusche von Lüftung, Wärmeübergabestation, Wärmepumpe, Druckerhöhungsanlage oder Aufzug — eine schnelle Messung in einer Wohnung von bis zu 150 m³
- Screening-Untersuchungen der akustischen Eigenschaften eines Gebäudes vor der Entscheidung über eine vollständige Untersuchung mit dem genauen Verfahren
- Prüfung der Wirkung einer Einregulierung oder eines Anlagenaustauschs: eine Messung vorher und nachher, ausgeführt mit demselben Verfahren und denselben Parametern
- Abnahmemessungen der Anlagengeräusche in Wohn- und öffentlichen Gebäuden, wenn das Ergebnis deutlich vom zulässigen Wert nach PN-B-02151-2:2018-01 abweicht
- Feldmessungen der Luft- und Trittschalldämmung sowie der Schalldämmung einer Außenwand — die übrigen drei Anwendungen derselben Norm, ebenfalls in der Übersichtsfassung
- Wahl des weiteren Vorgehens: mit dem vereinfachten Verfahren wird festgestellt, ob der Fall die kostspieligere Untersuchung mit dem genauen Verfahren nach PN-EN ISO 16032 erfordert
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Art des Verfahrens | vereinfachtes Verfahren (Übersichtsverfahren, survey) — das Ingenieurgegenstück für die Anlagengeräusche ist ISO 16032, für die Schalldämmung ISO 16283-1, -2 und -3 |
| Anwendungsbereich | Wohnräume oder Räume vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³ |
| Art der Messung | Handschallpegelmesser, manuelles Schwenken des Mikrofons durch den Raum |
| Zahl der Bestimmungen (Anlagengeräusche) | drei Bestimmungen an zwei Mikrofonpositionen: eine an der Ecke (ein Betriebszyklus) und zwei im Nachhallfeld (zwei Zyklen), energetisch gemittelt; die Ausgabe 2004 schrieb dieselbe Rechnung als zwei Positionen mit den Gewichten 1/3 und 2/3 |
| Form des Ergebnisses | für Geräusche haustechnischer Anlagen — unmittelbar der A- oder C-bewertete Schallpegel; für die Schalldämmung — Werte in Oktavbändern, die nach ISO 717-1 und ISO 717-2 in Einzahlangaben umgerechnet werden |
| Ergebnisgrößen | LASmax, LAFmax sowie die Entsprechungen in C-Bewertung, jeweils in der unkorrigierten, der standardisierten (nT) und der normierten (n) Fassung; verschiedene Maße L_XY sind untereinander nicht vergleichbar |
| Nachhallkorrektur | der Index k aus einer Messung der Nachhallzeit oder geschätzt aus den in der Norm angegebenen Tabellenwerten; für Anlagengeräusche wird k aus dem Mittel von T in den Oktaven 500, 1000 und 2000 Hz bei T₀ = 0,5 s berechnet |
| Unsicherheit | von vornherein größer als bei den entsprechenden Verfahren der Ingenieurstufe — die Norm stellt dies in der Einleitung ausdrücklich fest |
| Status der Norm | PN-EN ISO 10052:2021-12 (englische Fassung 21.12.2021, polnische Fassung 20.11.2023); sie hat die am 21.12.2021 zurückgezogene PN-EN ISO 10052:2007 mit A1:2010 ersetzt, die von der Anlage Nr. 1 zu den technischen Bedingungen nach wie vor angeführt wird |
Norm
- Normnummer
- PN-EN ISO 10052:2021-12
- Titel (PL)
- Akustyka — Pomiary terenowe izolacyjności od dźwięków powietrznych i uderzeniowych oraz hałasu od urządzeń wyposażenia technicznego — Metoda uproszczona
- Title (EN)
- Acoustics — Field measurements of airborne and impact sound insulation and of service equipment sound — Survey method
Schritt-für-Schritt-Verfahren
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Prüfung des Anwendungsbereichs
Das Volumen des Empfangsraumes feststellen. Das Verfahren ist in Wohnräumen oder Räumen vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³ anwendbar. Oberhalb dieses Volumens darf das vereinfachte Verfahren nicht verwendet werden — richtig ist dann das genaue Verfahren nach PN-EN ISO 16032, das bis etwa 300 m³ reicht.
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Entscheidung über die Wahl des Verfahrens
Mit dem Auftraggeber abstimmen, ob ein Übersichtsergebnis ausreicht. Das vereinfachte Verfahren eignet sich zur Klärung einer Beschwerde, für eine Screening-Untersuchung und zur Prüfung der Wirkung einer Einregulierung; es eignet sich nicht zur Messung der akustischen Eigenschaften von Bauteilen, und seine Unsicherheit ist von vornherein größer als beim Ingenieurverfahren. Ist der Fall strittig oder wird das Ergebnis nahe dem zulässigen Wert liegen — sogleich das genaue Verfahren vorschlagen.
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Vorbereitung der Messkette
Den Handschallpegelmesser zusammenstellen, seine Empfindlichkeit mit einem akustischen Kalibrator prüfen und das Ergebnis der Prüfung notieren. Die Frequenzbewertung (A oder C) und die Zeitbewertung (F, S oder Messung des äquivalenten Pegels) entsprechend der Anforderung einstellen, auf die sich die Untersuchung beziehen soll — die Norm hält fest, dass mit verschiedenen Parametern gewonnene Ergebnisse nicht vergleichbar sind.
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Betriebsbedingungen und Betriebszyklus der Anlage
Die Betriebsbedingungen und Betriebszyklen der geprüften Anlage aus Anhang B der Norm übernehmen, es sei denn, sie stehen im Widerspruch zu nationalen Anforderungen und Vorschriften — dann haben die nationalen Anforderungen Vorrang. Mit der Verwaltung abstimmen, wer den Betrieb der Anlage veranlasst und in welchem Zyklus.
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Bestimmung 1 — Position an der Ecke
Eine Bestimmung an der Position 1, in der Nähe einer Raumecke, ausführen und dabei das Mikrofon durch manuelles Schwenken durch den Raum führen — nach der ITB-Beschreibung für die Ausgabe von 2005 entfällt auf sie ein Betriebszyklus der Anlage. Den bewerteten Pegel L_XY,1 notieren.
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Bestimmungen 2 und 3 — Position im Nachhallfeld
Zwei weitere Bestimmungen an der Position 2, im Nachhallfeld des Raumes, auf dieselbe Art der Mikrofonführung ausführen — nach der ITB-Beschreibung für die Ausgabe von 2005 für zwei Betriebszyklen der Anlage. Die Pegel L_XY,2 und L_XY,3 notieren. (Die Einzelheiten der Mikrofonführung, die Mittelungszeiten und die Abstände von den Bauteilen gibt der Abschnitt 6 der Norm an, den wir aus der Vorschau nicht haben — unmittelbar mit ihrem Text arbeiten.)
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Fremdgeräusch
Das Fremdgeräusch bei ausgeschalteter geprüfter Anlage auf dieselbe Art und mit denselben Einstellungen des Messgeräts messen. Hinweis: im Wortlaut der Ausgabe PN-EN ISO 10052:2005(U) werden die Ergebnisse des vereinfachten Verfahrens nicht um eine aus dem Einfluss des Fremdgeräusches folgende Korrektur berichtigt, und bei einem Unterschied von weniger als 6 dB zwischen dem Geräuschpegel und dem Fremdgeräuschpegel wird im Bericht festgestellt, dass das Ergebnis vom Fremdgeräusch beeinflusst und mit einem unbekannten Fehler behaftet ist — die Vorgehensweise in der Ausgabe von 2021 im Abschnitt 6 der Norm prüfen.
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Energetische Mittelung
Den Schallpegel haustechnischer Anlagen als energetischen Mittelwert der drei Bestimmungen berechnen: L_XY = 10 lg[(10^(L_XY,1/10) + 10^(L_XY,2/10) + 10^(L_XY,3/10))/3] dB.
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Der Nachhallindex k
Soll das Ergebnis als standardisiert oder normiert angegeben werden, den Nachhallindex k ermitteln: entweder aus einer Messung der Nachhallzeit oder — und darin besteht die Vereinfachung — durch Übernahme des in der Norm angegebenen Tabellenwertes. Für Geräusche haustechnischer Anlagen wird k aus dem arithmetischen Mittel der Nachhallzeiten in den Oktavbändern 500 Hz, 1 kHz und 2 kHz berechnet: k = 10 lg{1/3[(T500 + T1000 + T2000)/T₀]} dB, T₀ = 0,5 s.
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Der standardisierte oder normierte Pegel
L_XY,nT = L_XY − k oder L_XY,n = L_XY − k − 10 lg[A₀T₀/(0,16 V)] dB berechnen, wobei A₀ = 10 m² ist und V das Volumen des Empfangsraumes in Kubikmetern. Die Wahl der Ergebnisform folgt aus der Anforderung, auf die sich die Untersuchung beziehen soll.
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Prüfbericht
Die Ergebnisgröße in der Schreibweise der Tabelle 1 der Norm angeben (LASmax, LAFmax oder die Entsprechungen in C-Bewertung, in der unkorrigierten, standardisierten oder normierten Fassung), ferner die verwendeten Messparameter, die Betriebsbedingungen und den Betriebszyklus der Anlage, den Fremdgeräuschpegel, die Art der Ermittlung von k (Messung oder Tabelle), das Volumen des Raumes sowie die Ausgabe der Norm. Ausdrücklich vermerken, dass die Messung mit dem vereinfachten Verfahren von größerer Unsicherheit ausgeführt wurde und dass die zulässigen Werte PN-B-02151-2:2018-01 angibt; soll das Ergebnis dem Nachweis der Einhaltung des § 326 der technischen Bedingungen dienen — vermerken, dass die Anlage Nr. 1 zur Verordnung die am 21. Dezember 2021 zurückgezogene Ausgabe PN-EN ISO 10052:2007 anführt.
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Handschallpegelmesser | die Norm führt IEC 61672-1 an (Schallpegelmesser); nach der ITB-Beschreibung für die Ausgabe von 2005 hat das Gerät die Anforderungen der Genauigkeitsklasse 0 oder 1 zu erfüllen, und die Anforderung der geltenden Ausgabe gibt der Abschnitt 5 an, den wir aus der Vorschau nicht haben — vor der Annahme des Auftrags im Text der Norm prüfen | — |
| Bandfilter | die Norm führt IEC 61260 an (Oktav- und Bruchteiloktavfilter); nötig bei Schalldämmungsmessungen, die in Oktavbändern ausgeführt werden | — |
| Akustischer Kalibrator | Prüfung der Messkette vor und nach einer Messreihe | — |
| Ausrüstung zur Messung der Nachhallzeit | nur dann nötig, wenn der Nachhallindex k aus einer Messung ermittelt und nicht aus der Tabelle der Norm übernommen werden soll | — |
| Genormtes Hammerwerk (Trittschallhammerwerk) und schwere/weiche Stoßquelle | für die übrigen Anwendungen der Norm — die Trittschalldämmung; Anforderungen nach ISO 10140-5:2021 und ISO 16283-2:2020, die in der Norm angeführt sind | — |
| Maßband und Unterlagen zum Raum | das Volumen V des Empfangsraumes geht in die Formel für den normierten Pegel ein; zu dokumentieren ist auch, dass der Raum 150 m³ nicht überschreitet | — |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- Eine Messung in einer Wohnung, oft abends oder nachts, bedeutet Arbeit in von Menschen genutzten Räumen — mit den Bewohnern den Umfang des Zutritts, die Anwesenheitsdauer und das Abschalten der Anlagen abstimmen und Notizen und Fotos wie Daten behandeln, die der Privatsphäre der Wohnung unterliegen.
- Das Veranlassen des Betriebs von Anlagen für die Messung (Aufzug, Garagentor, Wärmeübergabestation, Druckerhöhungsanlage) führt ausschließlich eine zu ihrer Bedienung befugte Person aus; nicht selbst in die Gebäudeanlagen eingreifen.
- Das manuelle Schwenken des Mikrofons bedeutet, dass der Bedienende sich im Messfeld befindet — auf den Abstand des Körpers vom Mikrofon achten und die Quelle nicht mit sich selbst verdecken, denn ein Bedienfehler geht hier unmittelbar in das Ergebnis ein.
- Der Aufenthalt in technischen Räumen, in denen die geprüften Anlagen laufen, erfordert Gehörschutz — die Pegel in einem Aufzugsmaschinenraum oder einer Lüftungszentrale sind bisweilen höher als die an Arbeitsplätzen zulässigen.
- Das Verfahren hat von vornherein eine größere Unsicherheit als das Ingenieurverfahren: fällt das Ergebnis nahe dem zulässigen Wert aus oder ist der Abstand zum Fremdgeräusch klein, so darf es nicht als entscheidend dargestellt werden — die Sache dem Auftraggeber redlich vorzulegen ist hier ein Element der Gewissenhaftigkeit und keine Höflichkeit.
- Das vereinfachte Verfahren (PN-EN ISO 10052) nicht mit dem genauen (PN-EN ISO 16032) und nicht mit der zurückgezogenen nationalen PN-B-02156 verwechseln: eine Verwechslung der Normnummern im Prüfbericht ist eine formale Abweichung.
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 10052:2021-12 — „Acoustics — Field measurements of airborne and impact sound insulation and of service equipment sound — Survey method“.
Wie funktioniert diese Methode?
Der Schallpegel von haustechnischen Anlagen wird im Empfangsraum mit einem Handschallpegelmesser gemessen, wobei das Mikrofon durch manuelles Schwenken durch den Raum geführt wird, statt ein Raster fester Punkte zu verwenden. Es werden drei Bestimmungen ausgeführt: eine in der Nähe einer Raumecke und zwei im Nachhallfeld.
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
Art des Verfahrens: vereinfachtes Verfahren (Übersichtsverfahren, survey) — das Ingenieurgegenstück für die Anlagengeräusche ist ISO 16032, für die Schalldämmung ISO 16283-1, -2 und -3; Anwendungsbereich: Wohnräume oder Räume vergleichbarer Abmessungen von nicht mehr als 150 m³; Art der Messung: Handschallpegelmesser, manuelles Schwenken des Mikrofons durch den Raum; Zahl der Bestimmungen (Anlagengeräusche): drei Bestimmungen an zwei Mikrofonpositionen: eine an der Ecke (ein Betriebszyklus) und zwei im Nachhallfeld (zwei Zyklen), energetisch gemittelt; die Ausgabe 2004 schrieb dieselbe Rechnung als zwei Positionen mit den Gewichten 1/3 und 2/3.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 11 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Handschallpegelmesser, Bandfilter, Akustischer Kalibrator, Ausrüstung zur Messung der Nachhallzeit, Genormtes Hammerwerk (Trittschallhammerwerk) und schwere/weiche Stoßquelle, Maßband und Unterlagen zum Raum.
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Klärung der Beschwerde eines Bewohners über Geräusche von Lüftung, Wärmeübergabestation, Wärmepumpe, Druckerhöhungsanlage oder Aufzug — eine schnelle Messung in einer Wohnung von bis zu 150 m³; Screening-Untersuchungen der akustischen Eigenschaften eines Gebäudes vor der Entscheidung über eine vollständige Untersuchung mit dem genauen Verfahren; Prüfung der Wirkung einer Einregulierung oder eines Anlagenaustauschs: eine Messung vorher und nachher, ausgeführt mit demselben Verfahren und denselben Parametern; Abnahmemessungen der Anlagengeräusche in Wohn- und öffentlichen Gebäuden, wenn das Ergebnis deutlich vom zulässigen Wert nach PN-B-02151-2:2018-01 abweicht; Feldmessungen der Luft- und Trittschalldämmung sowie der Schalldämmung einer Außenwand — die übrigen drei Anwendungen derselben Norm, ebenfalls in der Übersichtsfassung; Wahl des weiteren Vorgehens: mit dem vereinfachten Verfahren wird festgestellt, ob der Fall die kostspieligere Untersuchung mit dem genauen Verfahren nach PN-EN ISO 16032 erfordert.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
Eine Messung in einer Wohnung, oft abends oder nachts, bedeutet Arbeit in von Menschen genutzten Räumen — mit den Bewohnern den Umfang des Zutritts, die Anwesenheitsdauer und das Abschalten der Anlagen abstimmen und Notizen und Fotos wie Daten behandeln, die der Privatsphäre der Wohnung unterliegen.; Das Veranlassen des Betriebs von Anlagen für die Messung (Aufzug, Garagentor, Wärmeübergabestation, Druckerhöhungsanlage) führt ausschließlich eine zu ihrer Bedienung befugte Person aus; nicht selbst in die Gebäudeanlagen eingreifen.; Das manuelle Schwenken des Mikrofons bedeutet, dass der Bedienende sich im Messfeld befindet — auf den Abstand des Körpers vom Mikrofon achten und die Quelle nicht mit sich selbst verdecken, denn ein Bedienfehler geht hier unmittelbar in das Ergebnis ein.; Der Aufenthalt in technischen Räumen, in denen die geprüften Anlagen laufen, erfordert Gehörschutz — die Pegel in einem Aufzugsmaschinenraum oder einer Lüftungszentrale sind bisweilen höher als die an Arbeitsplätzen zulässigen.; Das Verfahren hat von vornherein eine größere Unsicherheit als das Ingenieurverfahren: fällt das Ergebnis nahe dem zulässigen Wert aus oder ist der Abstand zum Fremdgeräusch klein, so darf es nicht als entscheidend dargestellt werden — die Sache dem Auftraggeber redlich vorzulegen ist hier ein Element der Gewissenhaftigkeit und keine Höflichkeit.; Das vereinfachte Verfahren (PN-EN ISO 10052) nicht mit dem genauen (PN-EN ISO 16032) und nicht mit der zurückgezogenen nationalen PN-B-02156 verwechseln: eine Verwechslung der Normnummern im Prüfbericht ist eine formale Abweichung.
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 10052.