🔩 Dicke nichtleitender Schichten (Farben, Lacke, Kunststoffe, Emails, Pulverbeschichtungen, anodische Oxidschichten) auf nichtmagnetischen leitfähigen Metallen — zerstörungsfreie Messung mit dem amplitudensensitiven Wirbelstromverfahren; PN-EN ISO 2360
Kurz gefasst
Zerstörungsfreie Messung der Dicke nichtleitender Schichten — Farben und Lacke, galvanische Überzüge, Emails, Kunststoffe, Plattierungen und Pulverbeschichtungen, besonders die meisten anodischen Oxidschichten — auf nichtmagnetischen leitfähigen Metallen (z. Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 2360:2017-10 (wersja angielska i wersja niemiecka; wprowadza EN ISO 2360:2017 i ISO 2360:2017 [IDT]); STATUS (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026): PN-EN ISO 2360:2017-10 aktuell (englische und deutsche Fassung); ersetzte PN-EN ISO 2360:2006 (polnische Fassung, zurückgezogen). Das Verfahren umfasst 4 Schritte; eingesetzt wird sie unter anderem für: Nichtleitende Schichten — Farben, Lacke, Kunststoffe, Emails, Pulverbeschichtungen, Plattierungen — auf nichtmagnetischen leitfähigen Metallen (ISO 2360:2017, Abschnitt 1), Anodische Oxidschichten auf Aluminium und seinen Legierungen (Verfahren besonders geeignet); nicht alle Konversionsschichten, Zerstörungsfreie Messungen im Laboratorium und im Feld (AB 023 — auch in situ).
Auf einen Blick
- Norm: PN-EN ISO 2360:2017-10 (wersja angielska i wersja niemiecka; wprowadza EN ISO 2360:2017 i ISO 2360:2017 [IDT])
- Kategorie: Werkstoffe und ZfP
- Verfahrensschritte: 4
- STATUS (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026): PN-EN ISO 2360:2017-10 aktuell (englische und deutsche Fassung); ersetzte PN-EN ISO 2360:2006 (polnische Fassung, zurückgezogen)
- Substrat (Abschnitt 1): nichtmagnetisch, elektrisch leitfähig; auf magnetischen Substraten nicht empfohlen (dort ISO 2178), Ausnahme — Schichten > etwa 1 mm
- Mindestdicke des Grundwerkstoffs (Punkt 5.3): über der kritischen Mindestdicke; ohne andere Daten tmin = 3·δ0
Übersicht
WAS DIE NORM BESCHREIBT. ISO 2360:2017 (Abschnitt 1) legt die zerstörungsfreie Messung der Dicke nichtleitender Schichten auf nichtmagnetischen, elektrisch leitfähigen Grundwerkstoffen mit amplitudensensitiven Wirbelstromgeräten fest. Das Wort „Schicht“ umfasst hier z. B. Farben und Lacke, galvanische Überzüge, Emails, Kunststoffbeschichtungen, Plattierungen und Pulverbeschichtungen. Das Verfahren eignet sich besonders für die meisten durch Anodisieren erzeugten Oxidschichten, aber nicht für alle Konversionsschichten — manche sind zu dünn (Abschnitt 6). Damit lassen sich auch nichtmagnetische metallische Schichten auf nichtleitenden Substraten messen, genauer ist dann jedoch das Phasenverfahren nach ISO 21968; nicht angewendet wird es für nichtmagnetische metallische Schichten auf leitfähigen Metallen (hier ISO 21968; Ausnahme sind sehr dünne Schichten sehr geringer Leitfähigkeit). Auf magnetischen Substraten wird seine Anwendung nicht empfohlen — dort dient das magnetische Verfahren nach ISO 2178 (eigener Eintrag dieser Datenbank); nur bei sehr dicken Schichten über etwa 1 mm kann auch das Amplitudenverfahren verwendet werden. Normative Verweisungen: ISO 2064, ISO 4618 und ISO/IEC Guide 98-3 (GUM). Das Feld „Anwendungsbereich“ der PKN-Karte von PN-EN ISO 2360:2017-10 (englische Fassung, Beschreibung des Anwendungsbereichs auf Polnisch), Auszug: „In diesem Dokument wird der Begriff »Schicht« für Werkstoffe wie zum Beispiel Farben und Lacke, galvanische Überzüge, Emailüberzüge, Kunststoffbeschichtungen, Pulverbeschichtungen und Plattierungen verwendet. Dieses Verfahren ist besonders für Dickenmessungen der meisten durch Anodisieren erzeugten Oxidschichten anwendbar, gilt aber nicht für alle Konversionsschichten, weil manche zu dünn sind, um mit diesem Verfahren gemessen zu werden“ (unsere Übersetzung).
PRINZIP (Abschnitt 4). Ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld der Sonde induziert Wirbelströme im Grundwerkstoff unter der Schicht; sie verändern das Feld um die Spule und damit die Amplitude der Spulenimpedanz. Die Dichte der Wirbelströme hängt vom Abstand der Spule zur Metalloberfläche ab, daher ist nach der Kalibrierung mit Normalen die Impedanzänderung ein Maß für die Schichtdicke. Die Spule ist meist Teil eines Schwingkreises — die Impedanzänderung verschiebt die Resonanzfrequenz, die zum Maß der Dicke wird. Sonde und Gerät können ein Gerät bilden; grundlegende Anforderungen an Geräte enthält Anhang C (informativ).
UNSICHERHEITSEINFLÜSSE (Abschnitt 5). Die Empfindlichkeit der Sonde nimmt mit der Dicke ab: im unteren Teil des Bereichs ist die absolute Unsicherheit konstant, im oberen — annähernd ein konstanter Anteil der Dicke. Die Leitfähigkeit des Grundwerkstoffs bestimmt den Messeffekt, daher werden Kalibrierung und Messung am selben Werkstoff durchgeführt (es gibt Geräte, die die Leitfähigkeit kompensieren). Ein zu dünner Grundwerkstoff stört die Entstehung der Wirbelströme — er sollte dicker sein als die kritische Mindestdicke, die experimentell bestimmt oder mit der Formel tmin = 3·δ0 abgeschätzt wird (δ0 — Standardeindringtiefe). Messungen zu nahe an Kanten, Bohrungen und Ecken können ungültig sein (das Amplitudenverfahren ist dafür empfindlicher als das Phasenverfahren), die Krümmung des Grundwerkstoffs wirkt umso stärker, je kleiner der Radius und je dünner die Schicht (Justierung auf einem Grundwerkstoff gleicher Geometrie, Mikrosonden), und Rauheit verursacht systematische und zufällige Fehler (Kalibrierung auf unbeschichtetem Grundwerkstoff ähnlicher Rauheit, viele Ablesungen an verschiedenen Stellen). Ein Spalt zwischen Sonde und Schicht — z. B. feine Verunreinigungen — wirkt wie eine zusätzliche Schicht (Lift-off), daher wird die Sondenspitze häufig geprüft; der Anpressdruck muss bei Justierung und Messung gleich und bei weichen Schichten möglichst klein sein (Federsonden; Schutzfolie bekannter Dicke, die vom Ergebnis abgezogen wird); die Sonde wird senkrecht aufgesetzt. Die Temperatur von Sonde und Grundwerkstoff (die Leitfähigkeit von Metallen hängt von der Temperatur ab) sollte den Kalibrierbedingungen nahekommen; Einfluss haben auch Zwischenschichten und starke äußere elektromagnetische Felder.
KALIBRIERUNG UND MESSUNG (Abschnitte 6–7). Vor dem Gebrauch wird jedes Gerät nach Herstelleranleitung mit Dickennormalen und einem Grundwerkstoff ähnlichen Werkstoffs, ähnlicher Geometrie und Oberfläche wie die Proben bei derselben Temperatur kalibriert oder justiert. Normale sind beschichtete Grundwerkstoffe oder auf unbeschichteten Grundwerkstoff gelegte Folien; Folien und Schichten müssen nichtleitend und nichtmagnetisch sein (meist Kunststoff — im Gegensatz zum magnetischen Verfahren dürfen keine leitfähigen Folien, z. B. aus Kupferlegierungen, verwendet werden), mit dokumentierter Dicke, Unsicherheit mit einem Vertrauensniveau von z. B. 95 % und messtechnischer Rückführbarkeit, vor dem Gebrauch visuell geprüft; eine Folie kann sich unter der Sonde verformen und darf keinen Spalt lassen (besonders auf konkaven Flächen). Justierung: auf dem Grundwerkstoff allein („Nullen“), auf Grundwerkstoff und einem Normal, auf Grundwerkstoff und mehreren Normalen oder auf mehreren Normalen; die Unsicherheit sinkt mit der Zahl der Punkte und je besser sie den erwarteten Dickenbereich abdecken. Die Kalibrierung am Prüfort wird bei Inbetriebnahme des Geräts, bei Änderung von Werkstoff oder Geometrie der Proben und bei Änderung der Bedingungen (z. B. Temperatur) wiederholt, im Gebrauch — regelmäßig. Die Dicke wird als arithmetischer Mittelwert mehrerer Ablesungen aus einem festgelegten Bereich mit Standardabweichung angegeben; sofern nichts anderes vereinbart ist, werden mindestens fünf Ablesungen empfohlen.
STATUS (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026). Die Karte von PN-EN ISO 2360:2017-10 (englische Fassung) ohne Zurückziehungsetikett: Veröffentlichung 26-10-2017, 46 Seiten, Sektor Hüttenwesen, KT 106 Korrosion und Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe, „Übernimmt: EN ISO 2360:2017 [IDT], ISO 2360:2017 [IDT]“, „Ersetzt: PN-EN ISO 2360:2006 - polnische Fassung“, ICS 25.220.20. PKN-Suche, Suchbegriff „ISO 2360“ (27.10.2026): daneben gibt es die deutsche Fassung PN-EN ISO 2360:2017-10; die Ausgaben PN-EN ISO 2360:1998, 2004 und 2006 sind zurückgezogen, und eine polnische Fassung der Ausgabe 2017 gibt es in den Ergebnissen nicht. Die vierte Ausgabe ISO 2360:2017 (ISO/TC 107) ersetzte ISO 2360:2003. Im iTeh-Katalog (gelesen am 27.10.2026) hat ISO 2360:2017 den Status „Published“ und die Stufe „9093 – International Standard confirmed“, EN ISO 2360:2017 — „Published“.
WIE VIELE LABORATORIEN UND IN WELCHER FORM (Kopie der Datenbank der Akkreditierungsumfänge, vom Produktionsserver am 27.10.2026 aktualisiert, und an diesem Tag heruntergeladene aktuelle PCA-Dokumente). Die Nummer 2360 steht in 9 Datensätzen bei 6 polnischen Laboratorien: AB 023 (vier Positionen in zwei Laboratorien), AB 240, AB 369, AB 394, AB 904, AB 910. In allen 6 aktuellen PCA-Dokumenten steht die Norm in denselben 9 Zeilen; keine Position ist ausgesetzt. Schreibweisen: „PN-EN ISO 2360:2017-10“ (AB 240, AB 394, AB 910 — mit Stern), „PN-EN ISO 2360“ ohne Jahr (AB 023 teilweise mit dem Zusatz „N“, AB 369, AB 904). Die magnetische Norm PN-EN ISO 2178 haben in denselben Positionen AB 023 und AB 240, PN-EN ISO 2808 (Verfahren zur Dicke von Beschichtungen aus Lacken) — AB 023 und AB 369 (Verfahren 7C). Der Reiter „Laboratorien“ („PN-EN ISO 2360“) zeigt 9 Laboratorien: diese 6 polnischen und 3 tschechische (Reiterabfrage auf labcoda.pl, 27.10.2026).
WAS DIE LABORATORIEN PRÜFEN (Datenbankkopie und PCA-Dokumente). Wirbelstromverfahren: Beschichtungsstoffe zum Schutz von Metallteilen (AB 023: 4–30 µm und 4–2000 µm, auch im Feld), Elemente von Stahlskelettbauten und Beschichtungen (AB 023, auch der Bereich 0–500 µm „mit dem magnetischen Verfahren“ mit einem Minitest-Gerät in der Position mit drei Normen), nichtleitende Schichten — Oxidschichten auf Aluminium und seinen Legierungen bis 1000 µm neben nichtmagnetischen metallischen Schichten auf magnetischem Substrat (AB 240, der zweite Teil nach PN-EN ISO 2178), Beschichtungssysteme und Korrosionsschutzbeschichtungen 11,4–1018 µm (AB 369), nichtleitende Schichten auf nichtmagnetischem leitfähigem Substrat 0–800 µm (AB 394; AB 904 — „Substrat N-Fe“), Schutzschicht von Metallerzeugnissen 0–960 µm (AB 910).
WO MAN LEICHT EIN SCHEINBAR RICHTIGES ERGEBNIS ERHÄLT. Erstens — Substrat: Das Verfahren betrifft nichtmagnetische leitfähige Substrate; auf Stahl (magnetisches Substrat) ist das magnetische Verfahren ISO 2178 richtig, und eine metallische Schicht auf leitfähigem Metall misst das Amplitudenverfahren nicht — eine Position mit drei Normen und „magnetischem Verfahren“ muss im Bericht angeben, mit welchem Verfahren ein bestimmtes Ergebnis gemessen wurde. Zweitens — Kalibrierung auf anderem Werkstoff: Die Leitfähigkeit des Grundwerkstoffs verändert die Anzeige stark, daher ergibt eine Justierung auf einer anderen Aluminiumlegierung einen systematischen Fehler, und die Bezugsfolien müssen nichtleitend sein (eine Folie aus einer Kupferlegierung, gut für das magnetische Verfahren, verfälscht hier das Ergebnis). Drittens — „Lift-off“: ein Partikel unter der Sondenspitze addiert sich zur Dicke. Viertens — Kanten, Krümmung und dünner Grundwerkstoff: Amplitudengeräte sind gegenüber Kanten empfindlicher als Phasengeräte, und ein Grundwerkstoff dünner als die kritische Mindestdicke (ohne andere Daten tmin = 3·δ0) sowie Änderungen seiner Dicke ergeben einen Ablesefehler (Punkt 5.3). Fünftens — Temperatur: heiße Schichten und Temperaturunterschiede zwischen Sonde, Gerät und Probe können große Fehler ergeben. Sechstens — dünne Konversionsschichten liegen mitunter außerhalb der Reichweite des Verfahrens.
WAS WIR NICHT ANGEBEN. Der gelesene Auszug aus ISO 2360:2017 endet in Punkt 7.2. Wir geben die Ermittlung der Unsicherheit (Abschnitt 8, Anhänge B, E, F), Präzisionsdaten (Abschnitt 9, Anhang G), Anforderungen an Geräte (Anhang C) und die Versuchsbeispiele aus Anhang D nicht an.
Prinzip der Methode
Eine Sonde mit Spule wird senkrecht auf die Schicht aufgesetzt; das hochfrequente elektromagnetische Feld induziert im nichtmagnetischen Grundwerkstoff Wirbelströme, deren Dichte vom Abstand der Spule zum Metall abhängt, und die Änderung der Amplitude der Spulenimpedanz (meist eine Verschiebung der Resonanzfrequenz des Schwingkreises) ist nach Kalibrierung mit Dickennormalen auf demselben Grundwerkstoff ein Maß für die Dicke der nichtleitenden Schicht (ISO 2360:2017, Abschnitte 4 und 6).
Anwendungen
- Nichtleitende Schichten — Farben, Lacke, Kunststoffe, Emails, Pulverbeschichtungen, Plattierungen — auf nichtmagnetischen leitfähigen Metallen (ISO 2360:2017, Abschnitt 1)
- Anodische Oxidschichten auf Aluminium und seinen Legierungen (Verfahren besonders geeignet); nicht alle Konversionsschichten
- Zerstörungsfreie Messungen im Laboratorium und im Feld (AB 023 — auch in situ)
- In Akkreditierungsumfängen: 6 polnische Laboratorien, Bereiche von 4–30 µm bis 0–2000 µm
Schlüsselparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| STATUS (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026) | PN-EN ISO 2360:2017-10 aktuell (englische und deutsche Fassung); ersetzte PN-EN ISO 2360:2006 (polnische Fassung, zurückgezogen) |
| Substrat (Abschnitt 1) | nichtmagnetisch, elektrisch leitfähig; auf magnetischen Substraten nicht empfohlen (dort ISO 2178), Ausnahme — Schichten > etwa 1 mm |
| Mindestdicke des Grundwerkstoffs (Punkt 5.3) | über der kritischen Mindestdicke; ohne andere Daten tmin = 3·δ0 |
| Dickennormale (Punkt 6.2) | beschichtete Grundwerkstoffe oder nichtleitende und nichtmagnetische Folien (meist Kunststoff); Unsicherheit z. B. U (95 %), messtechnische Rückführbarkeit |
| Justierung (Punkt 6.3) | Nullen, Ein-, Zwei- oder Mehrpunktjustierung; mehr den Bereich abdeckende Punkte = kleinere Unsicherheit |
| Anzahl der Ablesungen (Punkt 7.2) | mindestens 5 empfohlen; Ergebnis = arithmetischer Mittelwert mit Standardabweichung |
| Verbreitung in Akkreditierungsumfängen (gelesen am 27.10.2026) | 6 polnische Laboratorien, 9 Datensätze in der Datenbankkopie und 9 Zeilen bei PCA, keine ausgesetzten Positionen; Reiter „Laboratorien“ — 9 (6 PL, 3 CZ) |
Norm
- Normnummer
- PN-EN ISO 2360:2017-10 (wersja angielska i wersja niemiecka; wprowadza EN ISO 2360:2017 i ISO 2360:2017 [IDT])
- Titel (PL)
- Powłoki nieprzewodzące na podłożu niemagnetycznym przewodzącym elektryczność — Pomiar grubości powłok — Metoda amplitudowa prądów wirowych
- Title (EN)
- Non-conductive coatings on non-magnetic electrically conductive base metals — Measurement of coating thickness — Amplitude-sensitive eddy-current method
Schritt-für-Schritt-Verfahren
-
Kalibrierung und Justierung
Nach Herstelleranleitung, mit Dickennormalen auf einem den Proben ähnlichen Grundwerkstoff, bei derselben Temperatur; Justierverfahren nach geforderter Genauigkeit gewählt (Abschnitt 6).
-
Prüfung vor Ort
Bei Inbetriebnahme des Geräts, bei Änderung von Werkstoff oder Geometrie der Proben und bei Änderung der Bedingungen; regelmäßig während der Arbeit (Punkt 7.1).
-
Messung
Sonde sauber, senkrecht aufgesetzt, mit demselben Anpressdruck wie bei der Justierung; fern von Kanten und Bohrungen; Berücksichtigung von Krümmung und Rauheit (Abschnitt 5).
-
Ergebnis
Arithmetischer Mittelwert von mindestens 5 Ablesungen aus einem festgelegten Bereich und Standardabweichung (Punkt 7.2). PN-EN ISO 2360:2017-10 — aktuell (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026; englische und deutsche Fassung).
Erforderliche Geräte und Apparatur
| Gerät | Beispiel | Richtpreis |
|---|---|---|
| Amplitudensensitives Wirbelstrom-Schichtdickenmessgerät mit Sonde (Abschnitt 4, Anhang C) | Sonde oft gefedert (konstanter Anpressdruck, senkrechtes Aufsetzen); es gibt Geräte, die Leitfähigkeit und Krümmung des Grundwerkstoffs kompensieren | — |
| Dickennormale (Punkt 6.2) | Kunststofffolien oder beschichtete Grundwerkstoffe mit dokumentierter Dicke und Unsicherheit; keine leitfähigen Folien | — |
| Unbeschichteter Bezugsgrundwerkstoff (Punkt 6.1) | Derselbe Werkstoff, dieselbe Geometrie und Rauheit wie die Proben | — |
Arbeitsschutz und Sicherheit
- FACHLICHER HINWEIS: auf magnetischem Substrat (Stahl) ist das magnetische Verfahren ISO 2178 richtig, nicht ISO 2360
- FACHLICHER HINWEIS: eine Kalibrierung auf einem anderen Grundwerkstoff als die Probe ergibt einen systematischen Fehler (Punkt 5.2)
Häufige Fragen
Welche Norm beschreibt diese Prüfung?
Die Prüfung erfolgt nach PN-EN ISO 2360:2017-10 (wersja angielska i wersja niemiecka; wprowadza EN ISO 2360:2017 i ISO 2360:2017 [IDT]) — „Non-conductive coatings on non-magnetic electrically conductive base metals — Measurement of coating thickness — Amplitude-sensitive eddy-current method“.
Wie funktioniert diese Methode?
Eine Sonde mit Spule wird senkrecht auf die Schicht aufgesetzt; das hochfrequente elektromagnetische Feld induziert im nichtmagnetischen Grundwerkstoff Wirbelströme, deren Dichte vom Abstand der Spule zum Metall abhängt, und die Änderung der Amplitude der Spulenimpedanz (meist eine Verschiebung der Resonanzfrequenz des Schwingkreises) ist nach Kalibrierung mit Dickennormalen auf demselben Grundwerkstoff ein Maß für die Dicke der nichtleitenden Schicht (ISO 2360:2017, Abschnitte 4 und 6).
Wie groß sind Messbereich und Genauigkeit?
STATUS (Stand der PKN-Karte am 27.10.2026): PN-EN ISO 2360:2017-10 aktuell (englische und deutsche Fassung); ersetzte PN-EN ISO 2360:2006 (polnische Fassung, zurückgezogen); Substrat (Abschnitt 1): nichtmagnetisch, elektrisch leitfähig; auf magnetischen Substraten nicht empfohlen (dort ISO 2178), Ausnahme — Schichten > etwa 1 mm; Mindestdicke des Grundwerkstoffs (Punkt 5.3): über der kritischen Mindestdicke; ohne andere Daten tmin = 3·δ0; Dickennormale (Punkt 6.2): beschichtete Grundwerkstoffe oder nichtleitende und nichtmagnetische Folien (meist Kunststoff); Unsicherheit z. B. U (95 %), messtechnische Rückführbarkeit.
Wie lange dauert die Prüfung?
Das Verfahren umfasst 4 Schritte. Die Norm gibt nicht für jeden Schritt eine Dauer an — maßgeblich ist das Verfahren des Labors.
Welche Geräte werden benötigt?
Amplitudensensitives Wirbelstrom-Schichtdickenmessgerät mit Sonde (Abschnitt 4, Anhang C), Dickennormale (Punkt 6.2), Unbeschichteter Bezugsgrundwerkstoff (Punkt 6.1).
Wo wird diese Prüfung eingesetzt?
Nichtleitende Schichten — Farben, Lacke, Kunststoffe, Emails, Pulverbeschichtungen, Plattierungen — auf nichtmagnetischen leitfähigen Metallen (ISO 2360:2017, Abschnitt 1); Anodische Oxidschichten auf Aluminium und seinen Legierungen (Verfahren besonders geeignet); nicht alle Konversionsschichten; Zerstörungsfreie Messungen im Laboratorium und im Feld (AB 023 — auch in situ); In Akkreditierungsumfängen: 6 polnische Laboratorien, Bereiche von 4–30 µm bis 0–2000 µm.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten?
FACHLICHER HINWEIS: auf magnetischem Substrat (Stahl) ist das magnetische Verfahren ISO 2178 richtig, nicht ISO 2360; FACHLICHER HINWEIS: eine Kalibrierung auf einem anderen Grundwerkstoff als die Probe ergibt einen systematischen Fehler (Punkt 5.2).
Welches Labor führt diese Prüfung durch?
Die Prüfung führen nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Labore durch. Auf LabCoda finden Sie sie über die Normnummer PN-EN ISO 2360.